#biwyfi | mein zuhause, mein kokon

#BIWYFI fotoprojekt | cocooning - mein zuhause, mein kokon | luziapimpinella.com

im januar habe ich immer ein ganz großes bedürfnis, es mir zuhause gemütlich zu machen. COCOONING nennt man das so anschaulich auf neudeutsch… klingt ja auch viel schöner und hört sich nicht so psycho an, wie als das wort einigeln!  jedes jahr aufs neue sehnt sich mein herz nach neuer ordnung, nach frischen farben, nach einem großen möbelrücken und nach ein bisschen frühzeitig herein geholte frühlingsstimmung.

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ich schwanke zwischen wildem aktionismus in den eigenen vier wänden und hemmungslosem müßiggang… der kater kennt hingegen nur müßiggang. manchmal beneide ich ihn.

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ich stetig auf der suche nach neuen köstlichkeiten, die ich ausprobieren muss, und nach einrichtungs-inspirationen. mein PINTEREST spricht dieser tage wohl bände. anderen menschen geht es offensichtlich nicht anders, denn niemals habe ich soviele besucher hier auf meinem blog, wie im januar un februar. jedes jahr aufs neue.

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ich brauche wieder luft zum atmen und habe angefangen, ordnung zu schaffen und dinge auszusortieren. ein blick in meinen zuvor überfüllten kleiderschrank zeigt plötzlich viel platz und dafür weniger farben. ich hatte schon mal eine „monochrome klamotten phase“ in meinem leben und sie ist offensichtlich zurückgekehrt. vielleicht ist das ein zeichen, dass ich gerade auch mich selbst neu sortiere? wer weiß.ich wil da jetzt nicht zuviel hinein interpretieren. vielleicht bin ich auch nur ein willfähriges modeopfer.

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noch hoffen wir auf ein bisschen echten schnee, der auch liegen bleibt. der winter war irgendwie depremierend mit seinen schier endlosen regentagen und wenigen sonnenstunden. kein wunder, dass es mir so wichtig ist, dass wir uns in unserem zuhause wohlfühlen. das fräulein hat übrigens ebenfalls ihr zimmer entrümpelt und umgestaltet. der januar ist auffensichtlich der monat, in dem nicht nur ich so etwas für das seelische gleichgewicht brauche.

 

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aber da ist noch etwas. vielleicht mein stärkster impuls für mein coocooning…. in diesem januar leben wir nun 10 jahre nicht mehr in der city, sondern im speckgürtel meines geliebten HAMBURGS. wir wohnen quasi auf dem land. gehe ich zur haustür hinaus, so fühlt es sich auch nach all den jahren immer noch nicht an, als wäre ich zu hause. gerade im moment ist mir schmerzlich bewusst, was für eine lange zeit ich hier schon verbracht habe. das gefühl, an diesem ort ein fremdkörper zu sein, bleibt. dabei bin ein mensch, der sehr flexibel ist, was das wort heimat angeht. heimat ist dort, wo mein herz ist. leider ist es nicht hier. es kam nie hinterher. es blieb einfach an anderen orten. in meinem kleinen kokon, das sich unser heim nennt, lässt sich das ein bisschen leichter ertragen. solang , bis ich dann irgendwann wieder an einem ort wohne, an den auch mein ganzes herz mit hin will.
entschudigt die melancholie zum wochenende. muss auch mal sein. wenn dann manchmal die wehmut kommt, ist es mir immer ein ganz großer trost, die schönheit im alltäglichen zu sehen. euch vielleicht auch. habts schön &…

p.s. dear international reader! so sorry you’re missing the english translation… but it’s one of those days
today. thanks for using the translator-button  on top of the left
sidebar instead and even more thanks for your kind understanding!

35 Kommentare

  1. Oh, wow, das kenne ich nur zu gut. Mir ist es so wichtig, dass unser Zuhause schön ist und ich leide seit Jahren darunter, dass wir ständig irgendwo auf Zeit leben (weil wir auch nie da sind, wo unser Herz ist, sondern da, wo es irgendwie gerade eben sein musste…) und unser Zuhause ständig nur angefangen aussieht. Ich bin der Überzeugung, dass man eine Herz-Gegend haben kann, irgendwo, wo man am allerliebsten leben würde – auch, wenn sich das nicht mal rational in allen Facetten begründen ließe. Bei uns ist das auch eins DER Themen, denn wenn man dem nicht folgen kann, ist es so schwer, da anzukommen, wo man gerade ist und lebt.

    Etwas melancholische Grüße zurück und ich kann nur immer wieder sagen, wie toll Euer Zuhause aussieht!

    Caro

    • das stimmt, carolin. ich hatte am anfang immer den gedanken, dass ich irgendwann ankomme. aber das wird nicht mehr psssieren. desegen warte ich jetzt stattdessen darauf, dass ich endlich weggehen kann. ;)

  2. Ach, liebe Nic, dich so melancholisch zu wissen, wo du mir doch immer wieder nahegebracht hast, die kleinen Schönheiten des Lebens zu lieben, macht mich auch ein bisschen traurig. Wie wichtig es ist, sich irgendwo aufgehoben zu fühlen, weiß ich nur zu genau. Auch ich habe heute allerdings einen solchen Tag, denn mein Arbeitsleben geht so zu Ende, wie ich es mir nie gewünscht habe. Auch wenn es schön ist, nie mehr von anderen herumgescheucht zu werden, bin ich also wehmütig….
    Was ich lustig finde: Mein Aufräumen im Kleiderschrank ( im September ) hat dazu geführt, dass das ewige Schwarz wieder der Farbe gewichen ist, genau umgekehrt also. Aber vielleicht musst du momentan einfach unsichtbarer werden.
    Ich denke gerne an dich mit liebevollen Empfindungen…
    Astrid

    • muss es nicht, astrid. wo sonne ist, ist auch schatten und ich würde einfach lügen, wenn ich behaupten würde, es ist immer alles fein in meinem leben. jeder von uns hat melancholische momente. wegen dit oder dat.

      unsichtbar werde ich allerdings bestimmt nicht werden, das ist nicht meine art… haha! ;) ich denke auch in weniger farbe, bin ich noch da.

  3. Mir geht es ähnlich wie Dir, am Anfang des Jahres ist das Bedürfnis nach Veränderung innerhalb des eigenen Heimes auch bei mir immer sehr stark. Mal sehen, Pläne sind geschmiedet und werden auch umgesetzt, aber erst im Frühjahr. Denn wir haben hier meterhohen Schnee!

    Und seltsamer weise habe auch ich gerade eine modische Orientierungsphase die mich, ähnlich wie bei Dir, zurück zu einer "älteren" Phase führt. Aber ich habe das Gefühl das es so richtig ist. Und meine Umwelt muss nun mit meinen rosa-lila und türkis Tönen leben ;)

    Und das mit der Heimat, ja das ist so, Heimat ist da wo das Herz wohnt.
    Meines wohnt auch immer noch in Wien, selbst nach mehr als 11 Jahren, ich träume davon, irgendwann, vielleicht…. wer weiß.

    Und ich lese immer bei Dir, nur in den letzten Monaten war mir so gar nicht nach schreiben, auch hier hatte ich eine Neuorientierung nötig :)

    Herzlich jana

    • Ihr habt schnee, wie schön… immerhin! das fehlt mir hier im tristen grau ein bisschen und schlägt mir auch aufs gemüt.

      ich mag wien übrigens sehr.

      schön, dass du vorbei schaust. es macht nicht, wenn du es still tust. das tun doch meisten. ;)

    • von impressionen, allerdings schon aus der vorletzten winter-saison.

  4. Liebe Nic,

    das dein Herz nie hinterher kam und der Ort, wo du im Moment lebst, keine wirkliche Heimat für dich ist, stimmt mich auch ein bisschen traurig. Ich kann das aber gut verstehen, denn all die Jahre (sechseinhalb!), die ich in Stuttgart gelebt habe, hab' ich mich nie zuhause, ja nicht einmal richtig wohlgefühlt! Warum hab' ich es denn dann so lange gemacht, fragen viele. Aber manchmal lässt sich das nicht so leicht erklären.

    Trotzdem ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen, als ich vor fast einem Jahr nach Hamburg gezogen bin. Meinem Herz geht es damit besser, auch wenn ich das Gefühl habe, dass es nur zur Hälfte hier ist und die andere Hälfte wohlbehütet bei meiner Familie in einem kleinen Dörfchen in Hessen ruht. Und irgendwie ist das okay so.

    Ich wünsche dir alles Gute und dass dein Herz irgendwann doch noch ankommt – vielleicht jeden Tag ein kleines Stück mehr.
    Liebe Grüße,
    Marina

    • manchmal ist es einfach so, dass sich das nicht so leicht ändern lässt. bei uns ist vor allem L. der grund. sie ist hier aufgewachsen und sie soll jetzt auch in ruhe ihre (wirklich gute) schule hier zu ende machen dürfen. danach werden wir uns alle sicher umorientieren.

      ich freue mich, dass du dich in HH zuhause fühlst. das kann ich sehr sehr gut verstehen! ;)

  5. Manchmal braucht man das einfach, dann muss der Schrank aussortiert werden oder dies und das weggeräumt werden. Während du auf den Schnee wartest genieße ich den neuseeländischen Sommer in vollen Zügen.
    Liebe Grüße
    Belinda von billysreise.blogspot.de

    • gegen neuseeländischen sommer hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden! ;)

  6. Das dauert, bis man neue Wurzeln schlägt. Ich lebe jetzt über 30 Jahre hier, und manchmal fühle ich mich immer noch wie eine Topfpflanze. Aber inzwischen habe ich in meiner alten Heimat auch keine richtigen Wurzeln mehr. Aber immerhin: Ein schöner Topf ist auch was, oder?
    Grüßle
    Ursel

    • ja, der schöne topf hilft da sehr! :)

      aber ich werde nicht 30 jahre lang versuchen zu wurzeln. wenn nach 10 jahren kein trieb da ist, dann kommt der bei mir auch nicht mehr. ich will in wahrheit auch keine wurzeln an einem ort, an dem ich mich nicht wohl fühle. vorher verpflanze ich mich lieber wieder.

  7. Du sprichst mir voll aus dem Herzen.
    Ich glaube gerade an solchen trüben Tagen trifft es die feinfühligen Menschen, die bewusst im Leben stehen wollen richtig arg. Da muss man drüber sprechen, aufräumen und sich von Dingen trennen, die wir nicht mehr brauchen; daß ist die Zeit der Veränderungen. Ich glaube, dass muss alles so sein.
    Ich wünsche Dir Energie und Durchblick.
    Mir geht's momentan auch so.

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

    • ich glaube, januar und februar sind einfach die zeit für solche gefühle…

  8. mir geht es im januar meist ähnlich.
    das trübe grau in grau drückt mir aufs gemüt und der vitamin d mangel macht sich bemerkbar.

    sobald wieder etwas mehr sonnenstrahlen durch die wolken dringen und die welt wieder bunter wird, gehts besser.

    schön, dass biwyfi weiter geht & sonnigen gruß!

  9. oh die schere ist soo toll! <3 Und das Kissen mit dem Origami-Papier-Muster! Sehr toll zum kuschelig machen! Bei mir ist es heut´ auch kuschelig! Liebe Grüße, Kathrin*

  10. Hey, nachdem ich Deinen Post gelesen hatte, wollte ich wissen ob wir wohl Beide am selben Ort im Speckgürtel wohnen… Und mit großer Überraschung tun wir das tatsächlich :) und was die Ideen zum umgestalten des zu Hauses angeht, bin ich auch gerade ganz weit vorne :) Mal gucken was draus wird. Dir noch einen tollen Sonntag aus Bookwood nach Bookwood ;) LG Cordula

    • bei mir heißt es zugegebenermaßen ja immer boring bookwood, cordula! ;)

      liebe grüße in die nachbarschaft!

  11. Hallo Nic,

    ich kann Dir in vielem, was Du schreibst nur zustimmen. Auch ich erlebe gerade eine Phase, in der alle bunten Klamotten fast ausnahmslos ausrangiert werden. Und was das Speckgürtelleben angeht: ich wohne seit 14 Jahren knapp hinter der Berliner Stadtgrenze. Ich bin in Berlin geboren, aufgewachsen, hab die schönste Zeit meines Lebens (meine Jugend!) dort verbracht und trauere dem auch ein wenig hinterher. Fremdkörper werden echte Stadtkinder im Speckgürtel immer bleiben. Vielleicht liegt es bei mir aber vor allem an der Spießigkeit um mich rum. Das stört mich massiv. Auf der anderen Seite will ich aber nicht mehr in dem lauten, dreckigen Moloch leben. Seitdem ich einen Hund habe, weiß ich zu schätzen, was es heißt, das Feld nur ein paar Minuten vor der Tür zu haben. Auch wenn Berlin immer meine Stadt bleiben wird – meine Heimat. Mal sehen, wo das Herz einen irgendwann mal hinträgt. LG Anke

    • ja, du hast sicher recht.

      vielleicht wäre es ein bisschen leichter, wenn ich dem landleben etwas mehr abgewinnen könnte. die spießigkeit um mich herum ist in der tat auch mein größtes problem. ich für meinen teil vermisse das laute, das anonyme und das quirlige. auch das schmuddelige irgendwie. da fühle ich mich einfach mehr zuhause.

      vielleicht sollte ich mir zum peppermann noch einen hund anschaffen? ;)

  12. Wow, so schöne Bilder! Ich freue mich schon auf Tipps bei dem Blogst-Workshop. Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen. Wir sind jetzt ein halbes Jahr in Bratislava und ich fühle mich nicht daheim. Ein Gefühl von Zuhause habe ich tatsächlich an den Wochenenden, wenn wir als Familie zusammen sind. Vielleicht ist es bei mir aber auch das Wissen, dass wir in zwei, drei Jahren zurückgehen.
    Liebe Grüße, Nina

    • och bin auch schon gespannt auf den neuen workshop! :) das wird bestimmt wieder schön!

  13. Hach Nic….Du sprichst mir aus der Seele. Wir leben im Speckgürtel von Köln und Düsseldorf. In unserem schnuckeligen kleinen 150 Jahre alten ehemaligen Bauernhäuschen, das ich wirklich heiss und innig liebe. Aber angekommen bin ich hier auch nach über 2 Jahren noch nicht und auch die Kinder tun sich schwer. Die Menschen sind hier mit Schützenverein, Fussballclub und Dackelzucht einfach anders als wir und daher kommen wir uns immer vor wie bunte Hunde, die sich nicht anpassen können und wollen. Im Herzen sind wir wohl Städter geblieben. Auch wenn ich mittlerweile eigentlich viel lieber Felder vor der Nase habe als die Einkaufsstrasse. GLG, Nadine

    • ja, euer haus ist wirklich ne show (soweit ich das von den fotos beurteilen kann;). aber die spießigkeit um einen herum, kann so eine stadtseele schon mal erdrücken.

  14. Ich kenne das auch gut. In unserer jetztigen Mietwohnung und auch unserem Ort bin ich angekommen. Ich kann es gar nicht fassen, dass wir bereits drei Jahre hier wohnen. Leider stehen dieses Jahr spätestens nächstes Jahr Veränderungen an, wo wir jetzt noch nicht sagen können, wohin es gehen wird.
    Viele Grüße
    Jennifer

  15. Liebe Nic, ich fühle mich in allen Punkten ähnlich wie du! Nur, dass meine Sehnsucht eher raus aufs Land geht. Aufräumen, Luft machen, Platz für Neues ist auch mein Januar- Februar Lieblingsthema, ebenso wie die Sonnenmangelmelancholie! Mein Kleiderschrank enthielt 39 Jahre KEIN schwarz. Seit einem Jahr fast nur noch solches! Und weil ich schwarz und weiß so liebe, sitze ich gerade an einem neuen Kugelkerzenkranz in schwarz und weiß- du weißt…. Dein Mädel ist unseren Jungen ein Jahr voraus. mal sehen, ob du schneller in der Stadt bist als ich aufm Land!:-) ich grüße dich herzlich!!! Britta

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