die grillgranaten | tipps rund um den barbeque smoker… oder der smokermän plaudert aus dem grillkästchen

ihr lieben, heute übergebe ich an herrn P, meine allerliebste aller GRILLGRANATEN. falls ihr vielleicht darüber nachdenkt, euch einen BARBEQUE SMOKER zuzulegen, hat er heute bestimmt ein paar nützliche tipps für euch. kleiner fun fact nebenbei… die begeisterung fürs smoken hat meinen mann übrigens genau an diesem tag während unseres NEUENGLAND roadtrips gepackt!

{dear international readers, today is one of those days. so sorry, if you’re missing the englisch translation. please feel free to read this online translation though! thanks.}

luzia pimpinella | grilgranaten | smoker tipps - kauf, pflege & wissenswertes
hi! mein name ist stephan und ich bin grilloholiker der grillverückte{ste} in dieser familie. vor fast 2 jahren habe ich mir einen BBQ SMOKER zum geburtstag gewünscht. eigentlich vor allem, weil ich mein eigenes pulled pork smoken wollte. seitdem habe ich viel an grillrost und feuerkammer herum experientiert. meine erfahrungen mir dieser art von grill, möchte ich heute gern mit euch teilen!

die auswahlkriterien für einen SMOKER – so viele möglichkeiten:

es gibt mittlerweile eine riesige auswahl an BARBEQUE SMOKERN auf dem markt. die entscheidung fällt erst einmal gar nicht so leicht, wenn man noch keine ahnung vom smoken hat. so ging es auch mir! letztendlich habe ich mir dann selbst ein paar fragen gestellt: was will ich mit dem grillgerät eigentlich machen? bin ich amateur oder profi? das war ja nicht schwer zu beantworten. außerdem: bin ich bereit, handwerklich zu arbeiten und einiges zu ergänzen bzw. zu verändern? oder brauche ich von anfang an ein professionelles gerät, das keine wünsche offen lässt?
beliebige smoker-modelle zwischen 100 und 1000 euro gibt es nicht nur im internet und bei spezialversendern zu kaufen, sondern mittlerweile auch schon im baumarkt. ich bin ja immer der meinung, dass man nicht das teuerste gerät braucht, um super ergebnisse zu erzielen. da ist es wie beim fotografieren. eine teure kamera macht noch kein gutes foto. es muss aber eben auch nicht das billigste teil sein. wenn das material qualitativ minderwertig ist, macht auch das arbeiten nämlich keinen spaß!
was man auf jeden fall wissen sollte: einfache und günstige smoker-modelle müssen in den meisten fällen abgedichtet werden. das kann man mit *DICHTBAND für öfen*hochtemperatur SILIKON dichtmasse und ggf. auch eisenstreben aus dem baumarkt tun. teurere BBQ SMOKER haben meist eine höhere passgenauigkeit der bauteile und eine dickere wandstärke. mir hat es bei der kaufentscheidung sehr geholfen, mich im vorfeld einfach gut zu informieren und in diversen GRILL-FOREN, wie z.b. dem GRILLSPORTVEREIN, diskussionen und kommentare zu lesen.
zurück zu der frage, was man{n} eigentlich will! möchte man mit holz und kohle grillen oder vielleicht lieber mit gas? möchte man nur klassisch direkt grillen oder indirekt smoken und „niedrigtemperaturgaren„? kaufe ich also einen klassischen SMOKER, eher einen *WATERSMOKER oder vielleicht doch einen geschlossen grill {z.b. den typischen KUGELGRILL oder eben andere grill-modelle mit geschlossenem deckel}? auch damit ist indirektes grillen mit einigem zubehör möglich. wie oft grille oder smoke ich überhaupt damit? ist das wirklich grillleidenschaft oder steht das ding die meiste zeit doch nur ungenutzt herum? für manche käufer mag dabei auch das design des geräts ausschlaggebend sein und natürlich ist auch der preis ein nicht ganz unerhebliches kaufkriterium. welche investition ist da überhaupt sinnvoll?
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meine persönliche SMOKER-wahl: 

letzendlich habe mich für *diesen klassischen BARBEQUE SMOKER mit side fire boxentschieden, weil ich: 
  • bei der garmethode flexibel bleiben wollte, smoken, direktes und indirektes grillen  – alles sollte einfach möglich sein.
  • mir auf jeden fall zeit dafür nehmen und auch „long jobs“ machen wollte, z.b. pulled pork oder beef brisket {anm. d. red. ich finde ja, das wort long job hört sich ja tendenziell ferkelig an!}
  • nicht gleich unsummen von geld für die anschaffung einer smokers ausgeben wollte
  • feuer machen wollte! haha!

 

dabei waren mir folgende punkte für die auswahl des smokers wichtig: 
  • die wandstärke sollte mindestens 3 mm sein, denn sonst erreicht der smoker keine hohen temperaturen bzw. die erreichten temperaturen sind schwer zu halten und schwanken zu stark.
  • die verarbeitung und passgenauigkeit {dichtigkeit} der bauteile sollte einigermaßen gut sein, damit nicht zu viel rauch {und damit auch rauchgeschmack} und hitze verloren gehen.


mein eigener smoker ist nun also:

  • ein einfaches und eher günstiges modell, da ich nicht einschätzen konnte, wie viel spaß mir das smoken überhaupt macht
  • mit einer schon ganz ordentlichen wandstärke von 3,5 mm ausgestattet
  • in einigen grill-foren gut getestet und besprochen
  • mit guten tipps und erweiterungsmöglichkeiten versehen

 

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was ich nach dem kauf an meinem BBQ SMOKER verändert habe: 

 
  • ich habe die spaltmaße mit hitzebeständigem dichtband und eisenstreben abgedichtet.
  • die schornstein-öffnung habe ich mit einem simplen, gerollten metallblech nach innen etwas verlängert, um den rauch stärker und länger in der garkammer halten zu können.
  • ich habe flache schamottsteine auf dem boden der garkammer verteilt, um beim smoken die temperatur konstanter halten zu können.
  • da das thermometer im deckel des smokers nicht besonders hochwertig war, habe ich es gegen ein besseres und genaueres ausgetauscht, nämlich gegen *DIESES. es war nicht teuer, macht aber einen unterschied.
  • seitlich in die garkammer habe ich ein bodennahes loch gebohrt. sollte die garkammer von innen mal eine reinigung benötigen, können hier spülwasser und fettreste abgeleitet werden.
  • außerdem habe ich einen kleinen metalleimer als tropf/auslaufschutz unterhalb dieses lochs angehängt
  • ganz wichtig… ich habe einen flaschenöffner für das grill-bier direkt an den smoker geschraubt. ja, männerspielerei!

 

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meine tipps zur pflege des SMOKERS:

 

  • ganz wichtig – das einbrennen! vor der allerersten benutzung, muss der smoker eingebrannt werden! dafür {ggf. auch nach dem waschen des geräts} die side fire box und die garkammer für 2-3 stunden mit holz befeuern. dabei sollte man die temperatur möglichst sachte steigern. achtung, die prozedur kann erst einmal schlimm stinken! deshalb vielleicht nicht gerade am sonntag nachmittag die nachbarschaft damit belästigen.
  • den smoker außen regelmäßig mit speiseöl einreiben,
  • nach jedem benutzen die asche aus dem innenraum entfernen, denn der bringt den grill schneller zum rosten
  • innen sollte der smoker 1x jährlich mit seifenlauge ausgewaschen werden.
  • die grillroste natürlich nach jedem grillen reinigen {nicht mein lieblingsjob!}
  • falls das gerät irgendwann einmal stärkeren rost ansetzt, was durchaus vorkommen kann, den rost abbürsten und die stelle ggf. mit ofenlack einsprühen und danach neu einbrennen

 

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nützliches zubehör für den BARBEQUE SMOKER:

 
  • ein digitalthermometer mit 2 fühlern für die  kerntemperatur des fleisches und die garkammer. ein gerät mit funkteil ist sehr praktisch und entspannt, weil man nicht ständig zur temperaturkontrolle zum smoker rennen muss. ich habe *dieses BARBEQUE FUNK-THERMOMETER und bin sehr zufrieden.
  • ein paar feuerfeste *GRILLHANDSCHUHE
  • natürlich die üblichen utensilien, wie grillzange, heber etc.
  • *DECKELHALTER zum offenhalten und regeln der feuerklappe bei der side fire box {das geht aber auch mit einem holzscheit oder einer selbstgefrickelten eisenstrebe}.
  • hilfreich ist auch eine *VIERKANT-PFANNE, die beim smoken, mit wasser gefüllt, mit in die garkammer gestellt wird. der wasserdampf hilft, die temperatur leichter konstant zu halten.
  • wenn man seinen smoker, so wie ich, den sommer über draußen im freien stehen lässt, kann eine *SCHUTZHÜLLE gute dienste leisten.
  • ein ganz altmodischer handfeger mit natürlichen reisigborsten und eine kehrschaufel aus metall sind sehr nützlich
  • meine coole schürze habe ich übrigens von sabine {HELD AM HERD}, weil meine frau ihr ihre wortschöpfung ausgeliehen hat. ;)

 

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meine persönlichen erfahrungen in meinen ersten 2 jahren als SMOKER griller:

  • man muss sich einfach zeit und ruhe für seinen smoker nehmen.
  • es macht sinn, sich vor größeren smoker-sessions {z.b. long jobs, wie beef brisket o.ä.} ausreichend vorzubereiten und den zeitlichen ablauf sorgsam zu planen. nichts ist so blöd, wie wenn die hungrigen gäste schon am tisch sitzen, die spareribs aber noch eine stunde brauchen.
  • ein scheit holz alle 20 minuten hat sich bei mir zum halten einer relativ konstanten temperatur bewährt
  • jedes öffnen der garkammer verlängert das smoken, weil hitze verloren geht. smoken ist wirklich nichts für neugierige topfgucker! also möglichst nur den deckel öffen, wenn man muss. z.b. um das grillgut zu „moppen„, also mit gewürz-marinade einzupinseln.
  • üben, üben, üben! es ist noch kein pit master vom himmel gefallen.
  • bei einem long job kann es hilfreich sein, einen schirm für das feuer bereit zu halten, falls es doch mal ungeplant anfängt, zu regnen. dem grill macht das zwar nichts, aber die temperatur wird abfallen und euer grill-ergebnis unter umständen beeinträchtigt.
  • ein smoker-tagebuch zu führen, ist eine gute sache. das hilft, sich an gemachte erfahrungen auch fürs nächste mal zu erinnern.

 

ungefähre zeiten für long jobs am BBQ SMOKER sind:

  • huhn, z.b. „beer butt chicken“ ca. 4 stunden
  • ribs vom schwein ca. 5 – 6 stunden
  • beef brisket, also rinderbrust, ca. 12 – 15 stunden
  • pulled pork ca. 20 – 24 stunden

 

empfehlenswerte bücher und internet links zum thema grillen und smoken: 

das solls für heute gewesen sein! ich hoffe, meine tipps und infos haben euch vielleicht auf den geschmack gebracht, das smoken selbst zu versuchen. falls ihr weitere fragen habt, nur her damit! und falls ihr selbst gern smoked und ebenfalls tipps und eigene  erfahrungen habt, dann gerne ebenso her damit! wer pit master werden will, der lernt doch nie aus.
rauchige grüße! STEPHAN

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19 Kommentare

  1. Wow, danke für diesen interessanten Post! Ich habe alles gelesen und dabei habe ich noch nicht mal den Platz für so ein Gerät…!!! 😀

    • wirklich? haha… dann also danke fürs lesen und hut ab für die geduld. :)

  2. sonja
    2

    Supi Infos vom Smokermän! Wir freuen uns immer wenn wir in den Genuss Deiner Künste kommen!
    Sonja :-*

  3. Ganz große Grillgranatenliebe!!! Ich leite mal sofort weiter an den Helden und bin jetzt noch sehr viel mehr dafür, dass wir die beiden Herren unbedingt in eine Koch-Grill-Arena zusammenbringen müssen.

    • ich bin auch dafür. aber für diesen sommer sehe ich mittlerweile kohleschwarz leider… hmpf…

  4. Sehr lustig gestern Abend auf Instagram: Alle Frauen schreiben drunter "Das leite ich direkt mal an meinen Mann weiter"… Bei uns: "Guck mal, Fee, hast du schon gesehen, auf Luzia Pimpinella gibts jetzt was zum Thema Grillen" :D?!

  5. Boah, das ist ja eine Wissenschaft für sich!!! Ich gestehe, dass ich auch gerne grille, aber äußerst unprofessionell! Letzte Woche habe ich versucht, mit einem Pizzastein eine Pizza im Grill zuzubereiten! Das Ergebnis ist durchaus verbesserungsbedürftig! Haha… Den Kindern hat es aber geschmeckt! Vermutlich habe ich auch zu oft den Deckel hochgehoben… weibliche Neugier eben!
    Viele Grüße von
    Margit

    • also mit dem pizzastein sind wir auch noch auf kriegsfuß. das letzte ergebnis war auch hier sehr mittleiderregend. ;)))

  6. Tolles Thema, hier steht ein Watersmoker auf dem es am Wochenende noch Rippchen gab. Pulled Pork wurde dieses Jahr auch schon gezaubert, aber auch hier im Haus ist der Mann fürs smoken zuständig. Mir gehört die Kugel ;) und ich bin für alles kurze zuständig, weil grundsätzlich ist grillen nicht nur was für Männer. Fakt ist, seit 2 Jahren haben wir Dauergrillsaison.

    LG Manuela

    • einen watersmoker wird es hier auch bald geben. ich bin schon sehr gespannt.

      hier ist das grillen und smoken auch eine gemeinschafts-produktion. aber ich gestehe ganz ehrlich, das ich auf das stundenlange kümmern um "long jobs" keine lust habe. das kann der smokermän dann gerne allein erledigen.

      ich bin auch eher füs schnelle! ;)

  7. Wow, toll. Das muss ich mal dem Göga zeigen. Er ist bei uns der Grillmeister. Das gefällt ihm bestimmt auch. Eigentlich wollte er ja einen Brotback- und Pizzaofen in den Garten mauern, aber so ein bisschen smoken passt eigentlich gut zu ihm.
    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne

  8. Anonymous
    9

    Auf Insta meinten einige der Grill sieht aus wie ein Kinderwagen. Ich finde ja er sieht eher aus wie eine Lokomotive. Frohes Grillen… äh… Smoken weiterhin. :)
    Grüße, Natalie

  9. Pingback: Meine Bucket List für den April mit dem Motto: Alles neu macht der Mai. - LeneSimpelwimpel.de

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