hamburg | streetart walk auf dem reeperbahn festival

luzia pimpinella | travel hamburg | reeperbahnfestival - streetart walk


HAMBURG stand in der letzten woche ganz im zeichen des REEPERBAHN FESTIVALS, dem größten clubfestival deutschlands. längst ist es mehr als ein musik-festival {über 400 konzerte mit internationalen newcomern aller möglichen musik-sparten traten in den hamburger clubs, bars, theatern und an anderen spielstätten rund um den kiez auf}, sondern ist auch eine plattform der internationalen digitalen kreativ-wirtschaft. außerdem bietet das fesival zahlreiche programmpunkte aus dem bereich medienkunst, bildende kunst und urbane kunst

so in HAMBURG the REEPERBAHN FESTIVAL happend last week. it’s one of the largest club-festivals in germany. but it’s not only a music festival where more than 400 concerts of international bands and newcomers from different music genres played in clubs, bars, theaters and public places. it’s also a platform of international digital creatives. moreover it offers program items in fine arts and also urban art.
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zeit für konzertbesuche blieb mir in der letzten woche nicht, aber am freitag begleitete ich rudolf köckner von URBANSHIT.de auf einem von ihm geführten STREETART WALK auf ST. PAULI. wer jemals mit offenen augen über den kiez gelaufen ist, der kennt sie natürlich… die urbane kunst, die streetartists überall auf dem kiez an fassaden und in hauseingängen hinterlassen. meist ungefragt und natürlich irgendwie illegal, mittlerweile auch manchmal schon auf bestellung. streetart habe ich schon immer gern fotografiert, nun freute ich mich darauf, noch ein bisschen wissen vertellt zu bekommen.

unfortunately i didn’t find the time for any concert, but on friday i joined a group around rudolf köckner from URBANSHIT.de for a STREETART WALK at ST. PAULI. if you ever walked the neighborhood with open eyes, you surely noticed all the pieces of urban art that street artists left on facades and in house entrances around the place. this happens mostly unasked and illegal, but sometimes even on assignment. i’ve been loving to shoot street art for long, so i was curious to learn more about it on that tour.

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wer sich ein bisschen mit künstlerischen techniken auskennt, der erkennt sehr schnell, dass streetart heute weit über GRAFFITI kunst von sprayern hinausgeht. trägermaterialien und möglichkeiten sind kaum noch grenzen gesetzt. was geht, wird gemacht. so entstehen zum beispiel 3D-kunstwerke, wie oben im bild. sie werden aus STYRODUR {polystyrol} geschnitten, bemalt und auf fassaden aufgebracht. sie scheinen aus der wand zu wachsen.  diese form von guerillakunst finde ich besonders cool!

if you’re a little familiar with techniques of art, you can recognize the different styles of artwork. today it’s far more than just GRAFFITI art created by sprayers. materials and possibilities seem to be endless. i really like the 3D street art pieces {like in the pic above} made from polystyrene, that look like growing out ouf the walls. 

 

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PASTE-UPs sind bilder auf papier, die vom künstler bereits im studio angefertigt und vor ort nur noch angekleistert oder geleimt werden. sie sind oft im siebdruckverfahren oder auch in stencil-technik entstanden. STENCILS {schablonen-graffiti} werden aber auch oft direkt auf die wand gesprüht. dass manche werke mittlerweile von den immobilienbesitzern nicht als sachbeschädigung, sondern tatsächlich als verschönernde kunst angesehen wird, kann man vielerorts beobachten. man sieht häufiger, dass beim letzten hausanstrich sorgsam um die streetart pieces herumgestrichen wurde! von dem phänomen, dass hausbesitzer ganze mauern aus ihrem eigenen haus herausschneiden, um die darauf verewigte kunst meistbietend zu versteigern {wie die von BANKSY}, sind wir in deutschland wohl noch weit entfernt. dass manche, die kunstwerke allerdings trotzdem gern bei sich in der wohnung hätten, zeigt die tatsache, dass man immer wieder versucht, sie von den wänden abzupulen. schade drum, denn natürlich lassen sie sich nicht ablösen, sie werden nur zerstört.

PASTE-UPs are pictures on paper that are created at the artist’s studio and then fixed in field work using glue. the artworks on paper can be STENCILS or SCREEN PRINTINGS, but there are also stencillings directly on the walls. it seems like some of the guerilla artworks are not considered as damage to the property of the landlord anymore. you can see art that is spared out when the house is newly painted. but still we in germany are far away from cutting out artworks with the complete wall to sell it in an auctions {like it happens to BANKSY art quite frequently}.

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mittlerweile herrscht, vor allem in großstädten, ja eine ganz andere akzeptanz von streetart und ihre machern. nicht selten werden jetzt streetartists für werke beauftragt und für ihre arbeit bezahlt. sie verschönern mit ganz offiziellem auftrag, und somit auch ganz legal, mauern und fassaden und schaffen oft großformatige urbane kunstwerke. VIVA CON AGUA zum beispiel {ein in hamburg gegründetes, gemeinnütziges netzwerk, das sich für einen weltweiten menschenwürdigen zugang zu sauberem trinkwasser und sanitärer grundversorgung einsetzt}, macht mit urbaner kunst auf seine arbeit aufmerksam.

actually there is wide acceptance of street art and their artists in larger cities. meanwhile street artists are sometmes payed for their work and do create art on assignments. this brings their work into a legal light and official appreciation. the results are often large sized urban murals like those of VIVA CON AGUA for example. {viva con agua is a charitable organisation founded in hamburg campaigning for clean drinking water and sanitary standards all over the world}.  these guys use urban art to draw attention to their projects.

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streetart hat viele gesichter. über kunst, wie über geschmack, lässt sich ja bekanntermaßen nicht streiten. ich selbst liebe es, wenn großformatige kunst langweilige häuserfassaden ziert. ich mag aber auch die kleinen, nicht sofort offensichtlichen, oft ein bisschen ironischen stückchen kunst, die guerillamäßig hier und da aufpoppen. das flächendeckende taggen einer stadt mit simplen kürzeln, so wie der hamburger sprayer OZ es seit jahrzehnten tut {und auch etliche jahre seinen lebes dafür im gefängnis verbracht hat}, ist hingegen nichts, wofür ich mich wirklich begeistern kann. mir fehlt da ein bisschen der sinn, der über das zelebrieren zivilen ungehorsams und persönlichen ortsmarkierungdrang, hinausgeht… aber vermutlich bin ich genau dafür auch einfach nur zu spießig. ;)

street art has so many faces. and well, there’s surely no accounting for taste, neither for the way you look at art. speaking for myself i really love the large sized murals but also the small, sometines second sight guerilla artworks that pop up. i’m not enthusiastic about simple graffiti tags all over the city though. i cannot see more in it than just the celebration of civil disobedience paired with the urge to leave personal marks everywhere… maybe i’m just to white-bread for this special kind of art!? ;)

P.S. falls ihr im nächsten jahr das REEPERBAHN FESTIVAL {das dann 10jährige jubiläum feiern wird} nicht verpassen wollt, dann notiert euch schon mal den {vorraussichtlichen} termin 23. bis 26. september 2015.

P.S. wanna come for the REEPERBAHN FESTIVAL next year? {it will be the 10th anniversay by the way}. save the date 23rd till  26th september 2015.

10 Kommentare

  1. ui! da hast du auch meine lieblinge erwischt.und den kleinen piraten habe ich am wochenende auch das erste ma gesehen, wenn auch an anderer stelle. zu einem dieser streetartwalks wollte ich eigentlich auch, aber dann hat die musik mich doch zu sehr in ihren bann gezogen. hätte ich doch mal früher aus dem bett kommen sollen…. wunderbare bilder!
    liebe grüße,
    jule*

  2. Oohja,ich finds auch total cool…gern wäre ich auch dort gewesen,habs nur wider mal verpennt *gg*ich finde auch das diese Art von kunst ganz besonders ist,und ich finds klasse das es das gibt und unsere Stadt einzigartig macht.
    zum jubiläum bin ich aber dabei,hab mir das Datum schon notiert :-)
    Danke für deinen Tollen Bericht darüber.

    GLG Jeannette

  3. Jaaa muss auch mal wieder für bunterwegs durch hamburg streifen!

    tolle bilder haste da mitgebracht aus meiner homebase! und tolle infos!

  4. Streetart ist absolut meins und eigentlich kann ich gar nicht wirklich verstehen, was man dagegen haben kann. Jajaja…die Eigentumssituation, aber mal ehrlich: So ne häßlich verschalte 70iger Jahre Hauswand in moospopelgrün oder hornhautumbra ist irgendwie auch Körperverletzung im weiteren Sinne. Naja. Der liebe Geschmack halt. Bei jedem anders. So isses. GlG Anne

  5. *haha die Rakete ist mein absoluter Favorit <3
    Ich liebe die Buntigkeit der kleinen Kunstwerke auch, Leipzig holt da echt auf :)
    Leider auch was die blöden Tags betrifft, aber das sind ja meist junge Hüpfer. LG! Ela

  6. Spießig? du? Nein, bestimmt nicht. Ich mag die Malereien auch sehr gerne und halte immer danach Ausschau. Besonders die kleinen, versteckten, haben es mir angetan. Egal ob gesprüht, gepinselt oder geklebt. Nur die Schmierereien, mag ich nicht. Dieses vollflächige vollkritzeln von Flächen jeder Art. Auch in Bussen und Bahnen, oder auf Toiletten. Da kriege ich die Krise. Aber es gibt zum Glück ja auch richtige Kunstwerke. Und bei uns gibt es eine gaaaanz lange Mauer, wo sie immer ihre Kunstwerke verewigen. Immer wieder Spass dort zu schauen, was es neues gibt. LG Yna

  7. Na, da weiß ich ja bei 95% der Bilder spontan, wo sie aufgenommen wurden;-) Eine schöne Auswahl hast du da getroffen!
    Liebe Grüße
    Ute

  8. Hi. Das ist ein schöner Überblick. Ich schließ mich Ela von Immertreu :-) an: die Rakete ist cool. Davon hab ich öfter schon welche entdeckt. Hat diese Richtung auch einen Namen?

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