MY 2 CENTS TRAVEL

8 Gründe, warum mir allein reisen gut tut & was ich dabei gelernt habe

Travel - allein verreisen | Norderney, me, myself & I... warum allein Reisen gut tut | luziapimpinella.comEs mag ein bisschen schizo klingen, aber es gibt zwei Sachen, die mit im Moment am meisten fehlen… zum einen, das Zusammensein mit Freunden und Familie… zum anderen, genau das Gegenteil. Mal völlig Alleinsein! Gern länger als nur mal eine Stunde zwischendurch. Vor fast genau einem Jahr war ich für einen Kurzurlaub auf Norderney. Allein…. nur me myself & I. Das waren ein paar wunderbare Tage. Das Alleinsein fehlt mir gerade sehr. Seit dem März 2020 sind wir drei nun fast 24/7 zusammen und hocken aufeinander. Home-Office, Homeschooling, gemeinsame Renovierungsarbeiten im Haus. Das klappt ja ganz prima und wir verstehen und gut, aber so langsam geht uns die ständige Nähe doch auf die Nerven, weil keiner von uns irgendeinen Ausgleich hat und auch mal wirklich allein ist.

Ich bin ein geselliger Typ, ich liebe meine kleine Familie sehr und verbringe gern Zeit mit Stephan und Luzie, aber ich
brauche auch mal Zeiten ganz allein für mich. Solche Tage helfen mir beim Auftanken und die fehlen eben im Moment ganz schön. Schon als Kind brauchte ich immer mal wieder Phasen, wo ich nur für mich allein gespielt habe. Und manchmal frage ich mich jetzt, was ich mir als erstes wünsche, wenn die Coronazeit vorbei ist und wieder mehr Freiheiten möglich sind. Es kann durch sein, dass ich erst mal ein paar Tage ganz allein verreise. Bis es soweit ist, träume ich mich gerade zurück in den letzten Februar. Zurück zu langen Tagen mal nur mit mir allein…

Travel - allein verreisen | Norderney, me, myself & I... warum allein Reisen gut tut | luziapimpinella.comTravel - allein verreisen | Norderney, me, myself & I... warum allein Reisen gut tut | luziapimpinella.comTravel - allein verreisen | Norderney, me, myself & I... warum allein Reisen gut tut | luziapimpinella.com Als ich damals Bilder und auch Stories meines Urlaubs auf Instagram postete (die Stories sind in meinen Highlight immer noch HIER zu sehen) bekam ich ziemlich viel Feeedback von Frauen, die meinten, sie würden sich einen Trip ohne Begleitung und Gesellschaft durch Familie oder Freund*innen nicht trauen. Sie hätten Hemmungen in gewissen Situationen. Oder sie würden Probleme haben mit dem Alleinsein. Die Menge dieser Nachrichten hat mich damals sehr überrascht. Ich meine, ich war nur auf einer Nordseeinsel mit allem Komfort und nicht mit dem Rücksack allein im Dschungel von Borneo oder ähnlich abenteuerlichen Reisezielen. Letzteres wäre dann auch nicht meins. Aber ich bewundere alle Frauen, die solche Reisen allein und autark durchziehen.

Dagegen sind meine Wünsche für Allein-Reisen noch völlig innerhalb von Komfortzonen. Gerade deshalb wunderte mich das Feedback in meinen Insta-Kommentaren sehr. Denn ich finde es wirklich wichtig, dass Frauen auch einfach mal ihr Ding allein machen und nicht immer nur damit beschäftigt sind, sich um die Bedürfnisse von anderen Menschen zu kümmern.

Ich weiß noch, dass ich damals versuchte, Zweifler*innen Mut zu machen, doch auch mal einen Trip allein zu versuchen…

Und das möchte ich heute mit diesem Blogpost auch nochmal tun. Denn ich hoffe natürlich, dass wir in ein paar Monaten wieder mehr Freiheiten haben werden. Und ich bin davon überzeugt, dass es sehr viele Frauen gibt, die dann sehr gut mal Zeit allein und nur für sich gebrauchen können. Denn zwischen Jobs, Homeschooling, Home-Office, Haushalt, Kinderbeschäftigung und alle den zusätzlichen Belastungen aka „Mental Load“ in der Coronakrise, sind viele Frauzen einfach am Limit und habe null Luft, einfach mal für sich zu sein und aufzutanken.

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1. Allein reisen gibt Selbstbewusstsein…

Ich erinnere mich noch an die erste Reise, die ich ganz allein gemacht habe. Es war 2013 und ich war schon 43, ohne dass ich jemals in Betracht gezogen hätte, mal einen Urlaub ganz allein zu machen. Es war auch nicht ganz freiwillig, dass ich keine Gesellschaft hatte Denn es war eine Pressereise, die einfach für einen Solo-Trip geplant war. Ich flog zur Destination hatte einen Plan, eine vorgegebene Reiseroute, musste mir einen Mietwagen nehmen und alle Aktivitäten allein bestreiten. Es ging damals durch die französische Region Poitou Charentes. Meine Französisch-Kenntnisse waren, trotz 5 Jahren Unterricht  in der Schule, mehr als spärlich. Zu meiner allgemeinen Ängstlichkeit vor dem Trip kam also noch eine Sprachbarriere hinzu. Aber ich wusste auch, dass ich mich immer ärgern würde, wenn ich diese Erfahrung abgelehnt hätte.

Damals war es für mich außerhalb der Komfortzone, auf diese Weise allein unterwegs zu sein. Es war aufregend und auch ein bisschen beängstigend, niemanden an meiner Seite zu haben. Aber als ich mich dann darauf eingelassen habe, habe ich gemerkt, wie sehr diese Erfahrung mein Selbstbewusstsein gepusht hat. Anstatt mich zum Beispiel mich mindestens zu Hälfte auf Stephan zu verlassen, hatte ich plötzlich die ganze Verantwortung allein. Manche Situationen waren herausfordernder als sonst, wenn etwas nicht klappte, musste ich mich ganz allein kümmern und konnte das nicht abwälzen. Das ist ja auch manchmal ein bisschen bequem. Aber ich merkte schnell, ich kann das und ich mach es einfach! Das war ein großartiges Gefühl, das man einfach nicht hat, wenn man immer jemanden dabei hat, der mitentscheidet. Am Ende fragte ich mich nach ein paar spannenden Tagen an der französischen Atlantikküste, warum ich eigentlich so ängstlich gewesen war? Heute denke ich… manchmal muss man auch einfach mal machen und über seinen persönlichen Schatten springen. Das tut man , so eingezwängt in seinen Alltag und sein individuelles Leben, meist viel zu selten. Was also wenn das, wovor man so viel Respekt hat, einfache nur eine tolle Erfahrung wird?

2. Ich bin mir selbst genug…

Aus vielen der oben erwähnten Kommentaren ließ für mich sich herauslesen, dass Frauen häufig denken, sie könnten gar nicht gut allein sein. Aus unterschiedlichsten Gründen… Weil sie es nicht gewohnt sind und sonst immer jemanden um sich herum haben. Um den sie sich selbstverständlich kümmern, anstatt auch mal um sich selbst. Weil sie manchmal tatsächlich nicht wissen, was sie mit sich allein anstellen sollen, weil sie so blockiert sind von all dem Mental & Work Load im Alltag, dass sie sich selbst vergessen haben. Weil sie innerhalb einer Familie oder einer Beziehung völlig verlernt haben, sich auch als Individuum zu sehen – mit ganz eigenen Bedürfnissen. Weil sie denken, sie würden komisch beäugt, wenn sie allein unterwegs sind oder allein im Restaurant am Tisch sitzen. Die Frage, was Andere über wohl über einen denken… die Familie, wenn man die Kids mal dem*der Partner*in überlässt… die Nachbar*innen… „Oh, stimmt da was nicht mit der Ehe, dass sie allein verreist?“… und die Wildfremden, die einem nun völlig wurscht sein könnten… spielte in den ganz oft eine Rolle. Erschreckenderweise, wie ich bei den Diskussionen fand. Henn ich finde es bedenklich, wenn all diese Gründe Frauen davon abhalten, auch mal etwas nur für sich allein zu tun. 

Vielleicht hat mich das nie gebremst, weil es mir schon viele Jahre ziemlich egal ist, was „die Leute“, oder wer auch immer, über mich denken oder spekulieren. Ich bin mir selbst genug und ich verbringe gern Zeit nur mit mir. Ich habe kein Problem damit, auch einfach mal nur an mich zu denken und egoistisch zu sein. Im Alltag denke ich (wie so viele Frauen) schon ständig für andere mit und stelle meine eigenen Bedürfnisse hinten an. Ich weiß, dass ich es mir 100fach verdient habe, Zeit nur für mich zu haben und ich habe keine Hemmungen, sie mir auch einfach mal zu nehmen.

Und Frauen, die meinen, sie können nicht allein in ein Restaurant essen gehen, weil sie sich dabei vielleicht unbehaglich fühlen gebe ich gerne den Tipp: versucht es einfach mal! Vielleicht überrascht ihr euch ja selbst? Und nehmt euch „zur Sicherheit“ beim ersten Mal ein Buch oder ein Magazin mit, dass ihr einfach lest, wenn ihr euch allein komisch fühlt. Vielleicht ist Ein Dinner-Date mich euch selbst ja netter, als ihr immer dachtet.

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Letztendlich kreisen wir oft den ganzen Tag um die Bedürfnisse anderer Menschen. Denen der Kinder, des*der Partner*in, der Kund*innen , der Chef*nnen…. gerne mal um alle, außer uns selbst. Manchmal kann man daran nicht viel ändern. Das ist schlimm. Manchmal ist man aber auch einfach in einer Funktionsspirale und wie ein Pawlowscher Hund im Alltag darauf konditioniert.

Ich reise unfassbar gern mit meiner Familie oder mit Freunden. Aber ich genieße es eben auch, wenn ich allein unterwegs bin und mal ausnahmsweise null Rücksicht auf die Befindlichkeiten von anderen nehmen und keine Kompromisse eingehen muss. Ich bestimme, wann ich aufstehe, wann ich zu Bett gehe, wo ich essen gehe und wann…. was ich mit meinem Tag anstelle, ob ich viel machen und sehen will oder einfach nur faul sein. So ein Ego-Trip tut manchmal einfach nur gut. Endlich brauche mal nicht produktiv, kooperativ, effektiv und 1A strukturiert und organisiert zu sein… Ich brauche nur „sein“ und das reicht vollkommen.

4. Allein unterwegs sein, schärft meine Aufmerksamkeit und meine Sinne…

Wenn nicht ständig jemand etwas mir will und ich auch niemanden zum Reden habe, schärft das immer auf eine wunderbare Weise meine Sinne. Ganz egal, ob ich dann einfach die Stille genieße oder die Lieblingsmusik im Ohr habe. Ich bin schon von Natur aus ein Mensch mit einer stark ausgeprägten Beobachtungsgabe, aber allein unterwegs ist die nochmal viel stärker. Und das genieße ich jedes Mal sehr. Ich beobachte Menschen, Tiere, die Natur, das Wetter, die Umgebung. Die Kamera immer ist dabei, da kann ich dann nicht aus meiner Haut… weil ich das Bedürfnis habe, manche Dinge und Momente einfach „für immer“ festzuhalten.

Aber es schärft tatsächlich nicht nur die Sinne für die Welt, in der ich lebe. Sondern auch für mich selbst. Denn wenn ich allein unterwegs bin, höre ich eben nicht nur das Vogelgezwitscher viel aufmerksamer, sondern auch die Stimme in meinem Inneren viel lauter und deutlicher. Das zwingt, mich auch mal mit mir selbst auseinanderzusetzen, mit meinen Vorstellungen und mit meinem Leben. Nicht selten werden aus den Gedanken wertvolle Erkenntnisse, die ich dann mit zurück in meinen Alltag nehme.

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Auf meiner ersten Reise allein habe ich  in einer Tour Dinge zum ersten Mal allein gemacht. Ohne Gesellschaft geflogen, allein ein Auto gemietet, allein in Hotelzimmern gewohnt und in Restaurants gegessen, mich in einer Sprache, die ich schlecht spreche, durchgefragt, Museen besucht, eine Bootstour gemacht, eine Insel mit dem Fahrrad erkundet, Austern gegessen… ganz viele erste Male. Und dann noch ganz auf mich selbst gestellt. Das war ein grandios tolles Gefühl! Denn manchmal sind wir so festgefahren in Alltag…. wann machen wir schon mal wirklich etwas Neues?

6. Ich neue Menschen kennenlernen kann, ich es aber auch nicht muss…

Wie gesagt, ich mag Gesellschaft natürlich. Ich bin eine Quasselstrippe. Jede*r, der*die mich kennt, kann ein Lid davon singen, dass ich ihr*ihm schon mal ein Ohr abgekaut habe. Und ich liebe es auch, Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen. Es ist aber eben auch mal toll, wenn ich die freie Wahl habe.

Ich habe festgestellt, dass man allein auf Reisen ziemlich schnell Anschluss finden und Leute kennenlernen kann, wenn man es möchte. Das ergibt sich ganz oft einfach so, wenn man aufgeschlossen ist. Und oft hat man dann ganz witzige und spannende Gespräche. Oder aber man kann es forcieren, in dem man sich Aktivitäten in Gruppen anschließt und zum Beispiel Führungen und Ausflüge bucht. Letzteres ist eher nicht so mein Ding, muss ich gestehen. ;)

Und überhaupt liebe ich am allein Reisen ja genau das Alleinsein. Bei eben jenem Kurzurlaub auf Norderney zum Beispiel kamen über Instagram zwei Einladungen von Frauen aus meiner Community auf ein Kaffee-Date. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass so ein spontanes Treffen mit Menschen, die man nur virtuell „kennt“ oft total nett und lustig sind. Ich habe trotzdem abgelehnt. Ich wollte lieber meine Ruhe und mal keine Termine haben. Und ich habe einfach genossen, dass ich die Freiheit habe, Nein zu sagen.

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Ruhe. Das ist doch das, was die meisten von uns im Alltag viel zu wenig oder sogar gar nicht haben. Und machmal hilft es, sich aus allem auszuklinken, um diesen Frieden auch mal zu finden. Und für mich ist es manchmal eben hilfreich, nicht die Familie im Schlepptau zu haben. Gerade Stephan hat bei Urlauben oft den Anspruch, immer etwas Neues zu sehen und zu erleben. Und ich zugegebenermaßen auch. Da sind wir uns schon meist einig. Aber nicht selten haben wir deswegen auch so etwas wie einen Zeitplan. Und so schön, wie all die Erlebnisse auch sind, manchmal stresst so ein Plan auch sehr. Allein brauche ich nicht unbedingt einen Plan. Ich kann mich einfach mal treiben lassen, wenn ich das will. Und das Loslassen tut gut.

8. Ich mit ganz viel neuer Energie nach Hause komme… 

Wenn ich allein unterwegs bin, kann ich ganz anders auftanken, weil es auf der Reise nur um mich geht. Da reicht eben auch schon ein Kurztrip gar nicht soweit weg, um die leeren Batterien wieder zu füllen. Uns das kommt dann nicht zuletzt meinen lieben Daheimgebliebenen auch zugute. ;)

 

Wie ist das bei euch? Könntet ihr euch (sofern ihr gerade eine Familie tagtäglich um euch habt und nicht allein lebt) vorstellen, nach Corona erst mal einen Urlaub allein zu machen… einfach weil ihr mittlerweile ein großes Defizit in Sachen Alleinsein habt?

... macht es hübsch! Gruss

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23 Comments

  • Reply
    Tina
    13. Februar 2021 at 10:05

    Sehr spannend,
    Ich habe gerade überlegt, wann ich das erste Mal alleine verreist bin, und es war schon als Teenager.
    Ich war damals total verliebt in Paris und habe einfach jede Gelegenheit ergriffen, dorthin zu kommen – ob mit dem Rainbowtours Bus von Freitag bis Sonntag oder mal für eine ganze Woche bei total entfernten Verwandten, die ich gar nicht kannte.
    Und dann bin ich alleine durch Paris…

    Gut erinnern kann ich mich an 2016, da war ich dann auch fast 43), als ich das erste Mal alleine in einem Restaurant essen gegangen bin (in Seattle), das hatte ich tatsächlich auch noch nicht gemacht – nicht abends, in einem guten Restaurant, alleine. Ich bin erst mal 2x um den Block gegangen, und dann habe ich gedacht “fuck it!, ich will gutes italienisches Essen, ich geh da jetzt rein!”
    Niemand hat mich komisch angeguckt, ich habe einen Platz zum Essen an der Bar bekommen (passiert einem als Familie sonst nie), und irgendwann saß neben mir eine sehr nette, ebenfalls alleine essende Frau, etwas älter als ich, und wir haben uns phantastisch unterhalten. Essen war auch super.

    Ja, es kostet manchmal ein bisschen Überwindung, aber es macht auch wirklich viel Spaß und ist eine tolle Gelegenheit, eigene Grenzen zu überwinden und zu wachsen. Und endlich mal das zu machen, was man selbst will. Ohne Kompromisse.

  • Reply
    Fellknubbel
    13. Februar 2021 at 11:50

    Es spricht mir so aus der Seele. Meine erste Reise allein ging 2014 nach Tokyo – mein erster Businesstripp und zugleicjäh meine erste Flugreise – ich habe im Anschluß verlängert und bin ein paar Tage allein durch die Stadt und habe sie Stück für Stück entdeckt.

    Seit dem bin ich immer mal wieder allein unterwegs, mal im Anschluß an eine Business Reise oder ganz privat und ich genieße es.

    Ich genieße es alleine in einem schicken Restaurant essen zu gehen und habe mittlerweile (bin 38) jede Scheu davor verloren.

    Ich möchte jeder Frau Mut machen es zu versuchen, es lohnt sich!

  • Reply
    Ilka
    13. Februar 2021 at 14:19

    So cool, ich hab bisher nur eine Sprachreise allein gemacht, das war ok. Und „verlängerte Dienstreise“, also den Tag, wo Abreise zu knapp wird (wer möchte schon in FFM am Airport stranden) und frau plötzlich einen Abend allein ist. War auch cool, einmal war ich in der Oper (mag der Ingenieur eh nicht) und einmal hab ich mir einen Schwimm- und Wellnessabend gegönnt. Am nächsten Tag dann nach relaxtem Frühstück in Ruhe zurückreisen und voller neuer Eindrücke am Bahnhof abgeholt werden. Nur alleine essen find ich doof, geht aber auch.
    LG Ilka

  • Reply
    May
    13. Februar 2021 at 15:56

    Oh, den Wunsch mal alleine zu verreisen habe ich schon länger. Aber unserer Tochter ist erst 12 und da wir eh relativ reisefreudig sind, gehen alle Urlaubstage für Familienurlaub und Ferienbetreuung drauf 🤷‍♀️
    Momentan ist der Wunsch wieder sehr groß. Wir hocken hier auch alle aufeinander und das Tochterkind, dass eh schon nicht so kontaktfreudig ist, ist durch den ganzen Schei… noch anhänglicher geworden. Manchmal fehlt nur noch, das sie mir wie früher, auch aufs Klo folgt 😉. Aber ich kann es ihr nicht übelnehmen, ist für sie ja auch nicht leicht. Und so bin ich seit Monaten nicht nur Mama, sondern auch noch Lehrerin und Ersatz für die Freundinnen. Da ich nur halbtags arbeite, bleibt es auch meist an mir hängen. Der Papa bemüht sich zwar, aber er ist halt einfach oft nicht verfügbar.
    Ich kann dich daher echt gut verstehen. Und ich freue mich schon extrem darauf, wenn das Kind wieder zur Schule und der Mann ins Büro kann. Dann hätte ich wenigstens den Freitag bis 13 Uhr für mich. Was wäre das ein Luxus!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      14. Februar 2021 at 9:57

      Hallo May, aber deine Tochter is schon 12 und nicht erst 12… so sehe ich das eher. Auch wenn sie eher introvertiert ist (ich habe auch so ein Kind) ist sie ja kein Kleinkind mehr.

      Ich kann dir nur sehr ans Herz legen, auch mal einfach nur an dich zu denken. Sie wird das schon aushalten und vermutlich grandios meistern. Letztendlich ist es auch wichtig, dass Kids (sowohl Jungs als auch Mädchen) lernen, dass es eben nicht immer nur um sie geht. Dass auch die Mütter eigenständige Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Grenzen sind und auch ein Recht haben, diese einzufordern. Mal ganz abgesehen, was für einen Entwicklungsschub es meisten gibt, wenn man in ihrer Selbstständigkeit auch mal ein bisschen pusht. ;)

      Und was die Urlaubstage angeht, kann ich dich natürlich auf der einen Seite verstehen. Aber auf der anderen Seite muss es ja aber keine Woche Urlaub sein. Ein Wochenende oder ein verlängertes mit einem extra Tag dran, sollte ja trotzdem mal für dich drin sein? ;) Vielleicht liegt es gar nicht so sehr an der Situation. Vielleicht bist du auch ein bisschen gefangen in deiner eigenen Routine und hast Schwierigkeiten, auch mal loszulassen und an dich zu denken. So kommt mir das beim Lesen deiner Zeilen vor.

      Liebe Grüße, Nic

      • Reply
        May
        14. Februar 2021 at 20:25

        Hallo Nic,
        mir fallen tausend Gründe ein, warum das nicht geht. Aber wenn ich ehrlich bin… du hast Recht!
        Loslassen fällt mir wirklich schwer und ich sollte daran arbeiten. Also fasse ich jetzt den Vorsatz, sobald dieser Coronaschei… vorbei ist, reise ich. Und zwar alleine. Und wenn es nur ein Wochenende ist. Danke für den Tritt in den Hintern ;-)
        Liebe Grüße
        May

        • Reply
          Nadine
          21. Februar 2021 at 23:22

          Mach das! Hier kommt sozusagen noch ein zweiter liebevoller Tritt in den Hintern. Mein Kind hat mich auch lange gebraucht, und braucht mich immer noch sehr, aber seit er 4 Jahre alt ist, habe ich ein Wochenende pro Halbjahr, das nur mir gehört (den Freitag nehm ich mir frei, dafür mache ich entweder vorher Überstunden oder nehme einen Urlaubstag)! Und das tut so, so, so verdammt gut!!! Trau dich!

  • Reply
    Bettina
    13. Februar 2021 at 18:00

    Super! Ich liebe es, alleine zu verreisen. Mein erster Trip ging mit 16 nach Stuttgart ins Musical. Komischerweise hatte ich nie Probleme, irgenwo alleine zu sein, z. B. alleine in ein Restaurant zu gehen. Disney World, Universal Studios, Las Vegas, alles alleine und es war ein Traum. Niemand, der mich irgendwo hinziehen wollte, niemand, dem ich mich mitteilen musste. Manchmal hatte ich das wunderbare Gefühl, gar nicht da zu sein. Im positiven Sinne, einfach dasitzen und gucken. Ohne, dass jemand auf mich reagiert. Und wenn ich Lust darauf hatte, fand ich immer jemand zum quatschen oder auch was gemeinsam unternehmen. Ohne Verpflichtung. Ich wurde als alleinreisende Frau auch nie komisch angeguckt, vielleicht ist es mir aber auch einfach nicht aufgefallen ;). Ich merke, ich kriege grad unglaubliche Sehnsucht danach. Aber mit zwei kleinen Kindern und Lockdown…es wird wieder kommen, bestimmt :)! Herzliche Grüße, Bettina

  • Reply
    Gabs
    13. Februar 2021 at 18:19

    Ich bin tatsächlich damals mit 21 oder so mit dem Bus nach Spanien alleine und alle hielten mich für bescheuert, aber es war so toll und irgendwie gab es gar kein nachdenken darüber , dass ich das alleine mache, machen möchte oder wie auch immer.
    Und ich wurde schon ziemlich schief angesehen, als ich sagte, wenn meine Jüngste (bald 14) mal für ein paar Tage irgendwo ist, werde ich mir auch den Luxus des „Mama nach 26 Jahren mal allein unterwegs “ gönnen, denn ich bin allein mit der „Kleinen“, die beiden Grossen as dem Haus u daher hat sich alles nun die letzten Jahre um meine Jüngste gedreht und ja nun 1 Jahr fast permanent aufeinanderhockend, wenn ich nicht arbeiten bin oder mal zum Ausgleich laufe. Aber wirklich mal 3 Tage das tun, was ich möchte, einfach stehen bleiben, wo ich es spontan möchte, mit Menschen quatschen, die man einfach auf dem Weg trifft, einfach mal ich sein und auf niemanden Rücksicht nehmen, darauf freue ich mich wirklich, auch wenn das nach 26 Jahren Mamasein bestimmt erst komisch ist. Aber ich glaube, es würde mir helfen, mich wieder mehr anzunehmen, mir meiner endlich wieder selbst bewusst werden und einfach auf eine andere Art die Akkus aufladen .

  • Reply
    Kathrin
    13. Februar 2021 at 20:17

    Hallo Nic,
    ich kann mich noch gut an deinen Bericht vor einem Jahr erinnern. Wie toll ich das fand, daß du alleine Urlaub gemacht hast. Seitdem möchte ich auch so gerne nach Norderney. Musstest du nicht wegen des Sturms um ein paar Tage verschieben?
    Danach folgte hier in Hanau der Anschlag und kurz darauf war durch Corona nichts mehr, wie es zuvor war.
    In all den Monaten zu Hause mit 3 Kindern, habe ich immer wieder an deinen
    Post von Norderney gedacht, und dass ich das auch gerne machen würde, wenn Corona vorüber ist. Und auch ich gehörte zu denjenigen, die es sich vor einem Jahr alleine noch so gar nicht vorstellen konnte.
    Danke für deinen Post hier, das bedeutet mir gerade viel.
    Liebe Grüße, Kathrin

  • Reply
    Heike
    13. Februar 2021 at 20:36

    Danke für die Einladung zum Allein reisen. Du sprichst mir so aus der Seele. Ich kann jeden Satz unterstreichen. So sehr ich meine Familie auch liebe… Ich bin auch gerne mit mir alleine. Leider vergesse ich das im Alltag oft. Manchmal traue ich mir auch nicht das offen zu vertreten. Man wird als kleiner Eigenbrödler komisch beäugt. Dabei bin ich hinterher voller Power und neuer Ideen.
    Liebe Nic, danke für die Erinnerung! LG von Heike, die sich ganz bestimmt Zeit nimmt, alleine wenn schon nicht die Welt, so doch die nähere Umgebung zu erkunden 🙃

  • Reply
    Heike
    14. Februar 2021 at 8:23

    Hallo Nic, da bin ich ganz bei dir.
    Ich bin gerne mit meiner Familie oder mit Freunden unterwegs, aber ich genieße es auch, mal Zeit nur für mich zu haben. Dafür muss ich gar nicht so weit weg. Eine Wanderung oder ein Städtetrip beflügeln mich schon enorm, essen gehen oder ein Besuch einer Saunalandschaft zum Beispiel inclusive.
    Ich kann es jeder Frau nur empfehlen.
    Liebe Grüße

  • Reply
    SonjaS
    14. Februar 2021 at 8:26

    Ich reise auch schon seit fast 20 jahren nur allein und war schon in europa, skandinavien, fast überall in deutschland und in den USA. für mich gibt es fast nix besseres: keine kompromisse, ich kann machen, was ich möchte und wann und wieviel davon und sehe dadurch so viel mehr. vorher war immer gruppenurlaub angesagt und da gingen meine bedürfnisse immer unter.
    angst hatte ich eigentlich nie. und es gibt viel mehr alleinreisende frauen sowie männer als mensch so denkt! also, probiert es aus, es lohnt sich!

  • Reply
    Ursula
    14. Februar 2021 at 8:49

    Oh ja und ganz ehrlich mir geht das hier gerade sowas auf den KEKS – nicht nur gerade. Und ja in inzwischen hab ich sogar meine Wünsche soweit zurückgeschraubt, dass ich wenigstens einen Tag möchte. Einfach wohin. Aber wohin ist ne gute Frage. Ich brauch ja auch keine Shoppingmalls und so. Strand, Berge, ne Hütte odereinfach eine andere Stadt. Wären vollkommen ausreichend. Auch nicht den puren Luxus. Einfach wo schlafen, aufstehen, genießen.
    Oktober da wollte ich weg, das Ziel stand fest. Da kam dann die innerhalb Deutschlands Einschränkungen, die mir zu riskant waren, da arbeite und lange Quarantänezeiten nicht gepasst hätten, dann wieder aufgehoben. Hoffnung für den November.
    Pft. abgesagt. Ging ja nicht mehr. Urlaub Rest 2020 aufgehoben für jetzt Ende Februar nischt, noch ein paar Tage übrig gelassen als Puffer für Ende März pfft. Jetzt hab ich dann 2 Wochen Resturlaub und kann nirgends hin. Nicht falsch verstehen, ich weiß mich schon zu beschäftigen und Dinge zu tun und es ist ja auch gut so wie es ist mit der kleinen Familie. Aber der Job, die Krankheit und alles. Nur eben.. diese Sehnsucht…..
    Und jetzt lese ich dass auch wohl Ostern (wieder) am Arsch (sorry meine Wortwahl) ist. Jetzt hab ich den Rehaantrag ausgefüllt in der Hoffnung so wenigstens für mich wegzukommen. Ich bete um Genehmigung. Hatte schon mal eine am Meer da will ich wieder hin. Brauche sie ja auch. Gesundheitlich.

    Ich brauch ab und an Tage für mich. Nur für mich.
    Die Tage sagte ich zu meiner Therapeutin ich nehm das Zelt und geh in Wald soweit bin ich schon.

    Meine Liebe ich wünsche Dir von Herzen, dass wir wieder reisen dürfen. Und nur die Zeit für uns selbst haben dürfen.
    Nachsatz; Und ganz ehrlich ich hab diese Art der „Freiheit“ viel zu spät für mich entdeckt, aber die Kinder waren klein, sie brauchten mich voll (meinte ich) und ja zu spät erwachsen geworden bin ich. Aber es ist nie zu spät.
    Ich werde diesen Moment, das Gefühl nie vergessen. Als ich bewusst das erste mal alleine weggefahren bin. Ich stieg in den Zug und war nur für mich da.
    LG
    Ursula

  • Reply
    Corinna
    14. Februar 2021 at 10:14

    Liebe Nic, genau das, einfach mal an sich selber denken. Das ist ein elemtarer Baustein für die Selbstliebe. Wie soll ich mich selbst lieben, wenn die Stimme in mir ständig gegen den „Lärm“ meiner Umgebung anbrüllen muss? Wie kann ich auch die leisen Töne meiner Stimme in mir hören, wenn meine Ohren das Radar for meine Umgebung ist und ständig auf Empfang für andere steht? Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder (11 und 9) und nehme mir meine Zeit. Es muss nicht immer direkt ein Wochenendtrip sein. Es kann auch ein Tag sein, denn ich ohne meine Familie erlebe. Aber ich gebe Dir recht….ein paar Stunden für sich sind toll, aber ein ganzes Wochenende für sich tut der Seele gut.
    Corona drückt gerade sehr auf meine innere Stimme und ich warte auf den Tag, wo sie mal endlich wieder die einzige sein kann, die ich höre. Nur ich. Was ich will. Wie ich will. Wo ich will.
    Danke für diesen wundervollen Artikel.
    Liebe Grüße
    Corinna

  • Reply
    Karin Be
    14. Februar 2021 at 16:12

    Früher nannte ich meine Alleinunternehmungen kleine Fluchten – so ein Quatsch, wie ich es nun, Jahre später, sehe. Das war Seelenmassage, Kraft tanken, Therapie, Zeit für mich, weg von Haushalt, Job und Kindern. Ein bis zwei Mal im Jahr musste eine Tagestour her, alle fünf Jahre ein Wochenende in Kassel zu documenta. Einmal wollte sich eine Freundin anhängen und mir stiegen richtiggehend die Nackenhaare hoch vor Schreck! Wobei, in Kassel machte ich die einzigen richtigen Negativerfahrungen alleine in ein Restaurant zu gehen. Ob an Deutschlands Grenzen entlang, oder dem Neckar folgend, rund um Island, … das mache ich im Alleingang. Es ist nicht nur die Ruhe die ich suche. New York war das komplette Gegenteil davon – lach! Mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich mit einer Gruppe unterwegs bin, entweder einfach mitschlappe oder eine Art Reiseleiterin bin, ohne den Freiraum, zu bleiben, wo ich gerade mag (als Beispiel).
    Ich plane meine nächste Tour, ohne feste Termine, denn ich merke, wie ich das brauche, die Nase über den Tellerrand zu schieben, Meer zu schnuppern, … hach … etwas zum darauf freuen. Man sollte meinen, ich müsste genug vom Alleinsein haben, als Alleinstehende nach Monaten allein zuhause! Das sind jedoch zwei unterschiedliche Angelegenheiten – alleine zuhause und alleine unterwegs!
    Danke für die schönen Bilder!
    Viele Grüße,
    Karin

  • Reply
    margret
    15. Februar 2021 at 8:46

    hallo…. ich kann deine Gedanken zu dem Thema „Alleinreisen“ nur unterstreichen… Seit vielen Jahren richte ich alle Geburtstage in meiner Familie (gern) aus. Meinen eigenen aber nicht, da verreise ich mit mir ganz allein. Ich genieße sehr mal alles auf meine Weise zu tun. Leider ist die Jahreszeit nicht ganz so günstig, ich habe im März Geburtstag. Aber ich habe vor das Thema auszuweiten, wenn nicht jetzt wann dann, ich bin 67.
    Ideen für die Fahrten bekomme ich oft durch Reiseberichte von anderen Frauen die ich im Netz finde. Es wäre toll wenn es dafür eine Sammelstelle geben würde. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mal mit einem Reisemobil zu fahren, leider macht Corona mir gerade einen Strich durch meine Pläne. Aber es gibt auch eine Zeit nach Corona :-)
    liebe Grüße Margret

    • Reply
      Nadine
      21. Februar 2021 at 23:26

      Wieso macht dir Corona da einen Strich durch deine Pläne? So viele Leute haben letztens Jahr Camping-Urlaub, mit Reisemobil oder Anhänger für sich entdeckt und auch mit Corona umsetzen können? Das wird dieses Jahr glaube ich auch möglich sein – zumindest, wenn man nicht dahin fährt, wo es total voll ist. Es gibt ja immer noch viele eher leere Ecke z.B. in Deutschland…
      lg Nadine

  • Reply
    Moni
    16. Februar 2021 at 10:25

    Du sprichst mir aus der Seele – ich bin so gerne allein! Ich werde auch oft schief angeguckt, wenn ich mich freue, dass mein Freund auf Monatge muss. Ja, aber er ist halt sonst auch immer daheim. Ich genieße die Zeit so für mich! Niemand bremst mich aus, ich schaffe ganz anders Dinge weg, nehme mir bewusst Zeit für mich. Natürlich freue ich mich genauso, wenn er wieder da ist. Das eine schließt das andere nicht aus, doch das meinen Beobachter von außen wohl oft. Alleine verreist bin ich klassisch noch nicht. Ich war jedoch bereits zweimal alleine auf Festivals und das waren zwei der tollsten Erfahrungen überhaupt. Einfach mal mutig sein und machen, könnte ja gut werden!

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    Daniela
    16. Februar 2021 at 16:53

    Liebe Nic, ja ja und nochmals ja! Ich stimme dir in allen Dingen was das Alleinreisen betrifft 100 %ig zu. Ich war früher total schüchtern, wollte nie die Bestellung im Restaurant aufgeben oder mich gar beschweren, wenn ich den falschen Drink bekommen hatte. Irgendwann haben mich meine Schüchternheit und meine Hemmungen so dermaßen eingeschränkt, dass ich was ändern musste! Ich bin ab dem Zeitpunkt 1,5 Jahre alleine verreist, z. T. über Couchsurfing um mit anderen Leuten kommunizieren zu MÜSSEN. War die beste Entscheidung meines Lebens. Das lustige daran ist, dass man fast nie alleine war, ganz oft hat man Mädels aus der ganzen Welt kennengelernt. EINMAL im Leben sollte das jede(r) mal probieren. Für mich persönlich war es eine sehr bereichernde Erfahrung zu sehen, dass meine Grenzen nie so eng waren wie ich glaubte. Ich bin viel mutiger, als ich gedacht habe. Bleib gesund und schönes Fernweh, Daniela

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    Annika
    17. Februar 2021 at 19:52

    Oh ja – alleine verreisen!
    Das war zwar kein klassisches Verreisen und auch nicht wirklich alleine. Kurz vor meinem 19. ging es zu einem Wolfsprojekt nach Rumänien. Ich kannte dort keine Menschenseele, konnte die Sprache nicht (im Projekt wurde aber vorwiegend Englisch gesprochen). Ich zehre noch heute von diesem Erlebnis! Und ich bin jetzt 41. 😋

    Vor vier Jahren war ich ein paar Tage nur mit meinem Hund verreist. Das Essen alleine war – gerade am Anfang – schon sehr gewöhnungsbedürftig. Aber es ging. Ich konnte ins Hotel“kino“ gehen, lesen, shoppen (Schuhe und Bücher) und ich war ganz viel spazieren. Das Hotel lag an einem See. Ohnr meinen Vierbeiner hätte ich mich allerdings einfach nicht getraut, einsam um den See zu wandeln.

    Eigentlich wollte ich mir letztes Jahr rine unserer Töchter schnappen und nach London fliegen … eigentlich! Das fand ich auch reizvoll: Nicht die ganze Familie!

    Liebe Grüße von Annika, die sehr gerne mit sich alleine ist!

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    Anja
    21. Februar 2021 at 8:02

    Was für ein wunderbarer Beitrag, dem ich in fast allen Punkten nur zustimmen kann. Speziell das, was du mit „Aufmerksamkeit und Sinne schärfen“ angesprochen hast, trifft auch voll und ganz auf mich zu. Ich bin auch ein Meerkind und liebe es, einfach nur die Umgebung in mich „aufzusaugen“. Das läßt sich viel einfacher machen, wenn man nicht jemanden dabei hat, der vielleicht einfach weiterlaufen möchte.
    Trotzdem bin auch ich noch nie alleine gereist – einfach, weil ich meinem Partner gegenüber ein schlechtes Gewissen habe, weil ich das Gefühl habe, ihm etwas „wegzunehmen“. Und die Urlaubstage sind ja übers Jahr auch sehr begrenzt. Natürlich möchte ich auch mit ihm zusammen verreisen. Da bleibt einfach kein Rest-Urlaub für mich übrig. :-( Ich gestehe aber auch, daß mir das Aufeinander Gehocke seit einem Jahr so langsam schwer auf den Zeiger geht. So gern ich meinen Liebsten habe, ich brauche auch einfach Zeit für mich, um mich selbst wieder aufzutanken…
    Drücken wir uns allen die Daumen, daß wir baldmöglichst endlich mal wieder mehr sehen können als Arbeit, Supermarkt und eigenes Heim!
    Danke für den Beitrag und liebe Grüße
    Anja

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    Nadine
    21. Februar 2021 at 23:42

    Liebe Nic,
    ich finde den Beitrag so wichtig! Mein Kind hat mich wirklich lange und intensiv gebraucht, und ich bin wirklich froh, dass wir darauf eingegangen sind, auch wenn ich so manches Mal mein eigenes Bett nicht mehr sehen konnte. Damals habe ich mich noch mehr eingesperrt gefühlt, als jetzt mit Corona (und ich habe schon zweimal berufsbedingt Quarantäne hinter mir!).
    Als ich das erste Mal alleine unterwegs war, mit dem Auto, ich zuerst ans Meer gefahren bin, ich war so, so, so glücklich! Jegliche Verantwortung abgegeben – bloß kein Essen vorkochen! – und einfach wieder frei unterwegs zu sein. Mich hat es total an meine Zeit als Studentin erinnert, als ich öfter mit dem Zug verreist bin. Nur, dass ich diesmal sogar ein eigenes Auto dabei hatte – und das ist irgendwie der Inbegriff von Freiheit für mich (meine Mama hatte zwar einen Führerschein, der aber vor lauter Angst nicht mehr genutzt). Und man muss überhaupt nicht weitreisen! Beim ersten Mal bin ich ca. 60 Minuten von Zuhause entfernt gewesen.
    Letzten Herbst hatte ich noch total Glück, ich war Anfang Oktober noch von Freitag bis Sonntag in Kiel, meiner alten Studentenstadt, die ich sehr liebe. Das ging gerade eben noch, und da ich mich mit niemandem getroffen habe, fand ich das Reisen auch vertretbar. Für eine Person alleine kann man ja auch gut spontan was finden.

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