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Die besten phantastischen Filme zwischen den Jahren… märchenhaft, ob mit oder ohne Tierwesen

Film-Tipps | Die besten phantastischen Filme zwischen den Feiertagen... märchenhaft, ob mit oder ohne Tierwesen | luziapimpinella.com

„Zwischen den Jahren“ nennt man die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Diese Bezeichnung fand ich immer schon seltsam und gleichzeitig so unglaublich treffend. Weil es sich nach einer Art „schwarzem Loch“ anhört, in dem die normale Zeitrechnung nicht gilt. Und ist es nicht so? Es ist diese Zeit, in der man fast vergessen hat, welcher Wochentag eigentlich ist, in der man kaum auf die Uhr guckt und einfach mal nur vor sich hin existiert. Ohne das Ticken der Uhr im Nacken, ohne Verpflichtungen, ohne dringende Termine. Gilt natürlich nicht für alle Menschen, aber tatsächlich für viele. Auch für uns.

Wir drei leiten diese zutiefst entspannte und schamlos faule Zeit ja immer schon am zweiten Weihnachtsfeiertag ein – mit unserem Pyjama-Tag. Richtige Klamotten anziehen ist dann nicht angesagt. Hausarbeit verboten. Ein großer Aufriss beim Kochen auch. Gegessen werden Reste, Kekse und Mandarinen. Fertig. Noch schöner wurden unsere letzten Tage dadurch, dass wir uns schon vor Weihnachten ein großes Familien-Geschenk gemacht haben: ein neues Sofa, auf dem wir alle gleichzeitig und sehr ausladend lümmeln können. Selbst der Kater ist kaum noch davon herunter zu bekommen. Und was könnten wir bei dem schlimmsten Usselwetter, bei dem man keinen Hund {und einen Kater erst recht nicht} vor die Tür scheuchen möchte, zwischen den Jahren auch tun? Gemeinsam kuscheln und schöne Filme gucken natürlich!

Ihr wisst ja… ich liebe Filme. Was bei uns an Weihnachten für Lieblingsfilme über die Mattscheibe flimmern, habe ich ja schon mal ausführlich in einer Liste mit Film-Tipps verbloggt: Meine besten Weihnachtsfilme und liebsten Schmonzetten aller Zeiten für gemütliche Flimmerkisten-Stunden im Advent.

Und aus gegebenem Anlass habe ich heute noch eine weitere Liste mit Filmlieblingen für euch. Es geht um phantastische Fantasy- und Märchenfilme… vielleicht habt ihr zwischen den Jahren ja noch ein Zeitloch. ;)

Meine Film-Tipps für die besten phantastischen Filme zwischen den Feiertagen… märchenhaft, ob mit oder ohne Tierwesen


Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Newt Scamander, britischer Zauberer und Erforscher magischer Tierwesen ist am Ende einer Weltreise nach New York gekommen, um einen Appaloosa Knuddelmuff zu finden. Mit im Gepäck hat er seinen Koffer, der einen ganzen Zoo mit vom Aussterben bedrohten magischen Geschöpfen beherbergt. Als nach einem Zusammenstoß mit dem No-Maj {Nicht-Magier} Jacob versehentlich einige dieser Kreaturen ausbüxen, legt er auf der Suche nach ihnen die halbe Stadt in Schutt und Asche. Und das in einer gefahrvollen Zeit, in der die Existenz der Magier in der nicht-magischen Welt von Aufdeckung bedroht ist. An der Seite von Aurorin Tina, ihrer gedankenlesenden Schwester Queenie und Muggel Jacob bekommt Newt es mit gefährlichen Magiern zu tun, die das friedliche „Zusammenleben“ mit der nicht-magischen Welt beenden wollen.

Für mich ist „Phantastische Tierwesen“ ein Film, bei dem ich das Dauerlächeln im Gesicht {bis auf ein paar unvermeidliche traurige und dramatische Momente} kaum kontrollieren kann. Als absoluter Fan der Harry Potter Geschichten konnte ich mich diesem faszinierenden Spin-Off und seiner magischen Charaktere und Kreaturen natürlich sowieso nicht entziehen. Beim ersten Schauen, hat es nur Sekunden gebraucht, bis mich vor allem Eddie Redmayne mit seiner Darstellung des Newt Scamander verzaubert hat. Vielleicht, weil er mich so sehr an mein eigenes Kind erinnert, das gern mal ein T-Shirt mit der Aufschrift „I’m not antisocial, I’m just selectively social“ steht. Introvertierte Menschen sind eben auch ganz besondere Wesen… ;)

Charlie und die Schokoladenfabrik

Charlie Bucket {Freddie Highmore} kommt aus einer sehr armen Familie und ist dennoch ein fröhlicher und freundlicher kleiner Junge. Schokolade ist für ihn etwas, von dem er eigentlich nur träumen kann. Doch dann gewinnt er auf wundersame Weise eine von 5 goldenen Eintrittskarten für eine Führung durch die gigantische Schokoladenfabrik des exzentrischen und geheimnisvollen Willy Wonka {Johnny Depp}. Die Schokoladenproduktion selbst ist ein skurriles Märchenland, in dem die kleinwüchsigen Oompa-Loompas wohnen und arbeiten. Zusammen mit einer Gruppe unerträglich verwöhnter Kinder erlebt Charlie die fantasische Tour durch die Fabrik, die die Charakterschwächen der anderen Kids entlarven wird. Aus einem guten Grund, welcher Charlie später noch vor eine schwierige Entscheidung stellen wird.

Wer kann sich schon dem Zauber von Tim Burton Filmen entziehen? Wir nicht. Fantastische Fantasy-Meisterwerke, wie diesen oder wie auch „Edward mit den Scherenhänden“, „Alice im Wunderland“ oder „Nightmare before Christmas“ muss man einfach lieben.

Eine zauberhafte Nanny

Emma Thompson spielt hier die zauberhafte Hauptrolle der Nanny McPhee mit Knollennase, Warze und Hexenzahn, die dem völlig überforderten und verwitweten Mr. Brown{Colin Firth} hilft, seiner 7-köpfige Rasselbande von Kindern Manieren beizubringen. Obwohl sich die gar nicht lieben Kleinen alle Mühe geben, auch dieses seltsame Kindermädchen zu vergraulen, zeigen liebevolle Nanny McPhees Strenge, ihre sehr eigenwillige Erziehungsmethoden und eine Prise besonderer Magie bald Erfolg in Sachen häuslichen Friedens. Wenn da nicht der Pleitegeier über der Familie kreisen würde und dem Vater nicht eine unfreiwillige Heirat mit einer zickigen, charakterlosen Schrulle drohen würde… aber auch da kann die Nanny helfen.

Die Farben dieses wahrlich zauberhaften Märchens sind knallbunt, die Ausstattung detailverliebt opulent, die Geschichte ist herrlich schrullig und fantasievoll. Für mich ist das Familienkino für Jung und Alt vom Allerfeinsten. Mary Poppins hätte sicherlich ihre Freude an ihrer Kollegin.

Mr. Magoriums Wunderladen

Das kunterbunte magische Spielzeuggeschäft „Mr. Magoriums Wunderladen“ gehört Edward Magorium {Dustin Hofmann} schon seit über 100 Jahren. Er selbst ist schon 200 Jahre alt und auch wenn er sich gut gehalten hat, ist es für ihn Zeit, sich um seine Nachfolge zu kümmern. Die junge Molly Mahony {Natalie Portman} soll das Geschäft, in dem die Waren ein geheimnisvollen Eigenleben haben, übernehmen, wenn Edward sich zur Ruhe setzt. Doch irgendetwas scheint mit diesem Plan schief zu gehen, denn der zauberhafte Laden wird von Tag zu Tag grauer und dunkler. Molly will die Magie dieses Ortes retten. An ihrer Seite der erbsenzählerische und humorlose Buchhalter Henry Weston {Jason Bateman}, was die Suche nach dem verloren gehenden Zauber erst einmal nicht einfacher macht.

Dieser Film ist ein fantasievoll ausgestattetes, zuckersüßes Weihnachtsmärchen, wie man es sich wünscht. Mit ganz viel zauberhafter Magie und auch ein bisschen Melancholie. Ich brauche immer ein Taschentuch. Leider ist die Geschichte ein bisschen vorhersehbar…. aber das tut meiner Zuneigung zu diesem weihnachtlichen Märchen keinen Abbruch.

Time Bandits

Als eines Nachts sechs Zwerge aus dem Kleiderschrank des 11jährigen Kevin in sein Zimmer gerumpelt kommen und sich damit die Tür zu einer Reise durch Raum und Zeit öffnet, beginnt für den Jungen ein fantastisches Abenteuer. An der Seite seiner neuen, rüden Kumpels begegnet er nicht nur Robin Hood, Napoleon König Agamemnon {Sean Connery} oder einem Oger. Die Truppe landet bei ihrer Zeitreiserei auch irgendwann auf der Titanic und sogar in Teufels Küche und das wortwörtlich.

Dieser aberwitzige Fantatasyfilm aus 1982 {da war ich 12!} ist eigentlich schon ein Kult-Märchen und eigentlich zeitlos. Vielleicht ist er für den heutigen Geschmack etwas sehr skurril und er hat auch ein etwas verstörendes Ende, dass vielleicht nicht jedem behagt. Wenn man allerdings weiß, dass der legendäre „Monty-Python“ Terry Gilliam die Regie führte, erklärt das Einiges. Die Film ist mit Sicherheit nichts für die kleinsten, da er besonders am Ende auch düster und etwas gruselig wird. In manchen Filmmomenten fragt sich der geneigte Cineast übrigens vielleicht, ob dieser Klassiker nicht auch einige „Herr der Ringe“ Kulissen inspiriert hat… just sayin‘. ;)

Die Goonies

Die Goonies sind eine Jugend-Clique in einer durchschnittlich langweiligen, amerikanischen Kleinstadt – nur Blödsinn im Kopf und immer auf der Suche nach Abenteuern. Als sie eines Tages auf dem Dachboden die vergilbte Schatzkarte eines berüchtiogten Piraten entdecken, machen sie sich auf die Suche nach dem Goldschatz. Mit dem Gold wollen sie den Abriss ihrer Elternhäuser durch den örtlichen Country Club verhindern. Auf ihrer Suche nach dem Schatz, landen sie durch eine Falltür in einem geheimnisvollen, unterirdischen Labyrinth und müssen die tödlichen Fallen des lang verstorbenen Piraten „Einäigiger Willie“ überwinden, immer verfolgt von einer gefährlichen Proleten-Gangsterfamilie, die ebenfalls auf den Piratenschatz spekuliert.

Noch einer der Klassiker unter den Fantasyfilmen meiner Kindheit von 1985. Ein paar meiner damaligen Helden spielen mit in diesem Film, den ich damals im Kino sah… Corey Feldman und Martha Plimpton. Die Goonies sind so etwas wie Indiana Jones für die Lütten. Wobei zu lütt sollten die Kids beim Gucken eben nicht sein, denn die Geschichte hat einige gruselige Momente, die nichts für ganz kleine Cineasten sind. Nicht umsonst ist hier die Empfehlung FSK 12.

 

Percy Jackson – Diebe im Olymp

Percy Jackson hatte schon immer eine leise Ahnung, dass er kein ganz normaler Teenager ist. Mit 17 erfährt er, dass er einen außergewöhnlichen Vater hat – nämlich keinen geringeren als Poseidon, den griechischen Gott des Meeres und Bruder von Zeus. Zeus beschuldigt den völlig ahnungslosen Jugendlichen, ihm seinen mächtigste Waffe gestohlen zu haben. Um zu verhindern, dass die Erde bei einem drohenden Krieg der Götter vernichtet wird, macht Percy sich auf die abenteuerliche und gefährliche Suche nach dem verloren gegangenen Blitz und seinem Dieb. An seiner Seite kämpfen seine Freunde, der Satyr Grover und die Halbgöttin Annabeth. Druckmittel ist dabei seine eigene Mutter, die im Totenreich gefangen gehalten wird.

Nachdem Luzie – als sie noch eine absolute Leseratte war – die Romane von Rick Rordans Percy Jackson Reihe verschlang, mussten wir natürlich auch gemeinsam die Filme sehen. Regie führte Chris Columbus, der mit Harry Potter und der Stein der Weisen und Harry Potter und die Kammer des Schreckens bereits zwei Jugendbuch-Verfilmungen gedreht hatte. Wir mochten Percy Jackson sehr, obwohl der Film von den Kritiken quasi in der Luft zerrissen wurde. Für uns unverständlich… nicht jeder Fantasyfilm muss einem Harry Potter ebenbürtig sein. Manchmal reicht eben auch ein wenig vorhersehbares Märchen-Popcornkino und es ist trotzdem gute Familienunterhaltung.

Maleficent – Die dunkle Fee

Dornröschen mal völlig anders… im Zentrum dieses Märchens steht nämlich keinesfalls die liebreizende wie schöne Aurora {Elle Fanning}, die sich an ihrem sechzehnten Geburtstag mit einer Spindel sticht, sondern die Lebensgeschichte der jungen Fee Maleficent {Ella Purnell/Angelina Jolie}. Diese lebt unbeschwert im Wald und ist Freundin aller Tiere. Tragisch endet jedoch Maleficents Liebe zum Menschenjungen Stefan, der ihr Vertrauen auf grauenvolle Weise und aus reiner Machtgier missbraucht, um König zu werden. Der Schmerz lässt Maleficents Herz verbittern und ihre Magie verdüstern. Aus Rache verflucht sie Stefans erstgeborene Tochter in einem ewigen Schlaf zu versinken. Doch dann lernt die dunkle Fee die junge Königstochter Aurora kennen und gewinnt sie mit der Zeit lieb. Wie kann sie den Fluch noch umkehren?

Dass man ein alt bekanntes Märchen auch mal von der anderen Seite aus erzählen kann, hat uns schon vor Jahres begeistert, als wir am Broadway „Wicked“ sahen,… die etwas andere Erzählung um die Geschichte der bösen Hexe in „Der Zauberer von Oz“. Bei Maleficent ist es nicht anders. Das etwas abgedroschene Märchen des Dornröschen wird ebenfalls aus einer ganz anderen und frischen Perspektive der „bösen Fee“ erzählt. Und das finde ich wunderbar so… weil es eben nicht immer „nur böse“ und „nur gut“ gibt, so wie der klassische Märchen-Plot uns gerne glauben machen will.

Soweit, so phantastisch und magisch… Was sind eure liebsten Fantasyfilme in der Weihnachtszeit oder überhaupt? 

 

Kurz vor Weihnachten waren wir übrigens noch im Kino und haben „Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen“ gesehen. Ich möchte niemanden spoilern, deswegen sage ich einfach mal… wir mochten ihn total. Luzie, die ja immer ein bisschen düster angehaucht ist, mochte ihn ganz besonders wegen der Figur des „Credence“ und seinem Darsteller Ezra Miller. Den hatte sie nämlich ein paar Tage zuvor noch – nur eine Armlänge entfernt – im Molotow in St. Pauli auf der Bühne erlebt, wo er mit seiner {eher unbekannten} Band Sons of an Illustrious Father aufgetreten ist. Er spielte dann auch in einem ganz tollen Coming of Age Film mit, den unsere Tochter zwischen den Tagen mit uns gucken wollte… total empfehlenswert. Aber Coming of Age – das wäre dann auch mal ein Film Genre für einen Blogpost. Da hätten Luzie und ich auch so einige Tipps. Wie wär’s?

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

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2 Comments

  • Reply
    Dusseltierchen
    30. Dezember 2018 at 8:10

    Sehr coole Liste! Außer „Time Bandits“ kenne ich alle und mag sie sehr gerne. Den Film werde ich auch mal meiner Watchlist hinzufügen.
    Was mag ich sonst noch an Fantasyfilmen? Ich kann’s grad gar nicht sagen. Mein Kopf ist in der Zeit „zwischen den Jahren“ einfach Matsch und darf es auch sein 😉
    Genießt noch die letzten Tage und kommt gut ins neue Jahr!

  • Reply
    Yna
    13. Januar 2019 at 10:52

    Hallo Nic,
    da habe ich doch tatsächlich einiges davon schon gesehen. Und natürlich war ich in Grindelwald 2. Versteht sich, als absoluter Fantasy Fan. Zum Glück habe ich eine Freundin, die mich in solche Filme begleitet. Ansonsten stehe ich mit meiner Vorliebe für solche Filme hier nämlich alleine…. Time Bandits habe ich immer geliebt. Aber lange nicht mehr gesehen….wäre mal wieder Zeit….!
    Fantastische Grüße, Yna

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