Blogger-Interview | Meine Frage-Stippvisite bei Verena von Mee(h)r im Herzen

Blogger-Interview | Meine Frage-Stippvisite bei Verena von Mee(h)r im Herzen | luziapimpinella.com

Ihr Lieben, in letzter Zeit habe ich meine Frage-Stippvisiten bei anderen Bloggern etwas sehr vernachlässigt leider. Shame on me. Aber damit ist ab heute wieder Schluss! Ich habe Verena von Mee(h)r im Herzen am Start. Die ist noch frisch und voller Elan, denn sie bloggt noch gar nicht so lange… und deswegen kennt ihr sie und ihren Blog vielleicht auch noch gar nicht.

Aber was soll ich im Vorfeld viel erzählen. Sie schreibt nämlich umso lieber, also übergebe ich ihr doch gleich das Wort und stelle ein paar neugierige Fragen.

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Nic:  Warum hast du dich erst jetzt zum Bloggen entschlossen? Ich folge dir ja schon eine ganze Weile auf Instagram auf deinem Account @kuestenmaedsche und dachte schon lange. „Warum bloggt die Frau nicht, wo sie doch hier so gern und richtig gut schreibt?“

Verena: Tatsächlich entstand die Idee für einen Blog schon früh in meiner aktiven Social Media Zeit. Etwa im April 2016 kurz nachdem ich mit Instagram so richtig angefangen hatte. Es war der letzte Monat im Mutterschutz, auf Insta folgten mir etwa 200 Leute {du übrigens noch nicht :)} und ich hatte plötzlich Blut geleckt, unendlich viel Spaß am schreiben und wusste, das war das erste ernsthafte Hobby in meinem Leben. Eines, bei dem ich bleiben wollte, richtig Bock hatte und schon ahnte, dass mich das so schnell nicht wieder loslassen wird.

Ich bekam über die Zeit immer tolleres Feedback und meine Followerzahl wuchs. Ich schrieb und schrieb und merkte irgendwann, das war oft mehr als das Zeichenlimit hergab. Die Blog-Idee lag dann aber etwas länger auf Eis. Ich habe einen, jetzt zweijährigen, Sohn daher kam ich leider nicht so richtig dazu anzufangen. Die Zeit, die vom Tag übrigblieb, schenkte ich gern dem Nichtstun, Netflix oder den lästigen Alltagspflichten und hin und wieder müssen auch Mamas mal was essen ne!?

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Richtig auf den Boppes {hessisch} bzw. auf den Mors {norddeutsch} gesetzt habe ich mich dann Anfang 2017. Ich habe konzipiert, überlegt, Notizen gemacht wenn mir etwas begegnete, über das ich gern schreiben wollte. Dann habe ich gemeinsam mit meinem Mann am Design herumgetüftelt. Ich sag dir, mit einem passionierten ITler an so etwas zu arbeiten kostet echt Nerven {in beide Richtungen} und verzögert überraschenderweise auch noch mal. Denn die sind die wahren Perfektionisten dieser Welt und zeigen einem auch nichts, so dass man mal selbst ran könnte. Das können sie nämlich grundsätzlich erst mal alles schneller und besser als ein Greenhorn und überhaupt „bis ich dir DAS erklärt habe, hab ich das schon drölf Mal selber gemacht!“. Schön fürs Ergebnis, schlecht für den Zeitplan.

Aber im Endeffekt war das alles gut so und ich bin ihm unendlich dankbar. Denn als ich Anfang August dann endlich online gehen konnte, war eigentlich alles genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte und viel wichtiger – ich fand mich selbst in jedem Detail wieder. Ich denke, es brauchte einfach ein wenig Zeit um das zu erreichen. Denn schließlich soll ja der eigene Blog auch etwas mit dem Menschen gemeinsam haben, der dahinter steckt. Der Name übrigens, ja der ist ein bisschen cheesy. Aber das bin ich auch!

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Nic: Worum geht es in deinem Blog Mee(h)r im Herzen? Für welche Leidenschaft schlägt dein Blogger-Herz?

Verena: „Jeder Blog braucht eine Nische!“ – heißt es doch. Nun, bei mir ist es etwas weniger eindeutig. Denn was ich ja vor allem tue ist Schreiben. Mich kann man eben vordergründig lesen und erst in zweiter Instanz anschauen. Dabei habe ich mir erst einmal die Themen gegriffen, über die ich am meisten nachdenke. Zunächst das Mama sein natürlich, dann das Lebensgefühl meiner Generation, ein bisschen Gedankenkrams und eine Kategorie zur Nachhaltigkeit, die allerdings noch bös under construcion ist. Außerdem natürlich Reisen wenn auch zur Zeit eher Nah als Fern – aus Gründen.

Was davon tatsächlich bleibt, oder was dazu kommt, das wird sich dann im Laufe der Zeit hoffentlich zeigen. Ein Blog ist schließlich lebendig. Was ich mich immer mal wieder frage ist, ob die Leute langfristig Lust haben, einfach „nur“ Gedanken zu lesen, ohne einen praktischen Nutzen. Bei mir gibts keine Rezepte oder kreativen Ideen, ob wohl ich vor allem am Backen wahnsinnig viel Spaß habe. Lifestyle und Interior begeistern mich sehr, aber dafür liegen bei eindeutig zu viele Duplosteine und leere Quetschipackungen herum.

Für einen Fashionblog {und glaub mir, ich habe darüber nachgedacht}, habe ich ein zu kleines Portemonnaie und auch nicht mehr den Hintern :). Fernreisen – ja, sind mit Kind bestimmt möglich aber zur Zeit haben andere Dinge Priorität. So habe ich also in diesen Kategorien, herzlich wenig zu berichten, auch wenn ich sie alle interessant finde.

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Ganz klar aber weigere ich mich, ein „Mamablog“ zu sein {bitte ohne Wertung verstehen}. Ich bin eine Mama, ich blogge, da hörts dann aber auch schon auf. Zum Einen gibt es sehr viele hochwertige, wundervolle Blogs, denen man die Freude, sich darauf zu konzentrieren auch ansieht. Zum Zweiten braucht die Welt nicht noch mehr Beiträge über wunde Babaypopos und Elternsex nach der Geburt. :)

Ich würde also sagen, meine Nische ist das Schreiben an sich. Natürlich steht mein Sohn im Focus von fast allem, was ich tue. Dass soll so sein und ist auch gut so. Aber ich möchte eben darüber hinaus Dinge teilen, die mich bewegen und erstaunen. In Poltik ebenso, wie beim Reisen, beim Einkaufen um die Ecke oder – ganz überspitzt – beim Geschirrspüler einräumen oder Schuhe zubinden (alles schon passiert). Die Gedanken, die mich packen wenn ich ein Buch lese, Menschen begegne, oder auch nur einen Wortfetzen auf der Straße aufschnappe, der mich inspiriert. Ich möchte Geschichten erzählen, ich möchte manchmal kitschig sein und nachdenklich. Ich möchte zum Lachen bringen, zu Tränen rühren oder Gedanken anstoßen, die vielleicht noch nie gedacht wurden.

Ich denke sehr viel, den ganzen Tag, zu jeder Sekunde. Ich denke meinen Gefühlen hinterher und sogar meinen Gedanken. Hört sich erst einmal komsich an, aber meistens ergibt es am Ende Sinn. Wenn sich dazu tolle Fotos finden, wunderbar. Aber meine Leidenschaft gehört den Worten. Kurz fassen ist im übrigen nicht meine Stärke.

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Nic:  Jetzt, wo du schon ein paar Wochen bloggst… denkst du manchmal: „Boah, das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt! Warum hat mir das vorher keiner gesagt?“

Verena: Eigentlich nicht. Nein, denn ich hatte mit Absicht kaum Erwartungen daran, wie genau es sein würde. Aber ich wünschte jemand hätte mir gesagt, welch ein Zeitaufwand das Bloggen bedeutet, wenn man es qualitativ hochwertig machen will. Natürlich habe ich schon geahnt, dass ich das nicht locker flockig auf einer Arschbacke absitze, aber die Realität hat dann doch noch mal richtig auf den Tisch gehauen. Ich kann absolut verstehen, warum ernsthafte Blogger irgendwann entscheiden, aus dem Blog ihren Job zu machen. Denn wer da wirklich gut sein will, der muss unfassbar viel investieren. An Zeit und an Kreativität.

Ich hatte einige Posts in der Vorbereitung, habe mich zum Blogstart für fünf davon entschieden und wirklich sehr viel editiert und doppelt und dreifach gelesen. Ich habe sie von allen möglichen Perspektiven betrachtet und geprüft, ob das was ich da schreibe, es auch wert ist erzählt zu werden. Dazu kommt, dass ich ein unglaublicher Versager in korrekter Interpunktion bin. Das mag sich zunächst mal lustig anhören. Aber als jemand, der in Sachen Grammatik echt extremst pingelig ist, Leute auch gern korrigiert wenn sie „das Einzigste“ sagen oder ähnlichen Quark, stresst es mich enorm, meine Texte zu lesen und bei jedem Mal wieder zu denken „Gehört das da hin? Oder ist das doch wieder nur ein Gedankenkomma?“. Denn ich bin zwar am Anfang und ein Blog muss natürlich nicht perfekt sein.

Aber – und da bin ich ganz ehrlich – ich mache das zwar, weil es mir Spaß macht. Aber ich glaube eben auch, im Schreiben das gefunden zu haben, was ich irgendwann hoffentlich meinen Job nennen darf. Das muss nicht in erster Instanz eine Karriere als Bloggerin sein. Aber zunächst mal ist der Blog mein Aushängeschild. Und ja – da hab ich schon in den letzten Wochen des Öfteren mal gedacht „Halleluja, wieder eine Woche rum und du hast noch nichts fertig!“. Es ist eben eine Menge Arbeit und die Kunst ist, es nicht so aussehen zu lassen.

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Nic: Wie fühlt man sich als Kieler Sprotte im Frankfurt-Exil? War es erst einmal ein Kulturschock? Und was unterscheidet deiner Meinung nach den norddeutschen Fischkopp vom Äppelwoi-liebenden Hessen am meisten?

Verena: Großartige Frage. Zunächst mal fühle ich mich mittlerweile sehr wohl hier unten, auch wenn das Heimweh nie ganz verschwindet. Unterschiede? Darüber machen ich mir tatsächlich jedes Mal Gedanken, wenn ich wieder im Norden bin. Die Norddeutsche in mir würde nun vermutlich ein sparsames „Hmpf“ von sich geben und erst mal eine ganze Weile die Klappe halten bis dann so was käme wie „Noa ich sech maal, de Noordütsche eten geern Lakritz un de in d´ Süden hebben keen Gesmaak!“

Es fällt mir schwer Unterschiede festzustellen, weil ich in beiden Welten nun schon so lange lebe. Aber die Sprache – ja, das war wirklich ein Kulturschock. Denn hier werden Dinge gesagt wie „Ist das Brot noch IHNEN?“, „Nein, das ist MIR!“ und „Dann, bin ich mit dem Auto da ALS gegengefahren!“ Dieses „ALS“ hat mich echt vor Herausforderungen gestellt, denn ich habe nicht verstanden, was zur Hölle das eigentlich sein soll. Bis ich irgendwann erklärt bekam, es würde so viel bedeuten wie „ständig/immer wieder“ – da muss erst mal einer drauf kommen.

Außerdem ist hier alles niedlich und das hat mich am Anfang beinahe in den Wahnsinn getrieben. Aus dem Turm wird dann ein „Törmsche“, aus dem Messer ein „Kneipsche“ aus der Leiter ein „Höckersche“ und so weiter und so fort. Ich hörte mir das an und hätte sie am liebsten alle angeschrien – „Das Ding heißt TURM verdammte Axt!“. Aber man gewöhnt sich dran. Sollte ich allerdings jemals etwas sagen wie „Des Äpfelsche, des is mir gell Schnecksche!“, dann wird es definitiv Zeit, wieder in den Norden zu ziehen. Das haben wir langfristig übrigens auf jeden Fall vor!

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Ansonsten würde ich sagen, das die Küstenkinder – getreu dem Vorurteil – etwas kühler und zurückhaltender sind. Das liegt aber entgegen der landläufigen Meinung nicht an Unfreundlichkeit sonder daran, dass wir sparsam sind. Sowohl mit Worten, denn überflüssiges Gequatsche liegt uns nicht, als auch mit der Zuneigung gegenüber Fremden. Die wird im Norden in kleinen Dosen verwendet bis wir uns sicher sind, dass das Gegenüber sie auch verdient hat. Dann aber, werdet ihr keine besseren Freunde finden.

Frankfurter sind auch speziell, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Sie haben mehr Ellenbogen, weil weniger Platz. Haben ein schnelleres Lebenstempo. Der größte Unterschied liegt glaube ich aber in der Weltoffenheit. Ich will den Kielern nicht zu Nahe treten, aber das eine Stadt mit nur knapp 250.000 Einwohnern die größte im Land ist, merkt man an einigen Stellen schon. Frankfurt hat fast das Dreifache der Einwohner und an Werktagen pendeln noch mal etwa 350.000 in die City. Frankfurter sind aufgeschlossener und neugieriger auf Fremdes.

Der Norddeutsche Spruch „Wat de Buur nich kennt, fret he nich!“ (Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht), gibt es hier nicht. Ich glaube aber, so muss man hier auch sein, allein schon wegen der Anbindung an die ganze Welt durch den Flughafen. Hätte man ein Problem mit fremden Kulturen und Religionen, könnte man keinen Fuß mehr vor die Tür setzen. Ich habe übrigens in Sachsenhausen gewohnt und das ist bitteschön fein zu unterscheiden, sonst wird der Äppelwoiadel „Dribbdebach“ grantig.

An dieser Stelle trennt sich die Stadt nämlich in „Hibbdebach“ (Frankfurt) und „Dribbdebach“ (Sachsenhausen) dazwischen der Main und die eine Seite findet sich gern besser als die andere. Ich mag beide! Ich liebe beide! Die Frankfurter haben ein großes Herz und einen biestigen Humor, das haben sie mit den Kielern übrigens gemein. Nur das mit dem Lakritz, das ist wirklich ein Manko.

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Nic: Was sind deine besten Tipps zu Kiel und Frankfurt? Gern genommen sind Lieblingsplätze, Restaurants, Café oder Dinde, die man dort einfach gesehen haben muss.

Nic: Huuui – gute Frage. Dazu plane ich übrigens eine „Date my City“ Reihe auf dem Blog, da ich ja auf Fernreisen im Moment nicht richtig zurückgreifen kann. Warum also nicht die Nachbarschaft erkunden? Es wird dann eine Kiel Edition und eine Frankfurt Edition geben.

Lass mich sehen, in Kiel hab ich leider wenn ich da bin nur wenig Zeit, Neues zu entdecken. Aber es gibt ein paar Dinge, die tue ich immer. Es gibt da zum Beispiel meinen liebsten Kaffee auf der Welt. Loppokaffeeexpress, eine Rösterei, ursprünglich auf den Kieler Wochenmärkten unterwegs und neuerdings auch ein Café im Grasweg 8 in einem alten Fabrikgebäude. Dort ist es wundervoll industrial eingerichtet und es gibt zum Kaffee leckere Kleinigkeiten. Der Kaffee wird im Direct Trade gehandelt. Das bedeutet, es gibt keine zwischengeschalteten Organisationen und Mittelsmänner. Absolute Empfehlung. Meine Lieblingssorte ist der LapuLapu.

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Einer der schönsten Orte ist zweifellos das Hindenburgufer, dass sein einiger Zeit so nicht mehr heißen darf und nun Kiellinie genannt wird – wenn die Stadt sonst nichts zu tun hat… Der Blick auf die Förde, kleine Cafés und schicke Villen neben der Uferpromenade. Sonne und schreiende Möwen und der Tag ist perfekt. An eben jenem Ufer liegt auch die Seebar. Sie gehört zum alten Seebad Düsternbrook, dass 1936 für die Olympischen Spiele gebaut wurde. Es wurde 2002 erneuert und ist seitdem eine wahre Perle für Lunch oder Sundowner – und das perfekte Instafoto ;)

Absolutes Must Do – wenn er auch nicht zur Stadt gehört – ist der Mittelstrand oder auch „Brasilien“ gleich neben dem offiziell so heißenden Ort „Kalifornien“. Wie es dazu kam ist übrigens ungeklärt. Aber die schönste Geschichte ist die eines Fischers, der eines Tages eine Planke mit dem Wort „California“ am Strand fand. Er nagelte sie neben seine Tür und erhielt so einige Aufmerksamkeit. Sein neidisch gewordener Nachbar pinselte daraufhin „Brasilien“ auf ein Stück Treibholz und nagelte es an seine Tür. :)

Aber genug der Geschichte, das ist MEIN Strand. An dem meine Kindheit und Jugend statt fand, an dem ich gelacht und geweint habe, im Winter und im Sommer. Tausend Erinnerungen gepudert mit feinem, weißen Sand, untermalt vom Lied der Wellen. Für die Fischliebhaber gibt es nur drei Buchten weiter an den Fischerhütten jeden Tag den „Catch of the day“!

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Frankfurt ist natürlich unternehmungstechnisch ein Fass ohne Boden. In meiner alten Hood Sachsenhausen allein, gibt es so viele Cafés, Eisdielen, Boutiquen, Straßenfeste und Märkte, dass ich schon ins Schwimmen komme. Am besten einfach treiben lassen und – wenn möglich – Altsachsenhausen meiden. Hier trifft man überwiegend japanische Reisegruppen und Horden von Junggesellenabschieden.

Auf der gleichen Mainseite ist auch das Museumsufer zu finden. Wunderschöne alte Stadtvillen beherbergen zeitweise die größten Künstler aller Epochen. Geht man dann über den eisernen Steg hinüber in die City, ist gleich hinterm Römer (Platz, nicht Dom) Richtung Zeil das IIMORI, eine französisch-japanische Pâtisserie. Klingt erst mal komisch. Wer aber einmal in dem Café zwischen zusammengewürfelten Möbeln und opulenten Tapeten, Zitronentartelettes oder GreenTea Cake gegessen hat, kommt immer wieder. Nächste Woche mach ich da einen Macaron-Backkurs. Den werde ich dann auch verbloggen!

Zur Entspannung kann ich von Herzen nur den Palmengarten im Westend empfehlen, einer der größten und ältesten botanischen Gärten Deutschlands. Während meiner Diplomzeit, machte ich häufig Pause auf dem Hauptfriedhof im Nordend. Hört sich erst mal morbide an. Aber dieser Friedhof ist weit mehr als eine Ruhestätte. Die Anlage ist verwunschen und grün, die historischen Steinmetzarbeiten wunderschön und die ganze Atmosphäre eher lebendig als geisterhaft.

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Ein Touriausflug, ist ein Besuch auf dem Maintower. Bei klarer Sicht kann man weit in Taunus, Spessart und Odenwald schauen und den Jumbos auf dem Airport beim starten und landen zuschauen. Für das Nicht-Touri-No-Selfie-Stange-Feeling, bleibe ich jedes Mal lang dort oben, nehme eine kleines Picknick mit und beobachte die Menschen die kommen und gehen.

Einkaufen gehen sollte man auf jeden Fall bei Bitter&Zart in der Braubachstraße, einer Chocolaterie, und essen gehen im Leib&Seele am Kornmarkt. Ein absolutes Must und Highlight ist die Kleinmarkthalle in der Hasengasse nahe des Römerdoms. Wenn man keine Angst vor Menschenmassen und Drängelei hat, am besten Samstag früh aufschlagen, da ist die Stimmung am besten.

Beide Städte sind absolut einen Besuch wert und ich habe lang noch nicht alles gesehen.

Nic: Liebe Verena, ganz lieben Dank für deine Antworten auf meine Fragerei! Dass Norddeutsche sparsam an Worten sind und ihnen viel Reden nicht liegt, das möchte ich nach diesem Interview allerdings mit einem echt denglischen „Seriously????“ versehen. Aus Gründen. ;)

Es war mir eine Freude, mit dir ausgiebig zu quatschen!

1 Kommentare

  1. Ich bin direkt mal stöbern gegangen weil Ihr Blogname einfach toll ist – und was für ein wundervoller Schreibstil und Mensch hinter dem Blog ♥ Danke fürs Vorstellen und das tolle Interview.
    Ich hatte meinen ersten Blog 2009 gestartet (glaube ich. Um den Dreh herum halt) und durch die immer präsenter werdende Social Media einen ständigen Kampf mit der Motivation, so viel Zeit in so etwas wie Blogposts zu stecken – So ein Instagram Post ist halt schneller und bequemer gemacht. Nach vielen vielen Neuanfängen, einem Abstecher zu WordPress und wieder zurück zu Blogger habe ich auch gerade wieder ganz frisch angefangen, denn irgendwie komme ich nicht weg von diesem wundervollen Hobby.

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