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MY 2 CENTS

FÜNF FRAGEN AM FÜNFTEN MY 2 CENTS

#fünffragenamfünften – hier schon mal die 5 Fragen für die MÄRZ Edition

Fünf Fragen am Fünften... an mich selbst & an euch | Die monatliche Selbst-Kennenlern-Kolumne zum Mitmachen - #fünffragenamfünften März 2018 | Random Facts About Me & You | luziapimpinella.com

Holla, es ist Tag vier nach dem Fünften und es haben jetzt schon 70 Leute bei meinen aktuellen „Fünf Fragen am Fünften“ mitgemacht. Das sind so viele, dass ich es noch nicht annähernd geschafft habe, alle Beiträge zu lesen. Tue ich aber noch, ich habe ja bis zur nächsten Runde einen kurzen Monat Zeit. Ich komme bei jedem einzelnen vorbei, versprochen. Denn wie cool ist das bitte, dass die Kolumne so gut bei euch ankommt.

Ich finde es übrigens grandios, dass Continue Reading

FÜNF FRAGEN AM FÜNFTEN LIFESTYLE MY 2 CENTS

#fünffragenamfünften – hier schon mal die Fragen für die FEBRUAR Edition

Fünf Fragen am Fünften... an mich selbst & an euch | Die monatliche Selbst-Kennenlern-Kolumne zum Mitmachen - #fünffragenamfünften Februar 2018 | Random Facts About Me & You | luziapimpinella.com

Ich freu mich. Und ich bin überrascht.

Denn ich habe euch ja am Freitag völlig überrumpelt mit meiner neuen Blog-Kolumne #fünffragenamfünften. Und dennoch haben schon einige von euch mitgemacht… und das, obwohl es keine ganz einfache Mitmach-Aktion ist. Denn manchen sind die Fragen vielleicht schon viel zu persönlich und viel zu privat. Da wird schon mal an der Oberfläche gekratzt und das ist ja nicht Jedermanns Sache. Das verstehe ich.

Ich selbst Continue Reading

FÜNF FRAGEN AM FÜNFTEN LIFESTYLE MY 2 CENTS OUTFIT & STYLE

„Fünf Fragen am Fünften“… an mich selbst & an euch – meine neue Monatskolumne zum Mitmachen

Fünf Fragen am Fünften... an mich selbst & an euch | Die monatliche Selbst-Kennenlern-Kolumne zum Mitmachen - Januar 2018 | Random Facts About Me | luziapimpinella.com

„Fünf Fragen am Fünften“ – das ist meine neue, ziemlich persönliche Montaskolumne hier im Blog und sie löst meine „Hallo Monat Bucket List“ heute ganz offiziell ab. Ich brauchte ein bisschen neuen Wind in der Bude und ich hoffe, auch ihr habt in den kommenden 12 Monaten Spaß daran. Denn… ihr könnt mitmachen, wenn ihr mögt. Wie, das erkläre ich ganz unten im Post. Continue Reading

LIFESTYLE MY 2 CENTS

Hallo neues Jahr! Hier sind 5 Dinge, die ich 2018 weniger tun möchte…

Hallo neues Jahr! Dinge, die ich 2018 weniger tun möchte... meine guten Vorstätze | luziapimpinella.com

Ihr seuten Schietbüddel {so wollte ich euch ja öfter nennen}, ich hoffe, ihr seid grandios ins neue Jahr gerutscht… ob auf dem Sofa oder auch auf dem Dancefloor. Wenn auch etwas verspätet, wünsche ich euch heute ein herzliches Happy New Year aus Boring Bookwood!

Ich selbst nämlich bin seit Weihnachten eher zwischen Sofa und Krankenbett am Pendeln. Mit einem kurzen und sehr schönen Ausflug auf den Dancefloor an Silvester. Das könnte ich heute eigentlich noch bereuen, tue es aber nicht. Denn ihr könnt euch vorstellen, dass Continue Reading

FAMILYLIFE MY 2 CENTS

Geht wählen – denn echte Demokratie fängt bei jedem Einzelnen an!

My 2 cents | Geht wählen - denn echte Demokratie fängt bei jedem Einzelnen an - Bundestagswahl 2017 | luziapimpinella.com

Geht wählen!

Das ist meine Tochter und sie hat schon gewählt. Da glaubt ihr jetzt vielleicht nicht, aber tatsächlich hat sie mit ihren 15½ Jahren neulich ihre Stimme für die Bundestagswahl 2017 abgegeben. Luzie ist eine von über 200.00 Schülerinnen und Schülern in Deutschland, die sich an der U18-Wahl beteiligt haben. Sie weiß schon jetzt, Continue Reading

MY 2 CENTS TRAVEL

Liebe Hotels dieser Welt, was soll eigentlich dieses völlig leere Bla Bla in Sachen Hotel-Handtücher und Umwelt?

Travel | Hotel-Handtücher und Umwelt - alles nur leeres Bla Bla? | luziapimpinella.com

Liebe Hotels dieser Welt,

ich habe da mal eine Frage, die mir schon Jahren auf der Seele brennt. Was soll eigentlich dieses völlig leere Bla Bla von wegen der Hotel-Handtücher und der Umwelt?

Ich bin weit genug herum gekommen, um zu sehen, dass ihr sie mittlerweile eigentlich alle habt. Egal, ob Continue Reading

INTERVIEW MY 2 CENTS TRAVEL

USA-Tourismus und Trump – Reiseblogger & ihr Statement zu der Frage „Habt ihr gerade Lust, in die Vereinigten Staaten von Amerika zu reisen?“

USA-Tourismus und Trump - Reiseblogger & ihr Statement zu Reisen in die Vereinigten Staaten

Am Morgen des 9. November 2016 waren wir gerade ein paar Tage von unserer New York Reise mit unseren besten Freunden zurück. Wir waren geschockt von den News. Es war passiert, Donald Trump war zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden. Als hätte es sich Matt Groening ausgedacht – absurdeste Realsatire vom Feinsten, wie eine schlechte Daily Soap seitdem… und doch bittere Realität. Man müsste lachen, sich genüsslich ’ne Schüssel Popcorn holen und sich amüsieren, wenn ein so narzisstisches Ego als Präsident einer Weltmacht nicht so bedrohlich wäre.

Unsere trotzige erste Reaktion nach diesem Schock: „Wie gut, dass Continue Reading

FAMILYLIFE MY 2 CENTS

Mein alljährliches Mööp im Februar… & Tipps gegen den Winterblues. Ob’s hilft?

Meine kleine alljährliche Winterdepression im Februar - Tipps gegen Winterblues | luziapimpinella.com

Achtung, ich lamentiere jetzt mal ein bisschen herum. Seid tapfer, jammert ein bisschen mit oder klickt einfach augenrollend weg zum nächsten Blogpost. ;)

Ich hab’s echt versucht mir diesem Monat immer wieder schön zu reden. Meine „10 Dinge, die den Februar schöner machen“ aus dem letzten Jahr, sind der Beweis, dass ich wirklich dran bin, dagegen zu kämpfen. Aber irgendwie bleibt es doch dabei – ich kann den Februar einfach nicht leiden!  Meine Instagram Community ist da offensichtlich ganz bei mir, wenn ich so in die Kommentare schaue. Allen voran Nathalie @makeshiftgirlfriend, die meint: „Februare sind seit Jahren meine erklärten Todfeinde. Tun so harmlos mit ihren kurzen 28 Tagen, ziehen sich aber dahin wie fieser, düstergrauer, grippevirendurchseuchter Kaugummi.“ GENAU DAS! Tut harmlos, ist dann aber ganz hinterhältig, der Februar. Continue Reading

DO IT YOURSELF LIFESTYLE MY 2 CENTS

Hallo Februar! 12 Dinge die jeder sofort tun kann, um nachhaltiger zu leben

Nachhaltiger leben - Dinge die jeder sofort tun kann, um die Welt ein kleines bisschen mit zu retten und umweltbewusster zu leben | luziapimpinella.com

Der hier aufgeblätterte Artikel über Palmöl ist im The Fernweh Collective Magazin Vol.2

In meiner Hallo Monat! Bucket List geht es heute mal um Dinge, die viel wichtiger sind, als die paar persönlichen Pläne, die ich in diesem Monat so auf dem Zettel habe. Im Februar ist bei mir auch traditionell so gar nichts los, was sollte ich da überhaupt erzählen?

Doch dafür ist in der Welt ja gerade umso mehr los und man wird das mulmige Gefühl, dass man sich Sorgen machen muss, quasi gar nicht mehr los. Was sich festsetzt, ist auch das Gefühl, dass man auf alles was passiert, nicht wirklich Einfluss hat, dass es egal ist, was man selbst tut, solange ein Großteil der restlichen Menschheit so „Nach-mir-die-Sintfut“-mäßig egoman durch die Gegend rennt.

Ja, stimmt. Viele Menschen leben frei nach dem Motto: Wenn Jeder an sich selbst denkt, dann ist ja an alle gedacht! Continue Reading

FAMILYLIFE MY 2 CENTS

#tagged | Mein Leben mit 17 – ein 1987 Flashback und lauter Dinge, die ihr nicht von mir wusstet

#tagged | Mein Leben mit 17 - ein 1987 Flashback | luzia pimpinella

Dieser Tage fühle ich mich eigentlich so weit entfernt von meinem 17-jährigen Ich, wie lange nicht mehr. Seit Montag habe ich nämlich mal wieder einen eingeklemmten Ischiasnerv und schleiche hier herum wie mit 90. Wo ist mein Rollator?

Aber Nadine von Planet Hibbel hat mich via Instagram vor ein paar Tagen getaggt und gefragt, wie mein Leben mit 17 aussah!? Das war 1987! Erst dachte ich so… Holy Crap, was für eine peinliche Frage!!! Allein die Achziger – was für eine rundum peinliche Zeit, wenn ich jetzt so zurück denke.  Aber dann machte es mir irgendwie Spaß, über diese Frage nachzudenken und herausgekommen ist am Ende ein persönlicher 1987 Flashback, der meinen Instagram-Rahmen komplett gesprengt hätte. Deshalb erfahrt ihr heute seit langer Zeit mal wieder ein paar „Radom Facts about Me“ hier im Blog über mich. Continue Reading

FAMILYLIFE MY 2 CENTS

Mein Jahresrückblick 2016 – und es war eben doch auch ein gutes!

Mein Jahresrückblick 2016 - Dankbar für in gutes Jahr | luzia pimpinella

Eigentlich kann ich das Wort Jahresrückblick 2016 ja schon fast selbst nicht mehr lesen. Vor allem das „Was war das nur für ein schreckliches Jahr!“, plus die ganze Schwarzmalerei für das kommende 2017, kann ich echt gerade nicht mehr hören. Global gesehen stimmt das natürlich leider. 2016 hat schlimme und furchtbare Ereignisse hervorgebracht  – nein, eigentlich hat die bekloppte Menschheit diese Geschehnisse auf ihrem Gewissen, das Jahr kann gar nichts dafür.

Und ja, es sind viele bekannte Menschen gestorben, was {wie neulich mal jemand im Radio so schön nüchtern analysiert hat} etwas ist, an das wir uns in den nächsten Jahren besser gewöhnen. Denn die Nachkriegsgeneration, die Babyboomer, die durch TV Continue Reading

MY 2 CENTS

love will still trump hate – #my2cents zur schockierenden US-Wahl , obwohl mir eigentlich die Worte fehlen

Real Life | #my2cents zur US-Wahl 2016 | luzia pimpinella

Eigentlich wollte ich heute ganz muckeliges Lifestyle-Trallafitti bloggen. Eigentlich habe ich mich heute morgen über den wunderschönen Schnee vor unserer Haustür freuen wollen. Uneigentlich ist mir alles beim ersten Blick auf meinen News-Feed im Halse stecken geblieben und ich in fassungslose Schockstarre angesichts der aktuellen Nachrichten gefallen. Eigentlich fehlen mir noch immer die Worte. Uneigentlich kann ich trotzdem nicht nichts sagen und zum Trallafitti übergehen. Das fühlt sich einfach nicht richtig an.

Ich kann es nicht glauben, was da über Nacht in den USA passiert ist. Dass, wie schon einmal in diesem Jahr {welches irgendwie unter einem schlechten Stern scheint} beim Brexit der Populismus das Rennen macht. Dass erschreckend viele Menschen mit fataler Begeisterung flache Parolen wählen, die Hass, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus, Homophobie und letztendlich auch antidemokratische Ansichten propagieren. Ich bin entsetzt, fassungslos und auch voller Zukunftsangst, wie schon seit meinem 16. Lebensjahr nicht mehr, wo Tschernobyl und saurer regen die Nachrichten beherrschten. Nur mit dem Unterschied, dass ich mittlerweile ein Kind in diese Welt gesetzt habe.

Eins ist für mich nun mehr denn je klar. Wir sind in Deutschland keineswegs in der Position zu denken, das wäre hier nicht möglich. Simple, populistische Plattitüden und Hasstiraden stoßen auch hierzulande viel zu oft auf offene Ohren. Also sollten wir zumindest etwas aus diesem traurigen Tag gelernt haben… dass wir nicht in sprachloser Schockstarre und Politikverdrossenheit ausharren dürfen, sondern dass wir laut nein sagen müssen zu simplem, rassistischem, sexistischem, fremden- und schwulenfeindlichem, engstirnigem und rückwärts gewandtem Populismus. Denn es ist die Zukunft unsere Kinder, die wir vergrützen, wenn wir das nicht in den Griff kriegen!

Heute ist ein bisschen mein Herz gebrochen und mein Glaube an die Menschheit hat eine neue fette Schmarre bekommen. Aber ich glaube auch weiterhin fest daran, dass diese Menschheit das besser und verantwortungsvoller kann und dass es manchmal einen fetten Arschtritt braucht, um Dinge endlich wirklich besser zu machen. Love will still trump hate!

Können wir bitte trotzdem 4 Jahre vorspulen?

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MY 2 CENTS TRAVEL

#my2cents | Reisen in Zeiten der Über-Inspiration – mein Pro & Kontra zu zuviel Travel In- und Output

Reisen in Zeiten der Über-Inspiration | Pro und Contra zu zuviel Travel Input bei der Reiseplanung | luzia pimpinella #my2cents

Zuviel des Guten kann ja manchmal ganz schön Bauchweh machen. Und manchmal denke ich, das gilt für gutes Essen genau so {da kann ich nämlich gerade ein Lied von singen} wie für zuviel Inspiration. Über-Inspiration. Vielleicht werde ich euch heute ein bisschen überraschen und auch verwundern mit meinem Geständnis und meinen Gedanken zu einem Mechanismus, von dem ich selbst ein Teil bin {und das auch sehr, sehr gern}. Aber es gibt eben nicht nur immer die Trallafitti-Seite von schönen Dingen, sondern auch die nachdenkliche.

Das mit der übermäßigen Inspiration ist ein bisschen so wie eine überfüllte Speisekarte mit 156 Gerichten. Da weiß man am Ende auch nicht mehr, was man eigentlich essen soll. Beziehungsweise man möchte gerne alles probieren, aber das geht ja schlecht. China Restaurant lässt grüßen. Am Ende denken wir oft, das falsche Mahl gewählt zu haben, das auf dem Nachbarteller sah viel leckerer aus! Oder aber es ist wie mit Pinterest-Ideen. Wir sammeln Tausende davon und was probieren wir am Ende davon wirklich aus? Ja genau. Und was gibt uns das für ein Gefühl? Ein eher gestresstes und den Eindruck, irgendwie nichts gebacken zu bekommen. So wie die anderen!

Die anderen, die man eigentlich so sehr mag, deren Inspirationen man liebt und deswegen auch sucht… die sind nämlich leider auch immer ein latenter Stressfaktor. Die machen tolle Sachen, schaffen mehr in 24 Stunden, sehen tolle Orte, kennen immer the last hot Shit und sind auch überhaupt viel cooler als wir selbst. Die alte Leier – the grass is always greener over there. Ja, und das geht einem selbst dann so, wenn man eigentlich ein Teil dieses Ganzen ist.

Das soll jetzt absolut nicht heißen, dass ich das alles nicht liebe! Ich hatte ja eingangs angedeutet, dass dieser Post vielleicht ein bisschen schizophren sein könnte. Ich möchte auf keinen Fall wieder in die Zeit zurück, in der wir Reisen ausschließlich im Reisebüro buchen konnten. Zeiten, in denen uns Leute Trips verkauften zu Destinationen von denen sie eigentlich wenig Ahnung hatten, weil sie selbst noch nie dort waren. Ich liiiiiebe persönliche Empfehlungen von vielreisenden Menschen, die genau wissen, wovon sie reden, weil sie eben eigene Erfahrungen gemacht haben. Ich wünsche mir auch nicht die Zeiten zurück, als in den meisten Print-Reiseführern nicht viel mehr als gängige Sehenswürdigkeiten und ein bisschen Landes-/Ortsgeschichte zu finden waren. Obwohl ich sagen muss, das die *Lonely Planet Reiseführer wirklich schon sehr früh mit Insider-Tipps glänzten. Ohne einen solchen hätten wir im Jahr 2000 auf unserer Hochzeitsreise niemals allein den Dschungel der Insel Rarotonga durchquert. Denn er enthielt eine Wegbeschreibung à la „und dann seht ihr rechts ein paar baumhohe Farnwedel, da müsst ihr rechts… und an dem kleinen Flusslauf kommt irgendwann ein Stein in Form einer Birne, da müsst ihr links.“. Aber ich schweife schon wieder ab…

Also nein, ich möchte nicht zurück zu weitgehend ahnungslosen Zeiten, in denen man Dinge / Orte  / Köstlichkeiten verpasste, einfach weil man nichts darüber wusste. Ich ich möchte nicht zurück in Zeiten wo eine zerfledderte Landkarte die die einzige Orientierungsmöglichkeit war, wenn man gerade keinen Einheimischen zur Hand hatte, den man fragen konnte. Ich liebe Google Maps und diese ganzen schönen technischen Gadgets, die das Reisen leichter machen. Ich liebe es, dass wir uns nicht mehr nach der Ankunft am Urlaubsort für horrende Telefongebühren bei den immer liebevoll über-besorgten Schwiegereltern melden müssen. Denn sie sehen jetzt ziemlich unmittelbar auf Instagram, dass wir gut angekommen sind und uns wie Bolle amüsieren. Oder wir tippen auf Whatsapp mal eben ein „Wir sind da!“. Ich finde es großartig, mal eben unterwegs online etwas nachschauen zu können, seien es Öffnungszeiten, Adressen, Bahnverbindungen oder was weiß ich nicht alles sonst noch. Es macht mir Spaß, von unterwegs unsere Urlaubs-Impressionen online zu teilen und noch mehr Spaß macht es mir, wenn jemand aus meiner Community das als Inspiration sieht und selbst dort hin reist. Top of the tops ist dann der gar nicht so seltene Moment, wenn von einer im echten Leben fremdem Person eine persönliche eMail eintrudelt, mit einem Dankeschön für einen tollen Tipp.

Nein, das alles {und noc viel mehr} ist schon ziemlich geil, mit dem ganzen Travel-Input und Output, mit den technischen Möglichkeiten und der Digitalisierung der Reiserei. Aber es gibt eben auch Momente, da hat man dadurch einfach nur zuviel von allem. Zu viele Möglichkeiten, zu viele Tipps, zuviel Inspiration, zuviel selbstgemachten Druck… und definitiv zu wenig „Lalala, keine Ahnung, was wir heute machen…. öh, mal sehen!“.

Wenn ihr selbst gerne reist und auch online viel unterwegs seid, wisst ihr vielleicht ganz genau, was ich meine. Wenn ihr selbst Blogger seid und auch mal über eure Reisen schreibt, dann wisst ihr es garantiert. Diese kleinen Stressmomente sind natürlich nicht die Regel {dem Himmel sei Dank!}, aber sie poppen ab und an ganz unvermittelt auf. Auch bei mir… und ich erzähle euch gern von denen, die mich ich gerade letzte Woche auf unserem New York Trip mit unseren Freunden so überfallen haben.

Wir waren jetzt in den letzten Jahren mal in NYC und haben tatsächlich fünfmal im selben Hotel gewohnt. Das Wolcott ist eines der ältesten Hotels New Yorks und eröffnete 1904 in Midtown. Mark Twain und auch Buddy Holly residierten dort einst. Wir mögen es wegen seines angestaubten Charmes alter Zeiten, wegen der wirklich großartigen Lage mitten in Manhattan und auch wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses für ein echt geräumiges Zimmer {also für New Yorker Zustände natürlich ;)}. Es ist eine tolle Location und wir wohnen gern dort, aber es ist alles andere als stylisch oder hipster!

Da passiert es dann der Bloggerin {also moi} oder der Social Media-affinen Person {dito} dann absurderweise schon mal, dass sie sich bei dem Gedanken ertappt: „Kann ich das eigentlich zeigen? Oder ist das zu wenig stylisch und total uncool?“ Würde es nicht mehr hergeben, für viel mehr Geld endlich mal im angesagten Wythe Hotel in Brooklyn-Williamsburg zu wohnen, damit es mehr für den Blog taugt?“. Lächerlich vielleicht. Aber das denkt man eben manchmal, wenn man voll ist mit Inspirationen von anderen Travel- und Lifestyle Bloggern, die vielleicht einfach wirklich einen anderen Lifestyle habe als man selbst {vor allem ein anderes Reisebudget, ein anderes Alter, keine Familie, ect. pp. – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen}. Und noch lächerlicher… man fühlt sich plötzlich von diesen Gedanken gestresst.

Selbst der tägliche Blick in den Instagram Feed meiner besten Freundin Sonni @emmipirelli, die ja samt Family mit uns unterwegs war, konnte so einen klitzekleines Stresschen auslösen. Bei aller Liebe… „Wieso hat die denn schon so viele tolle Fotos hochgeladen und wann bloß?“. Total albern ich weiß! Hmpf.

Und dann der déja-vù Moment in einem unserer Lieblingsrestaurants in New York – bei Malatesta. Als ich wieder einmal feststelle, dass ich bei der schummrigen Beleuchtung einfach keine schönen Fotos machen kann, obwohl ich es euch im Blog doch so gern mal präsentieren würde. Eigentlich würde es nach so vielen Jahren nämlichmal mal Zeit dafür, nachdem uns unsere New Yorker Freunde Hoffi und Sonali uns schon vor 9 Jahren zu diesem tollen Italiener schleppten. Mittlerweile ist es schon nicht mal mehr so ein Insider, denn als wir den ganz neuen *Marco Polo New York zum ersten Mal durchblätterten, tauchte das italienische Restaurant da plötzlich auch als Tipp auf. Tja, auch Insider-Tipps haben eben auch ein Verfallsdatum. ;) Wie dem auch sei, ich kann eich das Malatesta immer noch wärmstens ans Herz legen. Hipster oder nicht.

Noch ein Beispiel: unsere Brooklyn-Touren mit Ina Bohses wirklich großartigem *Brooklyn Neighborhood Guide immer in der hinteren Hosentasche meines Mannes. Auch dieses kleine geniale Teil mit tollen Tipps {ein paar davon und noch mehr Infos hat sie ja neulich auch hier im Blog-Interview verraten} verbreitete leichte Panik bei mir… denn eins war ja klar, um alle tollen Tipps darin abzuhaken, müssten wir ja mindestens ein halbes Jahr bleiben und nicht nur eine Woche. Wie sollten auch nur eunen Bruchteil davon sehen, probieren, erleben…? Decisions, decisions!

Und trotzdem!

Ich werde weiterhin Über-Inspirationen sammeln als hätte der Tag 48 Stunden oder ein sich ganz von allein multiplizierendes Reisebudget. Oder als hätte mein Leben mehr als durchschnittlich 82 Jahre zu erwarten. Ich werde auch weiter fremde Reisebilder anschmachten, im Geiste mitreisen und mich einfach freuen, dass die Mädels und Jungs eine gute Zeit haben – wohl wissend, dass die tollen Fotos nie die ganze Story erzählen. Ich werde mich weiterhin lieber an persönliche Tipps halten als an Informationen aus Katalogen. Ich werden weiterhin ganz spontan Reiseziele auswählen, nur weil ich coole Instagram-Fotos von einer Destination gesehen habe. Ich werde mich wie bekloppt freuen, wenn sich ein Insider-Tipp, den ich persönlich bekommen oder in diesem Internet entdeckt habe, als echtes Highlight entpuppt. Ich werde selbst wie verrückt instagrammen, wenn es mir irgendwo gefällt und nach der Reise meine Erfahrungen, persönlichen Tipps und Urlaubsgeschichten im Blog teilen. Denn ich bin ein Teil dieses digitalen Reise-Inspirations-Dings. Und ich bin es echt gern.

Aber ich werde auch immer wieder versuchen müssen, mich von dem ganzen Travel In- und Output nicht stressen zu lassen. Mich vor Ort auch einfach mal treiben zu lassen, als immer dem nächsten mehr oder weniger geheimen Geheimtipp auf der sowieso viel zu langen Liste hinterher zu jagen. Auch mal wieder mehr los zu lassen und nicht immer im Hinterkopf zu haben, den Trip jede Minute lang zu optimieren. Luft für ganz spontane Zufallsentdeckungen zu lassen. Nicht das Gefühl zu haben, immer cool und hipster sein zu müssen. Die Optimierung beim Reisen einfach nicht zu über-treiben, bei all der Über-Inspitation auf allen Kanälen.

Und ihr tut mir bitte einen ganz großen Gefallen. Lasst euch davon auch nicht stressen. Von mir schon gar nicht! Ihr wisst ja… the grass ist always greener over there. Und am Ende sind es sowieso nur Luxusproblemchen. ;)

luzia pimpinella Machts Huebsch Gruss

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BLOGGERLIFE MY 2 CENTS

Warum ich Instagram Stories jetzt schon liebe, obwohl ich Snapchat nie mochte

Bloggerlife | Instagram Stories vs. Snapchat | luziapimpinella.comSeit ein paar Tagen gibt es Instagram Stories – und ich hab mich selbst überrascht. Ich mag es nämlich. Natürlich empören sich die Snapchat Fans, dass die Funktion ganz kackdreist bei der Snap-App geklaut wurde. Ja, das stimmt. Aber ich denke auch… so what? Denn das überrascht mich tatsächlich nicht. Für mich heißt dieser Klau: endlich habe ich alles benutzerfreundlich in einer App und das ist auch noch meine liebste. Ach ja, und viele Leute, die ich mag sind schon da. Also yay!

Ich fand die Oberfläche von Snapchat immer unübersichtlich, grottenhässlich und die Bedienung wenig intuitv. Ich fand es enorm lästig, dort überhaupt die Leute zu finden, denen ich auch bereits gern auf anderen Social Media Plattformen folge. Bilder und Videos kann man nicht einfach mal so durchscrollen, um Leute zu finden, denen man vielleicht gerne folgen möchte. Nichts findet man zufällig, man muss schon ganz genau wissen wen man sucht. Das fand ich schon immer ermüdend und wenig inspirierend. Es hatte für mich noch nie einen echten, wirklichen Community-Charakter. Sicher auch, weil Snapchat ursprünglich als Messenger gedacht war und es letztendlich auch immer noch ist. Nicht mehr, nicht weniger. Doch noch mehr Messenger brauche ich persönlich eben nicht in meinem Leben – mir reicht der Facebook-Messenger und Whatsapp, wenn ich mich mit Freunden kurzschließen möchte.

Aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt, um mich für jeden last hot shit zu begeistern. Vielleicht ist „alt“ auch genau das Stichwort – denn mir war das das Durchschnittsalter der Snapchat -User auch immer etwas zu jung. Ich bin eine erwachsene {hüstel… reife} Frau – dort ist nun mal zum größten Teil nicht mein Publikum unterwegs. Punkt. Vielleicht störte mich aber auch immer viel zu sehr, dass die ganze App ausschließlich auf „Wegwerf-Kommunikation“ basiert und nichts Bleibendes kreiert. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir niemals Freunde geworden sind, Snapchat und ich. Egal wie groß der Hype darum war.

Okay, bei Instagram Stories fehlen lustige Selfie-Hundeohren und Blumenkränze im Haar. Es kotzt auch keiner Regenbögen, es sei denn, er malt sie selbst. Face Swap geht auch nicht, aber Pandaaugen bekomme ich tatsächlich auch ohne App hin. Und ich bin ganz ehrlich auch dankbar, wenn mir nicht nicht überall Gesichter begegnen, die durch irgendwelche Beautyfilter aussehen, als wären sie gerade vom Besuch beim plastischen Chirurgen zurück.

Bloggerlife | Instagram Stories vs. Snapchat | luziapimpinella.comDie Kombination vom klassischen Instagram-Foto-Feed und Videos mag ich sehr. Schon allein, weil sie die Möglichkeit geben, auch mal live hinter die Kulissen zu luschern und die die Spezies Instablogger auch mal in seiner „natürlichen Umgebung“ zu beobachten. Oder eben selbst solche Einblicke zu gewähren. Denn geben wir es doch zu, wir sind alle kleine Voyeure. Außerdem mag ich es sehr, meine liebsten Instagrammer auch mal in Aktion zu sehen und sie quatschen zu hören. Man kann einfach mal nah dran sein. Und nicht selten stellt man dabei fest, dass anderswo eben auch nur mit Wasser gekocht wird.

Trotzdem mag ich es, dass der reguläre Foto-Feed mit den Story-Inhalten nicht voll gespammt wird. Die Stories sind sehr dezent ganz oben vom Bilder-Feed getrennt und ich muss sie auch nur dann sehen, wenn ich sie gezielt anklicke. Das finde ich großartig! Denn eigentlich bin ich bei Instagram vor allem so gern unterwegs, weil ich ästhetische Fotografie liebe. Ich mag das Insta-Format halt gern „pretty“, auch wenn so manche User immer mal wieder die vermeintlich fehlende Authentizität bemäkeln. Ich folge sehr gerne Feeds, die durch Foto-Skills glänzen und mich mit ihren augenschmeichelnden Bilderkompositionen beeindrucken.

Ich mag die Instagram Stories eben gerade wegen ihres add-on Effekts und weil sie sich in der App optisch zurücknehmen. Das wird sicherlich nicht nur in meinem Sinn, sonder auch im Sinn vieler anderer User sein. Denn nicht jeder mag schließlich in einer Tour die 10-Sekunden-Ergüsse der halben Welt hören und sehen… wer nicht will muss eben auch nicht und kann weiterhin ganz gemütlich den Fotostream durchscrollen ohne von Gequassel genervt zu werden.

Ich höre die meisten gerne mal quasseln und habe echt Spaß an den Stories. Allerdings {und da muss ich Steph von Magnoliaelectric Recht geben – die hat das nämlich heute morgen bereits in ihren Stories gesagt}… das mit dem hinter die Kulissen gucken und der Sympathie ist so eine Sache. Denn ein paar wenige Feeds sind leider auch aus meinen Abos heraus geflogen, weil die Person hinter den den schicken Fotos mir in den Videos plötzlich gar nicht mehr so sympathisch waren. So kann’s eben auch gehen. Aber es geht auch umgekehrt, nämlich dass man Menschen plötzlich erst recht richtig knorke findet.

Das persönliche Absprung-Risiko gehe ich aber gern ein und bin trotzdem jetzt mit meinem Laberrhabarber dabei. Ihr findet ab sofort auch von mir Banales und Alltägliches, Persönliches und Willkürliches in meiner Story, sobald der Kringel um mein Profil-Icon auf @luziapimpinella pink-bunt leuchtet. Sehr schade, dass die Instagram-Stories nicht bereits vor einem Monat gelauncht wurden, ich hätte euch zu gern ein paar Live-Geschichtchen von unserer Südengland & Cornwall Reise gesendet. Zum Beispel auch das grottige Hotelzimmer, dass wir in Dünkirchen hatten. Das war nämlich mächtig unfotogen. ;)

Mein Fazit: Für mich ist Instagram Stories jetzt schon das bessere Snapchat, trotz der {bisher noch} fehlenden Schnickeldis. {Liebe eingefleischte Snapchatter, kein bashing – das ist lediglich mein ganz persönliche Präferenz! ;)} Ich glaube auch fast, dass es am Ende das größere Potential hat. Denn es ist für mich persönlich ist Instagram eben nicht nur ein Kanal für Einweg-Videos und Bilder, sondern eine bereits lange gewachsene Community, die trotzdem weiter von ihren Fotos leben wird. Fotos, die die Leute lieben, und die sich nicht nach 24 Stunden in Luft auflösen.

Wie geht’s euch bei der Frage Snapchat vs. Instagram Stories? Ich bin gespannt, eure Meinung zu hören!

luzia pimpinella Machts Huebsch Gruss

MY 2 CENTS

Weniger Plastik ist Meer – warum wir alle Plastikmüll vermeiden sollten

Plastikmüll vermeiden - Whales.Org Umwelt Kampagne - Weniger Plastik ist Meer | luzia pimpinella.com

Jedes Jahr verbrauchen die Menschen auf der Welt 1.000.000.000.000 {eine Billion} Plastiktüten. Die meisten davon landen im irgendwann Meer. Sowie anderer Plastikmüll auch – rund 400 Kilogramn in jeder Sekunde. Wir Deutschen allein verbrauchen im jährlich 2.3 Milliarden Coffee to go Becher. Das sind 320.000 Kaffeebecher pro Stunde. Tendenz steigend. Weltweit sind es 1 Million Einwegbecher pro Minute. Im Jahr 2050 wird es voraussichtlich mehr Plastik in den Meeren geben als Fische!

Bäm!

Und wir alle tragen dazu bei, dass es genau so furchtbar erschreckend ist, wie es ist. das ist die traurige Wahrheit. Aber wir alle haben es auch in der Hand, daran etwas zu ändern. Jeder von uns kann im Alltag Entscheidungen treffen, die etwas verändern. Jeder von uns kann jeden tag Plastikmüll vermeiden oder sogar stellenweise ganz aus seinem Leben verbannen. Daher möchte ich mit meinem heutiges Post sehr gern die Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ der WDC {Whale & Dolphin Conservation} unterstützen.

Nun, ich halte mich selbst ganz bestimmt nicht für eine Heilige, was meinen bleibenden Plastik-Fußabdruck auf dieser Welt betrifft. Ich kaufe nicht ausschließlich auf dem Markt, im Reformhaus und in Bioläden. Nein, ich kaufe auch im Supermarkt. Oft genug bin ich ein Verpackungsopfer und kaufe Dinge nur wegen des hübschen Drumherums. Ich werde wohl nie ein zero-waste Leben führen. Dennoch versuche ich, meinen Beitrag zu leisten, dass weniger Plastikmüll in Umlauf kommt. Denn ich gehöre zumindest zu der Sorte Mensch, die glaubt, dass jede Tat zählt, mag sie manchmal auch nur klein sein. Deshalb möchte ich heute meine Tipps teilen, wie man im ganz normalen Leben ohne viel Aufwand schon eine Menge Plastik einsparen kann. Für Vieles reicht oft schon eine kleine Änderung der ollen Gewohnheiten. Jeder Tag ist ein doch guter Tag, um etwas zu ändern!

Plastikmüll vermeiden - Whales.Org Umwelt Kampagne - Weniger Plastik ist Meer | luzia pimpinella.com

11 Tipps um Plastikmüll im Alltag zu reduzieren und zu vermeiden

1. Möglichst viel selbst kochen
Nun gut, von industriellem Fertigessen auf selbst gekochte Mahlzeiten umzustellen ist sicherlich kein kleiner Schritt, sondern ein großer. Und bei euch Bloglesern bin ich irgendwie auch sowieso an der falschen Adresse mit diesem Aufruf. Denn schließlich kommen auch viele von euch wegen meiner Rezepte her. Trotzdem und nur, um es nochmal festzuhalten: frisch selbst zu kochen und keine Fertiggerichte zu kaufen, spart Plastikmüll! Das es ganz nebenbei ein Segen für die eigene Gesundheit ist, brauche ich eigentlich auch nicht betonen. Tue es aber hiermit trotzdem.

2. Den Coffee to go nicht im Pappbecher mitnehmen
Ich trinke selbst eher selten Coffee to go. Aber ich weiß, wenn nicht zuhause, sondern in irgendeinem Büro außerhalb arbeiten würde, wäre ich eine heiße Kandidatin für einen Kaffee unterwegs. Also, wo bitte ist das Problem, einfach seinen eigenen {Thermo}Becher für das morgendliche Must-Have zum Kaffeebrüher des Vertrauens mitzunehmen? Es gibt da so schicke Dinger, dass man sie sogar als modisches Accessoire betrachten kann, wenn einem das Umweltschutz-Argument allein nicht ausreicht.

3. Keine Plastiktüten beim Klamottenkauf benutzen
Lieber einen großen Stoffbeutel oder stylischen Shopper dabei haben. Ich mache das tatsächlich schon seit Jahren und freue mich, dass Plastiktüten bei einigen Ladenketten inzwischen nicht mehr wie selbstverständlich dazu gereicht werden, sondern Geld kosten. Wenn ihr mich fragt, sollten die noch viel mehr kosten!

4. Stoffbeutel zum Lebensmitteleinkauf mitnehmen
Ich bin sehr froh, dass das für viele Deutsche schon seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit ist, seine eigenen Stofftaschen oder Körbe mit zum Einkauf zu nehmen. Trotzdem sehe ich immer noch viel zu viele Leute jeglichen Alters, die an der Kasse mal eben eine oder mehrere Plastiktüten mit aufs Band legen. Sorry, dass kann ich nicht verstehen. Auch deswegen könnte von mir aus eine Plastiktüte 5 Euro kosten. Vielleicht werden kann auch die Letzten mal schlauer.

5. Dünne Plastiktütchen beim Obst- und Gemüsekauf vermeiden
Wenn man nicht ständig sein Grünzeug auf dem Markt kauft {kaufen kann}, begegnen einem zwangsläufig die dünnen Tütchen, in die beim Supermarktkauf das Obst und Gemüse verpackt werden. Dabei sind diese ganz besonders übel. Man benutzt sie garantiert nur einmal für den Weg nach Hause und sie wandern direkt in den Müll. Deshalb macht es Sinn, von vorn herein nach anderen Möglichkeiten zu suchen, sein Obst und Gemüse nach Hause zu transportieren. Brauchen 5 Äpfel zum Abwiegen wirklich eine Tüte? Nein, ganz sicher nicht. Und falls doch ein Beutelchen für dies uns das notwendig ist, wieso dann nicht vielleicht selbstgemachte Obstbeutel, die man zum Einkaufen bei sich hat!? Letztes Jahr habe ich hier im Blog auch schon einmal über das Thema geschrieben und DIYs für selbstgenähte Obstbeutel verlinkt. Das Ganze kann man natürlich auch aus Netz- oder Tüllstoff nähen, dann kann die Kassiererin auch sehen, was sich im Beutel befindet… falls es an der Kasse unnötige Diskussionen geben sollte. Bei meinem Edeka gibt es die glücklicherweise nie.

6. Für Frühstück & Co auf der Arbeit, in der der Schule und im Kindergarten Brotdosen u.a. Behälter benutzen
Ich denke, das ist die meisten für uns längst Gewohnheit. Ich hoffe es zumindest. Trotzdem schadet es sicherlich nicht, ganz deutlich festzustellen: Plastikbeutel für die Stulle braucht kein Mensch!

7. Beim Bäcker Brot und Brötchen in einen mitgebrachten Stoffbeutel packen lassen
Andere Baustelle, das gleiche vernünftige Prinzip. Die Sonntagbrötchen und das Brot müssen weder in Papierbeuteln noch in Plastikverpackungen nach Hause transportiert werden. Wie wäre es stattdessen mit einem Stoffbeutel, der nur für diesen speziellen Einkauf da ist – einen Brotbeutel!?

8. Wenn möglich Nachfüllpackungen kaufen
Das vermeidet zwar den Plastikmüll nicht komplett, reduziert ihn aber immerhin. Bei Putzmitteln ist das mittlerweile ganz einfach und ich tue es, wann immer es geht. Natürlich kann man auch ökologische Haushaltsreiniger selbermachen {im Internet gibt es da ganz viele Rezepte – einfach mal danach googeln}, aber wie ich bereits sagte… ich bin in mancherlei Hinsicht eben doch keine Öko-Heilige. Ich wünschte auch, mein Lieblingsshampoo würde es zum nachfüllen geben.

9. Plastikverpackungen im Laden lassen
Geschäfte sind in Deutschland generell dazu verpflichtet, Verpackungsmüll, der durch ihre Waren entsteht, zurück zu nehmen und selbst zu entsorgen. Zugegeben, dass vermeidet den Plastikmüll erst einmal nicht, sondern verlagert nur das Problem. Aber Unternehmen sind nun mal Profit-Organisationen und wenn ihnen die Entsorgung von ihres eigenen Mülls immer mehr Kosten verursacht, ann werden sie mittelfristig daran interessiert sein, selbst Verpackungsmüll zu sparen. Denn wir Konsumenten bestimmen maßgeblich durch unser Verhalten mit, was wie produziert wird.

10. Auf Kaffeekapsel-Maschinen verzichten
Bitte! Ich kann gar nicht oft genug hier und auch im Freundeskreis sagen, wie schrecklich ich Kaffeekapseln finde. Jede einzelne Tasse Kaffee verursacht unnötigen Müll. Würden wir so ein Schickimickiding besitzen, würde ich allein schon 5 Kapseln am Tag schrotten und in den Müll werfen. Ist das wirklich notwendig? Für den Kaffeegenuss sicherlich nicht. Denn frisch gemahlen und selbst gebrüht {per Hand oder auch durch einn Automaten}, schmeckt der Kaffee sowieso viel besser. Und was übrig bleibt wandert bei und direkt auf den Kompost. Zudem werde ich mein Leben lang nicht bereit sein, zu verstehen, wieso die Leute so bereitwillig bis zu 80 Euro pro Kilogramm Kaffee auszugeben, nur weil er in hübsch bunten Kapseln daher kommt. Das kann man allenfalls für Kaffeesorten bezaheln, die von Meerkatzen ausgepupst wurden, wenn man auf so etwas exklusives steht. Besser doch, man investiert sein Geld in Fair Trade Kaffees. Da ist es sicherlich  besser angelegt als in einer Kapselmaschine.

Inspiration gefällig? Im Netz gibt es zahlreiche Seiten, die sich nur mit dem Thema Kaffee beschäftigen – ganz entschleunigt. Besonders gern mag ich die Coffee Nerd Rubrik auf dem Blog von Franse liebt Meer. Und das Meer mag eben auch keine Kaffeekapseln. ;)

11. Auf Peeling verzichten oder zumindest auf natürliche Inhaltsstoffe achten
Dieser Punkt beschäftigt mich zu Zeit ganz persönlich. Denn ich ich muss zugeben, über diesen Punkt habe ich mir nie so recht Gedanken gemacht, bevor ich darüber bei der WDC auf Whales.org las. Natürlich gibt es in einem Haushalt, in dem ein pubertierendes Tochterkind lebt, auch Peelings zum Kampf gegen Pickelchen und Mitesser. Mirkopartikel nennen sich da in der Inhaltsliste die Teilchen, die uns die Haut glatt schmirgeln sollen. Dass sie aus Plastik sind, kam mir naiverweise bisher nie in den Sinn. Allein die Vorstellung das wir da schon oft winzigste Plastikteilchen in die Umwelt gespült haben {lt. WDC landen pro Dosis Gesichtspeeling 100.000 Mikroplastikteilchen im Abwasser und somit in den Flüssen!}, jagt mir echt einen kalten Schauer des schlechten Gewissens über den Rücken.

Deswegen gibt es fortan kein herkömmliches Peeling mehr bei uns zu Hause. Es gibt Produkte zu kaufen, die natürliche Schmirgelpartikel wie Seesand, Mandelkleie oder geschredderte Aprikosenkerne enthalten. Letztendlich geht es doch vor allem um den „mechanischen“ Effekt, abgestorbene Hautpartikel zu entfernen. Auch ein Bürstchen kann diesen Zweck erfüllen. Und wenn man der Haut nebenbei noch etwas Pflege angedeihen lassen will, dann gibt es da auch noch diverse selbst gemischte Peelings mit ganz alltäglichen, natürlichen Zutaten. Genau darüber möchte ich in meinem nächsten Post schreiben und ein paar Rezepte teilen. Ihr seht – bei diesem Thema habe ich mich wirklich persönlich angefasst gefühlt und will ganz dringend etwas ändern.

Ihr Lieben, ganz bestimmt habt ihr noch viele Ideen, wie man auch im kleinen den großen Plastikmüll-Berg reduzieren kann. Denn meine Liste ist sicherlich wenig vollständig und absolut ausbaufähig. Ich freue mich davon zu hören, also teilt gern eure Tipps hier in den Kommentaren. Danke fürs zu Ende Lesen dieses Artikels allemal!

luzia pimpinella Blog | Posting Gruss

MY 2 CENTS

#my2cents | willkommen auf dem planet der affen

luzia pimpinella | #my2cents | gedanken zu sexuallen übergriffen an frauen und einer armlaenge abstand
männer sind vom mars, frauen von der venus heisst der titel eines populär-psychologischen
buches über den unterschied zwischen den geschlechtern. dabei ist
es doch in wahrheit noch ein bisschen differenzierter…. frauen sind
von der venus oder woher auch immer, manche männer sind vielleicht
vom mars und manche ihrer geschlechtsgenossen sind sicherlich vom planet der
affen.
ja, die übergriffe von
köln, hamburg und andernorts beschäftigen mich seit tagen sehr. sie kriechen
immer wieder in meine gedanken, so ekelhaft und übergriffig
wie die taten selbst. denn was dort passiert ist und jeden tag
anderswo passiert, betrifft uns alle. auch mich selbst und meine
tochter und alle frauen und mädchen. die gedanken darüber beschäftigen so sehr, dass ich heute nacht um 1 uhr wieder aufgestanden bin und sie niederschreiben musste. vorher hätte ich kein auge zugemacht. 
am wochenende
habe ich sehr viel mit meinem mann darüber geredet. über das leidige warum,
und weshalb und das was-dagegen-tun. mehr als einmal sah ich
überraschung, ja fast ungläubigkeit in seinen augen aufblitzen, als
ich von eigenen erfahrungen mit der spezies mann erzählte, die ich als mädchen
und als frau immer wieder machen musste. er konnte sich tatsächlich
kaum vorstellen, wie oft man als frau im alltäglichen leben sexistischem männergehabe ausgesetzt ist. wie sehr vorsicht
und argwohn vor männern ein frauenleben prägen. schon vom kleinkindalter an. aus gründen. kaum
eine frau kennt sie nicht, diese erlebnisse. einem  mann, auch meinem eigenen, sind sie weitgehend fremd. was? aber so schlimm kann das doch nicht sein… und heute ist das ja auch nicht mehr wie vor zwanzig oder dreißig jahren. 
aber doch! es ist so! 
es ist mir tatsächlich
scheißegal, welchen ethnischen oder kulturellen hintergrund oder
wahlweise welche auch, ach so gutbürgerliche, deutsche erziehung die männer
haben, die frauen sexuell bedrängen. die sie begrapschen, ihnen mit
sexistischen gesten zu nahe kommen, vulgäre sprüche über ihre körper machen, die ihnen unverhohlen anzüglichkeiten und obszöntäten von der anderen strassenseite aus zurufen… die… die… die…
offensichtlich ihren fortpflanzungsstummel mehr zum denken benutzen als
ihr hirn. es ist mir total scheißegal! denn für mich sind sie alle gleich. es sind wesen, die sich vom affen nicht nicht besonders weit
entfernt haben und das trotz millionen von jahren an menschlicher
evolution.
ich bin seit 21 jahren
mit meinem mann zusammen. ich gehe kaum mehr nur mit frauen auf die piste und bin
abends nicht allein unterwegs. ich entspreche mit meinem alter auch
wahrscheinlich nicht mehr dem allgemeinen beuteschema dieser affen. ja, ich
benutze das wort „beute“ ganz bewusst, wo wir uns doch hier so schön im
bereich der zoologischen psychologie bewegen. aber ich erinnere mich lebhaft an etliche sexualisierte männer-begegnungen im laufe meines lebens. 
da war der alte typ, der sich hinterm busch im schwimmbad einen runterholte und meine mutter, meine freundinnen und mich auf unserer decke beim picknick beobachtete. da war ich 8 jahre alt. 
der typ im zug, midestens 60 jahre alt, der versuchte, mich mit der ansage zu beeindrucken, dass er schriftsteller sei. er könne er mich
bedeutenden leuten der deutschen literaturszene vorstellen, wenn ich doch mal bei ihm vorbeikäme. ich wäre doch so ein intelligentes mädchen. da war ich 17 und auf dem weg von meinem freund nach hause. 
die jungen kerle, die sich einen
spass daraus machten, nachts im dunkeln, ganz langsam, im schritttempo
neben mir her zu fahren, während ich auf dem weg von der kneipe
nach hause war. jagen wir der kleinen mal angst ein, ist doch witzig, mögen sie gedacht haben. ich hatte währendessen den haustürschlüssel fest zwischen die finger
geklemmt, so dass er herausstakte und zur not vielleicht als waffe dienen konnte, wenn
ich gezwungen wäre, mich zu wehren. und natürlich ging ich einen zacken schneller, mit vor angst rasend pochendem herzen.
überhaupt… dieser
schüssel zwischen den fingern, fest in der faust. wie oft ich den in meinem leben umklammert habe, auf
meinen wegen allein als mädchen/frau, weiß ich nicht einmal. und wie oft ihr? ihr bin sicher, ihr wisst genau, wovon ich rede.
dann der klassiker… die
bauarbeiter oder andere männergrüppchen die einem hinterherjohlen und eindeutige angebote
machen. hey, hübsches fräulein! ich möchte das gar nicht weiter ausführen. die unbekannte kerle, die
einem bei diversen gelegenheiten unangemessen nahkommen… ups, ein
busenstreifer, wie konnte das passieren? bagatelle. männer sind nun mal so. auf einer party in die
ecke gedrängt werden, von angeschiggerten typen, die eine ganz
normale konversation schon für eine eindeutige aufforderung halten. voll normal. war ja auch alkohol im spiel! 
später dann hat nicht einmal ein kinderwagen samt baby verbale, sexistische
übergriffe von männern von mir abhalten können. da ich mein kind stillte,
hatte ich einen entsprechenden üppigen vorbau. ah, schlüsselreiz! der wurde dann eines
tages lauthals in einer u-bahn station von einer gruppe junger männer
maßgenommen und für echt geil befunden. hey, ist doch nur ein kompliment! 
das alles kam dieser tage wieder hoch und ich bin entsetzt, bei wie
vielen gelegenheiten ich selbst in meinem leben das ziel von sexueller belästigung und übergriffen irgendeiner form gewesen bin.
die prägung von uns als mädchen, vor solchen gefahren auf der hut zu sein, findet damals wie heute schon jenseits des windelalters statt. mein opa ist heute noch mit seiner angst um mich in meinen erinnerungen… du darfst niemals mitgehen, auch wenn ein mann dir katzenbabies verspricht! bis später ins erwachenenalter…  pass
bloß auf dein getränk in der disco auf, denn jemand könnte dir k.o.-tropfen hinein tun. schon damals! 
seit jahren habe ich nun selbst weitgehend ruhe. dies ist nicht einer veränderten gesellschaft zu verdanken sondern in meinen augen nur den bereits oben genannten, ganz persönlichen gründen. doch aber ich habe diese ganze scheiße, die mit völliger selbstverständlichkeit von manchen männern ausgeht, keinesfalls
vergessen. und plötzlich ertappe ich mich dabei, wie ich meinem kind
sage, es möge bitte keine zu kurzen röcke zur schule oder beim stadtbummel anziehen, es gäbe immer
typen, die würden das falsch verstehen… wie ich ihr jetzt schon
einschärfe, dass sie später ihr getränk im club oder in der kneipe
nie offen stehen lassen soll, dabei war sie bisher noch nie abends aus. tu dies nicht, pass da auf! lauter ratschläge einer ängstlichen, geprägten mutter. 
ich realisiere, dass sich nichts geändert hat. der spezies affe unter
den männern kann die evolution offensichtlich nicht beikommen. die
bleiben hartnäckig. und mir wird ganz übel bei dem gedanken, dass ich mein
kind schon bald allein in diesen affenkäfig schicken werde. es fällt
mir dieser tage wie schuppen von den augen… es hat sich tatsächlich nichts
geändert sein meinen erlebnissen! und ich bin jetzt 45 jahre alt.
wann bitteschön passiert
das endlich? wann?
eine armlänge abstand,
meine damen! das wird doch wohl ausreichen, um sich
testosterongesteuerte bagatellen vom hals zu halten! wir hören verhaltungsmaßregeln für die opfer anstatt klare ansagen, wie man denngedenkt, sexuelle übergriffe taten in zukunkt { und endlich!!!} zu verfolgen und zu bestrafen. das nenne ich mal
symbolcharakter! und um mich mal selbst vulgärsprache zu bedienen… das finde ich unfuckingfassbar! 
dass ich nicht allein bin mit meinen beschissenen erfahrungen, zeigen mir beiträge wie die von LINA MALLON oder von katja von KRACHBUMM. wie sie, vermisse auch ich sehr viel mehr stimmen zum thema! von uns frauen! den betroffenen! denn kaum einer von uns frauen und mädchen blieb in ihrem leben übergriffigkeiten einer gesellschaft erspart, die nach wie vor sexistische und sexualisierte taten von männern bagatellisiert, gerne unter den teppich kehrt und als erstes nach der rock-oder armlänge der frauen fragt. 
mädchen und frauen… werdet doch endlich laut!!! 
MY 2 CENTS

#my2cents | die angst darf nicht gewinnen

#my2cents| die anschläge in paris & meine gedanken dazu | luziapimpinella.com

ich stehe heute morgen in der küche und schmiere meiner tochter ein pausenbrot. während mich wieder einer dieser plötzlichen angstmomente kalt erwischt und der gedanke, dass ich sie gleich in in diese ganz schön beschissene welt da draußen schicken werde, höre ich, wie sie oben im bad beim zähneputzen ein lied summt. das bringt mich zurück. und ich denke…
nein, ich darf diese angst nicht gewinnen lassen. wir leben. wir lieben. wir lachen. das ist das, woraus das leben bestehen soll. 

eine stunde zuvor hat sich mein mann mit einem kuss von mir verabschiedet, während ich mich unter der warmen decke noch eimal umdrehte. mein „fahr bitte vorsichtig“ klingt wie jeden morgen krächzig und schlaftrunken. das leben geht weiter, wie immer. nein, die welt ist nicht stehen geblieben und das ist gut so. denn würde sie es wirklich, dann würden wir doch alle verrückt werden vor angst, denke ich, als ich später unter der dusche stehe. 
mein kater kommt von draußen rein und ist ganz nass vom regen. ich trockne ihn ab, denn er hatte letzte woche einen schnupfen. er maunzt. ich knuddele ihn extra durch. dies ist meine heile welt, gefüllt mit ganz viel liebe und das bleibt sie auch. trotz des ganzen hass und wahnsinn da draußen. ich spüre, wie mich diese normalität mit wärme erfüllt und halte mich daran fest. 
und trotzdem… dieses beschissene gefühl bleibt. wieder einmal frage ich mich, was bloß in diesen menschen vorgeht, die eines morgens aufstehen und wissen, sie werden an diesem tag wehrlose menschen niederballern und in die luft sprengen. es gibt keine erklärung. das geht über meinen menschlichen verstand. und gäbe es wirklich eine, würde ich sie wissen wollen? würde ich verstehen wollen? nein, irgendwie nicht. dieses verhalten ist für mich soweit entfernt von menschlichkeit. ich will gar keine erklärung dafür. dabei rede ich nicht nur von den anschlägen in paris, sondern von all den anderen orten der welt, an denen menschen morgens aufstehen, mit dem wissen, sie werden heute anderen menschen das leben nehmen. es widert mich an, das unsrere menschliche spezies mit all ihrer vermeintlichen intelligenz soviel böses in sich trägt.

der schock vom wochenende sitzt tief. mich und viele andere traf er mitten in einem ereignis, auf das wir uns alle lange gefreut hatten, auf der BLOGST konferenz. ein grauer und bleischwerer schleier legte sich über eine veranstaltung, auf der auch immer die gemeinshaftlichkeit und freundschaft gefeiert wird.  wir alle waren sehr betroffen und sind es noch, und natürlich war das thema allgegenwärtig. trotzdem blieben wir und taten das. was wir jedes jahr auf dieser konferenz tun. wir trafen freunde und freuten uns. wir lernten neue menschen kennen und führten viele herzliche gespräche. wir tauschten wissen und erfahrungen aus. wir umarmten uns und lachten. dass sehr schnell kritik von außenstehenden über social media kanäle kam, irritierte mich sehr. wie wir nur könnten… ob wir denn nicht wüssten, was da draußen los wäre…. ob wir uns denn nicht schämten, einfach unser programm fortzufahren.  diese kritiker waren gar nicht mit uns im raum. hörten nicht unsere gespräche, wussten nichts von unserer persönlichen betroffenheit. auch das ist etwas, was ich in dieser gesellschaft nicht verstehe. diese forderungen, vorhaltungen, dieses bemängeln aus der ferne via internet. ist wirklich nur derjenige „korrekt betroffen“, der sofort sein profilbild ändert, bilder teilt und seine betroffenheit, trauer und schockiertheit umgehend öffentlich kommuniziert? ganz bestimmt nicht.

ja, wir haben weitergemacht! wir haben am samstag sogar unseren glitzerfummel angezogen und getanzt und gelacht. das ist für mich {und ich denke, für viele andere auch} nämlich der einzige weg, diesem unvorstellbaren grauen etwas entgegenzusetzen und sich nicht von schrecklicher angst vergiften und lähmen zu lassen! trotzdem weiter zu leben und zu lieben und sich an der gesellschaft von anderen menschen zu freuen, die einem etwas bedeuten und die man mag. rauszugehen! sich nicht zu verstecken!

denn dies alles nicht zu tun, wäre doch genau das, was diese typen wollen. die, die morgens aufstehen, ihre kalaschnikows einpacken und ihre sprengstoffwesten anziehen und rausgehen, um terror zu verbreiten. lassen wir sie bitte nicht gewinnen!