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DIE DINGE im August… von meiner süßen Omimi, Eichhörnchenfell, meiner Lieblingsstadt und skrupellosen Narzissten

DIE DINGE im August... mein persönlicher Monatsrückblick | Monatskolumne - Was mich im August begeistert, beschäftigt, inspiriert und auch mal aufgeregt hat | luziapimpinella.vomDer letzte offizielle Monat des Sommers ist schon wieder vorbei. Mir blutet ein bisschen das Herz und sauge noch jeden Sonnenstrahl auf. Gerade jetzt sitze ich draußen in meinem Outdoor Office auf unserer Terrasse. Ständig kommt ein vorwitziges Eichhörnchen vorbei und kruschelt nur zwei Meter von mir entfernt im Haselnussbusch herum. Manchmal rennt es sogar quer über die Terrasse, während ich hier sitze, und ist gar nicht scheu. Vielleicht denkt es ja, ich wäre eine übergroße Artgenossin. Meine Haare sind gerade frisch gefärbt, also hat unser „Fell“ die gleiche Farbe. ;)

Und es ist schon wieder Zeit für meinen Monatsrückblick DIE DINGE. Eben all die Dinge, die beschäftigt, inspiriert, berührt, interessiert, amüsiert, und auch mal aufgeregt und tierisch wütend haben. Ein Mischmasch aus Freud und Leid, wie das echte Leben eben ist…

DIE DINGE im August… von meiner süßen Omimi, Eichhörnchen, meiner Lieblingsstadt und skrupellosen Narzissten

Die FREUNDE & die VORFREUDE – Die Weiffis waren mal wieder hier und das war – wie immer – ziemlich großartig. Wir sind durch Hamburg gebummelt, haben gut gegessen, viel geklönt und die Mädels haben sich zusammen die Ohren piercen lassen. Was man halt so macht, wenn man mit den besten Freunden unterwegs ist.

Außerdem wissen wir jetzt schon ganz genau, was wir alle zusammen im Oktober 2020 tun werden. Ich hatte ja schon seit Jahren gesagt, dass ich meinen 50sten auf jeden Fall in meiner Lieblingsstadt feiern möchte. Wir haben also bereits Flüge nach New York gebucht. Und meine liebe Sonni {mit mir im Foto}, ihres Zeichens das größte Urlaubsunterkunftstrüffelschweinchen ever, hat das allercoolste Loft in Brooklyn für uns gefunden. Das ist auch schon gebucht. Ich freue mich jetzt schon wie bekloppt und kann es kaum erwarten, möglichst schnell zu altern… haha! ;)

Der GEBURTSTAG – Apropos altern. Der 8. August. Da stand meine kleine Omi mit einer hellblauen Strickjacke vor der Tür des Italiners, wo wir zum Essen verabredet waren, und strahlte mich an. Sie freute sich, dass wir einfach mal unter der Woche frei genommen hatten und in meine alte Heimat gefahren waren. Aber natürlich! Es war doch ihr 90ster Geburtstag! Ich meine… Neunzig! Das ist so unglaublich und wir sind so dankbar, dass sie immer noch fit ist und wir unsere Omimi noch haben. Das ist nämlich ein Geschenk für uns alle.

Als ich sie durchknuddelte, sagt sie dann zu mit: „Weißt du Nicole, jetzt bin ich 90, aber fühle mich gar nicht so!“ Es ändert sich offensichtlich nie, dass man sich im Herzen jünger fühlt, als man eigentlich ist. Das ist doch irgendwie wunderbar. Findet ihr nicht auch? Bilder von meiner süßen Omi seht ihr HIER auf meinem Instagram übrigens.

Der HOCHZEITSTAG – Den haben wir im diesen Jahr wieder fast verpennt. Wie so oft. Wir haben dieses Mal auch gar nichts gemacht, Geschenke gibt es sowieso nie. Klingt vielleicht unromantisch, ist es aber gar nicht, finde ich. Uns ist es tatsächlich viel wichtiger, an jeden anderen x-beliebigen Tag, Liebe zu zeigen und aufmerksam zu sein. Das habe ich ja HIER in meinem „Zeit zu Zweit“ Blogpost auch schon mal geschrieben.Wir sind natürlich dennoch stolz auf unsere vielen gemeinsamen Jahre. Können wir auch sein. Und mir ist an unserem Hochzeitstag bewusst geworden, dass ich jetzt quasi die Hälfte meines bisherigen Lebens mit Stephan verbracht habe. Wahnsinn. Es dürfen gern noch ein paar Jahre mehr werden. Wir arbeiten dran.

Der SCHULBEGIN – Mitte August ging bei uns die Schule wieder los. Die Stimmung war direkt vorher mal wieder im Keller, der Stresspegel im Anschlag. Kurz zuvor hatte mir Jemand geschrieben „Genießt die Schulzeit, sie geht viel zu schnell vorbei!“ Und natürlich habe ich das schon oft gehört, weil viele Menschen es einfach so sehen. Aber was ist eigentlich, wenn die Schulzeit keine wirklich glückliche ist? Ich wollte nur mal sagen…. das kommt eben leider auch vor! Aus ganz verschiedenen Gründen. Und Manche machen tatsächlich 10 Kreuze der Befreiung, wenn es vorbei ist. Noch etwas über 1 ½ Jahre. Bingo.

Dass es gar nicht so wenige Menschen gibt, die eher keine schönen Erinnerungen an ihre Schulzeit haben, könnte ich übrigens aus den vielen Kommentaren lesen, die ich HIEr auf meinen Instagram-Post bekam. Tatsächlich waren die meisten Kommentare mit negativen Gefühlen behaftet. Das erstaunte mich. Oder vielleicht auch nicht…. denn das sagt ja leider auch eine Menge über unsere Gesellschaft und unser Schulsystem. Ich finde das sehr bedauerlich.

Die OHNMACHT – Der Regenwald in Amazonas brennt. Das macht mich panisch und traurig zugleich. Ich fühle mich komplett ohnmächtig. Dieser #prayforWHATEVER Mist, jetzt eben mal für den Amazonas, geht mir unglaublich auf den Sack! Als ob Beten irgendwie hilft!? Ich frage mich, warum hat nicht vor Wochen schon jedes Land dieser Welt, das dazu in der Lage ist, Helfer und Equipment zum Löschen geschickt? Warum arbeiten die Nationen nicht längst Hand in Hand und löschen was das Zeug hält? Hallo, dies ist ein Weltproblem, kein brasilianisches! Nicht mal ein Südamerikanisches.

Aber selbst wenn… ach nee… Hilfe möchte Brasiliens Präsident Bolsonaro nur annehmen, wenn Herr Macron sich entschuldigt. Dafür, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat. Sagt mal, ihr Testosteron-geschwängerten, gehirnamputierten, skrupellosen Narzissten dieser Welt {von der Sorte gibt es ja gerade nicht wenige, es dürfen sich alle angesprochen fühlen} GEHT’S EIGENTLICH NOCH? Ihr macht mich krank mit euren aufgeblasenen Egos, die ihr über alles und jeden stellt, sogar über diesen Planeten. Es möge euch der Blitz beim Kacken treffen! #excusemyfrench, aber mit fällt nichts Eleganteres ein, eher noch Schlimmeres.

Das WIR TUN KÖNNEN – Gegen diese schlimme Ohnmacht. Also beten ganz bestimmt nicht. Meiner Meinung nach muss das Mercosur Abkommen gecancelt werden… denn der Amazonas brennt auch vor allem, damit wir hier in Zukunft Rindfleisch, Soja und Palmöl importieren können! Das bringt mich zu ganz praktischen Anregungen, was jeder einzelne Mensch tun kann, während der Amazonas in Flammen aufgeht. Ganz machtlos sind wir nämlich nicht.

  1. Weniger Rindfleisch essen. Rinderzucht ist einer der großen Gründe für die Brandrodung im Amazonas. In meinen Augen muss auch nicht jeder gleich Vegetarier werden. Aber wenn alle Fleischesser ihren Konsum mal halbieren würden, wäre schon unglaublich viel erreicht. Selbst wir haben das locker geschafft, obwohl wir einen Smokermän in der Familie haben.
  2. Produkte mit Palmöl vermeiden oder zumindest drastisch reduzieren. Dazu gehört alles mögliche vom geliebten Schokoriegel & Nutella, über die Kosmetik bis hin zum Biodiesel für das Auto. Wer weniger Convenience Produkte, also weniger industriell verarbeitete Lebensmittel kauft, reduziert übrigens automatisch seinen Palmöl-Konsum. Just sayin. Selber kochen ist King!
  3. Sich dafür interessieren, wo die Dinge herkommen, die man kauft. Etwas regionaler einzukaufen, wo es geht, ist immer eine gute Idee. Wenn schon ein Steak, dann vielleicht mal ein richtig gutes vom Bio-Bauern um die Ecke und keins aus Argentinien?
  4. Umweltorganisationen unterstützen, die sich für den Schutz und die Aufforstung von Regenwälder einsetzen. Organisationen wie Greenpeace, der WWF, die Rainforest Alliance , der Rainforest Trust und etliche andere brauchen Unterstützer für ihre Arbeit. Vielleicht einfach mal was spenden, anstatt eine neue Klamotte zu kaufen?
  5. Bäume mit einer Suchmaschine pflanzen. Ich schrieb ja HIER bereits darüber. Googelt ihr noch, oder habt ihr schon Ecosia als Standardsuchmaschine?
  6. Wählen gehen. Und die Politiker unterstützen, für die Umwelt- und Klimaschutz kein „Darum kümmern wir uns in 30 Jahren“-Thema ist.
  7. Darüber reden. Mit anderen Menschen. Bewusstsein schaffen und Denkanstöße liefern. Gern auch auf Social Media und auch, wenn diese Diskussionen nicht immer schön sind. Denn nur wenn sich das kollektive Bewusstsein für eine Sache ändert, tut sich auch wirklich etwas und es kann sich ein Wandel vollziehen.

Das WAS SONST NOCH WAR – Kommt mir jetzt sehr banal vor, aber das Leben darf auch nicht nur aus Zukunftspanik bestehen. Da sind wir uns sicher einig. Beinahe hätten wir das MS Artville Fesitval {HIER geht’s zum Blogpost!} verpasst. Mal wieder. Aber wir haben es doch gerade noch geschafft. Für’s nächste Jahr setze ich mir schon mal einen Merker in den August. Und ich war zum alleresrten Mal in meinen Leben auf Fehmarn. Das war so schön und wie ein paar-stündiger Miniurlaub {HIER kommt ihr zum Fehmarn-Blogpost!}. Und wir haben es sogar nochmal an sie Ostsee geschafft. Nach Scharbeutz, zusammen mit meinen Schwiegereltern. Ganz schön viel Familie und Freunde im August! Wunderbar!

Die WEHMUT – Neulich habe ich zum ersten Mal wieder die Wildschwäne auf ihrem Weg in den Süden über unser Grundstück fliegen sehen. Und hören. Das quäkende Geräusch, das sie beim Fliegen in V-Formation machen, macht mich jedes Jahr wehmütig. Das heißt nämlich, dass sich der Sommer dem Ende neigt. Und der wird mir wohl immer zu kurz sein. Immer.

 

Und was war in eurem August so los? Wenn ihr Lust habt, erzählt mich doch, was euch im letzten Monat begeistert, beschäftigt, inspiriert, berührt, amüsiert und vielleicht auch aufgeregt hat. Was waren EURE DINGE im August?

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

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4 Comments

  • Reply
    Marion Stukenbrock
    30. August 2019 at 21:38

    Liebe Nic, ich liebe, liebe diese Rubrik bei dir und gerate mit dir in Wut und dann wieder ein gutes Kribbeln im Bauch, wenn du Familiengeschichten erzählst.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      1. September 2019 at 9:45

      Liebe Marion, das freut mich. Gerade bei der Rubrik denke ich…. wen interessiert das? Obwohl ich sie selbst sehr liebe, weil sie auch wirkliche Tagebuchfunktion hat.

      Habt einen schönen Sonntag! Wir sitzen gerade im Zug nach Prag… und dann geht’s noch weiter.

  • Reply
    Anette
    31. August 2019 at 12:26

    Hallo, ich lese schon ziemlich lange ganz still mit. Heute möchte ich dir aber mal sagen, dass ich es total mag, wie du über ALLES schreibst. Über die Kleinen und Grossen, total wichtigen und persönlichen Dinge des Lebens. Und vor lauter Begeisterung kullern dann auch mal – wie eben – 3 bis 9 Tränchen über meine Wange. Einfach, weil’s berührt. Danke und gerne weiter so :-) LG Anette

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      1. September 2019 at 9:40

      Liebe Anette,

      wie lieb, dass du dich dann mit so netten Worten mal meldest.
      Das rührt mich jetzt auch, was du schreibst… :) DANKE!

      Ganz liebe Grüße
      Nic

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