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DIE DINGE im März… vom großen Wunsch nach Frieden und den kleinen Momenten, die unser Leben sind

DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comIhr Lieben… ich bin nach wie vor überwältigt von den schlechten Nachrichten, die täglich auf uns herein prasseln. An der unerträglichen Gleichzeitigkeit der Dinge, über die ich in meinem Monatsrückblick vom Februar schon geschrieben hatte, hat sich leider auch im März nichts geändert. Allen Hoffnungen zum Trotz, ganz im Gegenteil. Man hat einfach das Gefühl, die Welt ist dem Wahnsinn und der Unvernunft anheim gefallen. Das beschäftigt meinen Kopf sehr, euren wahrscheinlich auch.

Ich versuche dennoch, nicht komplett zur Pessimistin zu mutieren und auch nicht zur totalen Misantropin. Ich halte mich an guten Momenten fest und auch an den guten Nachrichten. Denn auch wenn man meint, es gibt sie nicht… sie sind dennoch da. Sie gehen nur allzu oft unter und sind vielleicht auch nicht so gigantisch wie die schlechten News. Aber wenn wir die Hoffnung aufgeben, dass Dinge auch besser werden können, woraus sollen wir dann noch kraft schöpfen? Also gibt es heute auch wieder ein paar Good News am Ende dieses Blogposts. Wie immer in meinen DIE DINGE Monatsrückblicken. Und noch vieles mehr, was den März für mich und meine Familie ausgemacht hat.

{#FYI… Eigentlich hatte ich diesen Blogpost schon gestern veröffentlicht. Einige von euch werden sich vielleicht wundern, wo der danach plötzlich hinverschwunden war und auch, dass mein Blog für einige Zeit offline war. Pünktlich zum 1. April gab es ein echt unschönes technisches Problem, auf das mich glücklicherweise sehr schnell ein paar liebe Leser*innen hinwiesen. Danke an dieser Stelle nochmal dafür, dass ihr mich kontaktiert habt. Es war leider kein Aprilscherz, sondern etwas das kein*e Blogger*in oder Webseitenbetreiber*in jemals braucht. Und es führte dazu, dass ich mir die letzte Nacht um die Ohren gehauen habe, um meinen Blogartikel zum größten Teil nochmal komplett neu zu schreiben, weil er durch das Beheben des Problems gelöscht wurde. Nuja… stellt euch an dieser Stelle heftiges und sehr müdes Augenrollen meinerseits vor. Mein Dank geht da auch immer wieder an meine liebe Webmasterin Corinna von holisticdesign, die mir zu jeder Unzeit zur Hilfe eilt.}

Aber zurück zu den DINGEN im März… Natürlich gibt es auch den ein oder anderen “Rant” von mir {rant, englisch = Schimpf-/Tirade, Wutrede, Zetern,Wortschwall} über nationales und internationale Geschehen. Ihr wisst, das kann ich nicht ignorieren. Aber ich kann natürlich verstehen, wenn ihr vielleicht keine Lust habt, meine Aufreger zu lesen, weil euch das einfach zu viel wird. Es ist irgendwie von allem zu viel im Moment und manchmal kann man einfach nichts mehr zu gewissen Themen lesen oder hören, weil es einen mental in ein dunkles Loch zieht. das geht mir oft genug genau so. Ich verstehe das. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr bleibt. 

Deswegen hier eine Triggerwarung… wenn ihr lieber Familiengeschichten und die eher guten Dinge von mir lesen möchtet, überspringt einfach den nächsten Textblock in diesem Post und lest erst nach den Fotos danach weiter, okay!? 

DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.com DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comDie UNVERNUNFT scheint immer wieder das größte Talent der menschlichen Rasse zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man während der höchsten Infektionszahlen die einfachste aller Maßnahmen, nämlich das Tragen eines Mundschutzes, einfach fallen lassen kann. So nach dem Motto… Ach ist ja jetzt auch wumpe, wir lassen die Durchseuchung einfach jetzt laufen, weil wir ja auch nicht in der Lage sind, eine allgemeine Impfpflicht auf den Weg zu bringen. Dann scheiß halt drauf, wir ignorieren einfach jetzt komplett alles, was die Experten sagen. Die Leute wollen doch so gern Klamotten-Shoppen ohne Maske zurück! Mensch. Da muss man doch Rücksicht nehmen. Es ist ein bisschen, wie wenn sich Kleinkinder, die Augen zuhalten und meinen, sie werden deswegen nicht gesehen. Spoiler-Alarm… der Virus sieht leider trotzdem alle.

Wenn ich nochmal “Freedom Day” lesen oder hören muss, dann muss ich mich leider übergeben. Jetzt sind wir also alle “frei” während des Höchststands an Infektionen unsere Aerosole ohne Mundschutz in den Gegend zu prusten. Damit jedem „frei steht“, andere Menschen in möglichst einfach anzustecken. Nicht frei werden nun vor allem die Menschen sein, für die eine Coronainfektion nach wie vor eine ernste gesundheitliche Bedrohung oder sogar den Tod bedeuten kann. Die, die sich auch medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder auch die die trotz Impfung keinen ausreichenden Schutz aufbauen, weil sie vielleicht krebskrank sind, Medikamente nehmen müssen oder eine Autoimmunkrankheit haben. Aber hey… denen steht ja “frei”, einfach zu Hause zu bleiben und das Leben einzustellen. Und der Mehrheit ist es ja nicht weiter zuzumuten, dass sie mal eben für 20 Minuten im Supermarkt aus Solidarität und Vernunft eine Maske trägt. #ironieOFF

Ich werde weiterhin in vielen Situationen ein Mundschutz tragen., z.B. beim Einkaufen. Warum? Darum! Und ich denke spätestens im Herbst werden wir das auch wieder alle müssen anstatt endlich mal einem entspannterem Winter entgegen su sehen… weil… ach ja, wegen der Unvernunft.

Die FREIHEIT Was mich am Begriff „Freedom Day“ übrigens massiv aufregt, ist die Tatsache, weil er ein bedeutungsvolles Wort so missbraucht. Und die Medien, auch die seriösen, haben nicht einmal Hemmungen, diese Narrative immer und immer wieder zu wiederholen. Bis es nur noch eine Lächerlichkeit ist, angesichts seiner eigentlichen geschichtlichen Bedeutungen… denn wie Der Standard aus Österreich so treffend schreibt:

{ZITAT} “In den USA feiert man am Freedom-Day seit 1948 die Abschaffung der Sklaverei, in Südafrika seit 1994 freie Wahlen nach dem Ende der Apartheid. Und in Europa? Das Ablegen von FFP2-Masken”

Aber wen wundert’s? Wo es doch hier normal ist, dass Rechte und Querdenker beim gemeinsamen Spazierdemonstrieren für ihre vermeintlich so eingeschränkte “Freiheit” auf die Straße gehen und gleichzeitig behaupten, wie würden in einer Diktatur leben. Während anderswo ein nur wenige Tausend Kilometer entfernt, Ukrainer*innen in einem sinnlosen Krieg wirklich um ihre Freiheit und auch unsere kämpfen. Oder die wenigen mutigen Russ*innen, die gegen den Krieg auf die Straße gegen. Obwohl sie in in einem zunehmend faschistischen Heimatland nun überhaupt nicht mehr frei ihre Meinung äußern können. Dort wo man schon für ein weißes Blatt Papier, das man hoch hält, eingebuchtet werden kann. DIESE Menschen wissen um die Bedeutung des Wortes Freiheit, denn sie kämpfen dafür. Und indirekt kämpfen sie mit ihrem Leben sogar für die depperten Spazierläufer*innen, die das Wort Freiheit eigentlich nur mit Egoismus und dem renitenten aus-Prinzip-dagegen-Sein verwechseln. Können wir also bitte wieder dazu übergehen, das Wort Freiheit nicht für jede lächerliche, persönliche Befindlichkeiten oder gar eine antidemokratische Agenda zu missbrauchen?

Die EWIG GESTRIGE… toxische Männlichkeit regt mich eigentlich immer auf. Aber letzte Woche wieder einmal ganz besonders, als Friedrich “ich hab ja eine Frau und eine Tochter, deswegen bin ich schon Feminist” Merz mal wieder so richtig einen vom Stapel gelassen hat. Glücklicherweise hat Annalena Baerbock {die meiner Meinung nach einen großartigen Job in diesen Krisenzeiten macht} solchen Männer-Bullshit nicht einfach über sich ergehen lassen und augenrollend ignoriert. Sondern sie hat ihn direkt konfrontiert. HIER nochmal in Kurzfassung zu sehen, falls ihr den verbalen Totalausfall nicht mitbekommen haben solltet.

Für mich ist es mittlerweile einfach nur noch ekelhaft, mit wie viel männlicher Aggression, Abwertung und systematischem Hass Frauen, die im öffentlichen Raum eine Haltung vertreten und ihre Meinung sagen, permanent angegangen werden. Politikerinnen, Journalistinnen, Aktivistinnen, aber auch Influencerinnen und Bloggerinnen, bekommen die volle Breitseite, sobald sich die fragile Männlichkeit durch eine weibliche Stimme getriggert wird. Und das geht ganz fix und vor allem ganz hemmungslos, dass Typen sich da zusammenrotten und versuchen, Frauen klein und mundtot zu machen. Meist mit sehr wenig echten, geschweige denn klugen Argumenten. Dafür mit dem breiten Spektrum von überheblichen Mansplaining-Geschwafel bis hin zu Sexismus, Misogynie und ganz unverhohlener Androhung von Gewalt.

Manchmal frage ich mich, wieviel Schiss da sein muss vor einer echten Gleichberechtigung der Frauen, dass man(n) permanent mit aller verbaler Gewalt dagegen kämpfen muss? Einen sehr lesenswerten Artikel zu genau diesem Thema von Kathrin Hollmer, habe ich vor einigen Tagen im SZ Magazin gelesen: “”Widerworte wirken– Wenn Frauen wie Annalena Baerbock, Luisa Neubauer oder Claudia Neumann Haltung zeigen und sich exponieren, werden sie von Männern kleingeredet – oder gleich mit Hass überzogen. Doch unsere Autorin sieht einen Ausweg.” Also, liebe Frauen. Haltet bitte nie die Klappe! Seid laut. Bleibt laut.

#rantOFF. Genug ventiliert. Weiter geht es jetzt wirklich mit den persönlichen Dingen aus unserem Familienleben…

DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.com DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comDie CORONI OMI… vor ein paar Tagen hat es meine 92-jährige Omimi erwischt, das Kack-Coronavirus!!! Das war natürlich erst einmal ein riesiger Schock für die ganze Familie und man hat auch automatisch ziemliche Angst. Aber meine Oma ist inzwischen seit einer Woche corona-positiv und hat dennoch keinerlei Krankheitssymptome. Ich habe gerade heute widere mit ihr telefoniert, sie ist putzmunter und sagt: “Nö. Ich hab nix!” Da feiere ich doch{wieder einmal} den Impfschutz! Denn ohne die 4 Impfungen, die sie bereits erhalten hat, sähe es vermutlich anders und vor allem düsterer aus. Wir sind wirklich extrem erleichtert und glücklich, dass es ihr so gut geht und die Langeweile das schlimmste ist, das sie gerade aushalten muss. Und wir sind inzwischen ganz optimistisch, dass das auch so bleibt. Heute war ihr Test noch positiv nach 7 Tagen. Wir hoffen, dass es nächste Woche anders aussieht. Sodass sie ihre Quarantäne beenden und wieder dreimal wöchentlich in ihre geliebte Tagespflege gehen kann, die ihr so fehlt.

Die FRIEDENSPROTESTE… im März waren wir zweimal auf die Straße, um gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren. Öfter haben wir es nicht geschafft und man mag vielleicht auch daran zweifeln, ob Solidaritätsbekundungen dieser Art und der kollektive Ruf nach einem Ende des Krieges wirklich irgendetwas nützen. Ich glaube ja schon. Und wenn sie nur Solidarität demonstrieren sind sie dennoch etwas, was jeder von uns tun kann. Neben noch ein paar anderen Dingen, die ich auch HIER beschrieben habe und deren Dringlichkeit sich seitdem leider nicht geändert hat. Ganz und gar nicht. Und sie sind eben auch ein Signal an die Welt und an die Menschen, die letztendlich Entscheidungen treffen, auf die wir sonst keinen Einfluß haben.

Die HEIZUNG… haben wir  in unserem Haus im März 2°C herunter reguliert. Aktuell primär aus diesen Gründen. Aber wir haben auch etwas anderes auf den Weg gebracht, worüber wir jetzt schon ca. 2 Jahre nachdenken. Wir haben die ersten Schritte unternommen, unsere Heizung und das Warmwasser im Haus auf 100% erneuerbare Energien umzustellen. Wir möchten in Zukunft mit der Wärmepumpen-Technik völlig klimaneutral unser Zuhause beheizen. Denn, obwohl wir schon seit 18 Jahren 100%igen Oköstrom aus erneuerbaren Energien über Naturstrom {Werbung ohne Auftrag} beziehen, ist unser Gas zum Heizen leider nur zu einem Bruchteil Biogas. :(

Da wir reinen Ökostrom beziehen, wären wir nach dem Einbau eines Wärmepumpen-Systems komplett CO2-neutral energieversorgt. Das wird für uns eine ordentliche Investition. Aber wir packen das jetzt an, denn es wird auch mehr als nur ein Babyschritt für unssein. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Nicht nur wegen P^tins Gas, sondern vor allem auch für’s Klima.

Das ERSTE MAL STRANDPAULI – Was für ein Wetter im März! Es war zwar im Norden oft noch empfindlich kalt, aber der ständig blaue Himmel und der Sonnenschein waren dennoch Balsam für die Seele. gerade in dieser Zeit. So kam es, dass wir im letzten Monat schon zweimal im Strandpauli waren… immer noch eine unserer Lieblingslocations hier in Hamburg. Aufgrund der frösteligen Temperaturen dann  zwar mit mit frischer Pfefferminze in Form von heißem Tee anstatt im eisgekühlten Mojito. Aber was nicht ist, wird ja noch kommen. Wir haben die kurzen Ausflüge mit Blick auf die Elbe auf jeden Fall genossen. Und unser obligatorisches erstes März-Fischbrötchen von Brücke 10 auf den Landungsbrücken hatten wir auch.

DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comDIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comDas ENDE DES WINTERSCHLAFS… she is bäck! Unsere Wohndose ist zurück aus dem Winterquartier und steht nun wieder jederzeit startbereit bis Ende Oktober unterm heimischen Carport. Sie war nun für die letzten drei Monate in einer Scheune auf einem Bauernhof in der Nähe von Scharbeutz untergebracht. Und da das Wetter ja in der letzen Zeit mehr als glorios war, haben wir die Abholung natürlich mit einem Tag am Ostsee-Strand verbunden. An diesem Tag sind auch einige der Fotos in diesem Blogpost entstanden. Es war schön, mal wieder das Meer zu sehen. Und es ist auch schön, die Dose wieder da zu haben. Das macht die Vorfreude auf den ersten Wohnwagen-Trip fast greifbar.

Der RAUSRISS… das mit dem “jederzeit startbereit” der Wohndose stimmt allerdings nicht ganz. Zumindest für eine Weile nicht. Denn das Erste, was wir getan haben, ist, die Badezimmer-Einbauten in unserem Wohnwagen direkt herauszureißen. Eine Renovierung des Wohnwagen-Bads haben wir ja 2020 im Jahr 1 nicht geschafft und letztes Jahr waren wir irgendwie zu faul und zu unmotiviert. Aber jetzt will ich das endlich angehen. Es wird vermutlich so ähnlich werden, wie bei Katja & Tobias von @caravanleoni, denn die beiden haben exakt das gleiche Bad in ihrem Wohnwagen gehabt wie wir und haben ihre Renovierung schon hinter sich, die Glücklichen. Da werden wir uns ein bisschen etwas abgucken können, auch wenn der Look bei uns sehr viel bunter werden soll.

Wie lange diese oben genannte “Weile” dauert, werden wir sehen. Wir sind ja meistens nicht die schnellsten mit unseren Renovierungsarbeiten, wenn wir nicht direkt eine Urlaubsplanung im Nacken sitzen haben. Aber die Demontage war jetzt auch gut, um uns selbst ein bisschen Zeitdruck zu machen. Denn jetzt müssen wir das ganze Chaos es wieder in Ordnung bringen, wenn wir demnächst unsere erste Wohndosen-Tour machen wollen. Mein Ziel ist, dass ich euch im nächsten Monatsrückblick verkünden kann, dass wir mit dem Bad fertig sind. Mal sehen, ob ich das einhalten kann…

Und ein weiterer großer und letztendlich dann auch finaler Renovierungsschritt steht noch an. Ich möchte die Wohndose von außen lackiert haben, bevor wir in den Sommerurlaub nach Kroatien damit starten. Eine große Sache, gegen die ich mich auch ein bisschen ansehe… aber wenn nicht jetzt mal, wann dann? Das „innen hui und außen pfui“ gehört dann hoffentlich auch bald der Vergangenheit an.

DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.com DIE DINGE im März 2022 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.comDas GLOTZPROGRAMM … unsere Abendgestaltung an den meisten Tagen sieht im Moment so aus, dass wir {also in dem Fall Stephan und ich} Händchen haltend auf dem Sofa sitzen und This is us schauen. Begonnen haben wir die Serie {bei der mir mal wieder mit Jaaaahren Verspätung überhaupt eingestiegen sind} ja bereits im Januar und seitdem begleiten wir das Leben der Familie Pearson mit großer Anteilnahme. Inzwischen sind wir bei Staffel 5 angekommen und leider auch dort auch das Coronavirus im Storytelling. Was das Ganze manchmal noch ein bisschen schwermütiger macht, das gebe ich zu. Aber dennoch ist es so, dass mir die Familien-Geschichten einfach gut tun und mich immer irgendwie hoffnungsvoll stimmen. Vielleicht weil die Quintessenz der vielen Erzählstränge fast immer ist, dass man auch unschöne, unerwartete und traurige Dinge mit Liebe und und dem Versuch von gegenseitigem Verständnis bewältigen kann.

Außerdem hat das Kind uns überredet, den Oscar-Gewinner-Film DUNE gemeinsam als Familienkino zu schauen. Sie hatte ich bereits im Kino gesehen und war sehr angetan. Nicht nur wegen Timothée Chalamet, muss man sagen. Ich war ja ein bisschen skeptisch. Denn ich gestehe, dass ich mich bei der Verfilmung des Wüstenplanet-Stoffes von 1984 immer irgendwie zu Tode gelangweilt habe. Auch wenn die Version zu den Kultfilmen des Science Fiction Genres gehört. Dieses Mal war ich allerdings kein bisschen gelangweilt, sondern sehr überrascht, wie sehr mir die 2021-Adaption des Stoffes gefiel. Wer hätte das gedacht!? Und dass einer der Oscars ein weiteres Mal an den deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer für die Filmmusik gegangen ist, kann ich nur ganz laut beklatschen. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.

Apropos Überraschung… Ich habe mich hier ja schon mehrfach als ganz großen Fan der US-Netflix-Serie Queer Eye geoutet. Ich mag die amerikanischen Fab Five und ihre Life-Makeover-Show, weil sie soviel Herz hat. Mit einiger Skepsis habe ich die Ankündigung betrachtet, dass es dazu nun einen deutschen Ableger Queer Eye Germany geben sollte. Oft ist dass dann ein bisschen, wie gewollt und nicht gekonnt. Sorry, ich wasche mir meinen Mund gleich mit Kernseife aus für diese Bemerkung…. denn die deutschen Fab Five haben es geschafft nicht nur ein lauwarmer Aufguss des Originals zu sein. Ich war dann eben doch sehr positiv überrascht und hoffe, dass es bald eine zweite Staffel geben wird.

Denn als Mutter einer queeren Tochter berührt mich mich das Thema natürlich auch persönlich. Und ich finde, queere Menschen können gar nicht überall sichtbar genug sein, damit sich die Gesellschaft veraltete cis-heretro-normative Denkschubladen endlich mal ablegt. Denn das ist ungefähr so Steinzeit, wie das Männchen-Brustgetrommel von Friedrich Merz.

Übrigens habe ich heute morgen beim Aufräumen einem sehr hörenswerten Podcast auch zu eben jenem Thema gelauscht. LOU aka @louisadellert spricht in ihrer Episode #112 mit Aljosha Muttardi @aljosha, eben einem der deutschen Queer Eye Fab Five, über Queerfeindlichkeit und toxische Männlichkeit.

Die GOOD NEWS… auch den März möchte ich mit guten Nachrichten abschließen. Das sonnige und windige Wetter im März hat uns ein großes Plus an Ökostrom gebracht. Die Schadstoffbelastung der Nordsee hat in den letzten vier Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, aufgrund von gesetzlichen Verbote von Schadstoffen Wirkung zeigen. In die Tempolimit-Debatte kommt auch endlich wieder Fahrt. Traurig genug, dass erst ein Krieg dafür der Anlass sein muss, dass man sich einer sinnvollen Sache annähert, die überall in Europa ganz selbstverständlich ist, nur in Deutschland nicht. Ich wünsche mir sehr, dass wir da jetzt endlich mal zu Potte kommen und der FDP und allen, die als einzigen Grund haben, weiter Rasen zu wollen, den Vogel zeigen.

Das Sumatra-Nashorn, einer vom aussterben bedrohten Spezies, hat Nachwuchs bekommen. Die Zahl der Exemplare in einem indonesischen Schutzgebiet steigt damit auf acht. In Honduras werden in Zukunft keine Genehmigungen für neuen Rohstoffabbau mehr vergeben. Mexikos Regierung verbietet die Verwendung von Glyphosat und genetisch manipuliertem Mais – gegen den Widerstand der Industrie. Mögen wir Zauderer und mal eine Scheibe Entschlossenheit davon abschneiden.

Möglicherweise gibt es bald endlich {!!!} eine Verhütungs-Pille für den Mann. Forscher*innen aus den USA ist bei der Entwicklung ein Durchbruch gelungen und klinische Studien am Menschen sollen noch in diesem Jahr starten. Allein… wird Mann sie nehmen? Und kann sich Frau dann darauf verlassen? meine Ahnung? In Chile wurde außerdem die erste gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen. Yay!

 

Und während ich das hier heute Morgen getippt habe, fiel übrigens draußen Schnee… und meine Frühlingsträume müssen wohl noch ein bisschen warten. Ich wünsche euch einen schönen April und bleibt gesund!

... macht es hübsch! GrussLeser*innen-Info & Transparenz |  Dieser Blogpost rein redaktionell und höchst persönlich. Sämtliche Marken/Namensnennungen und Verlinkungen sind ein Leserservice und völlig unbeauftragt und in keiner Form vergütet.

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23 Comments

  • Reply
    Alexa
    2. April 2022 at 16:15

    Liebe Nic,
    möglicherweise habe ich jetzt ein Schleudertrauma vom Kopfnicken beim Lesen Deines rants. Sehr große Zustimmung von mir!!
    Und ich will ein fettes Danke für Deinen tollen Blog da lassen😘
    Dank Dir gibt es jetzt hier den weltbesten Ingwershot und die weltbesten Burger Buns.
    Herzliche Grüße in den ‚Süden‘ 😂
    Alexa

    • Reply
      AniLorak
      2. April 2022 at 23:58

      Hallo. Das kann ich so unterschreiben. Stimme auch zu und hätte es nicht treffender formulieren können. Danke

      • Reply
        Nic {luzia pimpinella}
        4. April 2022 at 12:32

        Liebe Alexa, ich hoffe, deinem Nacken geht es schon wieder besser, haha. ;) Danz lieben Dank auf jeden Fall für dein wertschätzendes Feedback. Das Freut mich sehr. Auch dir, @anilorak

  • Reply
    Andrea
    2. April 2022 at 16:58

    Habe den Monatsrückblick wie immer gerne gelesen, danke für wichtige Denkanstöße!

  • Reply
    Yvi
    2. April 2022 at 16:59

    !

  • Reply
    Tina Spohn
    2. April 2022 at 17:39

    Und da ist der Beitrag, wunderbar. Als “alte” ehemalige Bloggerin leidet man immer so mit, wenn einer anderen das passiert. Puh, geschafft.
    Ich unterschreibe übrigens mal wieder so ziemlich alles, was Du geschrieben hast. Übrigens habe ich weitere good news, auch wenn sie in einer besonders bescheidenen Situation kommen, dennoch entscheiden sie über Leben und Tod: Mein Mann hat so, wie es aussieht, keine Metastasen. Das bedeutet LEBEN. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie unfassbar diese Nachricht war, wir hatten so eine Angst. Jetzt kommt bald die Chemo, dann eine schwierige OP (Speiseröhre) und danach vielleicht noch eine Chemo. Aber hier im MVZ (am EVK Düsseldorf) sitzen Spitzenkräfte und sie haben Hoffnung für uns. Wenn das keine guten Nachrichten sind, oder?

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch und ganz besonders Oma,

    Tina

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      4. April 2022 at 12:36

      Ja, es ist schon beängstigend manchmal. Vor allem, wenn in so einem Blog 16 Jahre Arbeit und Herzblut stecken.

      Es freut mich zu hören, dass ihr im März so gute Nachrichten bekommen habt. Das war sicherlich WIRKLICH beängstigend und nun eine große Erleichterung. Ich wünsche ihm alles gute für die weitere Behandlung und drücke ganz fest die Daumen! ✊🏻

  • Reply
    Margit
    2. April 2022 at 18:00

    Hallo Nic,
    schön, dass Ihr das technische Problem so schnell lösen konntet! Tut mir leid, dass es dabei auch Deinen Post erwischt hat. Im Übrigen kann ich Dir zu 100 % zustimmen. Der Egoismus in unserem Land wird immer größer! Wir reißen uns auch jeden Monat den A… auf, damit wir einsatzfähig bleiben und alle Zahlungen pünktlich rausgehen können. Ich halte beim Mittagessen 3 Meter Abstand zu meinem Chef, damit wir nur ja nicht alle gleichzeitig krank werden. Andrerseits sehe ich, wie alle Party machen und sich natürlich ohne Masken in den Armen liegen. Ich könnte manchmal auch nur noch ko….! Corona ist nicht vorbei, wenn man es ignoriert!
    Wir heizen übrigens auch mit einer Wärmepumpe und dem Strom von Naturstrom. Wir wollen jetzt noch einen Schritt weiter gehen und einen Teil des Stromes durch Photovoltaik selbst erzeugen. Mal sehen, ob das klappt.
    Eine gute Zeit wünscht Dir
    Margit

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      4. April 2022 at 12:42

      Hallo Margit. Danke dir. War halt eine Menge extra Arbeit, aber gibt Schlimmeres.

      ich muss ganz ehrlich gestehen, ich verstehe auch die Menschen, die Party machen. Ich habe hier eine 20-jährige zu Hause, die seit über 2 Jahren quasi kein Leben hat. Was ich halt absolut nicht verstehe ist, warum jetzt die Markenpflicht im öffentlichen Raum fällt. Das einfachste aller Mittel für einen gewissen Schutz. Das ist ein Komnplettversagen der Coronapolitik.

      Kann ich dich mal was zur Wärmepumpe fragen. Wie empfindest du das Geräusch? Und stört es die Nachbarn?

      Photovoltaik funktioniert bei uns leider nicht. Das gibt die Dachfläche unseres kleinen Endreihenhauses mit Gaube nicht her. Eine solche Anlage wäre bei uns völlig unrentabel. Da hatten wir uns auch schon beraten lassen.

  • Reply
    Claudia
    2. April 2022 at 20:24

    Liebe Nic, vielen Dank für diesen Post – genau so und nicht anders!
    Ahoi, claudia

  • Reply
    Birgit
    2. April 2022 at 22:12

    Danke für die guten Worte, ich kann nur zustimmend nicken.

  • Reply
    Heike
    2. April 2022 at 22:51

    Liebe Nic,
    auch wir überlegen, wie wir auf Wärmepumpe umstellen können (sind zwar schon bei Strom und Gas bei Green Planet Energy, aber das reicht einfach nicht…) und ich würde mich sehr freuen, wenn Du uns diesbezüglich auf dem Laufenden halten würdest! Wir haben leider keine Fußbodenheizung, was das Ganze schon mal etwas komplizierter gestaltet. Und dann muss man ja erst mal Fachleute in der norddeutschen Pampa finden…
    E-Auto ist seit Januar zwar bestellt, aber seit dem Ukraine-Krieg steht der Liefertermin in den Sternen (Ostern 2023? Überhaupt noch 2023? Wer weiß…). Bin froh, dass wir wenigstens seit 2014 schon eine PV-Anlage haben…
    Liebe Grüße, Heike

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      4. April 2022 at 12:46

      Hallo Heike, wir haben auch keine Fußbodenheizung. Wir werden also einige Heizkörper gegen geeignetere austauschen. Wir sind da gerade in Beratung und bekommen wohl diese Woche ein konkretes Angebot.

      Ein E-Auto kommt halt bei und erst, wenn mein jetziges seinen Geist aufgibt. Soviel Geld haben wir im Moment nicht übrig. Die Heizungsanlage wird schon ein echter finanzieller Brocken.

      Aber ich fahre auch nur 1-2 mal die Woche kurze Strecken damit, weil ich ja im Homeoffice arbeite und mein Mann auch und deswegen seit 2 Jahren nicht mehr täglich nach Bremen pendelt. Das macht halt schon einen großen Unterschied zu früher.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      4. April 2022 at 12:47

      Eine PV Anlage macht bei unserem Haus leider keinen Sinn. (Schrieb ich auch oben bei Margit).

  • Reply
    Alexandra
    3. April 2022 at 1:27

    Vollste Zustimmung bezüglich der Maske! Man möchte brechen. (Zitat Severus Snape).
    Ich denke auch, dass wir spätestens im Herbst definitiv die Quittung dafür bekommen werden und dann ist das Gejammer wieder groß, weil konnt ja keiner ahnen und Corona ist doch vorbei. Ich werde jedenfalls nicht drauf verzichten eine Maske zu tragen. Soll ruhig jeder blöd gucken.

  • Reply
    Miriam
    3. April 2022 at 7:28

    Liebe Nic,

    wie schön, dass dein Blog und dein “die Dinge”-Post wieder online ist! Was für ein schöner / interessanter / ja, leider auch deprimierender Start in den Sonntag. Ganz viel Kopfgenicke!
    Liebe Grüße,
    Miriam

  • Reply
    lihabiboun
    5. April 2022 at 17:54

    Sehr verehrte Madame Pimpinella,

    darf ich fragen, woher diese irren Stiefel sind? Dieses Gelb …… Ihre Beiträge bringen Farbe und Nachdenken in den Alltag. Danke dafür!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      6. April 2022 at 10:36

      Klar, aber meine Antwort wird Ihnen vermutlich nicht weiterhelfen. Die Stiefel habe ich mir im letzten Herbst in einem Laden in Amsterdam gekauft. Sorry.

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