MY 2 CENTS

DIE DINGE im September… von Stornoschmerzen, Windflauten, Nestbauanfällen, Mimimi-Momenten & Pädagogikwüsten

DIE DINGE im September 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomIhr Lieben, ich nehme heute mal die wichtigsten GOOD NEWS vorweg… hey, wir haben es durch 75% von 2020 geschafft! Wenn das kein Grund zur Freude ist. Auch wenn ich mittlerweile glaube schlimmer geht noch immer… irgendwann werden wir 2020 hinter uns gelassen haben, die bitch! ;)

Bis dahin ist es mal wieder Zeit für meinen persönlichen Monatsrückblick, der ja auch irgendwie mein Corona-Tagebuch ist. Denn es ist die Kolumne über DIE DINGE, in der vor allem das echte Leben Platz hat und die Dinge, die den letzten Monat für mich und uns als Familie ausgemacht haben. Dinge, die mich beschäftigt, inspiriert, glücklich gemacht, berührt, amüsiert, oder auch bedrückt und nachdenklich gemacht haben. Ein bisschen habe ich das Gefühl, dass je länger dieses Jahr voranschreitet, desto mehr die Aufreger in meinem monatlichen Senf überwiegen. Aber ich kämpfe dagegen an…

DIE DINGE im September 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomDIE DINGE im September… von Stornoschmerzen, Windflauten, Nestbauanfällen & Pädagogikwüsten

Der GEBURTSTAG DES HASEN  – wird im September traditionell mit einer großen Grillparty und vielen Freunden gefeiert. Nicht so in dieses Mal natürlich. Dafür, dass Stephans Herz immer sehr an seiner Geburtstagssause hängt, hat er sich wacker gehalten, denn das war für ihn eine große Enttäuschung. Ein bisschen gefeiert haben wir trotzdem. Zusammen mit Stephans Eltern, mit einer Terassentisch-Länge Abstand, ein bisschen grillen und viel Lachen. Ein schöner Nachmittag und Abend war das und wir haben ihn sehr genossen. Man muss sich einfach an dem erfreuen, was man hat. Und nicht soviel um das trauern, das man nicht hat. Doch genau das fiel uns im September besonders schwer. Das muss ich eben auch gestehen. Alles andere wäre schlichtweg gelogen.

Die AUSZEITEN – waren kleine aber feine und taten unendlich gut. Ich sagte ja neulich schon… es ist wunderbar, was unsere Wohndose plötzlich für kleine Freiheiten in so einem Jahr wie 2020mit sich bringt. Und wir werden diese kleinen Freiheiten noch ein paar Wochen nutzen, bis unser Wohnwagen dann in den Winterschlaf ins Trockene geschickt wird.

Vorletztes Wochenende waren wir beim schönstem Spätsommerwetter auf der Ostseeinsel Fehmarn. Stephan wollte endlich seinen lang geplanten Kite-Surf Kurs beginnen. Doch mit dem Sonnenschein kam auch die totale Flaute. Das war dann schon ein bisschen schade, denn er hatte sich schon so lange darauf gefreut. Aber natürlich hatten wir dennoch ein paar schöne Tage am Meer. Wir trafen sogar Fee @feemail und ihre kleine Familie für wunderbaren Grillabend und den kitschigsten Sonnenuntergang auf spiegelglatter See ever.

Dieses Wochenende versuchen wir es nochmal mit Fehmarn und dem Kite-Surfen. Ob das geklappt hat, könnt ihr sicherlich in meinen kommenden Insta-Stories sehen. Oder spätestens in meinem Monatsrückblick für den Oktober lesen. ;)

Der MIMIMI-MOMENT – war plötzlich da, während einem unserer kleinen Trips an die Ostsee . Mitten am  Strand fand das kleine und charmante „Weite Welt“ Kulturfestival statt, mit Kunst, Musik und Foodtrucks. Und während wir da an mehreren Abenden in Liegestühlen saßen, mit den Füßen im Sand und gebührendem Abstand der Leute, da war da plötzlich der Moment, wo ich ein Tränchen verdrücken musste und eine dicke Wollsocke im Hals hatte. Auf der Bühne spielte an diesem Abend die @niteclubband  mit ihrer charismatischen Sängerin Sandy Edwards. Ich merkte schlagartig, wie sehr mir Corona auf den Sack geht und auf’s Gemüt. Wie sehr ich menschliches Zusammensein jenseits meiner kleinen Familie vermisse, Begegnungen ganz ohne Abstand, Kunst und Kultur, Kino, Parties. Und dann waren da Menschen, die trotzdem ihr bestes unter diesen Umständen geben, uns diesen Scheiß für einen Moment vergessen zu machen. Ich war sehr dankbar dafür und froh, dass ich ein Ass im Sitztanzen bin, denn Aufstehen und Tanzen war gegen die Hygieneregeln.

Doch trotz des Frusts und der Sehnsucht nach besseren Zeiten und wieder mehr Freiheit, trage ich eine Maske, wenn ich mal unter Menschen gehe. Ich vermeide unnötige Begegnungen und schränke mich persönlich sehr stark ein. Es sind eben noch keine anderen Zeiten als im März, es scheint nur so. Und wie schnell eine flache Kurve auch wieder ansteigen kann, sehen wir ja leider nun. Also durchhalten!

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Das SCHULJAHR –  hat für Luzie ja gerade mal vor einem Monat begonnen. Es ist ihr letztes und es ist schon jetzt eine Katastrophe! Wenn ich zu Beginn der Coronakrise noch Mitleid mit dem 2020er Abijahrgang hatte, der unter diesen Umständen seine Prüfungen schreiben musste… und ich auch noch froh war, dass mein Kind erst im kommenden Jahr dran ist… dann muss ich jetzt bitter lachen über meine Einfältigkeit.

Ich gehörte niemals zu den Eltern, die sich ständig über die Schule, über Organisation oder gar Lehrer*innen aufgeregt hätten. Bei Elternabenden habe ich über die ganzen Püpse, die manche Eltern ständig quer hatten, meistens mit den Augen gerollt. „Das Leben ist kein Ponyhof“ war da eher meine Devise und man kann uns sollte auch nicht jedes bisschen Unbehagen von seinen Kids fernhalten. Aber was wir jedoch gerade erleben, macht mich stocksauer! Das Hygienekonzept an der Schule halte ich für einen Witz. Auf dem Fluren wird Maske getragen, aber in den ständig wechselnden Kursen des Abijahrgangs sitzen immer unterschiedliche Schüler dicht gepackt. Natürlich ohne Maske. Muss man das verstehen? So ein Blödsinn wie Sport muss natürlich nach wie vor auch während einer Pandemie unterrichtet werden. Jetzt ist Mannschaftssport dran – hurra, Volleyball! What?

Ein Drittel aller Schulstunden ist bisher ausgefallen. Aus diversen Gründen. Seit 10 Tagen ist der ganze Jahrgang in Quarantäne zu Hause. Es muss sicher nicht erwähnt werden, dass ständig Jahrgänge reihum wegen diverser Infektionsfälle zu Hause bleiben müssen, oder? Und obwohl unsere Schule digital durchaus gut aufgestellt ist, wird Digitalunterricht eigentlich immer nur kurzfristig anberaumt, um die Schüler mal eben mit einem Berg an Aufgaben zuzuballern. Fast von jedem*jeder Lehrer*in gern in einer Menge, als wäre sein*ihr Fach das einzige! Und dann wird weitgehend nichts mehr von der Lehrkraft gehört und gesehen. Bis zur Deadline der Referate, Ersatzleistungen, Aufsätze etc. natürlich. Und wenn die Kids, die selbst am Wochenende nur noch an Schulaufgaben sitzen, aus lauter Zeitnot etwas nicht schaffen, wird ihnen vielfach unterstellt, sie wären faul. Schließlich hängen sie ja zu Hause nur rum.

Das wäre alles schon zum Kotzen genug. Aber was ich fast noch schlimmer finde, ist, dass ich bisher nicht einmal das Gefühl gehabt habe, dass den Schüler*innen unter diesem haarsträubenden Umständen mal etwas Empathie entgegen gebracht wird. Friss oder stirb ist die Devise. Und das möglichst allein. Dass Lehrer*innen mal auf die Idee kommen, ihre Schüler*innen  zu fragen, wie es ihnen mental eigentlich geht, während so einer globalen Krise. Sie nach ihren Ängsten und Sorgen fragen, besonders in Hinsicht auf ihre bevorstehenden Abiturprüfungen… Fehlanzeige. Herzlich Willkommen in der Pädagogikwüste, in der ein*e Schüler*in selbst im Ausnahmezustand vor allem eins soll: mit möglichst wenig Zutun funktionieren! Super.

Das STORNO – tat dieses mal besonders weh. Es war ja nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass wir – wie so viele andere Leute auch – Reisepläne canceln mussten. Im März war es eine mehrwöchige Nord-Vietnam Rundreise. Und jetzt haben wir offiziell storniert, worauf ich mich schon seit vielen Jahren gefreut hatte. Meinen 50sten Geburtstag in meiner Lieblingsstadt New York zu verbringen stand schon so lange auf der Agenda. Ein wirklich cooles Loft in Brooklyn für uns und unsere besten Freunde war schon seit letztem Sommer gebucht. Ja, ich haben natürlich schon lange gewusst, dass das vermutlich alles nichts wird, in diesem Jahr. Trotzdem war ich sehr sehr traurig, als es soweit war.

Nachdem wir diese Pläne und Wünsche für meinen runden Geburtstag einstampfen mussten, hatte ich mir etwas anderes überlegt. Ich hatte ein kleines, hübsches Häuschen im holländischen Alkmaar gebucht. Für uns Drei. Keine Woche später kam dann jetzt die Reisewarnung für die Region Noord-Holland. Man könnte ja meinen, mittlerweile hätte ich Übung in „Stornoschmerz“. Nein, habe ich leider nicht. Wie ich jetzt meinen Geburtstag verbringen werde? Ich weiß es nicht. Wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich ihn am liebsten einfach überspringen. Und das nicht, weil mich die Zahl irgendwie stören würde. Sondern einfach, weil mich die Umstände einfach wahnsinnig nerven. Denn eigentlich ist die 50 für mich ein Grund zum Feiern. Eigentlich.

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Der HERBSTNESTBAU – geht wieder los. Naja, nachdem die Wohndosen-Renovierung für dieses Jahr erst einmal abgeschlossen ist, müssen ja auch neue Projekte her, nicht wahr? Schon lange nerven mich die Bodenfliesen in unserem Haus, weil man gnadenlos jeden Krümel und jedes Haar darauf sieht. Wirklich jeden Pups! Selbst wenn man 10 Minuten zuvor gerade erst gesaugt hat. Damit ist jetzt Schluss. Und wer jetzt denkt, dass das eine große Veränderung ist…. die Entscheidung fiel eigentlich aufgrund einer viel größeren, die auch unsere Zukunft betrifft. Und die es ohne Corona vermutlich so nicht gegeben hätte. Aber davon erzähle ich euch dann aber demnächst mal.

Der BOY & GIRL CRUSH – Was für eine Freude, als im September endlich die neue Staffeln von Ru Pauls Drag Race auf Netflix online ging. Zeit für Luzie-Mama Bingewatching-Abende. Okay, die Staffel gehörte jetzt nicht unbedingt zu den besten. Und das lag nicht daran, dass das Finale per Videochat aus dem Wohnzimmern der Queens natürlich auch etwas Trauriges hatte. Aber darüber wollte ich jetzt gar nicht schreiben…. können wir stattdessen bitte darüber sprechen, was für ein handsome guy Jeff Goldblum {Gastjuror in der einen Folge} ist? Hach… der Hase mag jetzt weghören.

Mein aktueller Girl Crush ist Sarah Paulson in ihrer Rolle als Ratched in der gleichnamigen Netflix-Serie. Sie soll die Vorgeschichte der fiesen Oberschwester Mildred Ratched aus dem Film-Klassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ erzählen. Wenn man dies überhaupt nicht erkennt oder den Klassiker von Miloš Forman gar nicht kennt, tut das tatsächlich nichts zur Sache. Als Fan von Regisseur Ryan Murphy und der Ästhetik, die ich auch schon in seiner Produktion „Hollywood“ geliebt habe {siehe auch meine DIE DINGE im Mai Post}, bin ich erneut schwer begeistert. Und froh, dass Staffel 2 schon geplant ist. Was ist eure Lieblingsserie zur Zeit? Ich nehme gerne Tipps an.

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Das ZITAT – kommt aus traurigem Anlass in diesem Monat von der just verstorbenen Ikone Ruth Bader Ginsburg: „Women belong in all places where decisions are being made. It shouldn’t be that women are the exception.“ Ich glaube tatsächlich, dass die Welt mit mehr Frauen in den Führungsrollen eine bessere wäre. Dazu braucht es als Beweis nicht einmal so etwas Unwürdiges, wie diese toxisch-männliche Shitshow von gestern. Oder den Fakt, dass Länder mit Frauen als Regierungsoberhaupt weltweit bisher am besten durch die Coronakrise gekommen sind. Ich wünsche mir mehr Frauen an der Macht. Viel mehr! Und ich werde das bei den nächsten Wahlen, die ich mitbestimmen darf, berücksichtigen.

Wir können und wollen vielleicht nicht alle Speerspitze des Feminismus sein. Ist okay. Aber ich würde mir wünschen, dass Frauen begreifen, dass sie leider oft ein Teil des Problems sind und somit auch der Tatsache, dass es immer noch kleine Gleichberechtigung gibt. Ich war diesen Monat wieder einmal erschüttert, wie viel „internalisierte Mysogynie“ es unter Frauen gibt – ganz besonders in den Kommentarspalten von Instagram. Und ich habe viel darüber von meiner eigenen Tochter gelernt, die bei diesem Thema schon sehr viel weiter ist, als ich alte Frau. Ich möchte euch deswegen noch einen kleinen Lesetipp ans Herz legen… „Internalized Misogyny“ Unsere innere Frauenhasserin. Wer erkennt sich teilweise wieder? ;)

Die GOOD NEWS – konnte man in diesem Monat wirklich wie die Stecknadel im Heuhaufen suchen, zwischen all den schlechten Nachrichten weltweit, die einem mittlerweile wie eine schlechte Reality Show vorkommen, von der man den Aus-Knopf sucht :(. Dennoch möchte ich einige erwähnen, seinen sie auch gefühlt noch so klein. Denn ohne auch ein wenig Gutes würde man echt durchdrehen. In Deutschland wird Einwegplastik verboten. Einweg-Plastikartikel wie Gabeln, Luftballon-Stäbe, Wattestäbchen, Strohhalme oder Styropor-Verpackungen für Takeaway Essen werden bald der Vergangenheit angehören. Natürlich ist das ein „piss in the ocean“ und es müssen drastischere Maßnahmen folgen. Aber es ist ein Schritt auf dem noch langen Weg gegen die Plastikflut. Gegen die könnte man in Zukunft vielleicht auch besser vorgehen, denn Wissenschaftler haben Bakterien mit Enzymen entdeckt, die schnell Kunststoff abbauen können. Das Konzept von „Infarming“ könnte in Zukunft zu einem nachhaltigeren Lebensmittelsystem beitragen. Und Airbus forciert die Entwicklung von emmissionsfreien Flugzeugen.

Ihr Lieben, das war mal wieder mein Senf des Monats. Und was war bei euch im September so los?

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

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16 Comments

  • Reply
    Eva
    30. September 2020 at 18:34

    Liebe Nic, es tut mir wahnsinnig leid, dass dein New York Geburtstag nicht stattfinden kann (das hat sich so cool angehört) und jetzt auch noch eure kleine Familienfeierei in Holland ausfallen muss 😥. Fühle dich gedrückt, von Oktoberkind zu Oktoberkind 😘 irgendwann wird es wieder besser, davon bin ich überzeugt. 🍀 Eva

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:46

      Danke Eva. Sind ja eher Luxusprobleme, aber traurig bin ich eben trotzdem. :(

      Ich hoffe, du kannst deinen Geburtstag im Oktober möglichst schön feiern!

  • Reply
    Katja
    30. September 2020 at 20:03

    Hallo Nic,
    ja-da hast du mir in vielen Punkten aus der Seele gesprochen. Ich hadere gerade auch sehr mit Corona und habe oft Mimimi-Momente. Und es nervt mich, dass ich so unzufrieden bin, da es mir persönlich in der blöden Situation eigentlich recht gut geht und ich mich nicht beschweren darf.
    Zum Thema Sportunterricht und Masken im Unterricht: ich bin Lehrerin (u.a. auch Sport) an einem Gymnasium in NRW und dort hatten wir zu Beginn des Schuljahres Maskenpflicht in allen Teilen des Schulgebäudes – also auch im Unterricht. Das habe ich sehr begrüßt. Leider wurde die Maskenpflicht dann ab September gelockert und es bleibt uns als Schule nur, an alle Schüler*innen zu appellieren, auch im Unterricht Masken zu tragen – leider machen es die wenigsten Klassen. Ich trage auch während des Unterrichts konsequent eine Maske und weise meine Schüler*innen gerade stets darauf hin, dass sie bitte ihre Maske anziehen müssen, wenn sie im Klassenzimmer Fragen haben und ich zu ihnen kommen soll-vielleicht hilft es ja.
    Sportunterricht ist ein ganz heikles Thema: da hätte ich mir vom Ministerium eine klare Ansage gewünscht-die ist natürlich ausgeblieben. Nur irgendwelche Phrasen und „in der Regel sollte…“
    Ja-somit müssen wir uns alle leider irgendwie durchkämpfen und es tut mir für deine Tochter echt sehr leid, dass das Lernen auf Distanz nur so suboptimal läuft. Etwas mehr Empathie wäre da wirklich angesagt.
    Alles Gute für euch liebe Grüße
    von Katja

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:45

      Hallo Katja! Mich nervt es oft auch selbst, dass ich so unzufrieden bin. Andererseits ist es vielleicht auch vermessen zu glauben, dass man immer alles prima wegstecken kann. Ich finde, jeder hat das Recht, sich einfach in der Situation auch traurig oder genervt zu fühlen. Es ist ja kein Wettbewerb, wem es „am Schlechtesten“ geht. Dieser dauerhafte Ausnahmezustand zerrt jedem an der Psyche.

      Ich wünsche dir alles Gute für die kommende Zeit. Und danke für deine Sichtweise.

  • Reply
    Astridka
    30. September 2020 at 23:16

    Danke fürs Anteilnehmenlassen 😳 an eurem September, ich fand das sehr aufschlussreich, berührend, empörend, ach einfach gut & menschlich, was einem fehlt, wenn man als Multiriskopaar nunmehr seit mehr als einem halben Jahr zu Hause hockt. Und nun auch noch echte Opfer des Virus im Freundeskreis. – In deinen Ärger über die Schulsituation kann ich mich sofort einklinken als pensionierte Lehrerin. Diese Respektlosigkeit gegenüber jungen Menschen stinkt mir schon länger als Corona. Nicht nach Nordholland zu können würde mir auch zu schaffen machen. Aber vielleicht bringt es die unmittelbare Umgebung noch mal?
    Mit den besten Wünschen für euch alle!
    Astrid

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:41

      Danke für deine guten Wünsche, Astrid.

      „Diese Respektlosigkeit gegenüber jungen Menschen stinkt mir schon länger als Corona.“
      Ja in der Tat. Das liegt nicht nur an Corona, sondern auch viel daran, dass da manchen Lehrkräften offensichtlich generell der Idealismus und die Empathie fehlt, die diesem Beruf gut zu Gesicht stehen würde. :/

  • Reply
    AniLorak
    3. Oktober 2020 at 11:00

    Hi, ja – ich bin dankbar für den Sommer, aber jetzt stehen 2 Wochen Herbstferien an und es ist mehr als schwierig. Mein Mann wollte auch nach New York, der 50. am 7.4.70 fiel komplett ins Wasser. Begin of Corona und einfach nur Rückzug. Hier in NRW am Gymnasium der Kinder (6, Klasse und Q1) tragen die Schüler in den Klassen freiwillig Masken, aber ja es gibt wenige, die es nicht tun wollen. Schwierig das Ganze. Ja – von den Lehrern meiner Tochter (2 sind es – 1 Anruf in der Coronazeit und da war ich im Büro und mein Kind nicht da – 1 Sozialkontakt bestand), nie wieder was gehört. Echt traurig. In Kroatien haben sie das alte Schulfernsehen aktiviert und dort einige Themen behandelt, so dass auch ohne Computer was gelernt werden kann…. In Deutschland echt mau, bei uns mau. Traurig. Mein MAnn und ich sind beruflich nicht eingeschränkt durch Corona, im GEgenteil meine 30 Stunden gingen ins Vielfache in den Monaten bis zu den Sommerferien im Juli 2020. JA – anstrengend. Ich bin dankbar, dass wir Garten haben und hoffe, dass der Lockdown in den Schulen erst spät kommt. Mit Holland kann ich es nachvollziehen, wohnen in Moers und haben 30 km bis zur Grenze. Bretagne fiel vor knapp 2 Wochen der Reisewarnung zum Opfer und kurz waren wir versucht nach Kroatien in den Ferien zu reisen, keine Reisewarnung, Haus meiner Eltern…. aber es sind halt doch 1.200 km und wir waren Ende Juli 2020 dort. Luxusprobleme – ja – aber ich will Freunde auch mal drücken und nicht verklemmt, die Arme an den Körper drücken, um nicht in Versuchung zu geraten, diese zu drücken, die Hand zu geben. Mir fehlen Kino, das Spontane, die Kultur. JA – dieses ich habe Geburtstag, wer kommt, der kommt… Versuchen wir nicht zu verzweifeln.
    Designated Survivor und Unorthodox kann ich empfehlen. Gilmore Girles schaue ich gerade mit meiner 11jährigen… Lustig. Hach, was ist es schön, eine Tochter zu haben.

    So und jetzt suche ich nach Deinem Artikel zum Harz, vielleicht kommen wir dort in einer Lodge unter.#
    Lieben DAnk für Deinen Blog, Deine Stories!

    Alles Liebe Karolina

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:38

      Hallo Karolina, ich kann das alles so gut nachvollziehen. Und ich finde, man darf auch über Luxusprobleme mal genervt sein und jammern.

      In der Berwaldlodge wird es wohl nichts geben… da hatte ich auch schon geguckt. Haha.;) Sehr schade, das wäre für uns auch eine Alternative gewesen.

  • Reply
    soeoetedeern
    3. Oktober 2020 at 15:34

    Liebe Nic, ich kann dir so sehr nachempfinden wie traurig du bist, wegen deinem 50. Geburtstag. Mir geht es genauso, seit Jahren freue ich mich auf eine große Silvesterparty um mit Familie und Freunden in meinen 50.Geburtstag zu feiern…. Tja , dass fällt auch leider aus und auch wenn ich bisher alles was uns Corona abverlangt hat, ohne großes Murren mitgemacht und akzeptiert habe. Das kotzt mich richtig an . Ja und auch ich habe keine Alternative und weiß tatsächlich nicht, wie ich mich feiern lasse. Ich sag mir ständig, da muss ich jetzt durch, nützt ja nix…. hilft meiner Gemütsverfassung auch nicht weiter. Ich hoffe, du findest noch eine tolle Idee für deinen Geburtstag. Ich hoffe, ich finde diese auch noch. Liebe Grüße Kathrin

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:36

      Ach, das ist doch auch Mist, Kathrin. Das tut mir auch leid für dich.

      Ich versuche ja auch immer, es zu nehmen, wie es kommt. Aber manchmal hat man dann doch einfach die Schnauze voll und mir ist zum Heulen zumute.

      ich drücke dich auch und hoffe, du findest auch eine Idee für dich.

  • Reply
    Heike
    4. Oktober 2020 at 10:32

    Liebe Nic,
    Ich mag „Die Dinge“ sehr gern, und eben ist mir klar geworden, dass du das ja gar nicht erfährst, weil ich es nie schreibe. So, jetzt aber!
    Gerade diesen Monat kann ich es dir in vielem so gut nachfühlen! Meistens läuft es ja irgendwie ganz gut, aber plötzlich holt es mich dann ein, und ich denke: „Sch…., das hatte ich mir alles so nicht vorgestellt!“
    Ich wünsche dir einen tollen Geburtstag, trotz allem. Und weiter viel Spaß mit der Wohndose. Wir düsen am Dienstag nochmal mit dem Camper los. Ich werde winken, wenn wir an „Boring Bookwood“ vorbeirollen!
    Alles Liebe, Heike

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:32

      ♥️ Wie lieb von dir, Heike!

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dem Camper unterwegs. Macht es euch so schön wie möglich. :)

  • Reply
    Kerstin
    5. Oktober 2020 at 16:22

    Hai, ja die liebe 50…. bei mir war’s im August ne ausgefallene Sommerparty und Afrika….jetzt hoffe ich auf meinen 51. 😍
    Anstatt gab’s mit sehr guten Freunden Pizza aufm Balkon mit Abstand….so im nachhinein total schön 😉

    Hach und wozu so ne Wohndose und kleine Fluchten gut ist…..
    Danke fürs teilhaben…..

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 12:30

      Es tut mir leid, dass deine Pläne auch den Bach runter sind. Aber deine Alternative hört sich nett an.

      Mal sehen was wir machen.

      Aber auf jeden Fall gibt es zum 51sten dann eine Sause…. falls es wieder möglich ist. Weiß man ja jetzt leider auch noch nicht. :/

  • Reply
    Sabine
    7. Oktober 2020 at 15:48

    Lange habe ich überlegt, ob ich hier zum leidigen Thema Schule, Digitalisierung und Homeschooling etwas schreibe.
    Mein Sohn und meine Schwiegertochter sind beide Lehrer an einem Gymnasium in Baden-Württemberg (er: BWL und Informatik; sie: Deutsch und Englisch). Ich habe also auch die andere Seite inklusive Abi-Vorbereitung immer wieder mitbekommen. Mein Sohn ist dank seiner Fachrichtung für die komplette Digitalisierung und Online-Unterricht an seiner Schule zuständig. Schade dass es an der Schule Ihrer Tochter nicht gut läuft, aber es gibt auch Schüler die während der kompletten Zeit des Lock-Downs nicht erreichbar waren oder mal eine Mail geschrieben haben, dass sie sich „nicht einloggen“ können und man nachvollziehen konnten, dass sie es nicht einmal versucht hatten. Es gibt sicher ältere Lehrer, die sich sehr schwer taten, aber viele sind auch hier lernfähig.
    Auch Lehrer haben Angst Corona zu bekommen, sind aber auch von einigen Schülern umgeben, die das ganze nicht so ernst nehmen und die gerne ausführlich über Sinn und Zweck einer Maske diskutieren.
    Nichts für ungut, es gibt immer mehrere Seiten zu betrachten.
    Viele Grüße Sabine

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      8. Oktober 2020 at 10:41

      Hallo Sabine, die Digitalisierung unser Schule, ist wie gesagt überdurchschnittlich. Das ändert aber in unserem Fall leider nichts daran, dass digitaler Unterricht trotzdem trotzdem eher mangelhaft erfolgt. Ich kann nur sagen, dass hier wenig {fachliches & menschliches} Engagement seitens der meisten Lehrer an den Tag gelegt wird und das ist eben traurig und auch ein Armutszeugnis für die Pädagogik. Denn es ist ja nicht so, dass die Situation überraschend ist. Man hatte gerade zusätzliche 6 Wochen Ferien, um sich darauf vorzubereiten.

      Ich glaube natürlich gerne, dass es Schüler gibt, die während der Lockdown-Zeit nicht erreichbar waren. Aber was sagt das über die Mehrheit aus, die es sehr wohl war? Doch eigentlich nichts. ;) Da bitte ich umgekehrt um Verständnis, dass bei meinem persönlichen Blickwinkel mir die Sichtweise meiner Tochter natürlich näher ist. Denn im Zweifelsfall ist es ihr Abi, dass unter dieser Ausnahmesituation leidet, die eben in unserem Fall sehr viel besser gehändelt werden könnte.

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