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Genug des Guten!

Klingt vielleicht seltsam… oder zumidest total verschnuckt… aber jetzt ist es für mich genug.
Genug tolle Auflüge, genug liebe Besuche, genug Ferien (vor allem Kiga-Ferien ;o), genug Ausnahmezustand! Ich brauche jetzt so langsam mal meinen Alltag zurück, meine gute alte Tretmühle. Ich komme mir selbst dabei etwas undankbar vor, und trotzdem…
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Die letzten Wochen waren wunderbar spannend und ereignisreich, doch jetzt habe ich das Bedürfnis, mich endlich mal wieder um ganz normale Banalitäten zu kümmern, die erledigen sich nämlich leider nicht von allein. Berge von Bügelwäsche starren mich jeden Tag an, die Wohnung wurde seit Wochen nur oberflächlich vom Chaos befreit, im Garten sprießt das Unkraut… die Liste scheint mir unendlich! :o/
Am schlimmsten für mich: die Auftragszettel in meinem Nähzimmer hängen in Reih und Glied… und hängen… und hängen… und hängen… und ich hänge gnadenlos hinterher! Manchmal komme ich mir schon vor, wie ein hypnotisiertes Kaninchen – paralysiert und unfähig, einen Anfang zu finden. Höchste Zeit für eine offizielle Entschuldigung an alle, die da bereits warten: Nadine, Antje, Simone, Petra…
Genau so schlimm: ich habe noch kein einziges Herbst-Modell angefangen. Von vielen Seiten kommen die Fragen „Was gibt es bei Dir denn so für Herbst und Winter?“. Keine Ahnung, muss ich antworten. Ich komme mir diese Tage schreckllich unorganisiert vor! :o(
Na gut, es ist mein erstes Jahr im Geschäft. Im nächsten Jahr wird alles anders (huch, ist schon Neujahr?), ich werde offiziell 6 Wochen Sommerpause ankündigen und in dieser Zeit auch keine Aufträge annehmen. Klingt gut für mich, dann kann ich nähen oder auch nicht, und mich vielleicht schon mal rechtzeitig um den Entwurf von Herbst- und Winter-Schätzchen kümmern, ganz ohne Druck.
Oben im Bild seht Ihr übrigens eine Idee, die schon seit Wochen hier herumliegt… ein Herbst-Rock für MICH (man höre und staune!). Doch eigentlich kenne ich jetzt schon die Geschichte des Rockes. Er wird sich immer wieder brav hinten an stellen, so lange bis der Frühlings da ist, und das wird dann wohl das Ende sein. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie es mit dem armen Rock weitergeht…
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Am Dienstag geht der Kindergarten wieder los, der Countdown bis zur Normalität läuft also bereits. So sehr ich die Zeit mit Luzie auch genossen habe, merke ich, dass sie einfach nicht ausgelastet ist. Sie langweilt sich mittlerweile doch arg mit mir, und ich bin nicht mehr bereit, den Non-Stop-Entertainer zu geben. Ich glaube, wir freuen uns beide auf ein bisschen Alltag!!!
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Liebe Grüße! Nic
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P.S. nochmal zu meinem Post von gestern… Vielen Dank für Eure netten Kommentare! Ein bisschen berührt hat mich der Kommentar von Steffi, die sich mit Hamburg nicht so recht anfreunden kann. Es ist nicht besonders schön, wenn das Herz nicht dort wohnt, wo man selbst wohnt… Vor Jahren haben Stephan und ich einige Zeit im Nürnberg gelebt. Obwohl ich Nürnberg als Stadt sogar sehr mochte, war ich immer beruhigt zu wissen, dass wir dort nicht für immer bleiben würden. Wir hatten kaum „Anschluss“, auch ich empfand es so, dass man als „Nordlicht“ von den Franken (die Franken mögen mir verzeihen…) ziemlich stoffelig ignoriert wurde. Die Hamburger hingegen haben ich immer als sehr offen und herzlich empfunden, aber vielleicht bin ich da voreingenommen, denn ich bin ja mit einem Hamburger verheiratet… Steffi, halt die Ohren steif! Es gibt wirklich nette Leute hier!!! ;o)

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6 Comments

  • Reply
    Sabine
    18. August 2006 at 21:42

    Ja, Ferien kann man auch nur so richtig geniessen, weil es die Abwechslung zum Alltag gibt.
    Nach 6 Wochen fühle ich mich auch wieder gewappnet für die tägliche Tretmühle – und freue mich dann schon wieder riesig auf die Herbstferien…. ;-)

  • Reply
    Froschprinzessin
    19. August 2006 at 9:57

    Ich habe gestern dienen Beitrag wegegklickt als ich Hamburg gesehen habe ;) – weil ich Hamburg wie Steffi auch nicht wirklich ins Herz schließen kann…
    Gewohnt habe ich dort nie, und kenne HH nur über längere Besuche, da eine Freundin dort vor 8 Jahre hingezogen ist. Hamburg ist schön, hat viel zu bieten, aber die Leute kamen mir sehr… ignorant und „blind“ und viel zu extrem um aufzufallen wollen (davon gabs viele)- was sie nicht sehen oder hören wollten, wurde übersehen. Was mich richtig gestört hat, dass man dort kaum Kinder sieht, die meisten Spielplätze wahren riesig, aber kaum besucht.
    Jedesmal war ich froh wieder im Pott zu sein und auch wenn ich eher in einer Ministadt mit nicht so tollem Flair lebe, so haben wir doch erreichbar in 30 Minuten mindestens genausoviel Flair, Kultur, Erlebnis als HH, dafür sind die Leute gemäßigter, vielleicht auch langweiliger ;), aber hier ist meine Heimat ;)

    Nein ich wollte nichts werten nur mal eben erzählen, weil ich dann doch noch grade alles gelesen habe ;)

    Maddis

  • Reply
    Anonymous
    19. August 2006 at 10:14

    Hallo Nic!
    Erstmal recht herzlich Dank für deinen netten „Mut-mach-Kommentar“ wegen meiner „Hamburger-Anpass-und Kontakt-Schwierigkeiten“.Hat michecht gefreut.

    Ich muß auch sagen,daß selbst 80 % meiner Arbeitskollegen Zugezogene sind und die echten Hamburger in der Minderheit.

    Vielen Dank auch für den zustimmenden Beitrag von der „froschprinzessin“.Und Nic….ich gucke sehr oft in deinen Blog,der ist so toll gestaltet und informativ….Weiter so. :O)

    LG Steffi

  • Reply
    Anonymous
    19. August 2006 at 10:47

    So öde der Alltag auch sein kann – er hat auch sein Gutes. Und wenn es den schnöden Alltag nicht gäbe, wären die tollen Ausflüge etc. ja gar nichts außergewöhnliches mehr.
    Ich lese gerne in Deinem Blog und Du hast mir Hamburg (mal zum angucken) schmackhaft gemacht :-)
    Allerdings denke ich ist es überall nicht leicht zu den Alteingesessenen Kontakt zu bekommen, die Mentalitäten sind doch teilweise sehr unterschiedlich. Aber mal zum angucken fände ich Hamburg – wie gesagt – schon mal sehr interessant.

    Liebe Grüsse aus dem schönen Franken
    Keksi

  • Reply
    KaeptnStupsnase
    19. August 2006 at 19:32

    Liebe Nic,

    schieb mich ruhig nochmal auf die Seite und nähe bitte zuerst diesen wunderbaren Rock!!! Ich habe mir den Schnitt auch sofort nach Smilas tollem Rock ausgedruckt, aneinandergeklebt und…und weiter bin ich bisher leider noch nicht gekommen…also ich kann nur sagen, so ein kleiner Motivationsschub wäre für mich Gold wert…alles andere kann warten ;o)))

    LG Simone

  • Reply
    Christine
    20. August 2006 at 20:57

    Liebe Nic,

    ich mag Deinen Blog seeeehr und gucke alle paar Tage bei Dir rein :O)

    Ich bin Nürnbergerin mit Wohnsitz in NRW und muß zugeben das ich mich hier zwar eigentlich sehr wohl fühle, aber mich mit so manchen Dingen einfach nicht anfreunden kann. Zum shoppen fahre ich z.B. immer noch – wenn möglich – nach Nürnberg (bietet sich an da ich meine Familie ca. 1x im Monat besuche). Mit Dortmund kann ich mich garnicht anfreunden. Und auch nach Münster komme ich eher selten – da aber leider (Münster ist wunderschön!).

    Was die Menschen betrifft habe ich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wir wohnen hier eher dörflich und ich habe durch den Kindergarten relativ schnell lieben Anschluß gefunden. Allerdings komme ich mit so manchen Ausdrucksweisen (Niveau) die der Eine oder Andere an den Tag legt nicht zurecht. Deshalb habe ich irgendwann für mich beschlossen das ich nicht jeden nett finden muß. Guten Tag und Guten Weg reicht dann auch… oder anders gesehen: Leben und leben lassen… muß ja nicht zwangsweise gemeinsam sein ;O)

    Sicherlich ist jeder durch seine Kindheit geprägt … egal ob gut oder schlecht … und das betrifft eben auch die Vorlieben für gewisse Lebensräume. Und es ist doch schön wenn man zu schätzen weiß „Hey, zu Hause ist es doch am SCHÖNSTEN !“

    Lieben Gruß, Christine

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