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Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland – wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzie ist nun schon seit 6 Wochen in Neuseeland. Die Hälfte ihres High School Terms in Auckland ist bereits um…. unglaublich wie die Zeit fliegt. Für uns und auch für sie. Man muss sich ja immerhin heute nicht mehr ganz so schrecklich vermissen wie früher – Whatsapp und Facetime machen es möglich, dass man viel kommunizieren kann, wenn man möchte. Und dennoch ist es ein ganz schön großer Schritt für unsere Tochter und auch für uns.

In den letzten Wochen und auch tatsächlich schon, seitdem ich Luzies Auslandsaufenthalt zum ersten mal erwähnt habe, kamen hier über den Blog und auf meinem Instagram und in den Stories etliche Fragen von euch. Wie habt ihr das Ganze organisiert? Wieso gerade Neuseeland? Was kostet das? Wie geht es Luzie dort und wie geht es euch als Eltern dabei? Diese Fragen möchte ich heute gern alle mal beantworten.

Vielleicht helfen euch meine Antworten ja bei der Entscheidungsfindung, falls ihr und eure Kids selbst über einen High School Besuch im Ausland nachdenkt. Ich möchte jedoch vorweg betonen, unsere Geschichte ist eine ganz individuelle und es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie man einen Auslandsaufenthalt organisieren kann. Mein Blogpost kann deswegen kein pauschaler Leitfaden mit Tipps sein, sondern nur unseren eigenen Weg und unsere Erfahrungen beschreiben.

Die Fotos für diesen Blogpost hat übrigens Luzie in Auckland gemacht, wo sie zur Zeit ja lebt. Sie hat sie mir für diesen Post zur Verfügung gestellt. {Danke Schatz!}

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie ersten Gedanken – ein High School Besuch im Ausland? Ja, nein…. Jein. Vielleicht.

Ob Luzie vielleicht mal für eine Weile im Ausland zur Schule geht, das stand seit Jahren immer mal wieder im Raum. Seit unsere Tochter auf der Welt ist, ist sie ja schon immer viel mit uns gereist. Also dachten wir, es läge irgendwie auch nahe, dass sie irgendwann mal für eine Weile ins Ausland geht, vielleicht noch während der Schulzeit. Vielleicht danach. Ich selbst hatte mir das als Teenager oft gewünscht, obwohl es in meiner Generation weder sehr üblich, noch in unserer Familie finanziell überhaupt machbar war. Nun, natürlich soll man seine eigenen Wünsche nicht auf die Kinder übertragen, aber so ganz frei machen kann man sich eben doch nicht davon. Also hatte ich mir immer vorgestellt, dass wir unserer Tochter so eine Erfahrung auf jeden Fall ermöglichen, wenn es denn in unserer Familie machbar wäre und wenn sie es auch selbst möchte. Und Stephan war da gleicher Meinung. Er hat eine eigene Auslanderfahrungen machen können, allerdings später, als junger Erwachsener im Studium, wo er ein Praktikum in Griechenland machte.

Aber zurück zu Luzie und Neuseeland. Wir sprachen also immer mal wieder über dieses Thema. Auch, weil wir eine sehr gute Freundin haben, die eine eigene Agentur hat, die High School Aufenthalte in Australien, Neuseeland, Kanada und Irland vermittelt und organisiert. Luzie hatte sich auf unserem Roadtrip durch den Wester Kanadas sehr in Vancouver verliebt. Also stand auch dieses Ziel mal im Raum. Doch lange Zeit sah es so aus, als würde unser Kind es dann doch nicht wollen. Zu groß war ihr Respekt davor, von ihrer Familie und ihren Freunden getrennt zu sein. Trotz ihres extrovertierten Äußeren und ihrem Mut, sich allen möglichen Herausforderungen des Erwachsenwerdens zu stellen, ist sie doch eher ein introvertiertes, sensibles Wesen. Also sprachen wir zwar immer mal wieder trüber, aber Luzies Tendenz war „eher nee“.

Irgendwann hatten wir dann auch kein großes Zeitfenster mehr, einen solchen Plan anzugehen. Wir leben ja im Speckgürtel Hamburgs, gerade mal ein paar Kilometer jenseits der Landesgrenze in Niedersachen. Der gymnasiale Schulzweig bedeutet hier G9, also 13 Jahre bis zum Abitur. Das gab uns immerhin ein bisschen Luft. Denn in diesem Fall bieten sich entweder die 10. oder die 11. Klasse für einen High School Aufenthalt im Ausland an. Und dann war plötzlich doch wachsendes Interesse da… gerade noch rechtzeitig.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.com Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie Entscheidung – Luzie geht für einen High School Term nach Neuseeland, dank einer Instagram Freundschaft.

Luzies Entscheidung, es nun doch zu wagen, für eine Weile in Neuseeland zur Schule zu gehen, hatte einen konkreten Grund. Es war ein ganz bestimmter Mensch! Sie hatte vor etwa zwei Jahren Freundschaft mit einem Mädchen in Auckland geschlossen – über Instagram! Ich bin ja schon seit langem der Meinung, dass das Internet ein Ort ist, in dem ganz wunderbare Dinge passieren können. Dass man Menschen treffen kann, die man ohne diese spezielle Form von „Globalisierung“ sonst wohl nie kennengelernt hätte und die sogar echte Freunde im „real life werden können. Und diese Geschichte bestätigt das wieder einmal.

Emma aus Auckland und Luzie aus Buchholz wurden also Freundinnen, tauschten sich fast täglich aus, skypten und chatteten. Die Mädchen haben ähnliche Interessen, Ansichten und die gleiche Wellenlänge. Es passierte also fast zwangsläufig, dass sie dann irgendwann auf die Idee kamen, dass es doch ganz großartig wäre, wenn Luzie eine Weile bei Emma und ihrer Familie leben und dort mit ihr zur Schule gehen würde. Unser Kind hatte immer noch großen Respekt davor, über längere Zeit so weit von ihrem Zuhause weg zu sein. Aber diese Freundschaft gab ihr den Rückhalt, den sie einfach brauchte, um diesen großen Schritt zu wagen und eine Entscheidung zu treffen.

Irgendwann stand dann fest, Luzie geht für ein paar nach Neuseeland! Wir hatten also viel zu tun, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Aber wir hatten tolle Hilfe.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie Vorbereitung – die Organisation von Luzies High School Term in Neuseeland überlassen wie lieber einer Profi-Agentur & einer guten Freundin

Zuerst einmal mussten wir natürlich mit Emmas Eltern Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob großen Pläne der Mädels dort überhaupt bekannt waren. Schließlich sollte unser Kind eventuell bei der Familie leben. Es war ein bisschen seltsam, wildfremde Menschen anzuschreiben und abzuklopfen, wie denn die Meinung zu diesem Plan wäre. Aber Luzies zukünftige Gasteltern waren von Anfang an ganz begeistert und aufgeschlossen.

Als nächstes mussten mit Luzies Schule hier zu Hause sprechen. Die Koordinatorin für Schüler-Auslandsaufenthalte war zufällig auch Luzies Englisch- und Klassenlehrerin und unsere Schule hat dazu eine sehr offene Einstellung. Sie sagte uns, bis zu 6 Monate im Ausland wären völlig problemlos machbar, ohne dass ein Kind die Klasse wiederholen müsste. Luzie müsste lediglich eine gewisse Kombination an Fächern weiter belegen. Das war uns wichtig, denn sooo sehr liebt Luzie die Schule nicht, dass sie noch ein Jahr dranhängen möchte. ;)

Als das klar war, wandten wir uns dann vertrauensvoll an unsere langjährige, gute Freundin Susanne. Sie hat 25 Jahre Erfahrung in ihrem Job und hat früher für große, bekannte Austauschorganisationen gearbeitet. Vor einigen Jahren hat sie sich mit ihrer eigenen Agentur für High School Aufenthalte „Bildungsberatung Global – Bibeglo.de“ selbstständig gemacht und betreut „ihre Kids“ sehr individuell. Das gab uns natürlich gleich zu Beginn ein gutes Gefühl. Susi hat ein sehr großes Portfolio an möglichen Schulen in Neuseeland, bei ihr hat man wirklich eine tolle Auswahl an Möglichkeiten. Aber die Schule auf die Luzies Freundin Emma in Auckland geht, war nicht dabei. An dieser Stelle hatten wir als langjährige Freunde natürlich einen echten Freundschaftsbonus, einen sonst nicht üblichen…  Susi war ganz offen für unseren Wunsch nach Extrawürsten. Sie kontaktierte Emmas Schule, eine private Mädchenschule, und schaffte es tatsächlich, dort einen High School Aufenthalt für Luzie zu organisieren.

Da Luzie nicht sicher war, wie lange sie es ohne Familie und Freunde aushalten würde und auch, weil sie auf keinen Fall ein Schuljahr hier zu Hause wiederholen wollte, vereinbarten wir 3 Monate, also einen „school term“, mit einer Option auf eine Verlängerung auf 6 Monate.

Die Schule organisierte wiederum alle nötigen Formalitäten, damit Emmas Eltern Luzies Gasteltern werden konnten. Denn das geht natürlich nicht einfach so. Gasteltern für Austauschschüler werden grundsätzlich auf ihre „Eignung“ überprüft. Jemand kommt zu ihnen nach Hause, schaut sich das Zuhause an und interviewt die Familie, um zu beurteilen, ob sie vertrauenswürdig und geeignet ist, ein Gastkind aus dem Ausland aufzunehmen. Emmas Eltern waren sehr überrascht, dass sie eine wöchentliche „Homestay Fee“ für die Betreuung von Luzie bekommen würden. Damit hatten sie nicht gerechnet. Obwohl das natürlich die Regel ist. Schließlich soll niemand für lau ein fremdes Kind beherbergen, versorgen und abfüttern. ;)

Das war ca. 12 Monate vor Luzies Abflug nach Neuseeland. Deshalb mein Tipp: Sollte bei euch die Planung eines High School Aufenthalts eures Kindes / eurer Kinder angedacht sein, fangt frühzeitig an, euch zu informieren, für euch passende Organisationen zu vergleichen {für uns war das ja eine leichte Entscheidung ;)} und in die erste Vorbereitung zu gehen. Das Ganze braucht Zeit.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies Neuseeland-Reise rückt näher – wir haben einen Haufen Papierkram zu erledigen

In den kommenden Monaten hatten wir noch Einiges zu tun, auch wen Susi uns natürlich – wie allen ihrer Kunden – viel der Organisation abnahm. Aber es gibt eben auch einen ganzen Rattenschwanz an nötiger Bürokratie und Papierkram, den man als Eltern im Vorfeld erledigen muss.

Luzie brauchte ein Visum für ihren Neuseeland-Aufenthalt, das wir beantragen mussten. Da Luzie minderjährig ist, mussten wir ein „Financial Undertaking“ abgeben – eine schriftliche Versicherung und Offenlegung, dass wir in allen möglichen Fällen eines Falles liquide sind, für unser Kind haften und sie gegebenenfalls auch im Notfall auf eigene Kosten zurück holen können. Natürlich kamen auch die ganzen Rechnungen eingetrudelt, die zu begleichen waren… die Flüge, die Krankenversicherung, die „International Student Fee“, die die Schulen für die Aufnahme und den Unterricht von ausländischen Schulen berechnen. Übrigens eine tolle Einnahmequelle für die Schulen, weswegen sie auch oft viel besser ausgestattet sind als unsere Schulen und ein unglaublich üppiges Spektrum an Unterrichtsfächern bieten können.

Auch die „Homestay Fee“ an Emmas Eltern wurde im Vorfeld fällig. Sie wurde an die Schule gezahlt, die diese an Luzies Gasteltern weiterleitet. Da es in Neuseeland üblich ist, eine Schuluniform zu tragen, hätte normalerweise diese auch noch mit ein paar Hundert NZ$ zu Buche geschlagen. Da Luzie allerdings nur einen 3-monatigen Aufenthalt angestrebt hat, hatte die Schul-Koordinatorin vor Ort wohl etwas Mitleid und hat für sie eine Leih-Uniform organisiert. Dafür waren wir sehr dankbar.

Noch ein Tipp: „International Student Fees“ variieren übrigens von Schule zu Schule. Der Auslandsaufenthalt kann teurer oder auch günstiger werden, je nachdem, wo euer Kind zur Schule geht. Die Modalitäten sind da unterschiedlich und es lohnt sich eventuell auch, zu vergleichen, wenn ihr keine spezielle Präferenz habt, welche Schule es nun genau werden soll. Das kann eventuell mehrere Hunderte oder sogar Tausender ausmachen!

In unserem speziellen Fall haben die Extrawürste eben auch zu extra Kosten geführt, denn wo die Kids normalerweise auf kommunale Schulen gehen, ist Luzies Freundin eine Senior Schülerin auf einer privaten, also auch viel teureren Mädchenschule. Aber was macht man nicht alles für sein einziges Kind. ;) Luzies 3 Monate in Neuseeland werden uns am Ende ca. 10.000 Euro gekostet haben. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass man für das gleiche Geld anderswo einen Aufenthalt von 6 Monaten finanzieren kann. Es lohnt sich also, flexibler zu sein, als wir es aus gegebenen Umständen waren.

Ich möchte außerdem noch erwähnen, dass es auch noch ganz andere Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes hat. Manche hiesige Schulen haben eigene Austausch-Programme, die bilateral sind. Da fallen deutlich weniger kosten an. Es ist eher ein „wir nehmen euer Kind – ihr nehmt unser Kind“, und das zeitversetzt für flexible Zeiträume. Und sicherlich ist ein Aufenthalt in Frankreich oder Großbritannien kostengünstiger als einer in Australien. Es gäbe da auch noch den Rotary Jugenddienst zum Beispiel und auch noch weitere Institutionen, die Schüleraustausche organisieren. Man muss sich einfach mal umfassend informieren, welche Alternativen es gibt. Wir waren da ja in unserem Plan durch die Freundschaft der Mädchen stark festgelegt.

Apropos Geld. Natürlich muss Luzie vor Ort irgendwie an Geld kommen. Dafür haben bei unserer Hausbank eine extra Prepaid-Kreditkarte für sie beantragt, die wir mit „Taschengeld“ befüllen können. Noch ein persönlicher Tipp: Ich kann euch nur raten, damit nicht so lange herumzutrödeln wie wir es getan haben. Luzies Kreditkarte kam 2 Tage vor ihrem Abflug nach Neuseeland. Es hat mich echt Nerven gekostet, ob das alles noch rechtzeitig klappt.

Ca. 4 Wochen vor der Abreise veranstaltete die Agentur unserer Freundin Susanne dann ein Vorbereitungsseminar für die alle Kids, die demnächst zu einem High School Aufenthalt starten würden. Die Kinder wurden hier mit allen für sie wichtigen Informationen versorgt. Über ihre Anreise mit dem Flieger, die Ankunft und die 2 gemeinsamen „Welcome Days“ im Ankunftsland, das zu erwartende Leben in den Familien und den Schulen. Zudem gab es natürlich Tipps, was man macht, wenn mal etwas nicht optimal klappt, wo man Hilfe bekommen kann und wie man mit Situationen umgeht, die in der Zeit im Ausland vielleicht einmal eintreten könnten. Ein paar Verhaltensregeln wurden den Kindern natürlich auch mit auf den Weg gegeben, ebenso wie ausführliche Checklisten zur Vorbereitung, zum Packen und für die Reise. Die Kids wurden wirklich optimal vorbereitet, damit nichts schief geht. Und wenn, dann hätte ja auch Susanne und und ihr Team bei Tag und Nacht ein offenes Ohr. Der Vorteil, wenn man so direkt betreut wird und jederzeit Hilfe bekommt.

Außerdem fingen Stephan und ich natürlich an, unseren Kontakt mit Emmas Eltern etwas intensiver zu pflegen. Wir tauschten Informationen aus, chatteten und lernten uns ein bisschen kennen. Als die Zeit der Abreise nahte, fühlten wir uns gut gewappnet. Aber ein bisschen Schiss inne Büx blieb natürlich trotzdem. Es ist eben ein ganz schön großer Schritt, für ein paar Monate am anderen Ende der Welt zu leben.

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{Emma & Luzie – von einer Instagram-Freundschaft zu einer im „real life“}

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDer Abflug ins Abenteuer – tränenreicher Abschied an Luzies 17. Geburtstag

Der Abflugtag war gleichzeitig Luzies Geburtstag und der Abschied war echt hart und tränenreich. Ich schrieb es ja damals hier in diesem persönlichen Blogpost: Unser Kind wird flügge… Luzie ist auf dem Weg nach Neuseeland, der Abschied und meine Muttergefühle.

Unsere Freundin Susi flog ausnahmsweise mit „ihren Kindern“ nach Auckland mit, weil sie einige geschäftliche Dinge in Neuseeland zu erledigen hatte. So mussten wir uns eigentlich noch weniger Sorgen machen. Zudem war es eine große Gruppe von Kids, die auf dem Flug von Hamburg nach Dubai und dann nach Neuseeland zusammen unterwegs waren. Teilweise kannten sie sich schon von dem Vorbereitungsseminar. Aber natürlich war der Abschied eben doch, mit einem mulmigen und sehr aufgeregten Gefühl im Bauch, sehr emotional. Es war nicht wirklich Angst, aber großen Respekt vor der Herausforderung.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie Ankunft in Auckland – wie toll, wenn das Kind herzlich empfangen wird

Die Reise dauerte ewig. Über 16.000 Kilometer sitzt man nicht einfach auf einer Pobacke ab. Luzie war nicht nur emotional, sondern auch körperlich völlig erschöpft, als sie ankam. Ganz kurzfristig hatten Stephan und ich noch beschlossen, die 2 „Welcome Days“ in der großen Gruppe der Kids {die sich in der Zeit ihrer Aufenthaltes auch nur teilweise an gleichen Orten und Schulen befinden würden} für Luzie zu canceln und sie gleich in die Obhut ihrer Gastfamilie zu geben, die wir ja virtuell schon kannten. Die Mädels freuten sich so sehr aufeinander und wir wollten ihnen die Erfahrung, sich zum ersten Mal direkt nach der Ankunft auf dem Flughafen zu begegnen, dann doch nicht nehmen.

Wir verfolgten Luzies Flüge online auf Flightradar, hatten kurz Kontakt per Whatsapp, als sie den Zwischenstopp in Dubai hatte, und wir warteten… und warteten weiter… auf ihre Ankunft in Auckland. Ich glaube, das war das Einzige, was mich an der ganzen Sache wirklich nervös machte – der lange Flug.

Irgendwann als Luzie noch über der Tasmanischen See unterwegs war, bekamen wir dann eine Nachricht von Emma und ihren Eltern. Sie würden sich nun auf den Weg zum Flughafen machen. Eine Stunde später erhielten wir ein Video von zwei Mädchen, die sich freudig kreischend in die Arme fielen. Es hätte wunderbarer nicht sein können. Ich verdrückte ein Tränchen. Das war irgendwann 26 Stunden nach ihrem Abflug. Von da an waren wir erst einmal glücklich und beruhigt und konnten endlich ganz entspannt einschlafen. Unser Kind war angekommen.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comLuzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie erste Zeit – Luzies Aufenthalt mit Familienanschluss und die ungewohnte Mädchenschule

Um es ganz ehrlich zu sagen, der erste Facetime mit unserem Kind nach ein paar Tagen war furchtbar. Luzie sah unsere Gesichter und brach sofort in Tränen aus. Sie weinte fast das ganze Gespräch über. Gar nicht, weil sie sich dort so unwohl fühlte, vielmehr, weil wir ihr so fehlten. Wir sind eben doch ein ganz schön enger Klüngel, wir Drei. Das gab sich dann allerdings bei den nächsten Gesprächen. Wir beschlossen einfach, uns öfter per Facetime zu sehen, damit es normaler wird. Mittlerweile können wir ganz entspannt damit umgehen.

Auckland ist ja die größte Stadt in Neuseeland, aber Luzie lebt bei ihrer Gastfamilie im hübschen und entspannten Vorort Devonport ganz nah am Wasser. Abends geht sie oft noch mit ihrer Gastschwester Emma und dem Australian Shepherd „Marceline“ am Strand spazieren. Die Strände Devonport Beach und Cheltenham Beach sind nicht weit entfernt. Manchmal spazieren sie abends auf „den Hügel“, wie Luzie ihn nennt, und beobachten den Sonnenuntergang. Ich habe mal gegoogelt und nehme an, sie meint den Vulkankegel North Head mit einen Blick auf den Hafen und und die Skyline von Auckland. Ihre Fotos lassen das zumindest vermuten.

Die Schule ist eine sehr traditionelle Mädchenschule. Das war tatsächlich {und ist es noch} sehr gewöhnungsbedürftig für Luzie. Eine Schuluniform ist Pflicht, es herrscht Schminkverbot, die Haare müssen zu einem Zopf gebunden werden. Das widerspricht natürlich komplett Luzies expressiven Äußeren und Wunsch nach persönlichem Ausdruck. Besonders paradox findet sie es, dass Individualismus im Unterricht zwar oft propagiert wird, aber eigentlich keiner erlaubt ist. Zumindest äußerlich nicht. Ihr Septum-Piercing ist selbstverständlich auch ein NoGo {nicht einmal Ohrringe dürften getragen werden}, aber das wusste sie natürlich vorher und hat sich vorher eines zum „unsichtbar in die Nase klappen“ besorgt. Sie arrangiert sich mit den Gegebenheiten, fühlt sich aber enorm eingeschränkt. Ich finde ja… das ist eben auch mal eine Erfahrung. Mal zu7 wissen, wieviel persönliche Freiheiten sie hier auch in der Schule hat.

Die Schule geht jeden Tag bis 15:30 Uhr nachmittags. Hausaufgaben gibt es auch. Da ist natürlich wochentags nicht so viel mit Freizeit. Auch mal eine „interessante“ Erfahrung, zu sehen, dass sie es zu Hause eigentlich gar nicht so schlecht hat mit ihren Schulzeiten. Aber letztendlich konzertiert sich dort, wie auch hier zu Hause, das entspannte Leben eher auf’s Wochenende. Dann fahren Luzie und Emma mit der Fähre oft rüber in die Innenstadt und treffen sich mit Schulfreunden, bummeln, gehen essen und stöbern durch die Plattenläden. Oder sie picknicken am Strand und gehen auf Fototouren.

Dafür hat Luzies neuseeländische Schule ganz viele andere Vorteile. Allein die Auswahl an Fächern ist überwältigend. Luzie musste natürlich gewisse Fächer abdecken, während sie dort ist. Das war eine Vorgabe der heimatlichen Schule. Aber sie konnte auch einige Fächer frei wählen und belegt nun auch kreative, künstlerische Kurse wie „Digital Visual Arts“ und „Photography“. Das macht ihr unheimlich viel Spaß und ist eine Abwechslung zum deutschen Schultrott, in dem kreative Fächer ja oft nichts wert sind. ;)

Stephan und ich haben regelmäßig Kontakt mit den Eltern von Emma – oft sind es Unterhaltungen der lustigen Art. Die beiden sind wirklich liebenswert und wir fühlen, das unser Kind in der Familie gut aufgehoben ist und liebevoll bekümmert wird. Am ersten Wochenende versuchten sie, typisch deutsch zu kochen und ich hatte morgens eine Nachricht von Emmas Vater Gavin im Whatsapp-Chat: „Saurkraut for dinner….. help me!“. Das war natürlich witzig und eigentlich noch lustiger, weil Luzie nie Sauerkraut isst.

Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.com Luzies High School Aufenthalt in Neuseeland - wie wir es organisiert haben und warum dieses Internet ein wunderbarer Ort ist | luziapimpinella.comDie ersten 6 Wochen – eine Entscheidung und wie es uns allen dabei geht, dass Luzie 16.000 Kilometer entfernt ist

Wir hatten es ja geahnt. Zeit vergeht unglaublich schnell und eigentlich sind 3 Monate ein Klacks, wenn alles so gut läuft wie bei uns. Luzie fühlt sich in der Gastfamilie super aufgehoben. Sie versteht sich toll mit ihrer Gastschwester Emma und hat auch in der Schule neue Freundinnen gefunden, mit denen sie ihre Freizeit verbringt. Ihr jüngerer Gastbruder Jack hat vor ein paar Wochen angefangen, sich nicht nur über seine große Schwester, sondern auch über Luzie zu beschweren. Papa Gavin meint, damit hat sie auch bei ihm, der lange eher wortlos um die Gastschwester herumschlich, nun auch den Status „Familienmitglied“ erlangt. Es hätte eigentlich besser nicht laufen können.

Doch obwohl sie gut angekommen ist, das Leben dort mag und sich sehr wohl fühlt, vermisst sie uns und ihre Freunde nach wie vor sehr. Deswegen hat Luzie entschieden, ihren Aufenthalt nicht auf 6 Monate zu verlängern. Ihre besten Freunde fehlen ihr wirklich sehr. Sie planen bereits eine gemeinsamen Trip im Mai zu einen Musikfestival in England, für das sie bereits gespart hat.

Allerdings kann es auch oft anders herum laufen… Die Tochter von Freunden ist im gleichen Flieger nach Neuseeland gewesen. Sie wollte 6 Monate bleiben und hat jetzt entschieden, auf 1 Jahr zu verlängern. Die Erfahrungen und Gefühle sind eben immer sehr individuell. Ich bin der Überzeugung, dass jedes „raus aus dem Nest“ eine einschneidende und vorwärts bringende Erfahrung im Leben eines jungen Menschen ist. Egal, ob es nun 3 oder 12 Monate dauert. An den Herausforderungen wachsen die Kids so oder so.

Die größteHerausforderung für Luzie war in den letzten Wochen vermutlich das Outdoor Camp, das die Schule für die Schülerinnen des Abschlussjahrgangs, in dem Luzie ja dort ist, veranstaltet haben. 5 Nächte in einem Nationalpark, teilweise bei klirrender Kälte, mit gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten, Rafting und einer Nacht im Zelt allein. Also wirklich ganz allein – ein Mädchen pro Zelt! Ohne Handy und Gesellschaft… zum reflektieren der eigenen Zukunft, so war das gedacht. Und auch das hat sie gemeistert, obwohl sie wirklich Bammel davor hatte.

Luzie konnte außerdem jetzt in der kurzen Zeit schon lernen, wie es in anderen Familien alltäglich läuft. Denn obwohl es eine sehr liebevolle, fürsorgliche Family ist, sind Emmas Eltern um einiges strenger und traditioneller in ihren Sichtweisen als wir. Es war für uns als Eltern auch mal schön, ganz spontan vom Kind eine Nachricht zu bekommen, wie sehr wir als von ihr geliebt werden, und dass unser Tochterkind unsere Ansichten und Erziehungsmethoden jetzt noch mehr zu schätzen weiß. ;)

Ja wir vermissen uns. Sie uns und wir sie. Auch wenn wir das alle wirklich sehr gut hinbekommen und die Zeit auch genießen. Stephan und ich weinen jetzt nicht jeden Abend in unser Kissen. Wir haben ja auch ein Leben als Paar, das uns ganz unabhängig vom Elternsein ausfüllt. Aber dennoch fehlt uns Luzie natürlich enorm. Auch dem Kater übrigens, der seitdem auf ihrem Bett schläft, was er sonst nie macht.

Am 15. April kommt sie zurück. Wir freuen uns wie Bolle auf unser Kind.

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

P.S. Plant ihr vielleicht Ähnliches? Oder sind eure Kids schon im Ausland gewesen oder sind es gerade? Gehen dort zur Schule, sind Au-Pair oder machen Work & Travel? Was sind eure Erfahrungen mit einem solchen Erlebnis? Wie geht es euch damit und was hat es euren Kindern gebracht? Teilt ihr eure Gedanken mit mir? Ich würde mich freuen, weil ich da echt neugierig bin….

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35 Comments

  • Reply
    Mella
    12. März 2019 at 18:24

    Danke für deinen Bericht! Es ist schön, dass Luzie eine so tolle Gast-Familie in NZ hat! Dass man im Internet Freundschaften schließen kann durfte ich auch bereits mehrfach feststellen und bin unendlich dankbar dafür!! Wie viele Menschen ich ohne das Netz niemals kennen gelernt hätte! Ich selbst war 2002/2003 für ein halbes Jahr im Auslandssemester in Bristol. Das war eine relativ spontane Entscheidung – damals war es an der Uni noch nicht für jeden English Magister vorgesehen und es gab begrenzte Plätze. Meine Eltern haben mich zum Glück voll unterstützt, obwohl es wirklich teuer war – denn wir mussten ja Miete zahlen, Essen selbst kaufen, Studiengebühren zahlen. Aber es war ein wirklich tolles Erlebnis, was mir persönlich viel gebracht hat und meine Liebe zu England noch intensiviert hat. Viel Spaß für Luzie weiterhin!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:17

      Genau, Mella! Ich habe ja auch ganz viele Freunde im echten Leben, die ich ohne das Internet und meine Bloggerei vermutlich nie kennengelernt hätte.

      Luzies Wunsch ist ja auch, mal im Ausland zu studieren. Aktuell ist Manchester hoch im Kurs, aber es ist ja noch eine Weile hin. Ich hoffe, wir können das dann wuppen. Mal sehen… ;)

  • Reply
    Elke
    12. März 2019 at 18:36

    Das liest sich wunderbar und trotzdem bin ich gerade sehr froh dass mein Kind erst 9 ist.
    Lieber Gruß Elke

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:18

      Genieß die Zeit, Elke. Es geht so verdammt schnell. Aber es ist auch wirklich toll, die Kinder „erwachsen“ werden zu sehen.

  • Reply
    Rahel
    12. März 2019 at 18:51

    Super spannend, wie das alles gelaufen ist! Ich muss auch gestehen, dass ich ein kleines bisschen neidisch bin, auf die Zeit, die Luzie gerade in einem neuen Land erlebt!
    Ich musste direkt daran denken, wie ich selbst auch mit 16 aufgeregt zum ersten Mal allein im Flugzeug saß auf dem Weg zu meiner Gastfamilie in die USA. Für alle, deren Kinder evtl. auch ein anderes Land kennen lernen möchten, aber das finanzielle Polster nicht ganz so dicke ist, kann ich an dieser Stelle auch den Tipp geben, es wie ich zu machen und einen „gegenseitigen Austausch“ anzusteuern. Man zahlt nur den Flug und die Versicherung und beherbergt ein anderer Kind aus einem anderen Land für die gleiche Zeit, wie das eigene Kind unterwegs ist. Bei mir ging das über den Rotary Youth Exchange.

    Ich hoffe, Luzie hat weiterhin eine gute Zeit und wünsche euch als Familie gutes Durchhalten bis zur Rückkehr :)

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:21

      Aber wie toll, dass du diese Zeit als 16Jährige hattest, Rahel. Bei mir war das damals undenkbar. Schon finanziell. Selbst, wenn es günstiger gewesen wäre, als Austauschprogramm. Nicht einmal ein Flug wäre möglich gewesen. Aber so ist das leben. Dafür kann ich mich ja heute nicht beklagen und sehe unheimlich viel von der Welt.

      Danke dir herzlich für die guten Wünsche! :)

  • Reply
    Jessica Kruk
    12. März 2019 at 19:19

    Vielen Dank für deinen Bericht. Ich finde es sehr interessant, da unser Kind im nächsten Sommer für ein Jahr in die USA möchte. Auch bei ihr war es immer wieder ein Thema und jetzt seit ungefähr einem halben Jahr in ihren Gefanken fest eingeplant. Sie wird deswegen auch auf ihren Wunsch hin in diesem Sommer eine Sprachreise nach Großbritannien unternehmen. Das Auslandsjahr wäre bei ihr nach der zehnten Klasse. Sie verliert auch damit nicht allzuviel, da in Berlin das Abitur nach 12 Jahren abgelegt wird. Regulär würde sie ihr Abitur mit 17 ablegen und so nun mit 18 Jahren. Bei uns wird die Planung quasi ein Jahr vorher beginnen. Deine Gefühle kann ich sehr gut nachvollziehen, da unser Kind auf der einen Seite eher schüchtern ist, aber auch sie sehr wohl ihre eigene Meinung vertritt und sich nicht von anderen beeinflussen lässt. Es ist aber trotzdem etwas anderes, wenn die Familie nicht greifbar ist. Ich bin daher sehr gespannt, wie sie das alles meistern wird und vor allem wie verändert sie danach wiederkehren wird. Ängste und Sorgen haben wir als Eltern natürlich auch. Wir versuchen aber unsere Tochter neutral und ohne Gefühle auf eventuelle Probleme hinzuweisen. Wir möchten sie schließlich nicht beeinflussen, da sie nicht ängstlich dieses Abenteuer beginnen soll. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt wie das alles wird. Ich wünsche Euch auf jeden Fall noch eine schöne Zeit zu zweit und ein wundervolles Wiedersehen mit Eurer Tochter.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:26

      Luzie hat auch vor 3 Jahren eine Sprachreise nach Südengland (Eastbourne) gemacht. Das ist schon mal eine gute Probe, wobei man das sicher nicht direkt vergleichen kann.

      ich versuche auch immer, meine Ängste und Sorgen nicht auf Luzie zu übertragen. Die ist sowieso schon so ein „Overthinker“ und hat ständig Kopfkino. Letztendlich treffen auch die meisten Dinge, über die man sich sorgt, entweder viel harmloser oder auch überhaupt gar nicht ein. Da ist es dann völlig verschwendete Energie, sage ich immer. ;)

  • Reply
    anja
    12. März 2019 at 19:26

    dein blogpost kommt zum richtigen moment. wir sind gerade mitten in der anmeldephase. freitag ist deadline. meine tochter emma wird im august 15 und hat sich für 4 monate gastfamilie und schule in valencia entschieden. noch sind wir alle ganz entspannt, da es noch so theoretisch klingt. ich hab ihr auf jeden fall nen link zu deiner seite geschickt, da kann sie sich das auch mal durchlesen. im moment beschäftigt sie sich häufig mit erfahrungsberichten. da haben es die jungen leute heute definitiv leichter. als ich vor 20 jahren als au-pair in nyc war, gab es keine you tube videos und instastorys zum thema auslandsaufenthalt. alles voll spannend

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:27

      Oh, ich komme gerade von einem Kurztrip nach Valencia zurück. So eine schöne Stadt.

      Wann soll es denn für deine Tochter losgehen, Anja? Und wie lange?

  • Reply
    wegwunder
    12. März 2019 at 19:40

    Danke für diesen tollen Bericht. Und die schönen Fotos. Es ist schon so: Die eigenen Wünsche so ganz vom Kind fern halten geht nicht immer ganz. Ich wünsche mir das für meinen Sohn auch. Wir haben noch ein paar Jahre Zeit… die wohl ratzfatz durch sein werden…
    liebe Grüsse
    Sibylle

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:28

      Nein, das funktioniert irgendwie nicht ganz. Deswegen muss man sich immer vorsehen, dass man den Nachwuchs damit nicht unter Druck setzt.

  • Reply
    sassi
    12. März 2019 at 20:37

    musste bei der begrüßung der beiden eln wenig mitweinen! ♥️

  • Reply
    Judith
    12. März 2019 at 20:37

    Mein Bube ist 13 und wir haben einen Auslandsaufenthalt fix für ihn eingeplant. War eigentlich auch mein Traum, den ich nie verwirklichen durfte.
    Er möchte das auch gern, allerdings nicht ganz so weit weg: Grossbritannien.

    Danke für dein Posting! Ist sehr informativ… ich dachte, Auslandsaufenthalte macht man quasi erst nach dem Abi – dass man das auch während der Schulzeit machen kann, hatte ich gar nicht am Schirm und finde ich grandios!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:32

      Hi Judith, nein, das geht auch während der Schulzeit. Je nachdem, wie lange die Kids fort bleiben, kann es allerdings sein, dass sie ein Schuljahr wiederholen müssen. Bei uns war alles bis 6 Monate kein Problem.

      Fragt doch bei eurer Schule einfach mal nach, welche Möglichkeiten es da gibt. Es gibt ja manchmal auch direkte Austauschprogramme etc.

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    Ines Kirchner
    12. März 2019 at 21:49

    Bitte weitergeben, dass das eine Bild in dem Imbiss MEGA ist. Wie in einem Film! :)

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    Kira
    12. März 2019 at 21:50

    Danke, für diesen tollen Bericht! Man spürt, wie sehr ihr euch für das Abenteuer eurer Tochter freut.

    Genau, dass wünsche ich meinen beiden Kindern und mein Gefühl sagt mir – und das obwohl sie erst 8 und 6 sind: Sie werden es sicherlich tun. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass wir viel reisen, jedes Jahr in Asien sind und unsere Kinder es lieben. Dieses Jahr durften sie aussuchen, wo es hingeht und sie haben sich für Myanmar entschieden. Dort waren wir vor zwei Jahren schon und scheinbar, hat dieses Land sie so beeindruckt. Unser Sohn (8) möchte Reporter werden und über ferne Länder berichten. Wir sind sehr gespannt, ob er das in ein paar Jahren noch möchte.

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      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:36

      Ja Kira, wir freuen uns wirklich sehr, dass sie diese Erfahrung machen kann. :)

      Wir sind ja auch immer viel gereist und Luzie ist da ganz offen. Asien haben wir in den letzten Jahren leider nicht mehr gemeinsam gereist, als sie klein war oft. Doch seit der Pubertät hat Luzie extreme Probleme mit hohen Temperaturen und starker Luftfeuchtigkeit…. Leider. Aber es gibt ja auch so noch viele tolle Reiseziele auf der Welt.

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    Yvonne Slejfir
    12. März 2019 at 22:45

    Liebe Nic, danke für den Bericht über Luzies Neuseelandaufenthalt! Sehr interessant. Zeitgleich mit Luzie ist unsere Tochter nach Montana aufgebrochen. Sie ist 16 und bis zum 07.Juni dort. Wir haben schon einmal kurz darüber geschrieben. Sie hat eine klasse Familie mit drei Gastgeschwistern ungefähr im gleichen Alter bekommen und ist da sehr glücklich!
    Ok, gestern kam das erste mal richtig Heimweh auf, aber abends war es überstanden und Robin wieder glücklich! Das war bis jetzt eigentlich der schlimmste Moment, zu wissen sie sitzt gerade weinend in Montana, auch weit wir gerade nur 3 Autostunden von ihr entfernt in Canada zum Skifahren sind! Aber sie hat das gut überstanden und wir sind auch nicht ins Auto gestiegen um sie zu besuchen! Das wäre glaube ich auch eine Katastrophe!
    Also ihr habt es bald geschafft, bei uns dauert es noch etwas länger, aber sicher ist wir alle sind an dem
    Auslandsaufenthalt unserer Kinder gewaschen nicht nur sie sondern auch wir als Eltern.
    Liebe Grüße Yvonne

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      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:38

      Das ist so toll, wenn die Kids in ihren Gastfamilien happy sind. Daran hängt ja enorm viel persönliches Wohlbefinden. Ab uns zu Heimweh ist einfach normal. Aber dann nur 3 Stunden entfernt standhaft zu bleiben, wenn das Kind heult, ist sicherlich schwer. Aber dennoch richtig.

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    FrauWeh
    12. März 2019 at 23:18

    Ich war selbst als Jugendliche 1 Jahr im Mittleren Westen der USA, nahe St. Louis. Habe mich aber erst spät dazu entschieden und war dann während der 12. Klasse da (G9), so dass ich nach meiner Rückkehr das Jahr wiederholt habe. Meine Gastfamilie hat kein Geld bekommen, ich glaube, das ist in den USA/ Kanada nach wie vor nicht üblich, auch Schulgeld musste ich nicht bezahlen. Zu meiner Familie von damals habe ich immer noch Kontakt, wir waren seit dem auch schon mit unseren 3 Kindern mehrfach dort – und der Aufenthalt endete vor mittlerweile 26 Jahren. Irre, oder? Es war jedenfalls die beste Entscheidung und Erfahrung meines Lebens und ich werde es auf jeden Fall auch für meine Kinder ermöglichen, wenn sie es wollen.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:42

      Doch, es ist auch in Kanada und den USA üblich, aber es kommt natürlich immer darauf an, mit welcher Institution das ganze organisiert wird. Es gibt da ja so viele Möglichkeiten.

      Dass ihr immer noch Kontakt habt, ist ja toll! :))) Total irre. Und es zeigt, was für eine bereichernde Lebenserfahrung das sein kann.

      Wir planen auf jeden fall, gemeinsam nach Neuseeland zu reisen, wenn Luzie ihr Abitur hat. Und dann besuchen wir natürlich auch die Gastfamilie, das steht jetzt schon fest.

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    *thea
    13. März 2019 at 10:21

    So ein schöner Bericht. Bei der Flughafen-Umarmungsepisode hatte ich richtig Tränen in den Augen. Ich finde es toll, dass ihr das macht obwohl ihr so eng seid. Und Luzies Style finde ich mega und frage mich gerade wie man sich so Herzchen unters Auge machen kann :)

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:42

      Hattest du es damals auf den Insta-Stories gesehen, Thea? Ich hab vielleicht geheult….. ;)

      • Reply
        *thea
        15. März 2019 at 14:34

        ja ich habs gesehen! Aber auch hier beim Lesen nochmal war ich ganz gerührt, weil man ja den Hintergrund mit der Insta-Bekanntschaft und so erst richtig versteht! <3

  • Reply
    Barbara
    13. März 2019 at 11:19

    Der Sohn möchte nächstes Jahr für 6 Monate nach Santa Cruz/ Bolivien. Und daher kommt der Bericht( so schön in Wort und Bild) gerade recht um das organisatorische anzugehen.
    Ist die Schule eine katholische Mädchenschule?
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 11:32

      Nein, es ist eine anglikanische Schule, Barbara.

      Wobei uns das ziemlich egal ist, weil wir in keiner Weise gläubig sind. Es hat sich halt durch die Umstände bei uns so zufällig ergeben. ;)

  • Reply
    Sussy
    13. März 2019 at 11:49

    Ich wollte auch immer während der Schulzeit oder direkt danach ins Ausland. Leider hatte ich nie die Möglichkeit dazu. Innerhalb meiner Ausbildung dann doch – 3 Monate Praktikum in Spanien.
    Bei mir lief es so gut, dass ich gar nicht wieder heim wollte und seitdem immer wieder im Ausland gelebt habe.
    Ich möchte die Erfahrungen nicht missen, aber seitdem fühle ich mich irgendwie zerrissen und nirgendwo mehr richtig Zuhause, beziehungsweise habe mich in Deutschland nie wieder richtig eingelebt. Deshalb werde ich wohl nun ganz ins Ausland ziehen.

    Es ist schön zu hören, dass Luzie das vielleicht besser trennen kann. Eine sehr schöne Zeit erlebt, aber eben auch genau weiß, wo ihr Zuhause ist und dass diese Erfahrung einzigartig, aber auch vergänglich ist.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      13. März 2019 at 15:44

      Ich kann mich ja nach einem Urlaub schon oft schwer in Deutschland einleben. Deswegen verstehe ich dich sehr gut.

      Ich wünsche dir bei deinen Auswandererplänen ganz viel Erfolg und Glück! Toi toi toi! :)

  • Reply
    Julia
    13. März 2019 at 13:47

    Liebe Nic,
    ich habe mit viel Freude deinen Bericht über Luzies Neuseelandaufenthalt gelesen.
    Es sind einige tolle Erinnerungen hoch gekommen, da ich in der 11. Klasse selbst 3 Monate an einer reinen Mädchenschule in Neuseeland (allerdings in Wellington) verbracht habe. Die Zeit hat mir so gut gefallen und mich danach sehr darin bestärkt weiter die Welt zu bereisen und fast mein ganzes Geld in das Entdecken fremder Kulturen zu stecken. Ich bin so dankbar, dass meine Eltern mir den Aufenthalt dort ermöglicht haben und bin mal sehr gespannt, ob mein Sohn, der zwar gerade erst 2 Jahre alt ist, auch mal Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben wird.
    Vielen Dank an deine Tochter und dich, dass ihr diese Erfahrung mit deinen/euren Lesern teilt. Alles Liebe für den weiteren Aufenthalt!

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    Haydee
    14. März 2019 at 14:40

    Wow, ich bin ganz begeistert. Danke für den ausführlichen Bericht. Wie spannend das doch alles ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dazu als 17 jährige den Mut gehabt hätte. Ich weiß nicht, ob ich ihn jetzt hätte :-) Aber was für eine großartige Erfahrung. Irgendwie bin ich gerade unbekannterweise stolz auf deine Tochter. Das macht sie großartig und ich wünsche ihr einfach mal noch ganz viel Spaß an dieser Stelle!! Lg Haydee

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    Andrea
    15. März 2019 at 23:16

    Oh mein Gott, ich kann das alles so gut nachvollziehen! Danke für deinen tollen Bericht!

    Meine Tochter heißt Lucy (ja, sooo geschrieben), hat letztes Jahr mit 17 Jahren ihr Abi gemacht (G8), erst mal gejobbt, um Geld zu verdienen, und ist am 23. Januar (einen Tag nach Luzie) mit inzwischen knapp 18 Jahren nach Bangkok geflogen. Auch ich saß am Flugradar… Sie hat im Internet eine ebenfalls 18jährige Reisepartnerin aus Norddeutschland gefunden (wir wohnen in Süddeutschland), die ein paar Monate vorher 3 Tage bei uns zum Kennenlernen war. Es hat gepasst und die Mädchen haben sich also im Januar zum Abflug nach Thailand in der Mitte Deutschlands getroffen. Sie sind zunächst nach Bangkok geflogen, wo sie lediglich 2 Nächte in einem Hostel vorgebucht hatten. Danach haben sie ihre weitere Route spontan festgelegt, verschiedene thailändische Inseln besucht, einen Inlandsflug in Thailand gebucht, dann mit dem Bus nach Laos, dort herum gereist, von dort mit dem Schlafbus nach Vietnam, und heute sind sie in Hanoi angekommen. Es warten vermutlich noch weitere Länder in Südostasien auf sie und ich bin gespannt, was sie noch alles erleben werden. Wahrscheinlich kommt sie Ende Mai wieder zurück, der Abschluss wird vermutlich auf Bali sein. Leider hat sie sich gleich am Anfang der Reise ziemlich verletzt, was sie uns aber erst später erzählt hat (wahrscheinlich hätte ich sonst auf einen Heimflug bestanden), aber es scheint gut zu heilen. Sie managen und buchen alles selbst, besorgen die Visa, waren auch mehrmals in Krankenhäusern (wegen jener Verletzung), alles gänzlich ohne Zutun von uns Eltern. Ja, man kann natürlich sagen, sie sind mit 18 auch schon erwachsen, aber um ehrlich zu sein hätte ich mich mit 18 eine solche Reise auf eigene Faust niemals getraut. Es fragen mich auch viele, wie ich das erlauben konnte. Dazu muss ich sagen, dass sie von uns Eltern natürlich eine gewisse Reiselust in die Wiege gelegt bekam und schon vorher einiges von der Welt gesehen hat, was sich aber bisher auf Europa, Nordafrika und die USA beschränkte. Und sie wusste sowieso gar nicht, in welche Richtung ihr weiterer Weg gehen soll. Vielleicht weiß sie nach der Reise mehr? Wir haben übrigens auch per WhatsApp Kontakt mit den Eltern der Reisefreundin, aber wir kennen uns nicht persönlich. Es bleibt spannend.

    Ich würde sehr gerne noch mehr von Luzies Aufenthalt in Neuseeland lesen, vielleicht schreibst du ja noch mehr dazu? Ich finde es fantastisch, dass Luzie diese Chance genutzt hat! Sie wird ihr ganzes Leben lang von diesen Erfahrungen profitieren und irgendwann ihren Enkeln stolz von ihrer Zeit in Neuseeland erzählen.

    Liebe Grüße
    Andrea

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