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DIE DINGE im August… die mir geholfen haben, mental nicht in ein dunkles Loch zu fallen

DIE DINGE im August 2021 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition - Mentale Gesundheit | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomIch möchte heute einfach mal über die DIE DINGE schreiben, die mich im letzten Monat mental “über Wasser gehalten” haben. Denn nein, es ging mir nicht gut in den letzten Wochen. Ach was, Monaten. Aber in den ersten Augustwochen wurde es tatsächlich immer schlimmer. Ich bin meist ganz gut darin,  meinen Körper wahrzunehmen, wenn etwas damit nicht stimmt. Ob ich immer darauf höre oder reagiere, ist manchmal eine andere Sache. Aber vor 2 Wochen habe ich dann meine persönliche Notbremse gezogen. Ich wusste, ich schramme jetzt an einem Burnout oder einer Art emotionaler Erschöfungsdepression vorbei.Ich musste etwas ändern.

Ich musste Coping Mechanismen finden, meinen aktuellen Weltschmerz, all die schrecklichen Nachrichten und meine Zukunftsangst nicht jede wache Stunde meines Tages bestimmen zu lassen. Möglichst ohne den Kopf vor dem Weltgeschehen in den Sand zu stecken und alles zu ignorieren. Denn mir ist klar, das kann ich nicht. Und das will ich auch nicht. Aber ich musste anfangen, mit meiner emotionalen Energie besser zu haushalten und mehr egoistische Seelenhygiene zu betreiben, um nicht jeden Morgen schon mit einer Panikattacke aufzuwachen. Denn das tat ich in den letzten Wochen.

Ich hatte ständig Panikattacken und Herzrasen. Ich war sogar beim Kardiologen, der mir bescheinigte, dass mein Herz fit wie ein Turnschuh sei. Aber die Beklemmungen in der Brust, das Stechen in das Rasen blieben. Bis ich selbst feststellte, dass es offensichtlich die Art ist, wie mein Körper momentan mit emotionalem Stress umgeht. Denn irgendwann im August wurde ganz deutlich, in welchen Situationen ich Herzbeschwerden bekam. Außerdem waren da die permanente Traurigkeit und das Gefühl, ständig nur heulen zu müssen. Selbst schöne Momente fühlten sich nur noch wie unter einem grauen Schleier an.

So konnte es einfach nicht weiter gehen, das fühlte ich. Ich wollte nicht in ein dunkles Loch fallen, aus dem ich vielleicht allein nicht mehr heraus komme. Ich beschloss, wieder mehr auf mich und meine Bedürfnisse zu achten. All die beschissenen Nachrichten auch mal auszublenden, die Denkspirale zwischendurch zu durchbrechen und öfter Nein zu sagen. Es geht mir immer noch nicht wirklich wieder gut. Manchmal frage ich mich auch, ob ich jemals wieder die “alte”, unbeschwert fröhliche, optimistische Nic werde. Vielleicht nicht. Hoffentlich ja. Aber zumindest für den Moment geht es mit etwas besser.

Deswegen gibt es heute meinen Monatsrückblick DIE DINGE auch etwas anders als sonst. Ich konzentriere mit auf das Gute.

DIE DINGE im August 2021 - persönlicher Monatsrückblick - Corona Edition - Mentale Gesundheit | Monatskolumne - Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomDIE DINGE im August, die mir geholfen haben, mental nicht in ein dunkles Loch zu fallen… 

Die KLEINEN ALLTAGSFLUCHTEN… Ein bisschen spontaner sein, endlich mal wieder mehr “einfach machen”, anstatt immer nur müssen. Das kommt bei uns im Alltag immer wieder zu kurz. Dabei ist jetzt gerade jetzt  die Gelegenheit, nochmal möglichst viel zu dritt zu machen. Denn irgendwann wird unser Kind nun definitiv eigene Wege gehen und vermutlich auch in absehbarer Zeit ausziehen. Und selbst wenn das nicht wäre… der kommende Herbst und Winter, während ja immer noch Pandemie herrscht und die 4. Welle rollt, wird uns noch einiges abverlangen.

Also waren wir im August noch einmal mehr unterwegs. Wir sind auf der Flohschanze gebummelt, unserem Lieblingsflohmarkt in Hamburg, der seit einer Weile wieder stattfindet. Wir waren die besten Tacos der Stadt bei Mexikostrasse auf dem Kiez essen. Ich habe mit Luzie einen Ausflug in den Wildpark Lüneburger Heide gemacht, der total schön war.

Die GRÖSSEREN ALLTAGSFLUCHTEN… Zweimal sind haben wir uns im August spontan die Wohndose geschnappt, haben auf gutes Wetter gehofft und sind einfach losgefahren. Einmal zu “unserem” kuscheligenn kleinen Bauernhof-Stellplatz beim Evershof  in Travemünde, so wie letztes Jahr. Passenderweise war – auch wie letztes Jahr – zu dem Zeitpunkt gerade das Weite Welt Festival am Ostseestrand im Gange. Und wie der Zufall es wollte, gab die Nite Club Band dort an unserem ersten Abend ein wunderbares Konzert. Auch wie letztes Jahr. Wir Glückspilze!

Der zweite Trip, von dem wir erst vorgestern zurück kamen, war sogar noch spontaner. Einen Tag zuvor beschlossen Stephan und sein Kumpel Uwe, dass Kitesurfen in Dänemark doch mal eben eine tolle Idee wäre. Einen Abend später kamen wir um 21 Uhr beim Lyngvig Camping nahe Hvide Sande im Dänemark an. Wir mit der Wohndose. Unser Freund Uwe hatte sogar den ganzen Weg aus Erlangen mit einem einfachen Van zurückgelegt. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit dafür, also habe ich einfach ein bisschen Arbeit mitgenommen. Denn uneigentlich ist das Leben aber irgendwie zu kurz, um nicht einfach auch mal zu machen und nicht zu viel nachzudenken. Für mich war es übrigens der erste Besuch in Dänemark seit 33 Jahren, der uns auch noch mit Sommerwetter belohnte. Herrlich war’s, einfach so abzuhauen.

Die ORDNUNG… Immer wenn es mir emotional richtig schlecht geht, fühle ich mich wie paralysiert. Ich schaffe kaum etwas, weil ich mich so überwältigt fühle von jeder Aufgabe. Egal, wie groß oder klein. Egal, ob im Privatleben oder im Job. Egal, ob sie sie eigentlich stressig ist oder nicht,. Ich bin erschöpft, energielos und ausgebrannt. Am liebsten würde ich mir dann den ganzen Tag die Decke über den Kopf ziehen und schlafen, damit ich nicht denken muss. Aber das geht natürlich nicht. Und an bestehenden Job-Verpflichtungen als Freelancerin kann ich auch nur schwerlich etwas ändern.

In solchen Phasen spiegelt die Ordnung bei uns zu Hause dann oft meine Aufgewühltheit im Kopf wider. Den Job packe ich dann gerade noch so, aber das Zuhause nicht mehr. Was mich dann nur noch mehr stresst, wenn ich auf das Chaos blicke. Und bevor es vielleicht jetzt bei meinen Worten noch auf der Zunge liegt… nein, natürlich bin nicht nur ich allein im Haus für’s Ordnungmachen zuständig. Und ja, mein Mann und meine Tochter tun auch ihren Teil. Und dennoch ist es eben mehr Chaos, wenn ich nichts mehr schaffe, weil mich alles überfordert. Was dann wiederum dazu führt, dass ich mich noch schlechter fühle.

Im August habe ich mich dann endlich mal an meinen eigenen Aufräum-Trick erinnert, den ich jetzt eine ganze Weile lang aus den Augen verloren hatte. Ich weiß nicht warum, denn er war immer effektiv und dauerte auch nicht lange. Aber das passiert wohl einfach, wenn einem alles zu viel wird. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich habe also meine 15-15-15-Minuten Ordnung wieder eingeführt. Damit fühle ich mich weniger unorganisiert und schaffe wieder mehr in weniger Zeit, was mir ein gutes Gefühl gibt.

Der AKTIONISMUS… Das Schlimmste für mich sind seit Monaten die Nachrichten, die permanent auf einen einprasseln. Eine Krise jagt die nächste. Die Klimakrise ist allgegenwärtig. Die meisten politischen Entscheider machen mich rasend ob ihrer Ignoranz für wirkliche Probleme. Das unmenschliche Drama in Afghanistan kam nun noch dazu und ist alles andere als gelöst. Wie viele andere Menschen, habe ich emotional überwältigt wütend und ohnmächtig nach Afghanistan geblickt. Der Kopf und das Herz kamen auch in der Zeit davor mit so vielem nicht klar. Nun erst recht.

Jede:r hat ja so seine eigene Bewältigungsstrategien. Mein „coping mechanism“ ist wohl Aktionismus…. wie man oft auch in in meinen Instagram-Stories sehen kann. Ich kann nicht anders. Ich teile Inhalte von Anderen, die ich für vertrauenswürdig und wichtig halte, ich versuche Denkanstöße und Informationen zu geben, etwas zu bewegen, wo mir selbst oft die Worte fehlen. Alles Versuche, meine Energien in eine sinnvolle Richtung zu lenken {so wie HIER in diesem Insta-Post}, die mit das Gefühl gibt, wenigstens nicht nur eine völlig hilflose, entsetzte Zuschauer:in zu sein. Das hilft mir mehr, als das Nichtstun und meine Hoffnung ist natürlich jedes Mal vor allem, es hilft auch Anderen. Und wenn es nur dazu gut ist, Bewusstsein zu schaffen.

Ich werde auch nicht aufhören, zu betonen, wie wichtig die kommende Wahl ist und das es eine richtungsweisende ist, nach der es ein “weiter so” einfach nicht mehr geben darf. Es müssen dringend zukunftsweisende Entscheidungen getroffen werden, um die Klimakrise zu bremsen. Es braucht einen echten Wechsel für die Zukunft unserer Kinder und für mehr Gleichberechtigung. Männer treffen schon immer Entscheidungen, die vor allen von Vorteil für ihre Hetero-Geschlechtsgenossen sind und deren Macht erhalten. Frauen sollten anfangen, vor allem endlich für sich selbst wählen. Falls ihr nicht sicher seid, welche Partei eure Interessen als Frau fragt doch mal WAHLTRAUT, die Wahlberater:in für die Bundestagswahl 2021. WAHLTRAUT.de funktioniert wie der Wahl-O-Mat, setzt jedoch den Fokus auf feministische und gleichstellungspolitische Themen. Vielleicht checkt ihr ja mal inwiefern eure Wünsche an die kommende Regierung und eure Meinungen zu Gleichstellungsthemen mit denen der jeweiligen Parteien übereinstimmen.

Ich werde also kaum aufhören, meine Haltung zu teilen. Hier nicht und auf Instagram auch nicht. Was ich allerdings mehr lernen muss, ist, dass ich trotzdem nicht jede fruchtlose 1:1 Meinungsdiskussion mit jeder Follower:in führen muss. Für meine eigene Seelenhygiene.

Die MORGENROUTINE… Viel zu lange habe ich gleich morgens nach dem Aufwachen das Handy in die Hand genommen und die Nachrichten-Apps gecheckt, eMails und Insta. Das habe ich mir jetzt selbst verboten. Das Handy bleibt liegen, bis ich mindestens 2 Gläser Wasser getrunken und eine kleine Runde Morgen-Yoga im Bett gemacht habe. An disziplinierten Tagen schaffe ich sogar noch zu duschen, ohne das Ding vorher anzufassen. Das tut mir gut.

Die NACHRICHTENPAUSEN… Nachrichten-Apps vor 12:00 Uhr mittags habe ich mir ganz streng verboten. Und ich halte mich auch daran. Denn es gab immer öfter Tage, da haben mit die schlechten Nachrichten so paralysiert, dass ich schon morgens nichts mehr auf die Reihe bekommen habe. Außerdem habe ich mir die Regel auferlegt, von Freitag bis Sonntag möglichst keine Nachrichten zu konsumieren, um an Wochenende auch mal wirklich abzuschalten. Die Welt geht weder unter noch wird sie mal eben besser, wenn ich nicht 24/7 über jede neue Katastrophe 5-10 Mal über diverse Kanäle informiert werde. Ein Video von Quarks.de hat mir neulich vor Augen geführt, was mit dem Gehirn passiert, wenn ihm permanent schlechte Nachrichten gezeigt werden. Ich konnte es sehr nachfühlen. Deswegen habe ich mein Pensum drastisch reduziert.

Die OMIMI & FAMILIENZEIT… Meine Omi wurde am 8. August 92 Jahre alt. Wir haben sie besucht und es tat einfach gut, sie und einen Teil der restlichen Familie zu sehen. Es ist ein Glück, dass wir sie immer noch haben und dafür bin ich sehr dankbar. Wir wohnen ja nicht “um die Ecke” und jedes Mal wenn wir wieder fahren, beschleicht mich natürlich die Angst, es könnte unsere letzte Begegnung gewesen sein. Am Samstag werden wir sie wiedersehen. Mein Neffe Carl wird eingeschult und wir feiern im Familienkreis. Darauf freue ich mich.

Die SONNI-TELEFONATE… Manchmal, wenn man sich ganz kacki fühlt, helfen Telefonate mit der besten Freundin. Meine Sonni hat so ihre eigenen Päckchen zu tragen. Im Moment sogar sehr. Aber selbst wenn es ganz hart kommt, schafft sie es noch, den Blickwinkel auf das Glas zu lenken, dass doch eigentlich halb voll ist. Für sich und auch für mich. Nach einem Gespräch mit ihr fühle ich mich immer besser als vorher. Und ich hoffe, ihr geht es genau so. Für unsere lange Freundschaft bin ich so dankbar.

Die DANKBARKEIT… ist überhaupt so ein Ding, dass man dieser  Tage leider vergisst, wenn ständig schlimme und schlimmere Nachrichten über einen hinweg fluten. Mir geht es zumindest so. Mein Kopfkino gerät dann in einen Negativstrudel, der Niemandem hilft. Schon gar nicht mir selbst. Deswegen habe ich angefangen, jeden Abend 3 Dinge zu notieren, für die ich an dem bewussten Tag dankbar war. Oder worüber ich froh war, erleichtert oder glücklich. Ganz einfach in ein kleines Notizbuch. Nichts , das fancy ist. Kein vorgedruckter Mindfulness-Schnickeldi-Kalender. Kein Stress beim Ausfüllen lauter Fragelisten und gleich wieder überfordert sein. Einfach ein paar Punkte in ein Heftchen gekritzelt. Das reicht schon, die Perspektiven wenigstens einmal am Tag aktiv auf das Gute zu lenken. Wie gesagt… mir geht es zumindest so. Es hilft.

Die STEPHAN-GESPRÄCHE… Ja, es hilft mir über aktuelle Ereignisse, die mich aufwühlen, mit meinem Mann zu reden. Nicht immer sind wir gleicher Ansicht. Oft hat er eine weniger radikale Sichtweise als ich. Wenn ich emotional aufgewühlt bin, neige ich dann doch auch mal zu irrationaler Schwarz-Weiß-Malerei. Das hat uns schon immer unterschieden. Auch wenn er lustigerweise der Romantiker von und beiden ist und ich überhaupt nicht… ich kann mich dafür emotional sehr aufregen. Ich beherrsche das volle Spektum von himmelhochjauchzend zu zu Tode betrübt. Stephan hingegen ist oft viel sachlicher als ich und holt mich auch mal runter, wenn Angst, Wut und Hilflosigkeit mit mir durchgehen. Er ist mein Fels in der Brandung. Ohne ihn würde im Moment vielleicht wirklich in ein Loch fallen.

Das NEINSAGEN… Dieser Punkt ist ein absolut privilegierter. Das ist mir bewusst. Ich arbeite als Freelancerin, bin aber in einer Sitiation, in der ich nicht die Haupt- oder gar Alleinverdienerin bin. Auch wenn ich maßgeblich zum Familieneinkommen beitrage, unsere grundsätzliche Existenz hängt nicht an mir. Zur Zeit nutze ich das “free” in Freelancerin… die Freiheit, Nein zu sagen und Jobs abzulehnen, auch wenn ich sie vielleicht gern machen würde. Ich habe mein Job-Pensum für die kommenden 2 Monate geschrumpft und nehme aktuell keine neuen an. Ich verzichte natürlich auf Einkommen und werde vermutlich gerade eben so knirsch hinkommen. Eine ordentliche Steuerforderung steht auch ins Haus, was es nicht leichter macht. Aber das ist mir der Luxus von etwas mehr Zeit und weniger Stress im Moment wert. Am Ende wird weniger in der Kasse sein, aber es wird trotzdem meiner Arbeit zugute kommen, wenn ich neue Energie schöpfen kann. Ich glaube, die Frequenz meiner Blogposts hier, die früher sehr viel höher war, zeigt gerade sehr deutlich, wie kreativ ausgebrannt ich bin. Und das soll wieder besser werden.

Das Neinsagen lässt sich allerdings auch ins Privatleben übertragen. gerade wenn man mit seiner Energie knapp am Limit ist, muss man sich nicht für alles verantwortlich fühlen, es allen recht machen und alles schaffen. Manchmal kann man auch Nein sagen, zuerst an sich denken und Dinge verweigern, ablehnen oder deligieren.

Das LESEN… ist kein Hobby, dem ich sonderlich frönen würde. Ich habe noch nie viel gelesen. Als Kind nicht und auch nicht als Erwachsene. Bücher kommen in meinem Leben nur sporadisch vor. Umso überraschender, dass ich im August einen ganzen Tag lang auf der Terrasse unterm Sonnenschirm verbrachte habe… ein Buch von vorn bis hinten durchlesend. In einem Stück! Ich bin nicht sicher, ob mir das überhaupt schon mal passiert ist. Außer vielleicht beim ein oder anderen Reklam-Heftchen in der Schulzeit einen Tag vor der Besprechung im Unterricht.

Die liebe Judith Poznan, die ich über Instagram kenne, seit ich die Wohndose renoviert habe, schickte mir ihren Debütroman “Prima Aussicht” als Geschenk. Von Neu-Camperinnenherz zu Neu-Camperinnenherz sozusagen. In der Kritik im DER TAGESSPIEGEL stand… {ZITAT} »Poznan beschreibt die Brüchigkeit und Flüchtigkeit von Glück, Liebe und Familie treffend und still, ohne viel Pathos und doch sehr berührend. Ihr Buch kommt ohne rasante Wendungen aus und zieht einen doch in den Bann.« Besser hätte ich es als Nichtbuchkritikerin, weil Wenigbuchleserin nicht sagen können. Mit Freude bin ich einen ganzen Sonntag in Judiths persönliche Geschichte eingetaucht und habe, wie sie es selbst nennt, ihren Gefühlsdurchfall mitgefühlt. Danke dafür, Judith. Es war ein schöner Sommersonntag!

Die GOOD NEWS… sollen natürlich auch heute nicht fehlen. Das französische Umweltministerium sagt den weggeschnippten Zigarettenkippen im Land den Kampf an. Ein Thema, dass mir auch immer wieder am Herzen liegt und von dem ich finde, diese aktive Umweltverschmutzung sollte Produzenten und auch Wegschnipper:innen so richtig weh tun. Norwegen will den Import von Produkten verbieten, für deren Herstellung Regenwälder schädigt wurden. Daran sollten sich alle europäischen Statten ein Beispiel nehmen. Die Suchmaschine Ecosia, die ich schon lange anstatt Google benutze, hat über 132 Millionen Bäume mit 80% ihrer Profite gepflanzt. Weltweite Studien zeigen, dass autofreie Innenstädte die Umsätze des Einzelhandels erhören und nicht, wie viele Autoverfechter immer behaupten, senken. Ich hoffe, wir können uns in Zukunft auf Städte mit weniger Autoverkehr und mehr Grün freuen. 50 Tonnen Müll hat die NGO Green Kayak bereits aus Gewässern gefischt. Die Organisation gibt es übrigens auch in Hamburg und jeder, der mithelfen möchte kann sich dort gratis ein Kayak ausleihen und nebenbei Trash aus der Alster fischen. Das ist doch mal ein sinnvoller Paddelausflug.

 

Ihr Lieben, ich mach Schluss für heute. Ich bin leergetippt. Danke, wenn ich bis hier her gelesen habt. Wahrscheinlich sind noch tonnenweise Tippfehler drin. Aber ich drücke jetzt einfach auf “publish” und habe Mut zur Rechtschreiblücke… :)

Alles Liebe für euch.

... macht es hübsch! Gruss

 

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11 Comments

  • Reply
    Jana
    1. September 2021 at 18:26

    Liebe Nic,
    es ist geradezu unheimlich, wie Deine letzten Blogposts genau DAS beschreiben, was ich in den Augenblicken, in denen ich sie lese, fühle – denke – spüre.
    Ich fühle mich so wütend, hilf- und machtlos ob der ganzen Themen, die die letzten 18 Monate (oder länger?) auf uns einprasseln.
    Und ich habe große Angst, dass es eben doch so weitergehen wird nach dieser Wahl, weil so viele eben doch nicht begreifen (wollen).
    Wir hatten das große Glück, in den Urlaub fahren zu können / dürfen und die Nordseebrise hat mir den Kopf gelüftet. Das – und die selbstauferlegte Medienabstinenz – haben so gut getan !
    Ich suche allerdings im Alltag immer noch Methoden, die mich nicht durchdrehen lassen.
    Vermutlich werde ich (der Einfachheit halber……) einfach mal Deine nacheinander testen.

    Ich ziehe den Hut vor Dir & freue mich immer wieder sehr, dass Du Deine Standpunkte und Meinung klar kommunizierst – dies gibt mir immer wieder Hoffnung, dass doch nicht alle Menschen arschig sind.
    Danke dafür & pass gut auf Dich auf !
    LG Jana

  • Reply
    Bianca
    1. September 2021 at 19:28

    Liebe Nic,
    Danke!!
    Schön, dass es dich und deinen Blog gibt! I feel you.

  • Reply
    Ulla
    1. September 2021 at 20:37

    Danke für diesen ehrlichen Rückblick und Einblick. Alles Gute und viel Kraft. Ulla

  • Reply
    Susanne Völger-Remmo
    1. September 2021 at 20:56

    Liebe Nic, vielen vielen Dank für diesen Blog Post. Ich habe mich oft wiedergefunden. Diese Sorgen und Ängste sind schlimm und mich hat die Flut so schrecklich angefasst und auch die Wut über Menschen die sich nicht impfen lassen und und und. Die Liste ist lang. 😔Ich bin froh, dass ich meine Familie und auch liebe Freunde habe, die mich aufbauen und ich habe beruflich mit Grundschulkindern zu tun und das ist dann oft sehr erfrischend und herzallerliebst😍.
    Ansonsten wünsche ich uns einen Wechsel bei der anstehenden Wahl, sonst wird das nix mit den Klimazielen. Wir drücken uns die Daumen.
    Auf das es dir auch bald wieder leichter ums Herz wird, ich wünsche dir alles Gute. Ich mag deine Instagram Geschichten soooo gern, vielen Dank dafür.
    Lieben Gruß ausm Pott 🙋🏻‍♀️🍀🌻

  • Reply
    Berit
    1. September 2021 at 21:19

    Du liebe Luzi!
    Danke für deine offenen und herzlichen Wort. Vor meinem inneren Auge sehe ich dich gerade in einem tiefen, dunklen Loch mit hängendem Kopf und oranger Mütze und denke mir: bitte nicht!!! Denn in deinen Bildern, Geschichten und Storys ist so viel wundervolles Leben und du besitzt einen herrlichen Kampfgeist. Selbst um die Kopfschmerzen der mit Glocken behangenen Kühe sorgst du dich!
    Bitte weitermachen!!!
    LG Berit

  • Reply
    Ani Lorak
    1. September 2021 at 22:23

    I feel you. Auch ich kämpfe aktuell, ich habe gewählt und selten soo eindeutig. Lass es raus. Und ja Widerspruch ist wichtig.

  • Reply
    Gabriele
    2. September 2021 at 14:44

    Ein einfaches von Herzen kommendes Danke! Ich kann nur zustimmend Nicken und betonen wie gut es tut dass du so ehrlich und authentisch bist! Es geht mir ebenso, deine Taktik ist perfekt und du machst anderen Frauen soviel Mut mit deiner Offenheit! Lieber Gruß Gabi

  • Reply
    Bettina
    3. September 2021 at 7:26

    Liebe NIc, vielen Dank für Deinen sehr persönlichen Einblick. Ich kann so gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Noch vor einem Jahr ging es mir ganz genau so. Für mich war tatsächlich eine Therapie das allerbeste, was mir passieren konnte. Was die Nachrichten angeht bin ich eiskalt und bin sowas von uninformiert. Einfach aus Selbstschutz. Ich ertrage das einfach nicht. Und wem ist dann damit geholfen? Ich versuche, meinen Fokus und meine Energie auf mein konkretes Umfeld zu legen. Was nicht heißt, dass mir alles egal ist. Im Gegenteil. Aber wie gesagt, mein Selbstschutz ist mir wichtiger – und meine psychische Gesundheit. Toll, dass Du Menschen um Dich hast, die Dir gut tun und wo Du so sein kannst, wie Du bist. Das ist so unglaublich wichtig. Alles Gute! Bettina

  • Reply
    Dorothee Schellenberger-Schübel
    4. September 2021 at 14:11

    Vielen Dank für deine einblickenden Zeilen. Puuuh…bei uns zu Hause fühlt es sich gerade genau so an. Der Schmerz der Welt und die Zukunftsangst sind allgegenwärtig und belastet jeden von uns auf seine Weise. Wir (2, 8, 16, 19, 36 und 40 Jahre) wechseln uns ab mit dem „Durchhänger“ und zum Glück holen wir uns gegenseitig immer wieder raus. Aber es ist anstrengend!
    Danke für dein Tipps! Vor Allem Der, sich vor zu vielen schlechten Nachrichten zu schützen und wohl dosiert aufzunehmen, Auszeiten nehmen und…

    Liebe Grüsse Doro (momlovestocook insta)

  • Reply
    Ilka
    6. September 2021 at 19:52

    Danke 🌞

  • Reply
    Annika
    5. Oktober 2021 at 9:34

    Liebe Nic,

    das mit der Ordnung ist bei mir ganz genauso! Man sieht der Wohnung mein inneres Chaos oder auch meine Erschöpfung an (aktuell bin ich z.B. dauermüde). Manchmal bin ich so fertig, dass mich der Zustand wirklich nicht nervt … aber meistens macht er mich echt fertig!

    Nachrichten sehe ich auch nur noch wohldosiert, auf das Handy sehe ich das erste Mal, wenn ich morgens auf den Bus zur Arbeit warte.

    Ein Dankbarkeitsbüchlein hatte ich auch einmal. Aktuell habe ich aber so einen vorgefertigten Wochenrückblick, der mir gut tut. Noch einmal Revue passieren lassen, was in der Woche gut war usw..

    Das Nein-Sagen ist wirklich der schwierigste Punkt! Ich übe. Danach fühle ich mich auch gut. Aber jahrelang antrainiertes Verhalten ist halt nicht innerhalb von Tagen abzulegen!

    Liebe Grüße von Annika

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