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DIE DINGE im August… von der Gleichzeitigkeit von Glück & Trauer

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comDIE DINGE… Manchmal liegen Glück & Freunde und Schmerz & Trauer so verdammt nah beieinander. Unser August war alles am hohen und tiefen Emotionen und auch noch alles dazwischen. Und vermutlich hält das auch noch eine Weile an. So viel geweint wie im August habe ich lange nicht mehr. Es war ein emotional sehr erschöpfender Monat … daran werde ich auch noch ein Weile knabbern, fürchte ich.

Ich würde gerne einfach mal wieder lustige und durchweg fröhliche Neuigkeiten in meinem Monatsrückblick verkünden. Aber dies ist wohl nicht die Zeit dafür. So ist das echte Leben leider… manchmal kommt es dicke. Deswegen werde ich mir auch für den August weitgehend meine Meinungen und Kommentare zum Weltgeschehen und zu dem, was mich sonst noch alles in meinem Kopf beschäftigt, verkneifen. Das würde den Rahmen an negativem Input wohl sprengen. Auch für mich selbst, nicht nur für euch als Leser:innen. Vielleicht habe ich ja irgendwann wieder die Kraft dafür. Jetzt gerade nicht. Und euch möchte ich das auch nicht zumuten, denn ich möchte immer, dass hier am Ende die positiven Neuigkeiten überwiegen dürfen. Ob sie das heute tun? Vielleicht. Mal sehen… immerhin macht die Gleichzeitigkeit von Glück und Trauer das ganze irgendwie erträglich.

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comDIE DINGE im August… von der Gleichzeitigkeit von Glück & Trauer

Der NIC-RESET… aus dem Juli, denn das ist eigentlich unser langer Sommerurlaub immer für mich gewesen. Hat der geklappt? Jein würde ich sagen. Eigentlich war es der erste Urlaub seit Jahren, in dem ich wirdklich mal wieder die Energiereserven auftanken konnte. Uneigentlich ist dieser Effekt schneller verpufft, als ich Piep sagen konnte. Es war einfach zu viel von Allem im August, da hat mein Akku nicht dann doch nicht lange stand gehalten. So isses halt. Kommen hoffentlich auch wieder weniger aufregende Zeiten.

Die TOURIS… in der alten Heimat. Dabei fing der Monat wirklich gut an… mit eine Pressereise nach Göttingen und einem wunderbaren Hotelaufenthalt im neuen Freigeist in der Nordstadt. Es war irgendwie lustig quasi als Touristin in der Gegend unterwegs zu sein, in der ich aufgewachsen bin. Ich habe altes, aber auch neues (wieder)entdeckt. Aber davon erzähle ich euch dann schon bald mal ausführlich in einem Reise-Blogpost.

Der 93ste GEBURTSTAG… nachdem wir nun sowieso schon in der Gegend waren, war es ein Leichtes, den Aufenthalt in der alten Heimat um einen Tag zu verlängern und mit meiner Omimi ihren 93sten Geburtstag zu feiern. Das war sehr schön! Dieses Foto HIER von uns zwei entstand schon ein paar Tage vorher, als wir auf dem Rückweg aus unserem Urlaub für einen Besuch stoppten. Da war sie noch ganz propper. Zu den schmerzlichen Erkenntnissen dieses Monats gehört aber leider auch, dass es manchmal ganz schnell gehen kann mit dem körperlichen und auch geistigen Abbau eines sehr alten Menschen. Gestern haben wir meine Omimi wieder besucht… im Krankenhaus. Wo sie nun zum x-ten mal in den letzten Wochen lang, weil sie fortwährend stürzt und sich immer wieder verletzt. Es ist herzzerreißend für uns alle… und wenn man ganz ehrlich ist, ist das auch kein Leben. Es ist wie ein Abschiednehmen auf Raten, die unsere Familie gerade fühlt.

Der ERSTE MAINZ-TRIP… ich erzählte euch ja im letzten Monatsrückblick, dass unser Kind den Traumstudienplatz ergattert hat. Es war nicht unbedingt der Traum, 550 Kilometer von Zuhause zu studieren, aber das Studienfach war’s: Filmwissenschaften. Diesen speziellen Studiengang gibt es in Deutschland nur in Berlin und Mainz. Berlin kam für Lu nicht in Frage… also Mainz!

So haben wir gleich Anfang August mit der Wohnungssuche losgelegt. Die ist ja bekanntermaßen nirgendwo einfach, entsprechend engagiert waren wir dabei. Mindestens 3 Mal pro Tag (eher öfter) checkten wir die gängigen Online-Immobilien-Portale und versuchten so schnell wie möglich zu antworten, sobald etwas Interessantes auftauchte. Wir haben alles gesehen… schönes Unbezahlbares, überteuertes Schäbiges, akzeptables Mittelprächtiges. Meistens nicht zum Hurra-Schreien, aber nun ja. Entdeckt haben wir auch etliche Scam-Anzeigen, die nur zu Betrugszwecken geschaltet wurden. Da meldeten sich dann z.B. Vermieter:innen, die gerade als viel beschäftigte Ärzt:innen in Spanien arbeiteten und nicht zur Vermietung nach Deutschland kommen könnten. Aber man könnte den Wohnungsschlüssel für eine eigenständige Besichtigung der Wohnung bekommen. Selbstverständlich gegen eine Kaution von mehreren Hundert Euro. Zur Sicherheit. Ja klar…

Die Geschichten variierten bei diesen Betrugsversuchen, die Masche war die Gleiche: man sollte aus fadenscheinigen Gründen erst mal was zahlen. Nun war das natürlich spätestens ab diesem Punkt leicht zu durchschauen. Beim zweiten Mal erkannten wir es dann auch schon an der Art der Anzeigen. Aber man fragt sich dennoch, wie viele Menschen auf Wohnungssuche vielleicht auf kriminelle Ar*chgeigen (exuse my French) herein fallen. Die Anzahl von Scams unter den Wohnungsanzeigen war wirklich frustrierend. Noch frustrierender war die Tatsache, dass sich gerade mal 1 von 10 angeschriebenen Vermieter:innen überhaupt zurückmeldeten… egal, wie schnell wir reagierten.

Am zweiten Augustwochenende fuhren wir dann nach Mainz. Einen Besichtigungstermin hatten wir und wir hofften einfach, vor Ort noch kurzfristig weitere Besichtigungen arrangieren zu können. Es ist ja auch immer schwierig, wenn man zur Wohnungssuche gar nicht spontan sein kann, weil man noch weit weg wohnt. Es blieb bei der einen Besichtigung. Wir gingen direkt wieder raus… der Zustand von Bad und Küche war eine Frechheit. Mehr ergab sich an dem Wochenende nicht, nicht mal eine Antwort auf die ganzen Anfragen. Und wir waren wirklich sehr genervt und auch unsicher, wie das weitergehen sollte. Natürlich hatte Lu sich auch bei den Studentenwohnheimen beworben (von denen wir bis heute nichts gehört haben by the way…) und WGs wären auch noch eine Möglichkeit gewesen. Aber für unser sehr introvertiertes Kind eben nur ein Notnagel und nichts zum Wohlfühlen.

Wir waren also an diesem Sonntagabend völlig unverrichteter Dinge wieder auf dem Weg nach Hause. Wir redeten es uns damit schön, dass sich schon was ergeben würde, wir ja noch Zeit hätten und wir so immerhin wir Mainz schon ein bisschen kennenlernen konnten. Da ploppte ein paar Hundert Kilometer vor Zuhause eine neue Anzeige online auf. Kleine 1-Zimmer-Dachgeschosswohnung, alles neu renoviert und hell, Bad und Küche auf den Fotos 1A…. bezahlbar und nah am Rhein! Bei letzteren beiden Punkten schrillten gleich wieder unsere Scam-Alarmglocken. Zu schön, um wahr zu sein! Aber der Text, der klang eigentlich doch irgendwie echt.

Wir antworteten sofort auf die Anzeige. Wir würden schon merken, wenn damit etwas nicht stimmt, sagten wir uns. Und die sehr nette Vermieterin meldete sich tatsächlich am gleichen Abend zurück. Hach, es wäre ja schwierig, dass wir nicht vor Ort wären und gerade wieder weg. Sie hätte für den kommenden Mittwoch nun schon 9 Besichtigungen, aber sie könnte und vielleicht am Dienstagabend einen virtuellen Rundgang anbieten. „Wir würden das lieber persönlich machen. Wir kommen auch am Dienstag extra dafür! Irgendwie machen wir das möglich.“, war unsere Antwort. Sie hielt uns ein bisschen für verrückt, dieser Aufwand! Aber wir waren uns am Telefon auch sehr sympathisch, das Gespräch dauerte länger, als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Sie stimmte zu. Und es war wirklich das erste Mal, dass wir so ein Bauchgefühl hatten… Das könnte wirklich was sein!

Verrückt wie wir sind, fuhren wir also am Dienstag wieder nach Mainz. Arbeiteten mobil im Auto und fuhren abwechselnd. Als wir 1 Stunde zu früh da waren, schauten wir und das Haus schon mal von außen an und spazierten durch die Nachbarschaft. Zwei Gehminuten zum Rhein samt Biergarten am Wasser, das beste Eis in Mainz direkt umme Ecke, eine Supermarkt mit Öffnungszeiten biss 22 Uhr auf der anderen Straßenseite und hinterm Haus durch eine kleine Gasse in 3 Minuten in der Altstadt. Puh, das war wirklich fast zu schön um wahr zu sein, wenn jetzt noch die Wohnung das halten würde, was die Fotos versprachen. Alles war so perfekt, dass uns ein bisschen Panik beschlich… Wenn das jetzt nicht klappt, wie sollen wir uns mit den anderen Rummelbuden sonst wo arrangieren, die wir teilweise für das gleiche Geld so gesehen hatten? Wie alle drei waren wahnsinnig nervös.

Am Ende stimmte (fast) alles. Die gegenseitige Sympathie mit der Vermieterin stimmte. Die kleine Dachgeschosswohnung ist frisch renoviert mit einem tollen Bad und einer schönen Küchenzeile. Sie ist in der Realität etwas kleiner, als von den Fotos her gefühlt. Aber ich weiß ja, was Weitwinkelobjektive können… wir hatten das schon vermutet. Lange Rede kurzer Sinn, nur etwas später saßen wir dann genau in jenem Biergarten am Rheinufer in der Abendsonne und Lu unterschrieb sehr happy den ersten Mietvertrag ihres Lebens. Naja, und ihr könnt euch vorstellen, was für ein Brocken Stephan und mir vom Herzen und den Schultern fiel. Ein Ort zum Wohlfühlen… das war uns für unser Kiddo wahnsinnig wichtig gewesen und jetzt hat sie einen!

Unser Tipp nach dieser Erfahrung… Immer vorsichtig sein bei Anzeigen, die zu gut aussehen, um wahr zu sein, was Quadratmeterzahl, Preis und Lage angeht. Wenn der Beschreibungstext eher spärlich und wenig aussagekräftig ist und die Wohnungsfotos zwar vielversprechend aber in der Anzahl wenige. Spätestes, wenn man euch ohne Leistung für irgendwas zur Kasse bitten will… ist es Fake!

(Alle Foto in diesem Post sind übrigens in Mainz entstanden. Mit meinem Phone, denn die Kamera habe ich zu Hause gelassen. Und was ihr im nächsten Foto seht ist genau der Platz, wo Lu ihren Mietvertrag unterschrieben hat. Entstanden ist das Bild allerdings vor der Besichtigung, als wir noch keine Ahnung hatten, wie der Abend verlaufen würde.)

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comDer JA-ABER-MITTEILUNGSZWANG… von Mitmenschen. „Oh… aber das wird schwierig werden mit einer Wohnung in Mainz! Der Wohnungsmarkt! Na, macht euch da mal keine Illusionen, dass ihr bis Oktober was Schönes findet! Das kann Monate dauern! Wenn überhaupt!“ Augenrollen meinerseits.

Es gab unzählige Direktnachrichten auf Instagram zu unserer Wohnungssuche in Mainz. Sehr viele aufmunternd, daumendrückend, hilfeanbietend. Einige davon waren Gold wert…. Danke besonders an Kathrin & Lisa! Aber mindestens doppelt so viele kamen, die einfach gar nichts taten, als direkt zu demotivieren und die Situation schlecht zu reden.

Manchmal denke ich, es gibt in der virtuellen Begegnung vor allem zwei Sorten Menschen. Die die konstruktiv unterwegs sind und tatsächlich helfen wollen und wenn nur mental zu unterstützen. Und die, die eigentlich nichts beizutragen haben, aber trotzdem ein bisschen gesunden deutschen Pessimismus verteilen möchten. Wozu macht man sowas, frage ich mich immer? Um seine Mitmenschen gleich mal von vorn herein bei einer vielleicht nicht ganz so einfachen Aufgabe zu demotivieren?

Würde mir nicht einfallen sowas und das habe in meinen Instagram-Stories mein Unverständnis geäußert. Wozu immer dieser voraus eilende Pessimismus? Das war denn aber etlichen auch schon wieder zu viel, die sich von mir „belehrt“ fühlten, die mit daraufhin (gern mit Ankündigung!) entfolgen mussten. Leider stelle ich immer wieder fest, dass Leute sich besonders online oft schwer tun, persönliche Grenzen zu akzeptieren. Natürlich nie die eigenen, die sind maximal wichtig. Sondern vor allem die von den anderen. Und machmal verliere ich dann wirklich die Lust, auf Social Media überhaupt irgendetwas zu teilen, war über hübsche, unverfängliche Sofa- Rezept- oder Urlaubsbildchen hinaus geht. Aber das wäre eben auch nicht ich. Ich wollte und konnte noch nie everybody’s darling sein.

Nun denn… wir haben aller pessimistischen Unkerei zum Trotz innerhalb von 2 ½ Wochen eine wirklich schöne, kleine Wohnung für Lu gefunden. Manchmal muss man auch mal Glück haben und sich auch ein bisschen schlauchen. Und ich glaube ja sowieso immer daran, dass man auch kriegt, was man denkt. Schon allein deswegen denke ich lieber Gutes. ;) Kann ja nicht schaden.

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comDer KREBS… ist ein Arschloch. Ich hatte euch in meinem Monatsrückblick im Juli von unserem Freund Jörni erzählt. Er hat den Kampf verloren. Während wir uns noch gerade eben über Lus neue Wohnung in Main wie Bolle freuten, ist er gegangen. Für immer.

Wir hatten es schon eine Weile befürchtet und trotzdem immer das Beste gehofft. Nun klafft da ein Loch in der Mitte unseres Freundeskreis, den Stephan sogar schon seit Schultagen sein eigen nennt… und ein noch größeres im Leben seiner Partnerin, unserer Freundin. Wir sind unendlich traurig, fassungslos und wütend. Das war zu früh, verdammt noch mal. So viel zu früh. Er wird uns sehr fehlen, mit seinem etwas ruhigen aber doch so lustigen Wesen. Wir haben das “Glück”, dass wir einen tollen Freundeskreis haben. Wir trauen gemeinsam um Jörni. Und das ist das Positive daran. Keiner ist damit allein.

Das TINY HOUSE… für ein Wochenende Mitte August hatten wir eigentlich einen Aufenthalt im Tiny House in Travemünde geplant. Ihr erinner euch vielleicht daran, ich was schon mal dort. Das letzte Mal war ich ja allein und obwohl ich das immer sehr genieße, allein unterwegs zu sein, hatte ich mich jetzt sehr gefreut, mit Stephan etwas Zeit in der kleinen schnieken Bude zu verbringen. Aber nach den traurigen Neuigkeiten vom Tod unseres Freundes stand mir dann so gar nicht mehr der Sinn danach… nicht mal als Ablenkung. Ich weine dann doch lieber in mein eigenes Kissen als in ein fremdes. Wir werden das nachholen. Irgendwann. Wenn das Herz wieder leichter ist und wir den Aufenthalt dann auch wirklich genießen können.

Der LADEN… im eigenen Keller ist ja schon was wert. Seit unserer Rückkehr aus Mainz und den Aussichten auf Luz kommenden Aus- und Umzug im Oktober, stapeln sich nun hier schon die Sachen. Mein Schlafzimmer ähnelt bereits jetzt einem Haushaltswaren-Lager. Und ausnahmsweise bin ich mal froh, dass wir so viel Zeug im Keller haben. Denn was man plötzlich alles für einen ersten eigenen Hausstand braucht, wenn man nur eine Handvoll eigener Möbel hat, ist echt ein bisschen überwältigend.

Wie gut also, wenn Mama (also ich) einen Hand zum Sammeln und Horten von Schönem und Praktischem hat und wenn sogar einige Dinge, die ursprünglich mal als Props für Content-Produktionen dienten, nun eine neue Bestimmung finden. Toaster, Geschirr, Besteck.. sogar der schickste schwarze Emaille-Eimer zum Putzen. Vieles ist bereits da, anderes Sammeln wir jetzt bis zum 1. Oktober zusammen. Denn da wird dann das erste Umzugswochenende sein.

Gestern hat das Kind dann noch eine alte Schubladenkommode in der Möbelscheune für ihr Badezimmer ergattert, für 16 Euro. Lu hat ja eine große Liebe für alte Möbelstücke. Und nach diesem Wochenende wird das Ding dann wohl mit schwarzer Lackierung und Messingbeschlägen in ganz neuem Glanz erstrahlen. Ich liebs ja, dass sie so tickt und einfach ihren eigenen Look pflegt… bin jetzt schon so gespannt, was sie aus ihrem ersten eigenen Zuhause so macht.

Das SCHULKIND… am Samstag ist unsere Nichte eingeschult worden. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Auch dort fängt also ein neuer Lebensabschnitt an. C., die kleine Schlaumeierin freut sich auf jeden Fall wie Bolle und wir wünschen ihr von Herzen eine schönen Schulbeginn.

Die Einschulung war auf jeden Fall eine schöne Gelegenheit, die Family in großer Runde wieder zu sehen. Ich hatte meine Schwestern und ihre Männer und natürlich auch die Kids lange nicht gesehen. Wir haben so viel gelacht und auch endlich mal wieder erzählt, was bei uns so los ist. Ein bisschen geweint haben wir auch. Denn Omimi konnte nicht dabei sein. Aber auch das tat dann auch gut, wenigstens gemeinsam ein paar Tränen zu vergießen und uns gegenseitig zu trösten.

Der HOCHZEITSTAG… ach ja, den hatten wir auch. Fast vergessen. Der ist mal wieder ein bisschen untergegangen. Gerade in einem August, wie diesem. Aber das ist vielleicht das Gute daran, wenn man so lange zusammen ist, wie wir (22 Jahre mit Trauschein nun und 28 Jahre ohne)… man weiß auch ohne großes Brimborium um solche Tage, was man sich gegenseitig wert ist. ;)

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comDas GLOTZPROGRAMM… war im August ziemlich umfangreich. Wie immer, wenn es mir nicht gut geht. Denn dann ist mein Go-To, mich mit Filmen oder Serien vom andauernden Kopfkino abzulenken, damit ich nicht durchdrehe.

Am liebsten mit allen verfügbaren Folgen von “RuPauls Drag Race”. Die geben mir immer irgendwie ein gutes Gefühl und sind so etwas wie mein emotionaler „safe space“ im Glotzoversum. Ganz egal, ob Spanien, Frankreich, Philippinen. Wenn ich noch untertiteln folgen muss , weil ich die Sprache nicht verstehe (ja, mein Französisch ist leider auch so schlecht, dass ich das z.T. muss), um so besser. Dabei kann man nämlich nicht grübeln.

Nachdem ich mich wochenlang davor gedrückt habe, habe ich endlich “Stranger Things” zu Ende geguckt. Ich habe wie erwartet eine Menge geheult. (Scheint ja auch meine Kernkompetenz in diesem August zu sein). Weswegen, das kann ich hier leider nicht auseinanderklamüsern, weil ich natürlich auch niemanden spoilern will, der/die es vielleicht noch nicht gesehen hat. Ich sage nur: : „Liebe Duffer Brothers, aus deren Feder das Script der letzten beiden Folgen geflossen ist… Wie unnötig und was für ein Verlust!“ Mann ey.

Ich hatte so hohe Erwartungen an „Buba”. Denn eigentlich stehe ich total auf schrullige Provinzpossen und vor allem auf Bjarne Mädel. Und tatsächlich hat mich such nur Bjarnes Schrullen-Charisma überhaupt bei der Stange gehalten, diesen Film zu Ende zu sehen. Trotz der abgedrehten Story waren Handlung und Personen seltsam flach und leider nur so semi-witzig. Meine Sympathie konnte keine Figur gewinnen, nicht mal Bjarne. So blieb mir das Schicksal des Protagonisten dann auch irgendwie egal… sehr schade!!!

„Kleo“ war und ist noch mein Serien-Highlight im August. Die Story: Kleo Straub (so genial verkörpert von Jella Haase) führt als inoffizielle Auftragskillerin (Tschekistin) der DDR und Enkelin eines Stasi-Funktionärs für die Stasi geheime Missionen durch. Nach einem erfolgreichen „Job“ in West berlin wird sie denunziert, für 3 Jahre verknackt und erst nach dem Mauerfall entlassen. Kleo startet in dieser Action-Thriller-Komödie einen total aberwitzigen und sehr ostalgischen Rachefeldzug gegen „ihre“ Verräter:innen. Das kann man als Trash-TV und unwürdig der deutschen Wendegeschichte empfinden oder aber einfach als erfrischend andere deutsche Unterhaltung jenseits von Bergdoktor-Schmonzetten & Co. Ich liebs ja!!!

Die Familien-Sofaabende verbringen wir gerade mit dem „Sandman“, einer Fantasyserie, die auf dem gleichnamigen 32 Jahre alten Comic bzw. Graphic Novel von Neil Gaiman basiert. Als Fand von Game of Thrones, Herr der Ringe, Stranger Things & Co. Gefällt uns die Serie erwartungsgemäß gut… wir sind aber noch ziemlich am Anfang, also bitte nicht spoilern. ;)

Die GOOD NEWS… Keanu Reeves hat es wieder getan, wofür er mittlerweile bekannt ist. Nämlich einfach ein sehr netter Mensch sein. Ich finde die Welt braucht viel mehr Keanus. Dann wäre die Matrix aka Welt ein netterer Ort. Und eine wissenschaftliche Studie bestätigt… Optimismus verlängert das Leben! Na dann!

Chemiker:innen entwickeln eine Methode, wie „ewige Chemikalien“ endlich aufgelöst werden können. Die USA machen Milliarden für Klimaschutz und Soziales locker. Geht doch! Die UN-Generalversammlung erklärt den Zugang zu einer sauberen, gesunden und einer nachhaltigen Umwelt zu einem universellen Menschenrecht. Ein niederländisches Start-Up entfernt mit einer Blubberblasen-Barriere Plastikmüll aus Flüssen. Das Great Barrier Reef in Australien hat sich zumindest in Teilen erholt. Auch wenn kein überschwänglicher Optimismus aufkommen sollte, zeigt die Nachricht, dass eine Kehrtwende in der Entwicklung des Riffs möglich ist. Deutschland produziert immer weniger Fleisch und verzeichnet erneut einen Rückgang um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vietnams Regierung stärkt die Rechte von queeren Menschen. In Singapur sollen sexuelle Beziehungen zwischen Männern nicht mehr länger strafbar sein. Überfällig!!! Überall.

In Großbritannien ist es Forscher:innen gelungen, die Blutgruppe einer Spenderniere von B auf 0 zu verändern.Valneva und Pfizer starten Zulassungs-Studie für einen Impfstoff gegen die durch Zecken übertragene Borreliose. Ich feiere das, denn ich hatte in meinen 20ern eine Borreliose-Infektion, gleich beim ersten Zeckennbiss, den ich in meinem Leben hatte. Glücklicherweise wurde sie damals erkannt und behandelt.

DIE DINGE im August 2022 - persönlicher Monatsrückblick | Online Tagebuch Monatskolumne | luziapimpinella.comIhr Lieben, danke euch wenn ihr bis hier gelesen habt. Mein August-Monatsrückblick war ja alles andere als eitel Sonnenschein, trotz der vielen Sonnenstunden. Ich hoffe, ich habe im September wieder mehr Fröhliches und Positives zu berichten. Auf uns kommen aufregende Zeiten zu, denn ab dem 1. Oktober steht ja dann schon Lus Umzug nach Mainz an. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, auch noch einige DIYs, die uns sicherlich Spaß machen werden. Und Stephans Geburtstag mit einer Party und vielen Freunden steht auch an.

Ich freu mich auf den September. Wirklich. Auch wenn der nochmal ein paar Tränen mit sich bringen wird. Denn wo Licht ist, ist eben immer auch Schatten.

... macht es hübsch! Gruss

 

 

 

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6 Comments

  • Reply
    Ute
    31. August 2022 at 19:01

    Liebe Nic, das alles klingt nach einem anstrengenden Monat. Schön, dass es mit der Wohnung in Mainz geklappt hat, ich glaube da immer fest an Karma! Auf dass der September wieder etwas heller wird für dich! 🧡 LG Ute

  • Reply
    Margit
    31. August 2022 at 23:13

    In meinem August gab es ähnliche Ereignisse wie bei Dir. Leider habe auch ich eine gute Bekannte verloren (ging rasend schnell innerhalb von 2 Monaten).
    Ich hab zwar nicht im Tinyhouse übernachtet, aber in meinem 6 qm Gartenhaus. Tierische Rückenschmerzen nach einer Nacht auf dem Feldbett inklusive! War sehr aufregend! Na, und morgen startet mein “Kleiner” seine Ausbildung zum Gala-Bauer.
    Ich wünsche uns einen guten Start in den September…
    Viele Grüße von Margit

  • Reply
    SonjaS
    1. September 2022 at 6:38

    Diese zwei sorten menschen gibt es in leider in der analogen welt auch zuhauf, und da kann man sie nicht oder selten ignorieren.
    schön, dass das geklappt hat und die ‘bude’ hört sich von der beschreibung schon sehr gemütlich an. so ein neuanfang ist immer so aufregend, viel erfolg für deine tochter!

  • Reply
    Anja
    1. September 2022 at 15:09

    Wunderbar, dass es so gut geklappt hat, manchmal ist es in Vorteil, wenn man von weit her kommt und nicht zu den festen Besichtigungsterminen kommen kann. Und vor den anderen da ist und sich sofort entscheidet. Die Lage ist super und durch die Neugestaltung des Winterhafens aufgewertet im Vergleich zu früher, allerdings ist auch ein bisschen Charme verloren gegangen, ich sehe die das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber dafür gibt es jetzt deutlich mehr Wohnraum. Hoffentlich gibt es noch den netten Musikclub mit Kultur und allem möglichen in den Gemäuern zwischen Bahnneubau und Winterhafengelände.

  • Reply
    Sandra
    3. September 2022 at 20:50

    Ich lese immer gern deinen Monatsrückblick, mit Tränen und auch ohne Tränen. So ist das Leben nun mal. Es kommen auch wieder gute Zeiten, wie du selbst auch schreibst.
    Die Leute, die Dinge direkt schlecht reden, nenne ich die “weg-von-Denker”. Und die machen auch im echten Leben keinen Spaß. Lieber optimistisch an Sachen rangehen, dann wird “unmögliches” oft doch möglich. Mainz wird bestimmt super!

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    San
    5. September 2022 at 2:30

    Puh, bei dir war ja echt eine Menge los. Ich freue mich über die guten Nachrichten und sende mal einen virtuellen Drücker für die nicht so schönen News :( Manchmal gar nicht so einfach das alles auf einmal zu verpacken.

    Was die “Pessimisten” angeht, die einem auf IG und sonstwo immer gleich alles schlecht reden müssen… das treibt mich auch auf die Palme und ich frage mich, warum solche Leute (die man oftmals nicht mal kennt) nicht einfach die Klappe halten können. Austeilen (und gute Ratschläge verteilen) können sie gut, einstecken bzw. kritikfähig sein leider nicht. *augenroll*

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