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DIE DINGE im Januar… kaum 2020 und schwupps, habe ich ein erwachsenes Kind!

DIE DINGE im Januar... persönlicher Monatsrückblick | Monatskolumne - Was mich im Januar 2020 glücklich gemacht, beschäftigt, begeistert, inspiriert und auch mal aufgeregt hat | luziapimpinella.vomSchwupps, schon ist der Januar herum und es ist schon wieder Zeit für meinen ersten persönlichen Monatsrückblick des Jahres. Meine Kolumne über DIE DINGE, die mich im Vormonat beschäftigt, inspiriert, berührt, interessiert, amüsiert, und auch mal aufgeregt haben. Völlig willkürlich erzählt, aufgezählt und durcheinander wie eben das Leben manchmal so ist. Wichtiges und Unwichtiges, das meinen Januar irgendwie ausgemacht hat. Aber das supadupa Wichtigste dieses Mal zuerst…

DIE DINGE im Januar… kaum 2020 und schwupps, habe ich ein erwachsenes Kind!

Der 18. GEBURTSTAG – Okay, ich bin jetzt offiziell Mutter einer erwachsenen Tochter. Natürlich wird Luzie immer mein Kind bleiben, egal wie alt sie ist. Und so lange ich kann, werde ich mit Puschen hinter ihr herlaufen und ihr sagen, sie soll ’ne dicke Jacke anziehen. Und vielleicht werde ich, wenn sie längst ausgezogen ist, jeden Abend anrufen und ihr sagen, sie soll nicht vergessen, sich die Zähne zu putzen. Nein, im Ernst… manche Dinge werden sich vermutlich nie ändern. Daran dreht auch die Volljährigkeit nichts. Ansonsten… keine neuen Rührseligkeiten an dieser Stelle. Denn sein wir mal ehrlich. Solange Luzie noch zur Schule geht – und das sind ja immerhin noch 1 ½ Jahre – ändert sich eben wirklich nicht viel. Ach doch. Das Kind hat jetzt einen eigenen Paypal Account. Ihre erste Amtshandlung als Erwachsene. Haha. ;)

Was ihr hier seht, sind übrigens Hunderte von alten und auch neueren Fotos von Luzie und uns als Family, die ich zu ihrem Geburtstag zusammengesammelt habe. Ich habe sie alle einheitlich schwarz-weiß bearbeitet und mit meinem Instax-Drucker ausgedruckt, um sie dann als Geburtstagsgirlanden hier zur Feier des Tages aufzuhängen. Da unheimlich viele spontane Schnappschüsse dabei sind, war es wirklich schön, sich die gemeinsam anzuschauen, ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen und zu schmunzeln. Später, nach unserer Flur-Renovierung, sollen die Fotos dann im Treppenaufgang aufgehängt werden. Dann können wir uns immer wieder darüber freuen.

Die JANUAR-PARALYSE – 2020 startete nicht wie sonst ein neues Jahr, muss ich sagen. Es lag sicherlich auch daran, dass noch eine Weile krank war, aber auch sonst hatte ich eine kleine Januar-Paralyse. Sich crappy fühlen und viele schlimme Nachrichten führen nicht gerade dazu, dass man einen hochmotivierten und enthusiastischen Kopfsprung ins neue Jahrzehnt hinlegt. Ich schrieb es ja auch HIER in meinen 20 Goals für 2020. Aber inzwischen läuft es endlich wieder runder. Das fühlt sich gut an.

Das YOGA CHALLENGE FAZIT – Eines meiner Goals war ja auch die 30 Tage Yoga Challenge von Mady Morrison. Was soll ich sagen? Ich hab’s zum Teil geschafft, war aber bei manchen Einheiten heillos überfordert und fühlte mich wie eine Bewegungslegasthenikerin. Durchgängig anfängertauglich waren die Sequenzen eben leider nicht und ich bin noch weit davon entfernt, mich wie eine Brezel verbiegen zu können. Klar ist das nicht so schlimm. Übung macht ja den Meister. Nur, wenn man sich die Knochen dilettantisch so verdreht, dass sie hinterher für ein paar Tage wehtun, sollte man das doch vielleicht Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Mein persönliches Fazit war zumindest, dass es vielleicht besser ist, einfach mal einen Yoga-Kurs im echten Leben zu besuchen, wo auch ein Profi anwesend ist, de  auf meine Verbiegungen guckt und mich gegebenenfalls korrigieren kann.

Die GUTEN NACHRICHTEN – Ich habe ja bereits darüber geschrieben, wie sehr mich die schlechten Nachrichten in letzter Zeit emotional beeinflusst und total heruntergezogen haben. Leider passiert einfach sehr viel Mist auf der Welt, aber es ist auch die Tatsache, dass wir all dem inzwischen völlig ungefiltert 24/7 ausgesetzt sind. Den ganzen Tag prasseln neue Hiobsbotschaften auf uns ein. Kohleausstieg vergrützt, in Australien brennt es immer noch, Hysterie wegen des Coronavirus, Idioten die in Davos Bullshit reden, der Brexit wird ernst und tausend andere Dinge mehr.

Um der Bad News Flut auch mal etwas entgegen zu setzen, habe mittlerweile {auf diverse Tipps hin – Danke dafür!} die GOOD NEWS App in Benutzung. denn ich bezweifele ja nicht, dass es auch immer mal wieder gute Nachrichten auf der Welt gibt, nur berichtet kaum jemand drüber, weil der Fokus viel zu oft auf dem möglichst spektakulär Schlechten liegt. Das ist jetzt die einzige Nachrichten App, die mir i. Zukunft sogar Push-Nachrichten schicken darf. Alle anderen versuche ich, nicht mehr 5 mal am Tag zu öffnen.

Die FRAUENMACHTMichelle Williams politischen Appell an alle Frauen beim Golden Globe möchte ich hier erwähnen, weil ich ihn gut fand… Sie ruft Frauen dazu auf, Frauen zu wählen! Männer haben das schon immer so getan, sich gegenseitig protegiert und zur Macht verholfen. Weswegen die Welt leider mittlerweile so aussieht, wie sie aussieht!!!

DIE DINGE im Januar... persönlicher Monatsrückblick | Monatskolumne - Was mich im Januar 2020 glücklich gemacht, beschäftigt, begeistert, inspiriert und auch mal aufgeregt hat | luziapimpinella.vomDas GEDENKEN – Letzte Woche war der 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Die letzten Zeitzeugen sind bald nicht mehr da und können von dem Gräuel des Holocaust berichten. Es ist unsere Verantwortung, das Wissen weiterzutragen, damit es niemals vergessen wird. Auch, damit sich das alles NIEMALS wiederholt. Ob das wirklich so klappt, bezweifele ich dieser Tage oft, angesichts rechts-völkischer Ansichten, die mittlerweile wieder erschreckend salonfähig werden. Deswegen ist es auch an uns, Alltagsrassismus zu erkennen und ihm entgegen zu treten. Und das fängt vielleicht manchmal schon damit an, dass wir unseren Kindern beibringen, dass der leberwurstrosa Buntstift in der Federmappe eben nicht „hautfarben“ ist. ;)

Stephan fragte Luzie am Montag irgendwann bei Abendessen, ob sie wüsste, was denn für ein Tag heute sei. Sie wusste es. Sie lag auch nur knapp daneben, als er sie fragte, wie lange das denn her sei. Und sie wusste auch, dass Auschwitz in Polen liegt. Sie wusste auch noch mehr, aber ich möchte das hier gar nicht schreiben, um irgend auf den Busch zu klopfen oder so. Ich schreibe das, weil sie auf die Frage, ob sie das denn an diesem Tag mal in der Schule besprochen hätten, mit „Nein“ antwortete. Das fanden wir befremdlich und traurig. Warum nicht? Auch am nächsten Tag war es im Geschichtsunterricht kein Thema. Okay, es wurde schon auch zu anderen Zeiten durchgenommen, aber dennoch. Warum nicht?

Das zeigte mir wieder auf’s Neue, wie wichtig es ist, sich in Sachen Allgemeinbildung eben nicht auf die Schule zu verlassen. Wir müssen mit unseren Kindern über Geschichte, Politik und so viele wichtige Gesellschaftsthemen zu Hause reden. Wir Eltern müssen ihnen Allgemeinbildung, Empathie, Bewusstsein für die Gesellschaft und Verantwortung vermitteln. Das ist unser Job! Das können wir eben nicht nur der Schule oder Youtube überlassen. Und in meinen Augen ist das viel wichtiger, als die Kids auf einen möglichst herzeigbare Karriere zu drillen. Wie der weise Dalai Lama schon sagte… {Zitat} „Die Welt braucht nicht noch mehr erfolgreiche Leute. Die Welt braucht verzweifelt mehr Friedensstifter, Heiler, Wiederhersteller, Geschichtenerzähler und Liebende aller Art.“ So ist es.

Die MIDLIFE CRISIS – „Ach herrje, jetzt hat sie sie erwischt! Die Arme kommt wohl nicht damit klar, dass sie 50 wird.“ Das werden böse Zungen vermutlich lästern, wenn das klappt, was ich gerade angestoßen habe. Seit Jahren wünsche ich mir ein Tattoo Sleeve und gehe schwanger mit dem Gedanken, der einzigen, kleinen Tätowierung, die ich seit 30 Jahren habe, etwas Gesellschaft zu gönnen. meiner Freundin Sonni und meiner Familie labere ich damit schon ewig die Ohren voll. Vielleicht ist es jetzt soweit. Die Tattoo-Künstlerin, die ich schon seit Jahren bewundere, hat gerade seit Ewigkeiten endlich mal ihr „booking open“ und ich habe gestern eine eMail mit meiner Idee rausgeschickt.  Der Run auf die Termine wird vermutlich enorm sein. Ich drücke mir mal selbst die Daumen.

Der BLUMENRAUSCH – Beim usseligsten Hamburch-Wetter habe ich mich am Mittwoch auf den Weg in die Stadt gemacht. Ich war zum Pre-Opennig des X Blumen PopUp Store von Blume 2000 samt Blumen-Workshop eingeladen. Der ganze Laden war ein einziges blumiges BÄM und machte sofort gute Laune. Das Übrige tat dann der Ausspruch unserer Floristen Maxim & Jens, die zu Beginn des Blumenbinde-Workshops den Satz sagten, den ich schon immer mal in meinem Blumenladen hören wollte: „Nehmt einfach was und wieviel ihr wollt! Und alle so yeah. Also wirklich alle. Am Ende des späßigen und total inspirierenden Workshops hatte jede von uns Teilnehmerinnen einen Traumstrauß gebunden. Ganz unterschiedlich im Look und witzigerweise, ihren Blumenstraußbinderinnen meist irgendwie vom Stil her ähnlich. Das nennt man wohl Blumenpsychologie. Ich freue mich heute noch über mein selbst geklöppeltes Bouquet… ihr könnt es HIER in meinem Instagram Post sehen.

Das ist übrigens „Werbung ohne Auftrag“. Ich möchte euch nur diesen Hamburg-Tipp einfach auch nicht vorenthalten, denn PopUps Shops sind ja leider immer so schnell wieder weg – dieser bleibt bis zum 8. Februar geöffnet. Und die unterschiedlichen Workshops jetzt schon fast ausgebucht. Aber vielleicht, wenn viele Menschen genau so begeistert von dem Konzept sind, wie ich, wird es ja in Zukunft einen X Blumen Shop geben, der bleibt und regelmäßig Workshops anbietet. Ich würde das super finden und mir öfter mal einen grauen Tag verschönern!

Der BALLON-FILM – Einen schnellen Film-Tipp lasse ich euch noch da. Wir haben diesen Monat The Aeronauts mit Eddie Redmayne und Felicity Jones gesehen. HIER ist der Trailer, falls es euch interessiert. Er läuft zur Zeit auf Amazon Prime. Die Story: Der Wissenschaftler und Meteorologe James Glaisher {den gab es tatsächlich} und die waghalsige Ballon-Pilotin Amelia Wren machen sich 1862 gemeinsam auf, um das Wissen über das Wetter zu erweitern und höher zu fliegen als jemals zuvor ein Mensch es getan hat. Ihre abenteuerliche Expedition in einem Gasballon wird nicht nur rekordbrechend, sondern auch ein nervenaufreibender Kampf ums Überleben. Der Film ist nichts für höhenängstliche Gemüter. Wir haben vom Sofa aus ein ums andere Mal laut aufgeschrien. Die Geschichte ist historisch nicht korrekt und auch nicht wirklich realistisch, aber uns hat der überaus ästhetische und enorm spannende Film super gut gefallen. Vielleicht ist der ja auch was für euch?

 

Das war’s für den Januar. Ihr wisst ja… mein Monatsrückblick ganz völlig willkürlich und irgendwie auch total immer unvollständig. Manches, was mich beschäftigt und auch aufregt, ist am nächsten Tag schon vergessen und das ist ja eigentlich auch sehr gut so, dass die Natur uns Menschen so vergesslich eingerichtet hat. ;) Wir würden ja durchdrehen.

Wie ist euer Januar gewesen? Seid ihr, fit wie ein Turnschuh, durchgestartet oder hattet ihr auch ein paar Probleme, so richtig in den Flow zu kommen?

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

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5 Comments

  • Reply
    Julia
    31. Januar 2020 at 11:45

    Hallo Nic,
    du hast mir in deinem Januar-Rückblick in Vielem aus dem Herzen gesprochen.
    Ich halte es ebenfalls für wichtig, die bad news zu verfolgen und ggfls. sich dadurch zu Aktionen, Petitionen, Diskussionen etc. anregen zu lassen, um – hoffentlich – positiv entgegen wirken zu können.
    Dabei sollte man aber auch die good news nicht aus den Augen verlieren.
    Und ich drücke dir die Daumen für den Termin bei der Tätowiererin. Das wird bestimmt super.
    Da fällt mir ein: Ich muss den Tätowierer meines Vertrauen anrufen, damit mein Sleeve endlich fertig wird.
    Viele Grüße
    Julia

  • Reply
    Kaska
    1. Februar 2020 at 13:03

    Hallo Nic, vielleicht kann ich dir (und mir) ein wenig die politisch-historisch-gesellschaftliche Stimmung heller machen: meine (auch ziemlich frisch erwachsene) Tochter hat gerade in der Schule diskutiert, ob der 8.Mai als gesetzlicher Feiertag zum Gedenken an die Befreiung der KZ-Häftlinge eingeführt werden soll. In Religion. Meine Frage, warum dieses Datum, muss ich mir selbst beantworten…
    Den Film „Im Labyrinth des Schweigens“ hat mir meine Große empfohlen.
    Immer wieder finde ich ein gutes Buch zum Thema. Stimmt, man muss schon gerne lesen, aber die Bücher werden geschrieben und herausgegeben.
    Es scheint, dass heutzutage viele Völker nach rechts abrutschen und keine Parallelen sehen. Da hoffe ich auch, es gibt genug gesunden Menschenverstand sowie Zivilcourage. Das mit dem …ehm hellen Stift nehme ich mit, gleich mit dem Zitat von Dalai Lama.
    Kennst du das Buch „doitscha“ von Adriana Altaras? Kann ich sehr empfehlen – am besten als Hörbuch.
    Gruß (in sonnig)
    Kaska

  • Reply
    Katharina
    1. Februar 2020 at 15:07

    Hallo Nic,

    irgendwie scheint es deine verlinkte App (Good News) zur Zeit nicht im Apple Store zu geben 🤔 Dabei könnte ich die echt gut gebrauchen 🙈

    Liebe Grüße,
    Katharina

  • Reply
    Annika
    4. Februar 2020 at 18:08

    Hallo,

    ich finde es auch so so wichtig, dass man nicht vergisst!
    Wir haben als Jugendliche (mein Mann und ich – damals „nur“ Freunde) Sally Perel kennengelernt („Hitlerjunge Salomon“) und es berührt mich nach wie vor, was er erzählt hat (auch, wenn seitdem ein Vierteljahrhundert vergangen ist)! Oder die Musik von Veitmann (ich weiß nicht, ob er so geschrieben wird) – die lachende Klarinette <3
    DAS GESCHEHENE darf nie vergessen und auch nicht verleugnet werden und nie nie wieder passieren! Grausam und erschreckend! Jeden Tag vermittle ich in der Schule, in der ich arbeite, Toleranz und Weltoffenheit (und es trägt erste kleine Knospen, fast schon Früchte ; )

    Unsere Große ist 14 geworden und momentan auf Galapagos – die Zeit rennt! Was meinte unsere Kleine (10 Jahre alt) vor ein paar Tagen?! "Ihr könnt froh sein, dass ich so anhänglich bin! Viele Kinder in meinem Alter wollen gar keine Zeit mehr mit ihren Eltern verbringen." Ja, wir sind froh … auch, wenn es manchmal ganz schön fordernd ist ; )

    Ich kann das mit den schlechten Nachrichten auch nicht mehr ab! Zeitweise habe ich gar keine mehr gesehen, da es mich echt nur noch runtergezogen hat. Jetzt leiste ich meinem Mann manchmal Gesellschaft. Ich sage immer zu ihm, warum den nicht zwischendurch "Tierbabies" gezeigt werden können?! Damit meine ich positive Nachrichten in jeglicher Form ; )

    Liebe Grüße von Annika

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