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DIE DINGE im November… ein Haufen voller Highs und ein paar echte Lows

DIE DINGE im November 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomHolymoly, der November hatte es irgendwie in sich. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Ich weiß gar nicht, ob ich es überhaupt schaffe, in meinem persönlichen DIE DINGE Monatsrückblick heute alles unterzubringen, was mich im November so beschäftigt hat. ich glaube nicht. Es war eine emotionaler Achterbahn, soviel ist sicher. Da war alles dabei. Es war auch ein bisschen, als wollte der letzte Monat so einiges wieder gut machen, was das Jahr 2020 bisher verbockt hat. Als wollte er eine kleine Perspektive auf bessere Zeiten geben. Das tat richtig gut. Deswegen fange ich heute einfach mal mit den guten Dingen an.

DIE DINGE im November… ein Haufen voller Highs und ein paar echte Lows

Das KLEINE SCHWESTERHERZ – und ihr Lebensgefährte haben sich von einer wochenlangen Corona-Erkrankung endlich wieder erholt. Ich erzählte euch davon in den DINGEN im Oktober. Auch der Geschmacks- und Geruchssinn meiner Schwester kommt so langsam wieder. Das ist eine große Erleichterung und wir sind froh, dass sie wieder gesund sind. Zumindest soweit man das zum jetzigen Zeitpunkt beurteilen kann.

Die WAHL – in den USA war so unglaublich nervenzerfetzend. Das ganze Drama hat mich so mitgenommen, dass ich mich vom 3. November an vier Tage lang total aus dem Internet ausgeklinkt und nicht einmal die Tagesschau im TV angeschaut habe. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich echtes digital detox betrieben. Ich wollte einfach nichts mehr sehen und hören. GAR NICHTS. Bis das Ergebnis feststand, an dem ich, mit allen Bauchschmerzen der Welt, sowieso nichts hätte ändern können. In der Zwischenzeit habe ich viel offline gearbeitet, ausgewachsenen Putzanfälle gehabt und im Haus alles mit Etiketten beschriftet, was nicht niet- und nagelfest war.

Als das Wahlergebnis einigermaßen sicher war, kam Luzie ganz zaghaft mit den News zu mir und habe ich erst mal heulen müssen, vor Erleichterung. Nein, natürlich wird jetzt nicht schlagartig alles gut. Aber der Wahlausgang macht immerhin Hoffnung darauf, dass Amerika und damit auch die Welt ein stückweit von Hass, Selbstsucht, Gier und Lügen detoxen kann. Er hat mich auch ein Stück Glauben an die Menschen zurückgegeben, dass Moral und Wahrheit bei vielen eben doch noch etwas zählt.

Eine kleine Anektote noch nebenbei… Mitte November hatte ich nochmal einen fetten Mückenstich. Einen einzigen. Der schwoll übel an und entzündete sich, wie keiner zuvor. Es war, als wollte die blöde Mücke mir noch mal so richtig einen austeilen, bevor sie akzeptierte, dass ihre Zeit jetzt endgültig vorbei ist. Parallelen zu real existierenden, ebenso lästigen Menschen sind rein zufällig, aber frappierend. This too shall pass….

Die IMPFAUSSICHTEN – und die Tatsache, dass wir dem SARS-CoV-2 im kommenden Jahr etwas entgegen setzen können, mach mich froh. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde, erfolgversprechende Seren zu entwickeln. Und auch, wenn ich natürlich weiß, dass es noch etliche Monate dauern wird, bis die Impfungen wirklich in der breiten Bevölkerung ankommen, ist mein Gefühl für 2021 damit ein sehr viel zuversichtlicher. Zuversicht und Perspektive, das ist es doch, was man braucht.

Ja, wir werden uns natürlich impfen lassen. Ich habe es ja schon öfter hier im Blog thematisiert – wir sind Impfbefürworter und, schon allein wegen unserer Fernreisen in exotische Gefilde, so ziemlich durchgeimpft. Und ich würde es übrigens konsequent finden, wenn alle, die irrationalerweise etwas von „Coronalüge“ und „Impfpflicht“ faseln und ohne Mundschutz auf Demos rennen, doch bitte einen Wisch unterschreiben. Einen auf dem steht, dass sie im Ernstfall einem anderen Menschen ihr Intensivbett im Krankenhaus überlassen.

DIE DINGE im November 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomDie WORTSCHÖPFUNGEN – die Deutsche sich immer so einfallen lassen, sind ja oft sperrige Buchstabenaneinanderreihungen {Ha! Was für ein Wort! ;)}. Im Klang nicht selten bedrohlich und mindestens hochbürokratisch. Beherbergungsverbot, Toilettenpapiergarantie, Infektionsschutzgesetz. Was auch immer man über diese Wortschöpfungen in Zeiten von Corona denkt, egal, wie sinnvoll sie sind. Muss die deutsche Sprache oft so schrecklich hässlich klingen? Die Belgier haben Worte wie Knuffelkontakt. Das klingt doch viel schöner, findet ihr nicht auch? Ich bin für mehr „freundliche Wörter“ in unserer Sprache. Die hätten wir alle nötig. Die einen mehr als die anderen.

Das VERSTÄNDNIS – für die Quertreiber, die sich im November in deutschen Innenstädten tummelten und fröhlich jegliche Coronaregeln und vor allem gegen gesellchaftlichen Anstand und zwischenmenschlichen Respekt verstoßen, fehlt mir völlig! Ich habe null Verständnis für diese Parallelrealität, in der Menschen sich angeblich wie in einer Diktatur fühlen und sich irrerweise einbilden, sie wären „Widerstandskämpfer*innen“, während sie seelenruhig neben Rechtsradikalen auf Demos marschieren. Leute, die ganz schamlos ihre Kinder für ihr wirren Ideologien instrumentalisieren. Die, die ihre Meinungs- und sonstige Freiheit und in Gefahr sehen, obwohl sie jeden gequirlten Meinungs-Bullshit verbreiten dürfen. Selbst zutiefst antidemokratischen braunen Scheiß. Auch die vermeintlich Harmlosen, die es nicht mal ertragen können, für ein paar Monate als Rücksicht auf Andere, einen läppischen Stofflappen im Gesicht zu tragen.

Ich verstehe sie null!!! Und ich bin ehrlich gesagt froh, solche Menschen nicht in meinen direkten Umfeld zu wissen. Aber ich habe im November festgestellt, dass mir wohl so Einige auf Instagram folgten. Auch solche, die offensichtlich an Machteliten glauben, die sich heimlich mit Kinderblut jung halten… einem Märchen übrigens dass schon viel älter ist, als alle kultartigen Schwurbel-Bewegungen der letzten Jahre. Und das seinen Ursprung im weltweiten Antisemitismus hat. Überraschung! Ganz normale Menschen {Frauen in meinem Falle}, hinter gutbürgerlichen Bildchen, die die lieber an Verschwörungsmythen glauben, als an wissenschaftliche Fakten. Und die dann tatsächlich noch denken, die könnten mich von ihren wirren Fantasien überzeugen. Gerade mich. Wow… das macht mich schon ein bisschen fassungslos.

DIE DINGE im November 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomAber jetzt mal ein großer Themensprung zu leichterer Kost…. 

Die LEBERWURSTWAND – also, die rosa Wand in unserem Wohnzimmer ist fertig gestrichen und macht sich verdammt gemütlich! Ihr könnt HIER und HIER in meinem Insta-Posts schon einen kleinen Blick darauf werfen. Wir sind total happy mit der Farbe und der kuscheligen Atmosphäre. Die brauchen wir in den nächsten Wochen auch. Aus Gründen, die ihr gleich noch erfahrt. Wenn ihr sie nicht schon von Insta wisst.

Die PILZSUCHE – auf die wir uns am ersten Wochenende im November gemacht haben, war tatsächlich unsere allererste… EVER! Eigentlich dachten wir, wir würden nichts finden. Wir sind nun auch wirklich alles andere als Pilz-Experten, aber zum Identifizieren von Maronen oder Steinpilzen reicht es dann doch noch. Und wir wurden wirklich fündig, wir Glückspilze! Wir kamen mit einem kleinen Korb voll mit Maronen nach Hause und haben daraus ein wunderbares Pasta-Gericht gezaubert. Im nächsten Herbst wiederholen wir das. Denn selbst, wenn wir keinen einzigen Pilz gefunden hätten… die Suche danach und der ausgedehnte Spaziergang durchs Unterholz im Wald hatten etwas Therapeutisches.

DIE DINGE im November 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomDas GLOTZPROGRAMM – war auch im November wieder von gemeinsamen Familiensofa-Abenden mit Serien-Binging geprägt. Aktuell bin ich etwas „obsessed“ mit britischen Krimiserien. Die 2. Staffel von CRIMINAL Vereinigtes Königreich fand ich, wie die erste schon, absolut spannend und gelungen. Die Darsteller waren u.a. Kit Harington aus Game of Thrones, Kunal Nayyar aus Big Bang Theory und Sophie Okonedo aus Ratched. Was es irgendwie noch spannender machte…

Mein zweiter Brit-Serien Favorit im November war „Ich schweige für dich“. Der deutsche Titel ist leider mal wieder selten dämlich und lässt eher eine schlimme Herzschmerz-Schmonzette vermuten. Weswegen ich auch erst mal „drum herum geklickt“ habe. Warum muss man einen Originaltitel wie „The Stranger“ denn bitte überhaupt übersetzen? Und dann noch so ganz ohne Sinn? However… diese Serie hat uns überrascht. Ihr habt also meine uneingeschränkte Guckempfehlung für die krasse Story, in der eine mysteriöse Fremde scheinbar willkürlich Menschen mit der Aufdeckung von Geheimnissen konfrontiert und damit unheilvolle Kettenreaktionen auslöst. Mehr wird nicht verraten.

Und weil ich im Oktober noch nicht sicher war, wie ich die Drama-Miniserie „The Queens Gambit“ {Damengambit}, finde… nochmal ein Update dazu. Nachdem wir erst einmal über die etwas zähe erste Folge hinweg gekommen sind, war der der Rest der Geschichte über das Schachgenie Beth Harmon und ihrem Weg zu Weltmeisterschaft in diesem männerdominierten Sport, so richtig spannend. Wir haben Folge für Folge zusammen als Familie verschlungen.

Was uns noch begeistert hat? Die Stephen King Doku „Das notwendige Böse“, die wir in der  arte-Mediathek gesehen haben. Den Meister der Horror- und Fantasy-Literatur und Kult-Autor in diversen Interviews zu lauschen, war faszinierend. Die Doku offenbart einen Blick auf den Menschen Stephen King, der uns nachhaltig beeindruckt hat.

DIE DINGE im November 2020 - persönlicher Monatsrückblick, Corona Edition | Monatskolumne - Mein Corona Tagebuch | luziapimpinella.vomDie QUARANTÄNE  & das VOR-ABI – Luzies letztes Schuljahr ist quasi ein einziger Ausnahmezustand und eine echte emotionale und nervliche Belastung für sie. Was da alles schief läuft, damit könnte ich Seiten füllen. Möchte ich jetzt aber nicht, sonst rege ich mich gleich wieder auf. Im November waren wieder 2 Wochen Quarantäne angesagt, weil es im ihrem Jahrgang Coronafälle gab. Die Übungsklausuren für das anstehende Abitur, hier auch „Vor-Abi“ genannt, konnten nicht wie geplant stattfinden. Mittlerweile hat Luzie 2 davon hinter sich, in Biologie und Kunst. Unter Coronabedingungen. Deutsch und Englisch folgen morgen und übermorgen. Dann machen wir erst mal einen ganz großen Haken an diese Sache und atmen durch.

Ach ja… Sportunterricht steht übrigens, trotz des Teil-Lockdowns im Land, immer noch auf dem Stundenplan. Und Hybrid-Unterricht mit halber Klasse im Präsenz-Unterricht und andere Hälfte online, wird immer noch nicht Betracht gezogen. Obwohl technische Möglichkeiten dafür sehr wohl da sind. Dazu fällt mir echt nichts mehr ein.

Die MASKENKUNST – ein Instagram-Account auf dem ich im November völlig fasziniert hängen geblieben bin, ist der von @volker.hermes. Der Künstler verpasst den Werken von Alten Meistern wie Rembrandt und Holbein ein Makeover per Photoshop… viele von ihnen durchaus corona-esk. Sehr cool, wie ich finde.

Die KELLER KATASTROPHE – am Ende musste der November doch nochmal für eine Klatsche ausholen. Ganz im Geiste dieses verkorksten Jahres. Es ist Advent und hier von Besinnlichkeit keine Spur! Denn … vielleicht habt ihr es in der letzten Woche schon in meinen Instagram-Stories mitbekommen… wir haben ein klammheimliches Leck in unserem Warmwasserkessel im Haus gehabt und nun einen ausgewachsenen Wasserschaden. Nicht, dass wir uns im Advent vielleicht noch bei so schnöden Dingen wie gemütlichen DIYs und Kekse backen langweilen. Nein, stattdessen machen wir jetzt drei vollgestopfte Kellerräume leer, damit ab Montag dort wochenlang ein Trocknungsgerät im vor sich hin brummen kann und danach muss saniert werden. Oh du Fröhliche!

2020 bleibt eben auch in den letzten Tagen des Jahres noch eine echte Bitch. Aber was soll’s… Wenigstens hatten wir das Wohnzimmer ja gerade ganz neu gemütlich gemacht. Das wird dann auch in den nächsten Wochen vermutlich auch das einzige Zimmer ohne Chaos sein. Unsere Ruheoase. Das ist doch auch schon mal was. Und wenn dieser ganze Scheiß mal vorbei ist, freuen wir uns vermutlich sogar darüber, dass wir den Keller endlich mal entrümpelt haben. 

Die GOOD NEWS – weil ich jetzt mit der blöden Kellergeschichte nicht diesen Post enden möchte, hätte ich noch eine sehr süße gute Nachricht am Schluss… Forscher haben in Australien zwei neue Spezies von Großflugbeutlern entdeckt, die an Niedlichkeit kaum zu übertreffen sind. Nur nass sollte sie vielleicht nicht werden, denke ich… Nass. Womit wir doch irgendwie wieder beim Keller wären. Haha…

Okay… kurz fassen hat offensichtlich ja nicht so gut geklappt. ;) Aber das war er dann jetzt auch, mein Senf des Monats.

Und was war bei euch im November so los? Was hat euch bewegt, erfreut, geärgert und beschäftigt?

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

 

 

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5 Comments

  • Reply
    Andrea
    3. Dezember 2020 at 16:17

    Es gibt noch mehr Serien, die aus den Büchern von Harlan Coben entstanden sind. Allerdings laufen nicht alle auf Netflix. Es wären da noch „The Five“, „Safe“, „Das Grab im Wald“ und „No second Chance“. Diese zumindest habe ich auch schon gesehen und bis auf ein paar Dinge haben sie mir recht gut gefallen. Falls ihr die noch nicht kennt, wäre es ein Versuch wert. LG Andrea

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      3. Dezember 2020 at 16:57

      Hallo Andrea, danke für die Tipps. :)

      „Das Grab im Wald habe ich schon auf meiner Watchlist. „The Five“ klingt auch spannend, gibt es leider im Moment aber nur gegen Geld. „Safe“ hatte ich vor längerer Zeit schon mal gesehen, die Serie fand ich aber nicht so gelungen.

      Aktuell gucken wir als Familie zusammen „The Umbrella Academy“ Luzie kennt die drei Staffeln zwar schon, aber Stephan und ich hatten die Serie noch nicht gesehen.

  • Reply
    Luisa
    3. Dezember 2020 at 16:18

    Du hast wieder sehr viel erlebt, Corona lässt auch einfach nicht locker. Ich hoffe, dass bald alles wieder normal wird.
    Liebe Grüße
    Luisa von littlefork

  • Reply
    Assiba
    8. Dezember 2020 at 20:28

    Liebe Nic,
    ich lese und nicke bei jedem Absatz. I feel you <3

    Ich befürchte, bis die Impfungen anschlagen, werden wir noch einige Gefühlswechselbäder nehmen. Hoffnung, Wut, Linderung, Liebe und immer wieder Angst. Manchmal finde ich es sehr schwer auszuhalten und fühle so wie du es über deine Beobachtung der US-Wahl geschrieben hast.

    Deine Blogposts und Instastorys sind immer ein Lichtblick, Nicht nur, wenn du von deinen Kreativitäten oder den Eichhörnchen im Garten schreibst – auch wenn du mal zeigst, dass du bedrückt bist oder Ärger rauslässt. Das zeigt mir irgendwie, dass wir nicht allein sind mit unseren Gefühlen.

    Besos,
    Assiba

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      10. Dezember 2020 at 15:15

      Das wird es bestimmt bis dahin, liebe Assiba. Auch, weil der Winter und die „Drinnen-Zeit“ noch sehr lang werden, befürchte ich.

      Danke dir für deine lieben Worte… ich hoffe wirklich sehr, dass wir uns 2021 mal „in echt“ sehen und drücken, wenn dieser ganze Corona-Spuk vorbei ist.

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