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Öko-Shaming vs. DANKE an Alle, die nicht 100% nachhaltig leben & dennoch Schritte in die richtige Richtung tun

Nachachhaltiger leben | Öko-Shaming auf Social Media vs. DANKE an Alle, die nicht 100% nachhaltig leben & dennoch Schritte in die richtige Richtung tun | luziapimpinella.comAm letzten Freitag war ich mit Luzie zusammen auf der weltweiten Klima-Demo in Hamburg dabei. Ich habe ein Bild auf Instagram gepostet und Stories gemacht, weil ich es für richtig und wichtig halte, für eine Gesellschaftsveränderung und auch für eine neue, mutigere und innovativere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Prompt und wie eigentlich auch erwartet, kamen sie, die Öko-Shaming Kommentare. Dass wir da eigentlich nichts zu suchen hätten, wo wir doch selbst nicht komplett nachhaltig lebten. Man machte sich sogar die Mühe, durch meinen Instagram-Feed zu scrollen und mir ein paar Bilder weiter den Prosciutto in meiner Kürbis-Carbonara vorzuhalten. Quasi als Beweisstück meiner persönlichen Verfehlung.

An anderer Stelle stellt man mir die Frage, wie es denn für mich moralisch vereinbar wäre, mein Putzmittel selbst zu machen und auch noch darüber zu bloggen, wo ich doch gleichzeitig auch über das Reisen schreibe. Und so weiter… Das kenne ich natürlich seit langem. Ich bin eine Bloggerin, die auch öfter mal darüber schreibt, was ihr persönlich wichtig ist und die auch mal ihre politische Meinung äußert. Damit mache ich mich verletzlich und angreifbar. Gemütlicher hat man es doch, wenn man am besten gar nichts sagt. Im Zweifelsfall auch, wenn man lieber nichts tut… oder wenn schon, dann doch bitte nicht darüber spricht!

Das beobachte ich auch anderswo. Da muss sich zum Beispiel Johanna von @pinkepanki ständig für alles Mögliche rechtfertigen. Dabei fliegt sie alle Jubeljahre überhaupt mal in den Urlaub, achtet an so vielen Stellen auf Nachhaltigkeit und die ganze Familie lebt vegetarisch. Oder bei Jana von @vonkopfbisfuss_ geht eine absurde Diskussion darüber los, die den Anschein erweckt, frau dürfe sich als Nicht-Rasierhobel-Besitzerin überhaupt keine Haltung in Sachen Nachhaltigkeit erlauben. Nur zwei Beispiele von unendlich vielen Bloggerinnen und Instagramerinnen, die in ihrem Alltag versuchen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen und das auch kommunizieren. Well, but here comes Social Media….

Jede*r auch nur mal ein kleines bisschen Stellung bezieht, die*der darüber spricht, was er selbst in seinem Leben besser zu machen versucht, sieht sich einem Haufen von „entweder 100% oder gefälligst gar nicht“-Kommentaren gegenüber. Dabei geht es den Kritisierenden in den seltensten Fällen um einen konstruktiven, zwischenmenschlichen Dialog. Es geht mehr darum, sich selbst moralisch überlegen und als besseren Menschen zu fühlen. Das geht immer wunderbar mit einer großen Portion Whataboutism – dem beliebten rhetorischen Kniff, die Aussage des Gegenübers zu diskreditieren und herabzuwürdigen, ohne überhaupt dessen Argumente zu widerlegen. Meistens geschieht das, weil es auch nicht wirklich Gegenargumente gibt. Was kann man schon dagegen argumentieren, wenn jemand öffentlich sagt, er würde nur noch unverpacktes Obst kaufen? Nichts, es ist ja eine gute Sache. Und er*sie tut es nicht einmal mit dem erhobenen Zeigefinger. Aber hey… man kann ihm*ihr wenigstens seine Kuhmilch im Tetrapack vorhalten. Da fühlt man sich selbst doch gleich viel besser. BÄM. Erwischt. Entweder ganz oder gar nicht!

Das Blöde ist, dem Klima und der Umwelt hilft es tatsächlich nicht, wenn sich sehr wenige Leute 100% nachhaltig verhalten. Ich persönlich bezweifele auch, dass es in unserer heute so vernetzten Gesellschaft in einer immer komplexeren Welt überhaupt möglich ist. Aber es hilft mit Sicherheit, wenn viele Menschen sich Mühe geben, Schritte in die richtige Richtung zu gehen und bessere Entscheidungen treffen. Und ich halte es für wichtig, dass sie sich trauen können, darüber zu reden. Ohne, dass sie Öko-Shaming befürchten müssen, weil sie eben nicht perfekt sind.

All das Klein- und Schlechtreden und das selbstgefällige im „ich bin besser als du“-Modus verharren, bis einfach kein fruchtbarer Dialog mehr übrig bleibt, hilft Niemandem. Nicht der Sache, nicht dem Klima, nicht der Umwelt, nicht der Menschheit. Sich gegenseitiges vorführen und anprangern schafft null Verständnis und bringt garantiert keinen Nachdenkprozess in Gang, sondern nur Aversion.

Deshalb möchte ich heute selbst einfach mal das Gegenteil tun. Ein stellvertretendes DANKE sagen an alle Unperfekten da draußen, die auch jeden Tag mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten kämpfen und dennoch versuchen, Dinge besser zu machen. Zu diesem THANK YOU inspiriert hat mich auch ein Instagram-Post einer Amerikanerin zum gleichen Thema. Einen, von dem ich eigentlich dachte, ich hätte ihn mir gespeichert, doch nun finde ich ihn nicht wieder. Falls jemand von euch weiß, welchen ich meine, dann lasst es mich bitte wissen. Ich würde ihn eigentlich hier gern verlinken.

DANKE, an alle Menschen,  die nicht 100% nachhaltig leben & dennoch Schritte in die richtige Richtung tun…

  • die auf den Fridays for Future für eine bessere Zukunft auf die Straße gehen, aber viel Energie für ihre ganzen Internet und Social Media Aktivitäten verbrauchen.
  • die ihren Einkauf im Bioladen erledigen, aber ihr Auto vor der Tür parken.
  • die Fairtrade Kaffee kaufen, aber Schuhe tragen, die irgendwo in Bangladesch hergestellt wurden.
  • die nur noch am Wochenende Fleisch essen, aber nicht hinterfragt haben, wo ihr Strom aus der Steckdose her kommt.
  • die auf Kosmetik mit Mikroplastik verzichten, aber auch Klamotten aus Synthetik im Schrank haben.
  • die unter der Dusche ein Stück palmöl-freie Seife benutzen, aber noch Shampoo in Plastikflaschen kaufen.
  • die ihre Wäsche auf der Wäscheleine statt im Trockner trocknen, aber es im Winter trotzdem gern muckelig warm in der Bude haben.
  • die Grün wählen, aber auch in den Urlaub fliegen.
  • die seit Jahren reinen Ökostrom beziehen, aber keinen Rasierhobel benutzen.
  • die am Strand Plastikmüll statt Muscheln aufsammeln, aber dabei einen Bikini von H&M tragen.
  • die mit ihren Kids ein Bienenhaus bauen, sich aber einen reinen Bio-Einkauf gar nicht leisten können.
  • die einen Aufkleber „keine Werbung“ an ihrem Briefkasten haben, aber gerne mal einen Schokoriegel mit Palmöl essen.
  • die die Bahn statt den Flieger benutzen, aber kein Recycling-Klopapier kaufen.
  • die ihr ökologisches Putzmittel selber machen, aber eine veraltete Waschmaschine im Keller haben.
  • die Fair Fashion kaufen, aber in einem schlecht gedämmten Haus leben.
  • die Glashalme für ihren Aperol-Spritz benutzen, aber ihr brandneues Smartphone lieben
  • die Geld für Umweltschutzprojekte spenden, ihr Konto aber nicht bei einer nachhaltigen Bank haben.
  • die öfter als früher das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen, aber 20 paar Jeans im Kleiderschrank liegen haben.
  • die vegetarisch leben, aber mit dem Dieselauto jeden Tag 100 Kilometer zur Arbeit fahren.
  • die keine Plastiktüten mehr benutzen, ihren Grillkäse aber in Alufolie einwickeln.
  • die keine Angst vor einer CO₂-Steuer haben, weil sie ihren Beitrag leisten wollen, aber noch Kuhmilch trinken.
  • die mit ihren Kindern über Nachhaltigkeitsthemen reden, aber ihnen Plastik-Stifte für die Schule kaufen.
  • die beim Bio-Bauern um die Ecke einkaufen, aber keine blühende Bienenwiese im Garten haben.
  • die sich mit einem eigenen Mehrwegbecher jeden Tag ihren Coffe to Go holen, aber ihren Biomüll nicht kompostieren.
  • die nur regional angebaute Erdbeeren kaufen, aber Bananen und Avocados essen.
  • die… you name it!!!

DANKE an alle Menschen, die sich trauen, online nachhaltigere Anregungen zu teilen und etwas besser machen wollen, aber eben nicht ein 100% perfektes und klimaneutrales Leben führen und deswegen ständig kritisiert werden.

Und ja! Ich kann sehr wohl für eine radikalere und bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Selbst, wenn ich vielleicht nächstes Jahr wieder ein Flugzeug besteige. Ich sehe es anders als eine Kommentatorin, die auf Instagram schrieb „Ich beschwere mich ja auch nicht über halbherzige Angsthasen-Politik, da ich selber nur halbherzig unterwegs bin.“ Doch das können alle Halbherzigen dieser Welt trotzdem! Wenn auf solchen Klimademos nur Menschen sein dürften und das Recht auf Protest hätten, die sie selbst alles in Ihrem Leben richtig machen und ohne jeglichen CO2 Fußabdruck leben, dann würde kein Mensch auf der Straße sein. Und das müssen sie. Weil nämlich all das Engagement von Einzelnen die Klimakrise nicht aufhalten wird. Nicht einmal dann, wenn sie 100% perfekt nachhaltig leben. Weil es auch grundlegende Änderungen in der weltweiten Klimapolitik bedarf, damit sich wirklich etwas bewegt und Ziele erreicht werden. Damit das persönliche Engagement von Menschen kein „piss in the ocean“ bleibt.

Also… alle Unperfekten dieser Welt, vereinigt euch doch lieber, anstatt zu denken, dass ihr nicht genug tut, nicht genug seid und mit kleinen Schritten ‚eh nichts bewegen könnt. Viele einzelne Stimmen könnten die Welt verändern.

Ich weiß natürlich, dass hier jetzt vermutlich auch Öko-Shamer Kommentare eintrudeln. Wenn Sie von Menschen kommen, die selbst in ihrem alles Leben richtig machen, nehme ich die gerne hin. Go ahead! Ihr habt nämlich meine echte Bewunderung für eure Disziplin und das meine ich absolut ernst und ohne jegliche Ironie. Wenn ihr aber eigentlich selbst zu denen gehört, die keine 100% schaffen, denkt vorm Tippen vielleicht erst nochmal nach. DANKE!

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

P.S Lesenswert sind auch diese beiden Artikel zum gleichen Thema: Öko bis einer weint auf PULS und auch Öko-Shaming nervt! auf Nova Deutschlandfunk.

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62 Comments

  • Reply
    Daniela Lunkenbein
    25. September 2019 at 12:24

    Liebe Nic, scheiß auf die Meinung der Öko- Shamer. Ich bin auch eine Nicht-Perfekte. Irgendwie und irgendwo haben doch auch die 100 %igen angefangen. Wo bleibt denn da die Toleranz? Mach weiter so, ich mag deinen Blog.

    Liebe Grüße Daniela

  • Reply
    Martina
    25. September 2019 at 12:55

    Liebe Nic.
    DANKE für diesen so unglaublich ehrlichen und vor allem so deutlichen Post.
    Ich bin wirklich nicht besonders Bibelfest aber mir fiel als erster der Satz ein: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ Wer es schafft mindestens 3 „Pärchen“ aus deiner Liste mit „schaff ich “ zu beantworten vor dem ziehe ich meinen Hut.
    Ich kann es nicht. Für mich ist das gesamte Öko-Thema, wie auch so viele andere Themen ein Abwägen von das schaff ich und das schaffe ich nicht. Hier kann ich noch optimieren bis hin zu so werde ich nie werden. Ein Finden der Mitte. Denn darum geht es ja auch fast immer, zumindest wenn man einigermaßen „frei“ leben möchte. Und ehrlicherweise: Ja, das möchte ich. Aber auch ich habe schon lange verstanden, dass vieles nicht mehr so geht, wie früher, weil wir es einfach übertrieben haben.
    Ich esse für mein Leben gerne Fleisch, aber ich esse deutlich weniger als noch vor Jahren und vor allem achte ich strickt darauf woher es kommt. Für mich sind im Übrigen auch die Vegetarier nicht perfekt, denn haben die mal überlegt woher ihr ganzes Soja kommt, das sie so verputzen?
    Ich fahre einen Diesel, aber der verbraucht sogar in der Stadt nur 6 Liter und ich fahre mittlerweile fast alle Strecken in die Stadt mit der Bahn.
    Ich laufe SEHR viel, aber ich trage synthetische Kleidung, Baumwolle beim Laufen geht für mich überhaupt nicht.
    Wir nehmen keine Duschgels mehr, aber Shampoo (ich komm mit der Haarseife einfach nicht klar).
    Wir kaufen nur noch mit Tupperschüsseln ein ABER JA, manchmal vergesse ich sie und dann bin ich sicher meine Ökobilanz bricht deshalb nicht gleich vollständig zusammen!
    NEIN, das große Problem liegt wirklich da, was ich gestern sagte: Es gibt einfach zu viele Menschen, die nichts Besseres zu tun haben in den Schwachstellen der Anderen zu bohren und auch noch stundenlang danach zu suchen! Ich meine, wie bescheuert ist das? Haben wir keine wirklichen Probleme? Wäre es nicht einfach deutlich sinnvoller sich einfach mal zu überlegen, dass niemand und das meine ich so: NIEMAND PERFEKT IST! Auch die, die meinen, sie wären perfekt. Denn ihre Schwachstelle liegt im Zwischenmenschlichen und mit Verlaub, das finde ich teilweise noch viel schlimmer als ab und zu ein Flugzeug zu besteigen.
    Mach weiter so! Sag LAUT, was du denkst und hör nicht darauf, was die ewigen Nörgler sagen. Mich hast du dazu angeregt, dass ich jetzt doch auch wieder lauter werden will – ich hoffe, ich schaffe es!
    Liebe Grüße Martina.

    • Reply
      Annika
      25. September 2019 at 14:07

      Hey,
      ich kann das gesagte im Artikel auch nur bestätigen. Leider machst du in deinem Kommentar genau das selbe, wenn sicher auch nicht mit Absicht.
      „Für mich sind im übrigen auch die Vegetarier nicht perfekt…“
      Haben die Vegetarier auch nicht gesagt und nicht jeder Vegetarier ist massenhaft Sojaprodukte und Soja für Lebensmittel kommt zu großen Teilen aus Europa. Das massenhafte Soja für die Fleischproduktion kommt zu einem hohem Anteil aus dem nicht europäischen Ausland.
      Viele Grüße
      Annika

      • Reply
        Martina
        25. September 2019 at 19:18

        Liebe Annika. Ok, die Formulierung war nicht ganz optimal. Aber das ist leider die Gruppe von Menschen von der ich mich als Fleischesser am Meisten rechtfertigen muss. Das nervt einfach. Ich korrigiere es, denn ich will niemanden damit angreifen nur klarmachen, dass es viele Wege nach Rom gibt.
        Aber ich mache definitiv nicht das, wovon Nic spricht, denn dann müsste ich jemanden ja direkt damit angreifen, das tue ich nicht. Ich scrolle bestimmt nicht durch irgendwelche Sites von Vegetariern und stelle blöde Fragen oder äußere mich in irgendeiner Weise unflätig. Sowas würde mir im Traum nicht einfallen.
        Viele Grüße Martina.

    • Reply
      Linda
      25. September 2019 at 14:39

      Liebe Martina,
      ich finde deinen Beitrag super! Der Verweis auf das Soja, das die Vegetarier essen, ist allerdings die blinde und nicht durchdachte Keule, mit der unreflektierte Fleischesser sich gern in der Klimadebatte „verteidigen“: Nicht mal 3 % das weltweit angebauten Sojas wird von Menschen gegessen, das allermeiste ist Futter für die Fleischindustrie. Also lieber dieses Argument aus deinem Fundus sofort streichen 🤗

      • Reply
        Martina
        25. September 2019 at 19:20

        Hallo Linda.
        ich korrigiere mich, s. o.
        Aber eins ist definitiv klar, ich bin alles nur nicht unreflektiert! Ich hinterfrage mich so oft, dass es mein Umfeld schon fast nervt UND ich weiß woher mein Fleisch kommt. An den Kühe jogge ich jeden Morgen vorbei und die fressen Gras. In sofern habe ich mir da definitiv nichts vorzuwerfen.
        Viele Grüße Martina.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:01

      Liebe Martina, ich danke dir wieder mal, dass du dir die Zeit für einen so ausführlichen Kommentar genommen hast.

      Ich muss zugeben, das mit den nicht perfekten Vegetariern stieß mir auch ein bisschen beim Lesen auf. Wir sollten das gegenseitige Abschätzen einfach lassen, finde ich. ;)

      Und mit Haarseife komme ich übrigens auch nicht klar. Ich habe schon x Stück ausprobiert. Nicht alles funzt halt für jeden.

  • Reply
    Simone
    25. September 2019 at 14:09

    Auf den Punkt gebracht! Ich denke, wenn jeder sich herauspickt, was für sich gut umsetzbar ist, erreichen wir mehr! Viele kleine Dinge können auch Großes bewirken….
    Liebe Grüße

  • Reply
    Andrea
    25. September 2019 at 14:14

    Ich bin da absolut bei dir! Danke für diesen Post! Er spricht mir aus der Seele. Und ich denke, es hilft vielen, weiter durchzuhalten und wenigstens dort etwas zu verändern, wo es für sie möglich ist. Wenn jeder ein bisschen, ein bisschen mehr oder sogar viel macht, ist es auf alle Fälle 1000x besser, als wenn ein paar wenige 100% (ist meiner Meinung nach eh nicht möglich in der heutigen Zeit) und der Rest gar nix macht. Ich bin manchmal so frustriert, weil ich oft logistisch, finanziell oder zeitlich oder einfach aus Mangel an Alternativen vieles immer noch nicht umstellen konnte, was mir wichtig war oder was mir schon länger auf der Seele liegt – Biofleisch z.B. ist für mich ganz schwierig zu bekommen – aber ich weigere mich aufzugeben und mach dann einfach da weiter, wo es jetzt schon funktioniert.
    Und dann sind da ja noch die vielen Klimawandelleugner und die, die nichts Besseres zu tun haben als Hassparolen gegen eine 17jährige zu starten. Was ist los mit uns? Was passiert mit der Gesellschaft?
    Ich bin weiterhin dankbar für jeden Tipp, wie man Dinge auf Nachhaltigkeit umstellen kann, den ich irgendwoher bekomme. Manchmal bin ich vorher noch gar nicht selbst auf die Idee gekommen. Also bitte ignoriere diese Kommentare und mach weiter wie bisher. :-)

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:05

      Das finde ich auch ganz schlimm, Andrea. Den Klimawandel hartnäckig zu leugnen, weiter eine nach-mir-die-Sintflut-Haltung zu pflegen und engagierte Jugendliche, die Panik vor ihren Zukunft haben, auch noch zu beschimpfen und zu verspotten, ist erbärmlich.

  • Reply
    Nadine
    25. September 2019 at 14:19

    Seufz. Wann wurde unser aller Leben eigentlich so kompliziert? Ich kenne das so gut und bin manchmal einfach nur noch müde. Als Reisebloggerin, die sich wirklich sehr viele Gedanken um das Thema Umweltschutz und Klimawandel macht, kann ich es aktuell eigentlich auch gar nicht mehr richtig machen. Entweder bekomme ich das Öko-Bashing ab, weil ich mich immer noch 1-2 mal im Jahr ins Flugzeug setze oder man hält mich für nen hysterischen Öko-Hippie, weil ich das Thema Flugreisen und Co. immer wieder thematisiere. Ich glaube, die Allerwenigsten schaffen es CO2-neutral zu leben. Da müssten wir wohl alle wieder in die Höhle ziehen und selbst da müssten wir unser klimaschädliches Feuerchen anzünden. Allerdings habe ich auch kein Verständnis mehr für Menschen, die noch nie von Fridays for Future gehört haben oder denen alles am Arsch vorbeigeht. Denn mit Verlaub…. es geht um unser aller Zukunft und da können wir uns so extremen Egoismus auch nicht mehr erlauben. Und sorry, aber wenn man sich im Jahr 2019 einen Monstertruck kauft um damit seine Kinder in die Kita zu gurken, dann fehlt mir auch das Verständnis. Biogurke hin oder her! Ansonsten bin ich völlig bei Dir. You Go, Girl!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:08

      Du weißt, ich bin im Herzen Optimistin, Nadine. Ich glaube einfach daran, dass die, die jetzt einen „Monstertruck“ besitzen, das vielleicht beim nächsten Autokauf nicht mehr tun. Weil sich die Gesellschaft ändert und auch der Blick auf solche Statussymbole.

  • Reply
    Antje
    25. September 2019 at 14:23

    Danke für Tacheles :-)
    Nur so gehts uns allen bissel besser, Verantwortung übernehmen und das eigene Handeln und Tun überdenken, verbessern, wo es geht und nach vorne schauen.
    Gegen ÖkoFaschismus und Extremismus!
    Antje

    • Reply
      Nadine
      26. September 2019 at 7:59

      Ich hoffe, Du behältst Recht. Aktuell ist es jedoch so, das sich gerade diese Autos auf den Dörfern rund um Köln extrem vermehren. Und das sind keine SUV´s, sondern riesige amerikanische Pick Ups, bei denen mir schon ein Reifen bis zur Hüfte geht. Da würden mich die Beweggründe der Käufer dann doch mal interessieren, aber das wäre ja dann Öko-Bashing. Wenn man nun seit Jahren einen SUV fährt, finde ich es allerdings nicht in Ordnung die Leute anzugehen. Ich habe mir (Gott weiß warum) vor Jahren auch mal eine Winterjacke mit einem echten Pelz an der Kapuze gekauft. Jetzt schäme ich mich deswegen und ziehe sie nicht mehr an. Wie Du sagst, wird der nächste Wagen dann bestimmt ein anderer werden. Aktuell sehe ich diese Entwicklung aber noch nicht und frage mich dann schon, was erst passieren muß. Die täglichen Nachrichten reichen ja scheinbar nicht aus, das Verhalten zu überdenken.

  • Reply
    Linda
    25. September 2019 at 14:33

    Ich finde diesen Beitrag sehr gut. Ich denke auch: lieber 100 Personen, die 30 % ihrer Handlungen auf eine nachhaltig-positive Weise verändern, als drei Personen, die 100 % ihres Tuns verändern!

    Dennoch möchte ich gern einen kritischen Gedanken ins Spiel bringen: seit es Begriffe wie Ökoshaming oder Flugscham gibt, verweigern viele Leute mit dem Verweis auf diese Begriffe jegliche Diskussion. Der Vorwurf, jemanden zu beschämen ist eine Killerkeule in jedem offenen Diskurs. Und das finde ich wiederum sehr schade!

    Wenn ich mir vorstelle, ich würde im Wald spazieren gehen und dort beobachten, wie
    eine andere Frau dort Müllsäcke entsorgt, würde ich sie auch ansprechen und fragen, warum sie das tut. Wenn sie mir dann Ökoshaming vorwerfen würde, dann wiederum würde jeder andere (dem ich hinterher fassungslos vom Vorfall erzählen würde) dazu sagen: die Frau spinnt doch!
    Alle wären sich einig: eine Frau, die Mülltüten im Wald entsorgt und auf Kritik reagiert, indem sie der Kritikerin „shaming“ vorwirft, ist unreflektiert und weigert sich, Verantwortung zu übernehmen.

    Ich finde, es muss möglich sein, dass wir Menschen untereinander kritische Fragen stellen, unangenehme Verweise machen, Dinge sachlich kommentieren. Es kommt natürlich immer auf den Tonfall an. Und natürlich agiert jeder von uns in sehr vielen Dingen alles andere als ökologisch-perfekt. Doch deswegen gar keine Diskussion mehr, gar keine kritischen Hinweise mehr? Finde ich auch falsch.

    So achtsam wie wir versuchen sollten, mit der Umwelt umzugehen, so achtsam sollten wir auch miteinander umgehen. D.h. jedoch nicht(!!), dass kritische Verweise und Diskussionen keinen Raum mehr haben. Ich finde, es muss möglich sein, dass wir Menschen untereinander kritische Fragen stellen, unangenehme Verweise machen, Dinge kommentieren, die nicht schmeichelhaft sind. Es kommt natürlich immer auf den Tonfall an. Und natürlich ist jeder von uns in sehr vielen Dingen alles andere als ökologisch – perfekt. Doch deswegen gar keine Diskussion mehr, gar keine kritischen Hinweise mehr? Finde ich auch falsch.

    Eine Diskussion oder Kritik mit dem Hinweis auf „Xxx-Shaming“ im Keim zu ersticken, das kann auch kein Weg sein!

    Ich glaube wir alle müssen lernen, einen Mittelweg zu finden. Momentan ziehen wir alle (auch ich!) uns gerne mit dem Verweis auf das „Beschämt werden“ aus einer Diskussion raus. Wir lenken damit von einer Sachebene auf eine emotionale Ebene. Ein Mechanismus, der uns alle nicht weiter bringt – und die Erde schon gar nicht!

    Das sind meine zehn Cent Gedanken dazu… Freue mich über Diskussion!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 14:53

      Danke, dass du die so viel Zeit für diesen Kommentar genommen hast, Linda. :)

      Auf deine Kritik möchte ich gern eingehen. Irgendeinen Namen muss das Baby haben. Denn genau dass ist das Ziel, solcher Kommentare… die sollen den anderen Menschen bloßstellen, beschämen und anprangern. Bodyshaming ist nichts anderes. Bullying und Mobbing ist nichts anderes. Es dient oft einzig und allein, dessen, dass sich ein Mensch einem anderen überlegen fühlen kann. Darum geht es mir. Noch um kontroverse, sachliche Diskussionen.

      Ich glaube auch, dein Vergleich mit den Müllsäcken im Wald hinkt da etwas. Klar würdest du Jemanden, der im Wald Müll abläd stoppen! Du sprichst aber sicherlich nicht andere Leute im Supermarkt direkt an, weil sie zur Plastiktüte greifen, als zum mitgebrachten Obstnetz. Du würdest sicherlich auch keinen jugendlichen Klima-Demonstranten wegen seiner Fast Fashion Klamotten angehen. Ich glaube, da gibt es einen feinen Unterschied. Kritischer Hinweis ist nicht gleich, das gegenüber „vorführen“ und anprangern. Genau darum geht es bei dem Begriff Ökoshaming und das passiert ständig auf Social Media.

      Und wegen solcher Kritik, die ja auch gerne mal ins Pöbelige abgleitet, trauen sich andere Menschen nicht mehr, irgendetwas zu sagen oder zu zeigen. Weil sie ja doch nichts richtig machen können. Weil sie ständig abgewatscht werden. Dieses feindselige Klima verhindert für mich eher den vernünftigen Diskurs. Deswegen finde ich schon, dass wir diesen Umgangston diskutieren sollten.

      Meine eigene Tochter ist übrigens das beste Beispiel, wie es ohne ständiges Fingerzeigen geht. Seit sie Vegetarierin ist, essen Stephan nicht mal mehr die Hälfte Fleisch, obwohl wir es gern essen. Dabei hat sie uns niemals kritisiert oder unseren Konsum zum Streitthema gemacht. Sie geht auch mit ihren Freunden Burger essen und sitzt da mit ihrem Veggy-Burger, während ihre Freudinnen einen Fleischpatty zwischen den Brötchenhälten haben. Sie prangert nichts an. Sie sagt nur, warum sie das tut, was sie tut. Und damit bringt sie die Menschen um sich herum zum Nachdenken und sogar zu anderen Entscheidungen. So geht’s eben auch… ganz ohne Shaming. Und das ist für mich der Unterschied.

      Dazu auch interessant dieser Artikel von Bento zum Beispiel.

    • Reply
      nic
      26. September 2019 at 11:51

      Kommunikation ist eine erstaunlich vielfältige Sache – denn es kommt nicht nur darauf an wie etwas gesagt wird, es hängt auch davon ab, wie jemand das Gesagte hört…der „Sender“ kann völlig sachlich und konstruktiv sein – wenn der „Empfänger“ dort einen „wunden Punkt“ hat, sich vielleicht selbst denkt daß er/sie viel mehr tun könnte oder eventuell die Erwartungshaltung hat für seine Meinung angegriffen zu werden, geht das schnell „in den falschen Kragen“. Kommunikation ist nicht einseitig vom Sender zum Empfänger, da spielt auf der Empfängerseite noch eine andere Ebene mit, weshalb es dann schnell emotional werden kann, so spricht die Wissenschaft und die Psychologie.
      ♥nic

      • Reply
        Nic {luzia pimpinella}
        26. September 2019 at 12:06

        Korrekt, Nic. Ich denke dennoch, wenn die Menschen generell auch zur mehr kritischer Selbstreflexion fähig wären, würden viele Kommunikationen einfacher laufen und fruchtbarer sein.

  • Reply
    Nicole
    25. September 2019 at 14:49

    Moin Nic,
    Du hast es so auf den Punkt gebracht und sprichst mir aus der Seele.
    Gruß
    Nicole

    • Reply
      Linda
      25. September 2019 at 15:57

      Liebe Nic,

      danke für deine Reaktion!
      Ich weiß, was du meinst. Dennoch finde ich, dass das Bodyshaming und Ökoshaming sehr verschiedene Konnotationen haben. Jemanden wegen seines Aussehens/Körpers zu kritisieren ist ist immer beschämend, da herablassend und abzielend auf einen intimen, persönlichen Bereich. Es gehört verboten. Jemanden auf eine ökologisch-problematische Handlung anzusprechen, das kann (je nach Tonfall/Situation) auch konstruktiv sein. Und im Gegensatz zum einzelnen Körper ist das Klima keine Privatsache.

      Wenn dir das fiktive Beispiel mit dem Müllabladen im Wald nicht repräsentativ/reel/zu abwegig erscheint, dann wähle ich hier zwei andere Situationen, die mir beide kürzlich reel passiert sind.

      Erstes Beispiel: Ich habe eine langjährige, jedoch nicht enge, Freundin getroffen. Wir sehen uns aus Gründen der Entfernung und der vollen Alltage nur noch etwa 1-2x im Jahr. Sie kam zum Kaffeetrinken nach HH-Grindel in einem SUV angefahren.
      Ich, belustigt-erstaunt: „Oh!? Was ist das denn für ein Auto?“ (ich dachte, sie hätte es möglicherweise ausgeliehen für einen Werbedreh, das hätte in ihren beruflichen Kontext gepasst).
      Sie: „Den haben wir vor 3 Jahren gekauft“.
      Ich, nun wirklich erstaunt: „Aber wozu?“ (sie sind eine dreiköpfige Familie mit direkter Anbindung an die Öffis, ihr Mann arbeitet immer im Homeoffice, sie hat beruflich selten weite Wege, die Schule des Sohns liegt um die Ecke).
      Sie: „Wollen wir jetzt Kaffeetrinken, oder willst du erstmal Ökoshaming betreiben?“
      Ich: „Sorry, nein! Aber wozu braucht ihr denn so ein großes Auto?“ (die Frage kam aus tiefstem Herzen, ich wollte es WIRKLICH verstehen!).
      Sie: „Wir hatten halt Bock drauf und vor drei Jahren gab es noch keine Greta, da wusste man nicht, dass große Autos so klimaschädlich sind. Wir fahren das jetzt halt“.
      Ich habe (auch wenn ich der Meinung bin, dass in den Medien seit 10 Jahren das Phänomen der SUVs zur Genüge negativ beleuchtet wird) das Thema dann tatsächlich gewechselt. Und mich gefragt: Habe ich sie wirklich beschämt, weil ich interessiert nachfragte? Ist schon jede kritische Meinung eine Beschämung des Gegenübers?

      Zweites Beispiel:
      Das Wetter war ja letztes WE so toll, wir haben spontan mit einer Gruppe von Nachbarn beschlossen, dass am Sonntag auf der Terrasse der einen Partei gegrillt wird. Ich bin Samstagmittag mit besagter Terrassen-Nachbarin zur Großeinkauf gemeinsam los, wir haben statt meines Autos unsere Räder (sie hat ein cooles Lastenrad) genommen und haben gemeinsam den Markt und zwei Läden angesteuert. Im zweiten Laden wollte sie Alu-Folie in den Einkaufswagen legen.
      Ich: „Nee – wir haben solche Grillschalen für Kleinteile und Käse, die kann man nutzen“.
      Sie: „Oh, das finde ich unpraktisch. Die muss man abwaschen, das ist so ne schmierige Angelegenheit, die Folie kann man doch gleich entsorgen.“
      Ich: „Mich stört das Abwaschen nicht, das mach ich gern bei uns oben! Alufolie hat echt so eine miese Ökobilanz. Ich mag die nicht kaufen“
      Sie: „Wir haben schon ein Lastenrad, Ökostrom und lassen die Plastiktüten im Laden. Ich lasse mir meine Folie nicht vermiesen!“
      Ich: „Ich will sie dir doch nicht vermiesen, aber mich stört es wirklich nicht, die Grillschalen abzuwaschen. Echt nicht! Wir kommen ohne Folie aus“
      Sie: „Meine Terrasse, mein Grill, meine Entscheidung! Bei uns ist kein Raum für Ökoshaming“
      (das sagte sie lachend und es blieb auch keine „dicke Luft“ zwischen uns hängen)

      Damit war unsere Diskussion also vorbei und ich hatte das Gefühl, das ich übergriffig gewesen bin. ICH fühlte mich beschämt, da ich das Gefühl hatte, unpassend agiert zu haben. Dabei wollte ich auf der reinen Sach-Ebene argumentieren und würde nie auf die Idee kommen, mich in Öko-Dingen über jemanden zu stellen (zumal ich tatsächlich finde, dass diese Nachbarin echt viele grüne Impulse vorlebt!).

      Ich habe mir überlegt, wie ich damit umgehen würde, wenn die Situation umgedreht wäre. Und: Ja! Auch ich wäre wohl in manchen Situationen angefasst, wenn man meine Handlungsweisen hinterfragt oder kommentiert. Aber niemals käme ich auf die Idee, mich als Opfer von „Ökoshaming“ zu bezeichnen.

      Ich verstehe, dass es sich für Bloggerinnen/Instagrammerinnen belastend anfühlt, wenn sie öffentlich angegriffen werden, weil sie statt 100% vielleicht „nur“ 40% grüne Veränderungen leben. Da ist der Begriff Ökoshaming (teilweise) wohl tatsächlich angebracht. Doch ich finde, dass das Wort teilweise zur leeren Hülse und Ausrede verkommt, die jeden Diskurs verhindert :-(

      Liebe Grüße!
      LINDA

      • Reply
        Nic {luzia pimpinella}
        25. September 2019 at 16:27

        Okay, nach den Erfahrungen, die du da im zwischenmenschlichen Umgang gemacht hast, kann ich deine Abneigung gegen das Wort tatsächlich verstehen. Und mein vergleich mit Bodyshaming hinkt da sicherlich auch, das sehe ich ein. Ein Körper ist rein persönlich und privat. Außer bei der Tatsache, dass es in allen Fällen von echtem Shaming halt der Beweggrund ist, sich eben selbst besser und überlegen zu fühlen.

        Es ist uns bleibt halt eine Gratwanderung der Kommunikation, ob man Menschen wirklich sachlich erreicht oder nicht. In wiefern Menschen für sich selbst einen solchen Begriff interpretieren, werden wir alle nicht lenken können. Egal, wie wir „das Kind“ nennen. Hätte es einen anderen Namen, hätte man die eben jenes als Antwort auf deine Fragen / Vorschläge vorgeworfen. ;) Denkst du nicht auch?

        • Reply
          Linda
          26. September 2019 at 13:22

          Liebe Nic,
          ich denke, wir sind eigentlich komplett einer Meinung.
          Mich „verstört“ es nur, dass ich auf wirklich NICHT-aggressive Nachfragen oder Anregungen von lieben Freundinnen so schnell diesen „Vorwurf“ an den Kopf bekommen habe, der sofort jede Sachdiskussion zunichte gemacht hat und MICH beschämt zurück ließ. Dabei wollte ich nur Alternativen anregen oder Beweggründe verstehen.

          Der Aufhänger deiner Artikels ist ja ein anderer. Dir gehts um Situationen, in denen Menschen, die schon viel umsetzen, von Negativ-Stimmen mit ihren „Öko-Lücken“ ÖFFENTLICH vorwurfsvoll konfrontiert werden. Das finde ich auch wenig zielführend.

          Dennoch wünsche ich mir, dass wir weiterhin in einem Klima leben, in dem sachliche Nachfragen oder bohrende Fragen auch dann zulässig sind, wenn sie fürs Gegenüber nicht angenehm sind. Egal ob im Gespräch mit Freundinnen oder in Kommentarfeldern im Netz. Auch ich bin gegen „What-About-Isms“, doch im Gespräch sofort die Schublade mit der Aufschrift „Du öko-shamst mich!“ zu öffnen, ist ebenso wenig konstruktiv.

          Und um Deine Liste zu ergänzen:

          Hier schreibt eine Frau, die

          – seit 17 Jahren kein Fleisch gegessen hat, aber 1-2 Fernflüge pro Jahr bucht (weil die Verwandtschaft auf einem anderen Kontinent lebt)

          – sich die Haare mit Seifenstücken wäscht, aber sich zweimal im Monat eine Sheetmask gönnt

          – Plastik vermeidet, aber die PEZ-Figurensammlung der Tochter stetig ergänzt

          – ein Auto besitzt, weil sie sonst nicht ans Meer kommt

          – sich Avocados verkneift (wegen Ausbeutung der Böden, Teuerung für die Menschen im Herkunftsland und Flugmeilen) jedoch im Winter regelmäßig Granatapfelkerne isst, die aus Israel eingeflogen werden *imagine entroll emoji here*

          – tbc

          • Nic {luzia pimpinella}
            26. September 2019 at 13:46

            Ich denke wirklich auch, wir sind einer Meinung, Linda. Und wie ich ja eingangs auch schon betont habe, für mich ist eine sachliche Unterhaltung und eine konstruktive Diskussion um ein und dasselbe Thema mich absolut nicht gleich Shaming. Es geht mir wirklich um diese reflexartigen Vorwürfe, die man überall sieht. So…

            – Du darfst nicht auf die Demo, weil du in den Urlaub fliegst!
            – Dein veganes Essen gut und schön, aber du hast Lederschuhe an!
            – Alles was du machst ist sowieso Mist, solange du noch dit und dat tust!

            Und so weiter…. die Liste ist endlos.

            Wenn Mein Kind mit einer 1 in Englisch nach Hause komme, sage ich ihm*ihr auch nicht… „Schatz, ist ja alles schön und gut, aber solange du in Mathe noch ne 4 hast, ist das alles nichts wert!“. ;)

            Das meine ich und das bleibt für mich wenig zielführend.

            Ich freue mich übrigens über den regen Austausch hier in den Kommetaren.:)

  • Reply
    Mella
    25. September 2019 at 14:55

    Danke Nic für diese ehrlichen Worte und auch für die Liste an Ende ;) – ich weiß welchen Beitrag du meinst, da ich den auch gesehen und gelesen habe aber auch in meinen gespeicherten Posts ist er nicht dabei.

    Neben dem Öko Shaming betreibt grad eine Freundin von mir leider exzessiv „Fleischesser“ Shaming – um es mal so auszudrücken. Sie ist seit Januar Veganerin und ist grad so dermaßen missionarisch unterwegs, dass ich ihr zumindest auf Instagram entfolgen musste. Es ist einfach zu viel. Und das finde ich sehr schade, denn sicherlich sind einige ihrer Argumente richtig, der Ton ist allerdings der falsche.

    Genau so wie die Menschen, die meinen, es besser zu machen/wissen als man selbst. Du schreibst es auch: Kleine Schritte von vielen sind doch sinnvoller als wenige, die 100% alles ‚korrekt‘ machen.
    Und einige der Zero-waste-Dinge sind dabei auch noch einfach für jeden anwendbar. Wenn man 80% der Bevölkerung dazu bringt, keine to-go Becher mehr zu nutzen, fällt schon ein großer Teil Müll weg. Ähnlich funktioniert es bei den Einkaufsplastiktüten. Oder den Obst- und Gemüsetüten.

    Kleine Schritte, ein Verzicht, der einen wirklich nichts kostet, aber Auswirkungen hat/haben kann.

    So, nun esse ich weiter meine McD Pommes während ich mein Leitungswasser trinke ;)

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 15:15

      Hallo Mella… und erreicht deine vegane Freundin dich? Wohl eher nicht, sie schafft Aversion. Das ist das Problem mit dem missionarischen und zum Teil aggressiven Anprangern von anderen Menschen und jeglichem Verhalten, dass anders ist als das eigene (natürlich immer richtige). man erreicht null.

      Es geht tatsächlich auch anders. Ich kopiere hier nochmal rein, was ich unten schon bei Linda geschrieben hatte. Denn meine Tochter ist da ein gutes Beispiel finde ich….

      Seit sie Vegetarierin ist (jetzt seit 3 Jahren), essen Stephan nicht mal mehr die Hälfte Fleisch, obwohl wir es gern essen. Dabei hat sie uns niemals kritisiert oder unseren Konsum zum Streitthema gemacht. Sie geht auch mit ihren Freunden Burger essen und sitzt da mit ihrem Veggy-Burger, während ihre Freudinnen einen Fleischpatty zwischen den Brötchenhälten haben. Sie prangert nichts an. Sie sagt nur, warum sie das tut, was sie tut. Und damit bringt sie die Menschen um sich herum zum Nachdenken und sogar zu anderen Entscheidungen. So geht’s eben auch… ganz ohne Shaming. Und das ist für mich der Unterschied.

      • Reply
        Mella
        28. September 2019 at 12:04

        Hey Nic,
        Nein mit ihrer Herangehensweise erreicht sie bei mir tatsächlich nichts. Allerdings ist meine Schwester schon seit gut 20 Jahren Vegetarierin und war zu Beginn ähnlich missionarisch unterwegs. Jetzt isst sie schon einige Zeit vegan und hat ihr ständiges Anprangern fast abgelegt. Von ihr hab ich mehr mitgenommen! Und von Freunden, die es einfach akzeptieren, dass nicht jeder vegan leben möchte/kann/whatever ;). Deine Tochter macht es da schon richtig!

        Ich kaufe selbst nur noch extrem selten Fleisch. Im Juli hatte ich glaube ich zuletzt etwas – beim Geburtstagsgrillen. Es ist kein kompletter Verzicht aber eine starke Reduktion.

  • Reply
    Mon
    25. September 2019 at 14:55

    So wundervolle Worte, so ehrlich, so direkt und vor allem SO WAHR!!! Ich stoße an ähnliche Menschen und Grenzen meiner selbst im Alltag und das immer häufiger! Dabei ist doch jeder noch so kleine Schritt mehr, als einfach stehen zu bleiben. Außrdem habe ich beobachtet, dass die negativen Kommentare meist von den Zweiflern kommen, die selbst gar nichts tun. Hach – eine Neverending-Story, die den Puls hochtreibt. Ich muss Deinen Beitrag unbedingt auf unterschiedichsten Kanälen teilen und hoffen, dass wenigsens einer erst innehält, bevor er das nächste Mal sein Maul zerreißt! Denn so oft kommt doch keine anständige Diskussion zustande, weil das Gegenüber einfach ein paar aufgeschnappte Phrasen wiedergegeben hat und selbst gar kein Hintergrundwissen zum Thema hat. Hoffen wir, dass auch mal ein langer Text gelesen wird, wobei sich das ja viel schwerer gestaltet, als die Facebook-Kommentare des Nachbarn XYZ zu überfliegen…

    DANKE!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:13

      Danke für’s Teilen! :)

      Ja, viel gelesen wird oft nicht mehr. Ich hätte vielleicht ein Video machen sollen. ;)

  • Reply
    Sabienes
    25. September 2019 at 15:20

    Danke, dass du dich bei mir bedankst! Ich bin nämlich sehr unperfekt, was Zero Waste, Minimalismus und Klimaschutz angeht. Aber ich gebe mir Mühe und werde von Tag zu Tag immer besser.
    LG
    Sabienes

  • Reply
    Beatrix
    25. September 2019 at 15:26

    Hallo Nic,
    Danke , dass ich mich in deinem sehr guten Artikel so gut selbst finden konnte!
    Gruß Beatrix

  • Reply
    Bine
    25. September 2019 at 16:10

    Liebe Nic,
    ich weiß, welchen Post Du meinst, habe ich ihn mir aber auch nicht gespeichert.
    Super Artikel! Ich finde mich in ganzen vielen Punkten wieder.
    Liebe Grüße von einer unperfekten, aber stets bemühten Bine

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 16:28

      Schade, dass du auch nicht mehr weißt, wo du es gesehen hast, Bine. ich würde sehr gern Credit geben. Ich suche weiter.

  • Reply
    Sarah
    25. September 2019 at 16:20

    Danke für diesen wundervollen Blogbeitrag. Ich habe mich bei nahezu jedem Satz nickend vorgefunden. Diese Spirale von Vorwürfen, die du beschreibst ist mein Alltag, seit ich mich rein pflanzlich ernähre. Ständig wird man mit totalitären Aussagen und Vorurteilen bombardiert, ohne dass gefragt wird, wie ich zu dem und dem Punkt stehe oder xy für mich umsetze. Da wird einem die Avocado vorgehalten, warum ich meinen Saft jetzt in einer Plastikflasche kaufe, Kerzen benutze oder irgendwelche hypothetischen Hochrechnungen über Gemüsepreise angestellt, die in den Kommentaren genannte Sojadebatte, vernichtende Blicke, wenn ich sage, dass ich Fleisch essen würde, wenn ich vorm verhungern bin (weil das aus dem Mund einer Veganerin!) und und und. Das kann wahnsinnig absurd werden. Aber als „Veganerin“ soll ich für alles eine zufriedenstellende Antwort haben. Diese Reduzierung tut genau das was du schreibst, sie lenkt davon ab, dass ich das für mich am besten umsetzbare tue, um einen ökologischen Beitrag zu leisten. Natürlich bin ich da nicht perfekt. Und Veganismus ist da auch nicht DIE Lösung. Und ich glaube diesen Grad von perfekt werde ich niemals erreichen und auch kein anderer Mensch. Denn DIE Lösung gibt es nicht. Es ist wichtig, sich auch blinde Flecken im Alltag sichtbar zu machen aber eben konstruktiv. „Wie stehst du dazu?“ oder „Ich habe mir letztens Gedanken über xy gemacht, was machst du da?“ würden da viel mehr für einen gleichberechtigten Dialog sorgen. Aber ich habe den Eindruck dass manch einer das vielleicht garnicht möchte. Muss ein schönes Machtgefühl sein, wenn man es der Veganerin mal so richtig gezeigt hat und sie versucht mit Worten in die Ecke zu drängen. Das kann zum Teil auch sehr persönlich und abwertend werden. Ich denke wir müssen uns alle eingestehen, dass wir immer Ressourcen verbrauchen werden, wenn wir auf dieser Welt leben. Mit unserem Dasein und durch alles was wir tun einen Fußabdruck hinterlassen und Schaden anrichten. Das Ziel keinen schadhaften Konsum zu haben, kann es glaube ich nicht geben. Aber jeder kann versuchen so wenig wie möglich zu verursachen. Auf seine Art. Und das kann sehr unterschiedlich sein. Von daher sollte auch keiner ausgeschlossen werden, indem gesagt wird, dass das was er tut nicht gut genug sei.

    Und zu dem Punkt Teilnahme an der Demo: Den Punkt hatte ich auch die ganze Zeit im Kopf und habe mich gefreut, ihn bei dir zu lesen: Ein Mensch kann viel tun aber manche Entscheidungen müssen von der Politik getragen werden. Da sind die Grenzen des Einzelnen in so großen Systemen wie unseren überschritten. Von daher ist es wichtig, dass auch ein unperfekter Öko und jeder, dem es wichtig ist, auf die Straße geht und genau das von der Politik einfordert.

    Liebe Grüße und danke für deinen Mut, dich trotz Gegenwind so offen öffentlich zu äußern,
    Sarah

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:25

      Liebe Sarah, ich finde es spannend und auch erschütternd, dass du das selbst als Veganerin sagst. Diese absurde Haarspalterei und diese wenig zielführenden Diskussionen muss offensichtlich Jeder führen. Wie ermüdend und fruchtlos.

      Ich glaube übrigens, das die am härtesten angegangen werden, die es mit am besten machen. Ihnen wird am wenigsten zugestanden, auch fehlbar zu sein. Und die Aufrechner können sich nebenbei noch die eigene Unzulänglichkeiten schön rechnen. ;)

  • Reply
    Petra
    25. September 2019 at 16:20

    Ein super Beitrag. Darf ich deine „Danke-Punkte“ klauen und sie posten? Ich finde sie einfach nur richtig.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 16:30

      Danke Petra! :) Ich würde mich ehrlich mehr freuen, wenn du dir einfach selbst noch ein paar Punkte ausdenkst. Nicht weil mich meine für mich behalten will, sondern weil ich einfach denke, dass die Liste unendlich erweiterbar ist, wenn man erst mal anfängt. ;)

  • Reply
    Astridka
    25. September 2019 at 17:18

    Das richtige Wort zur richtigen Zeit! Ablenkungsmanöver sind das alles ( die beispielsweise auch mit gefakten Fotos arbeiten, um FFF zu diskreditierten ), weil man selbst an einem sehr empfindlichen Punkt getroffen worden ist. Traurig, wie unsäglich missgünstig der Menschen Umgang geworden ist.
    GLG
    Astrid

  • Reply
    BB Doerr
    25. September 2019 at 17:21

    Nic, du sprichst mir gerade mal wieder sooo aus dem Herzen!! Danke dafür.
    Ich habe mich dieses Jahr sehr von Social Media zurückgezogen (nicht, dass ich jemals sehr aktiv war), einfach weil ich das Gefühl hatte, dort immer mehr Geneinander und weniger Miteinander zu sehen.

    Nun bin ich in den letzten Wochen vermehrt über absolut dumme, unreflektierte Beiträge gegenüber dem Klimaschutz gestolpert und zwar von Leuten, die ich zwar seit Ewigkeiten kenne, mit denen ich aber eigentlich keinen Kontakt mehr habe. Ich gehe davon aus, dass diese Leute im Grunde genommen immer noch ganz in Ordnung sind, wir aber einfach nicht mehr viel gemein haben. Und deswegen hat mich dieses Polemisieren wirklich geschockt. Ich hatte das Gefühl, dass ich gerade beobachte, wie diese Gruppe in eine rechtspopulistische Ecke abdreht.

    Und da habe ich gemerkt, dass mein Rückzug vielleicht doch nicht die beste Lösung ist. Macht es nicht mehr Sinn, den Dialog zu suchen? Seine Meinung zu vertreten, ohne gleich alle anderen Überlegungen auszuschließen?Mittlerweile habe ich auf einige dieser Posts geantwortet, wobei ich mir die größte Mühe gegeben habe, Verständnis zu zeigen und sie nicht anzugreifen. Gleichzeitig habe ich versucht einen Weg des Miteinanders aufzuzeigen. Dass ihre Bedenken zur Alterversorgung genauso eine Berechtigung haben, wie die Thematisierung des Klimaschutzes. Es muss ja kein Entweder/Oder sein.

    Meiner Meinung nach geht dein Beitrag in genau die gleiche Richtung: Anstatt uns gegenseitig runterzuputzen, sollten wir die verschiedenen Bemühungen begrüßen und uns gegenseitig unterstützen. Diese Themen sind nämlich ungeheuer komplex, das merke ich immer mehr, je mehr ich mich damit beschäftige.

    Danke für diesen „Feel good“-Beitrag!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 20:31

      ZITAT

      „Ich hatte das Gefühl, dass ich gerade beobachte, wie diese Gruppe in eine rechtspopulistische Ecke abdreht.“

      Dann finde ich es super, dass du den Dialog suchst, weil du die Menschen kennst. Mit Fremden ist das sicherlich schwieriger. Aber es ist erschreckend, wie sich Teile „der Mitte“ so langsam aber sicher der Polemik der AfD annähert. Wie es plötzlich salonfähig wird, wissenschaftliche Fakten zu ignorieren, sogar zu leugnen und eine rechte Propaganda-Sprache zu etablieren. Da wird mir ganz schlecht, wenn ich sowas lese.

  • Reply
    ina whatinaloves.com
    25. September 2019 at 19:46

    danke danke danke für diesen beitrag. mein motto ist auch „jeder kleine schritt bringt uns näher ans ziel“ niemand muss und kann perfekt sein!

    Ich durfte mir letzten freitag anhören von einem bekannten auf meine aussage dass ich nicht zum streik kann weilich arbeiten muss (und halt nicht frei nehmen kann oder fehlen kann) „Du arbeitest als versicherungskauffrau. meinst du in deinem job sterben menschen wenn du nicht arbeiten gehst?“ Weil es ja sooo verwerflich ist nicht auf eine demo zu gehen…meinte dann mir ist mein job auch wichtig damit ich meine miete bezahlen kann. als antwort bekam ich „ja wohnen ist ja auch wichtiger als atmen“… Hab ich ihm erstmal ne ansage gemacht ob es eigentlich hakt! Ö___ö verstehe manche menschen einfach nicht!

  • Reply
    Katja
    25. September 2019 at 20:25

    100 Punkte für deinen Artikel. ♥
    Dieser Vorwurf, man dürfe nichts kritisieren oder fordern, wenn man selbst nicht zu 100% ökologisch leben würde, kommt normalerweise nicht von den Überperfekten, sondern er kommt von jenen, die nicht bereit sind, auch nur die kleinste Kleinigkeit an ihrem bequemen Lebensstil zu ändern, weshalb sie sich durch die Thematik, die #FFF angestoßen hat, in ihrer Bequemlichkeit (und oft Männlichkeit) bedroht fühlen.
    Der Versuch, mit dieser Totschlag-„Kritik“ die Mahner und Forderer zum Schweigen zu bringen, ist so leicht durchschaubar wie blöde. Am meisten ist im Hinblick auf Umwelt und Klima gewonnen, wenn jeder sich umfassend informiert und sich bemüht, bewusster einzukaufen, zu konsumieren, zu reisen und zu leben.
    Aber das alles ist ein Prozess und dafür braucht es auch Mut und Bewegung in der Politik, um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen – für die Sanktionierung von Umweltzerstörung und Steuerdiebstahl, für die Subventionierung sauberer erneuerbarer Energien statt Kohleverstromung, für die Subventionierung nachhaltiger, fairer Produkte statt Produkten aus Massentierhaltung und-produktion, für die finanzielle Belohnung von Menschen, die sich redlich bemühen, für das Schaffen von Anreizen (ÖPNV-Preise runter, Strecken ausbauen). Der Mensch in Masse ist bequem und die Politiker fürchten sich am meisten vor dem Verlust von Wählerstimmen und Parteispenden – so sehr, dass die „großen Würfe“, die sie feiern, nur Rohrkrepierer bleiben.
    Wir brauchen Mut. Mut, uns den Bremsern, den Lächerlichmachern, den Beleidigern, den Besserwissern, den Whataboutisten und den Reaktionären entgegenzustellen. Mut, um den eigenen gewohnten Lebensstil zu überdenken und Mut für Veränderungen.
    Und ein bisschen Wut ist daneben auch nicht schlecht, die kann nämlich auch ein starker Motor sein.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      25. September 2019 at 21:18

      Liebe Katja, ich hab’s ja eben schon auf Insta geschrieben. AMEN!

      Ich unterschreibe jedes Wort deinerAnsprache. Sie trifft es genau auf den Punkt und sollte auf einem Podium verkündet werden.Ich wünschte diese Worte stammten von mir… haha. :)

      DANKE, dass du dir die Zeit für so einen langen und enorm klugen Kommentar genommen hast.

  • Reply
    Sabine Rieger
    25. September 2019 at 22:09

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Spricht mir aus der Seele, ich kann das oft gar nicht so in Worte fassen. Ich versuche auch was geht zu machen und es wäre schön, wenn das jeder tun würde anstatt immer so zu tun als dürfe man dann gar nichts mehr tun wenn man versucht klimaschonender zu leben. Liebe Grüße aus dem grünen Baden Württemberg

  • Reply
    Inka
    25. September 2019 at 23:00

    Ohgott, wie ich diesen Artikel feier! <3

  • Reply
    Eva
    25. September 2019 at 23:58

    Hallo! Das hast du ganz wunderbar und sehr treffend geschrieben, herzlichen Dank dafür!
    Spontan fiel mir beim Lesen der Spruch /das Lied ein:
    „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
    In diesem Sinne … immer weiter so!
    Liebe Grüße, Eva

  • Reply
    Sandra
    26. September 2019 at 9:13

    Liebe unperfekte Nic,
    Du bist so wie Du bist perfekt. Du und ich und all die anderen können nicht an einem Tag die Welt retten was Generationen vor uns versaut haben. Ich bin der felsenfesten Überzeugung das der perfekteste Umweltaktivist irgendwo in seinem Leben noch eine klitzekleine Umweltsünde hat. Und sei es nur weil er seinen Quark im Plastikbecher kaufen muss, weil er sich keine Kuh auf dem Balkon halten kann. Ich selber bezeichne mich immer als Umweltsünder der zum Team Nachhaltigkeit gehört. Ja ich kaufe meinen Käse, Wurst und Quark in Plastik abgepackt, weil ich zu wenig davon unter der Woche brauche oder es nur so zu kaufen gibt. Aber ich benutze Wattestäbchen aus Silikon zum abwaschen, auswaschbare Abschminkpads, kaufe mein Obst und Gemüse lose bzw verpacke die losen Sachen im Netz. Besitze einen Korb, meine Einkaufsbeutel und Make me take me Netze. Gebe meine leeren Kosmetikflaschen wieder bei Body Shop ab. Habe einen Garten auf dem Balkon, fahre mit der Straßenbahn zur Arbeit…. Ich breche mal ab. Ich tue so viel. Aber auch ich kann die Welt nicht im Alleingang retten. Ich finde jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren und nicht nur über den Tellerrand schauen um mit den Fingern auf die Sünden der anderen Leute zu zeigen. Ich finde diese Diskussionen echt anstrengend. In der Zeit die wie quatschen über dieses Thema verbringen könnten wir eigentlich was dafür tun. ;)
    Mich erinnern solche Diskussionen immer an den Ärzte Song “ Lass die Leute reden“.
    Mach einfach Dein Umweltding so weiter so wie Du es für richtig hält.
    Sandra

  • Reply
    Verena
    26. September 2019 at 11:50

    Liebe Nic,

    für diesen Post muss ich mal aufstehen und laut klatschen. Vor allem finde ich, du hast den perfekten Ton getroffen. Ich fühle mich nach dem Lesen weder angegriffen, noch niedergeschlagen sondern eher bestärkt. Und ein bisschen beschämt. Was aber nicht an deinen Worten liegt, sondern an meinen Erinnerungen zurück zu meiner Anfangszeit als Veganerin.
    Für mich war das wie aufwachen, wie ein völlig neuer Blick auf die Welt. Den wollte ich mitteilen und anderen davon erzählen, ihnen mit aller Macht ebenso die Augen öffnen. Ich habe nie bemerkt, dass der Blick am weitesten wird, wenn man es allein schafft in eine neue Richtung zu sehen. Und so missionierte ich einige
    Monate, diskutierte an jedem Tisch und über jede in Plastik verpackte Scheibe Salami.
    Das war nie böse gemeint aber ich stand eben vor den Menschen, die nicht zu verstehen schienen, wie wunderbar mein neu gefundener Weg doch war. Das machte mich wütend und ich begann, sie innerlich anzuschreien und zu rütteln. Zack fand ich mich in der Rolle wieder, die ich nie wollte – die der ätzenden Ökonervkuh :)

    Das hab ich hinter mir. Ich diskutiere noch, aber nur wenn es angebracht ist. Ich kläre auf, aber nur wenn ich aufrichtiges Interesse bemerke. Ansonsten lass ich die Menschen, mach aber trotzdem deutlich klar, was ICH nicht möchte. Etwa, wenn meine Mama es gut meint und für mich vegane Dinge einkaufen möchte die aber zum einen industriell verarbeitet und zum zweiten in Massen von Plastik verpackt sind. Das tu ich aber vorsichtig. Denn ich möchte sie ja nicht demotivieren, weiter die Augen nach Alternativen offen zu halten. Ich möchte sie bestärken und ihr erklären, warum ich mich für Dinge entscheide oder dagegen in der Hoffnung, dass sie etwas davon mit nimmt. Meine Einstellung hat sich nicht geändert, wohl aber meine Tonalität. Und die ist am Ende denke ich auch ausschlaggebend. Ich glaube Menschen MÖCHTEN zuhören und dazu lernen.
    Aber dazu gehören Vorsicht, Umsicht und Einfühlungsvermögen. Und kein erhobener Zeigefinger untermalt von latent aggressiven Bissigkeiten.

    Ich danke dir!
    Liebste Grüße

    Verena

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      26. September 2019 at 12:14

      Liebe Verena, ich finde es so großartig, dass du deine Geschichte teilst. Ich finde es großartig, welche Art von Selbstfelexion dahinter steckt. Das können nämlich viele Menschen nicht – sich mal selbst hinterfragen.

      Weißt du, das ist genau das was ich auch sagen will. Es hilft nichts, wenn wir Andere mit unserem maßregeln, drängeln und missionieren unsere Sichtweise aufzwingen wollen, nur weil wir sie (natürlich!) für richtig halten. Das erzeugt oft nur Gegenwehr und und wenig echtes Zuhören.

  • Reply
    Charlotte
    26. September 2019 at 13:03

    Super geschrieben! Du triffst es genau auf den Punkt.
    Ausserdem: Dein Blog ist toll und ich lese sehr gerne hier und auch auf Insta. Danke für deine Arbeit!

  • Reply
    claudia
    26. September 2019 at 17:30

    Du hast so Recht Nic. Danke für Deine Mühe die Du Dir gemacht hast. Zuerst geht es doch darum das Bewusstsein zu haben was man als einzelner für sich verändern möchte. Es ist auch klar, das wir nicht die Welt retten können. Und auch wir werden zur Rechenschaft gezogen weil wir öfters wie andere in den Urlaub fliegen. Aber das ich mich seit 20 Jahren vegan ernähre und wir zu 95% alles öffentlich fahren, unsere Einkäufe zu Fuß erledige, ich Stoffbeutel für Obst und Gemüse schon seit vielen Jahren benutze (habe ich sogar immer im Urlaub dabei) nö, dass wird nicht gesehen….. im Endeffekt soll jeder das tun, was er mit seinen Gewissen vereinbaren kann. Ich würde aber gerne noch viel mehr verändert, aber manchmal dauert es etwas bzw. stößt man echt an seine Grenzen es im Alltag zu integrieren.

  • Reply
    Viermal Fernweh
    26. September 2019 at 21:37

    Herzlichen Dank für diesen Artikel und viele liebe Grüße von einer Unperfekten, die versucht, die Welt ein Stück besser zu machen, aber zugibt, dass es nicht einfach ist und eben nicht perfekt läuft.

  • Reply
    Blackmoon
    27. September 2019 at 6:30

    Öko-Shaming ? ! Ich lern nicht aus. Bzw ist es jetzt tatsächlich so weit ? Unglaublich.
    Ich denke jeder soll machen wie er möchte,auch kleine Dinge helfen. Viel viel schlimmer ist es ignorant zu sein und zu bleiben.
    Bzw. ich zitiere meinen Mann,nachdem ich sagte „ich weigere mich ja so ein wenig eine Menstruationstasse zu benutzen“ nachdem er mir die Webseite eines neuen Startups für Stoffbinden gezeigt hatte,da er das Mädel kennt. „Ich meine man kann/muss nicht ALLES Plastik vermeiden“
    Und so ist es auch. ALLES kann man einfach nicht vermeiden. Wobei ich schon ne kleine Ökotussi bin. War ich schon immer,da ich so erzogen/aufgewachsen bin.
    Wir haben uns dieses Jahr einen kleinen Bauerngarten angelegt. Ganz einfach weil ich selber Spaß dran habe und weil uns der ganze Verpackungswahn echt auf den Geist geht. Da wir jetzt den Platz haben,ging es endlich. Das hat sich -obwohl wir erst angefangen haben- schon gelohnt.
    Mein Mann muss pendeln. Hilft nix. Auto ist unerlässlich,da mit den Öffentlichen es nicht klappt. Die Verbindungen sind zu schlecht (er wäre 4 Stunden unterwegs) er könnte nicht zuverlässig sein Rad mitnehmen und es ist teuer und zwar richtig. Hat aber 2 HomeOfficetage die Woche,was super ist.
    Unsere Katzen bekommen Fleisch. Sorry,wir haben einfach die „falschen“ Haustiere. Wir selber essen allerdings kein Fleisch bzw. selten. Ich selber lebe nahezu vegan (vegetarisch seit gut 25 Jahren) mein Mann ißt super selten was fleischhaltiges. Wir fliegen nicht in den Urlaub (beide Flugangst ohne Ende *g*) Kreuzfahrten wird man uns auch NIE sehen,kaufen unverpackt was unverpackt zu bekommen ist bzw. er Supermarkteinkäufe,ich Bioladeneinkäufe.

    Leider ist das Umfeld hier zum Teil haarsträubend. Ich persönlich kann keine Leute die missionieren,mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend laufen etc.pp Würde selber das nie machen,da ich der Meinung bin „leben und leben lassen“ Aber das man angegriffen wird,wenn man etwas auf seine Umwelt achtet,der Meinung ist,es gibt den Klimawandel,das etwas passieren muss und die Meinung auch vertritt,das ist mir auch noch nicht passiert. Was man sich hier zum Teil anhören muss,macht mich wütend,fassungslos und einfach nur zum Teil sprachlos.

    Die Macht des kleinen Mannes zum einen,zum anderen müssen/sollten die Hersteller umdenken. Ich geh jetzt mal nicht auf den Fleischverarbeitungsbetrieb hier in der Nähe ein,der 40.000 Tiere am Tag (!!!) verarbeitet. Sondern ich meine das in jedem zweiten Produkt Palmöl/fett enthalten ist,es fast nur noch Kunstfaserkleidung gibt (auch im hochpreisigen Segment) um mal nur zwei Dinge zu nennen,die keinen unwesendlichen Teil ausmachen. Was mich z.B persönlich betrifft,ich habe Zöliakie und bin auf glutenfreie Produkte angewiesen. Da gibt´s kein „kauf ich aus Prinzip nicht“ Die Dinge zum Teil in UNMENGEN und dreifach Plasik verpackt. Aber was soll ich machen ?!

    L.G und ein schönes Wochenende :)
    Blackmoon

  • Reply
    sonja
    27. September 2019 at 7:45

    Mal wieder auf den Punkt gebracht – TOLL!

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      27. September 2019 at 10:38

    • Reply
      Heike
      1. Oktober 2019 at 21:01

      Danke! Danke! Danke! Danke liebe Nic, deine Worte tun so gut! Ich liebe deinen Blog und verfolge ihn schon viele Jahre. Nun muss ich doch auch mal kommentieren. Ich stimme dir voll zu! Mir geht die ganze Diskussion auch sehr auf den Keks! Jeder, der auch nur einen Schritt in eine nachhaltigere Richtung geht, tut der Umwelt und uns allen gut! Es ist unmöglich, alles richtig zu machen. Aber besser doch jeder tut einen oder ein paar Schritte, als keinen… Ich habe mir abgewöhnt, mich zu rechtfertigen. Ich versuche, in meinen Alltag und mein Leben das eine oder andere zu integrieren. Trotzdem genieße ich das Leben und viele unnötige Vorteile des 21. Jahrhunderts… So isses🤭
      Alles richtig machen zu wollen ist ein Vollzeitjob. Es überfordert mich, ehrlich gesagt. Aber ich arbeite daran😏
      Liebe Nic und dir auch 1000 Dank für die Inspirationen und Aufmunterungen und überhaupt, dass du mein Leben bereicherst. Dankeschön😊 Es grüsst eine meist stille und doch treue Leserin. VG von Heike

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    Margit
    27. September 2019 at 23:32

    Genauso ist es! Nieman kann 100%ig klimaneutral leben. Aber es gibt so viele Möglichkeiten, wo man es zumindest ein wenig versuchen kann. Ich habe mal einen Vorschlag gepostet, wie wirklich jeder CO2 einsparen kann, indem er einfach Mails löscht. Das hat wohl niemanden interessiert. Statt dessen wird fleißig auf Greta und die FfF-Bewegung eingedroschen. Was die schließlich alles falsch machen würden. Ich sage, nur wer überhaupt etwas tut, kann auch etwas falsch machen. Vielen geht es doch einfach nur darum, herumzustänkern, während sie – Entschuldigung – ihren eigenen Ar… nicht hochbekommen!
    Bei den Kommentaren, die zur Zeit so unterwegs sind, habe ich manchmal das Gefühl, dass sämtliche Erziehung und sämtlicher Anstand an den Leuten vorüber gegangen sein muss!
    Viele Grüße von
    Margit

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    Karoline aus Österreich
    28. September 2019 at 20:02

    Danke – Danke – Danke!

    Ich versuche in mein Leben immer mehr und mehr Nachhaltigkeit zu integrieren und verzweifle damit auch manchmal, weil ich denke, es ist doch nicht genug.
    Deine Worte machen Mut jeden Tag einen weiteren bio-Schritt zu gehen und liebevoll mit mir selbst zu sein, wenn ich etwas nicht ökomäßiges mache: heute eine Wachauer-Torte mit „normalem“ Zucker zum reinen Eigengenuss gebacken ;-)

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      Nic {luzia pimpinella}
      28. September 2019 at 20:29

      Ich wüsste nicht, was an „normalem“ Zucker auszusetzen wäre… ;)
      Wenn wir schon anfangen, uns wegen einen Stück Kuchen mit Zucker schlecht zu fühlen, dann läuft meiner Meinung nach irgendwas auch komplett falsch.

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    Kristina
    2. Oktober 2019 at 9:58

    Ein toller Post! Macht Mut jeden Tag etwas ein bisschen besser zu machen und keine Angst davor zu haben nicht perfekt zu sein. Vielen Dank dafür.

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    Annette
    9. Oktober 2019 at 23:57

    Liebe Nic
    So, nun muss ich mich endlich auch mal bei Dir melden und mich bedanken: dieser Blogbeitrag hier hat mich absolut zum Umdenken angeregt und eine riesige Nachhaltigkeitswelle in unserer Familie ausgelöst. Bisher war ich wirklich total blockiert: ich dachte, wer an solche Demos geht, der muss absolut 100%ig korrekt nachhaltig leben, sonst wäre es scheinheilig. Und mit diesem Grundsatz habe ich mir natürlich auch sämtliche Überlegungen, die ich mittlerweile als kleine, aber sinnvolle Schritte, feiere, verboten. Ich dachte bisher wirklich: ganz oder gar nicht. Ist doch lächerlich, einen Plastiksack einzusparen, aber dann mit seinem Auto heimzufahren.
    Liebe Nic, ich danke Dir! Ich habe plötzlich das Gefühl, dass jeder Schritt – und wenn er noch so klein ist, richtig ist, solange er in die richtige Richtung geht. Ich nähe mir gerade Obstsäckchen, um die Einwegtüten zu sparen. Ich fange an, Shampoos etc. In Plastikflaschen durch trockene, unverpackte Produkte auszutauschen. Ich habe einen Wäschesack gekauft, weil wir zum Sport Funktionswäsche tragen und die auch gerne weiterhin tragen möchten, ohne aber unsere Gewässer mit Mikroplastik zu belasten. Jaaa, das alles sind klitzekleine Schritte, bisher hätte ich darüber gelächelt und es als sinnlos abgetan… jetzt freue ich mich einfach, dass ich überhaupt erst darüber nachdenke und dass doch so einiges möglich ist. Vielen Dank für Deinen Anstoss! Und nun verstehe ich auch, wie wichtig es ist, dass die Politik endlich die Problematik erkennt und etwas dagegen tut. Ich hoffe so fest, dass das Umdenken auch bei ihnen ankommt. So bequem und rücksichtslos, wie wir die letzten Jahrzehnte gelebt haben, werden wir es weiterhin nicht mehr können. Ich freue mich auf viele weitere Denkanstösse von Dir! Mach weiter so!
    Eine stille Leserin, die Dir seit Jahren folgt (kennengelernt habe ich Dich über die Nähcommunity ;-))
    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Annette

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      Nic {luzia pimpinella}
      13. Oktober 2019 at 15:12

      Liebe Annette,

      1000 Dank für deinen Kommentar, der mir wirklich das Herz erhellt und meine Arbeit als Bloggerin zu der wunderbarer Tätigkeit macht, die sie ist. Ich werde mich noch sehr lange daran freuen, dass mein Artikel dich zum Umdenken angeregt hat. Das bedeutet mir sehr viel. Danke, dass du deine Geschichte geteilt hast. <3 Es macht mich glücklich, dass ich dir aufzeigen konnte, dass man nicht perfekt sein muss um Dinge besser zu machen.

      Man bedenke, wenn alle Menschen denken, dass es keinen Unterschied macht, was sie in ihrem persönlichen Leben tun, weil sie eine ganz-oder-gar-nicht-Haltung haben. Dann ändert sich auch gar nichts. Denn keiner von uns kann das perfekt tun. Aber wenn sehr viele Menschen einiges besser machen und vielleicht schrittweise immer ein bisschen mehr, dann ändert sich sehr viel.

      Ganz liebe Grüße & Danke!!!!
      Nic

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