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THINK before you write! Was ich mir für die Kommunikation auf Social Media wünschen würde…

THINK before you write! Was ich mir für die Kommunikation auf Social Media wünschen würde... | Social Media Nettiquette – Bloggerlife | luziapimpinella.com Ab und zu veranstalte ich ja mal ein Q&A in meinen Instagram-Stories. Eine Runde Fragen von meiner Community und Antworten von mir. Das ist immer ganz spannend für beide Seiten und auch oft ziemlich lustig. Das letzte Mal ist jetzt schon wieder etliche Wochen her, aber eine Frage die mir dort gestellt wurde, hat mich nachhaltig beschäftigt… „Wovon würdest du dir mehr auf Instagram wünschen, wovon weniger?“. Ein Teil meiner Antwort war einfach. Ich würde mir mehr inspirierende Individualität wünschen, mehr Ecken und Kanten und weniger uniformen Einheitsbrei. Aber, eigentlich viel wichtiger… ich würde mir ganz oft eine andere Art der Kommunikation untereinander wünschen. Nicht nur auf Instagram, sondern auch auf anderen Social Media-Pattformen und letztendlich auch hier auf meinem Blog.

Ich bin ja echt schon ein alter Hase in Sachen Online Kommunikation mit Menschen, denn das ist seit 2006 ja quasi mein täglich Brot. Ich finde, da hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Teils durch die Schnelllebigkeit des Internets und auch durch die Konsum- und Anspruchshaltung der User gegenüber Inhalten und deren Erstellern. Aber auch oft durch ein Fehlen von Social Media Netiquette im zwischenmenschlichen, virtuellen Miteinander. Und ich habe den Eindruck, diese eher negativen Veränderungen wurden durch die Coronakrise nun noch verschärft. Der Umgangston und auch die Empathie für das virtuelle Gegenüber leidet. 

Nun ist es ja so… meine eigene Kommunikation mit Menschen beschränkt sich {wie bei so vielen anderen auch} im echten Leben seit Monaten gerade mal auf die Dame an der Käsetheke, die Kassiererin im Supermarkt und den*die Paketbot*in. Jenseits unserer kleinen Dreier-Familienbubble gibt es quasi keine echten Kontakte. Wir sehen keine Freunde, keine Familie. Meine zwischenmenschliche Kommunikation beschränkt sich auf ein paar Telefonate {wenige, denn ich telefoniere nicht gern, daran hat auch Corona nichts geändert} … und „Unterhaltungen“ mit mehr oder weniger bekannten und vor allem vielen unbekannten Leuten auf Social Media. Das meist sehr schön, inspirierend und erfreulich, aber auch nicht selten energieraubend und unangenehm. In letzter Zeit halt immer öfter letzteres.

Deswegen hat mich eben jene, einzelne Frage in meiner Q&A Runde auf Instagram wohl so berührt. Und seitdem dümpelt hier dieser Artikel in meinen Blogpost-Entwürfen. Wieder mal ein sehr persönlicher, in dem ich einfach mal zusammenfassen möchte, was ich mir für die Kommunikation auf Social Media, in den Instagram-Kommentaren und eben machmal auch hier auf dem Blog wünschen würde.

Eins vorweg… ich glaube nicht, dass ICH in der Online-Kommunikation mit meinen Mitmenschen immer perfekt bin. Ich bin auch nur ein Mensch und manchmal gehen auch die Emotionen mit mir mal durch, wenn mich etwas aufregt oder wenn ich mich verbal angegriffen fühle. Meistens gewinnt dann die diplomatische Waage in meinem Wesen… in seltenen Fällen aber auch mal nicht. Passiert ist das gerade diese Woche, als ich wütend einen Kommentar unter einem Post zu einer sexistischen, überflüssigen Produktidee hinterließ. {Wer sich nun fragt, worum es ging, sucht einfach mal im Internet nach #pinkygate, ich möchte das hier nicht erörtern}. Ich hatte durchaus berechtigte Kritik an der Sache im Hinterkopf, heraus kam allerdings unsachliches, verallgemeinerndes Gestänker. Im Nachhinein fand ich meine Wortwahl dann unpassend – übrigens auch, weil mich jemand darauf gestupst hat –  und löschte meinen Kommentar. Ja… das kann mir auch passieren, ich da keineswegs unfehlbar. Vor allem nicht, wenn ich mich echauffiere und mitten im Eifer meines eigenen emotionalen Gefechts stecke.

Aber manchmal sollte man eben vielleicht erst 3 mal tief durchatmen, nachdenken und einen Kommentar sacken lassen, bevor man ihn wirklich in die Welt hinaus schickt. „Before you speak, ask yourself: Is it kind, is it necessary, is it true, does it improve the silence?” Das ist ein Zitat eines durchaus umstrittenen indischen Gurus, aber dennoch sehr weise. Und ich mag es. Es trifft des Pudels Kern der Kommunikation – und das ganz zeitlos. Hier nun meine etwas ausführlichere Variante: 

THINK before you write! Was ich mir für die Kommunikation auf Social Media wünschen würde... | Social Media Nettiquette – Bloggerlife | luziapimpinella.comTHINK before you write… oder was ich mir für die Kommunikation auf Social Media wünschen würde 

Okay, meine Liste ist indirekt natürlich auch ein kleines „welcome to my life“ als Bloggerin und Instagramerin. Es geht hier auch um Arten von Kommunikation, wie sie mit in den Kommentaren und Direktnachrichten auf Social Media fast täglich begegnen. Und leider eben auch immer öfter. Meine persönlichen Beispiele hier sind keine Einzelfälle. Dann wären sie für mich wirklich nicht der Rede Wert. ;) Es sind Situationen wie sie mir regelmäßig auf meinen SoMe Kanälen unterkommen. Ich würde mir manchmal einfach mehr „Online Knigge“ wünschen und , dass Menschen in der virtuellen Konversation mit anderen Menschen, sich folgende Fragen stellen, bevor sie einen Kommentar hinterlassen…

… kommentiere ich eigentlich nur, wenn ich etwas zu Nölen habe, um auch mal, um etwas Nettes zu sagen?

Das ist jetzt kein spezielles Phänomen der Coronazeit. Mit begegnen seit Ewigkeiten online immer wieder {oft dies selben} Leute, die eigentlich nur kommentieren, um Kritik oder Unmut äußern. Die aber umgekehrt nie Zeit für einen netten Kommentar haben, obwohl sie täglich gratis Content und Inspirationen konsumieren und nutzen. Obwohl sie Rezepte nachkochen, DIYs nachbasteln und Geschichten lesen etc.

Ich hatte neulich {und das ist eben kein Einzelfall} mal wieder eine Direktnachricht, die damit anfing, „Ich folge dir ja schon lange und bin sonst eher die Stille. Ich habe vorher noch nie einen einen Kommentar auf Instagram geschrieben, ABER… “ und dann geht irgendeine Tirade eines eigentlich wildfremden Menschen los. Bevor man solche Nachrichten oder Kommentare postet, nur um zu kritisieren, dass jetzt ausnahmsweise mal etwas „nicht passt“, sollte man sich vielleicht fragen, was diese Art und Weise der Kommunikation über einen selbst aussagt. Vor allem, wenn man sonst nur konsumiert und nie Zeit ein positives Feedback hat.

… habe ich vielleicht die rudimentären Regeln der kommunikativen Umgangsformen vergessen?  

„Der Pulli! Woher?“ Von solchen eher gebellten Nachrichten ohne Hallo, Bitte, Danke oder überhaupt irgendeinen Satzbau oder rudimentäre Formen von zwischenmenschlicher Kommunikation kann wohl jede*r Instagramer*in ein Lied singen. Dazu gibt es echt nicht viel zu sagen. Das ist verdammt unhöflich! Punkt. Und ich habe mir tatsächlich für die Zukunft vorgenommen, auf derartige Ansprachen gar nicht mehr zu antworten.

… wann ist ein simples DANKE eigentlich obsolet geworden?

Das knüpft eigentlich an das vorher Gesagte an. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und das Internet ist mittlerweile auch geprägt von einer Gratis-Attitüde. Besonders wenn es um Ideen, Inspirationen und Informationen geht. Inhalte, die andere Menschen ganz oft mit sehr viel Mühe, Zeit und Liebe erstellen, stehen im Überfluss kostenlos zur Verfügung. Und nicht selten beantworten diese Personen nebenbei unermüdlich Fragen, geben Tipps und teilen Erfahrungen.

Ich spreche jetzt mal für mich, aber sicherlich auch für viele andere Blogger*innen und Instagramerinnen, die Inhalte mit Mehrwert für die Community schaffen….. Das tun sie gerne und freiwillig. Ja! Aber sie sind eben auch keine Dienstleister mit irgendeiner Leistungspflicht, sondern Menschen mit einer eigenen Lebenszeit. Das könnte man manchmal als „User“ auch bedenken und vielleicht einfach mal ein Danke oder ein nettes Feedback hinterlassen. Besonders, wenn sich dieser Mensch in einer persönlichen Direktnachricht ausgiebig eine Frage beantwortet hat, Dinge erklärt oder die gewünschten Tipps gegeben hat, nach denen man gefragt hat. Dann lässt man vielleicht nochmal von sich hören und geht nicht einfach wortlos aus den Chat, weil man ja bekommen hat, was man wollte…  ;) Just a thought. Passiert mir nämlich leider häufig, und dann frage ich mich, ob ich eigentlich blöd bin, so meine Lebenszeit zu verschwenden.

… würde ich das jetzt auch sagen {kommentieren}, wenn ich diesem Menschen im echten Leben gegenüber stehen und in die Augen sehen würde? 

Würde ich im in der Realität dieser Person das Gleiche sagen, wo ich mich hinter der Barriere Internet kann? Nein? Dann kann man sich im nächsten Step noch fragen, warum denn nicht? Oft wird dann klar, warum man es vielleicht einfach ganz sein lassen sollte.

… hat man mich nach meinen Rat gefragt und ist meine Meinung hier wirklich von Nöten?

Ich kenne Instagramer*innen die sagen oft in ihren Stories dazu… „Ihr Lieben! ich möchte bitte jetzt keine Tipps!“ Habe ich auch schon des öfteren gemacht. Aus Gründen. Denn es gibt Fälle, da wird man überschüttet mit gut gemeinten Ratschlägen, obwohl man gar nicht darum gebeten hat. So manch selbst genannte*r Experten*in hat das Bedürfnis, in gewissen Situationen unbedingt einen guten Rat zu verteilen oder auch Kritik an Vorgehensweisen zu hinterlassen.

Das kann manchmal hilfreich sein, aber tatsächlich ist es das eher in seltenen Fällen. Manchmal sind Ratschläge aufgrund von individuellen Erfahrungen nur bedingt übertragbar oder vielleicht auch veraltet und nicht mehr den aktuellen oder besonderen Gegebenheiten angepasst. Nicht selten kommen sie beim Empfänger auch als unangenehme Klugschieterei an. Wenn man also nicht explizit um Rat gefragt wird, sollte man sich überlegen, ob es wirklich notwendig ist, denn Besserwisser rauszuhängen. Den ich übrigens in mir auch manchmal mundtot machen muss, weil er so gerne zuschlagen möchte.  ;)

… habe ich wirklich den Text oder Artikel gelesen, bevor ich etwas frage oder kritisiere? 

Kaum die Überschrift gesehen und schon eine Meinung gebildet und herausposaunt. Kaum zwei Sätze gelesen und schon den Unmut in  Kommentarspalte gepoltert. Nur die hübschen Bilder angeguckt, Text nicht gelesen, aber direkt Fragen nach wie und woher getippt. Das sind wortwörtliche Übersprungshandlungen der Online Kommunikation. Erst mal ALLES lesen, Informationen aufnehmen und reflektieren und dann tippen {wenn das dann überhaupt noch notwendig ist}, das würde ich mir so oft wünschen.

... ist meine Direktnachricht oder mein Kommentar wirklich von Herzen nett gemeint oder eigentlich nur ein „backhanded compliment“?

Die englische Sprache hat einen schönen Begriff für Komplimente, die auf den zweiten Blick eigentlich keine sind, sondern eher eine versteckte Kritik oder eine Relativierung, veilleicht sogar Herabwürdigung. Manchmal kommen solche Kommentare mit voller Berechnung. Dann sind sie einfach nur fies und man muss gar nicht drüber diskutieren, ob das jetzt okay ist oder nicht. Aber manchmal merken die, die sie verteilen, nicht einmal, wie zweifelhaft ihr vermeintlich nettes Lob oder Kompliment beim Empfänger ankommt.

Nur ein kleines, persönliches Beispiel aus meiner Welt: Ich empfinde es eben nicht als Kompliment, wenn man mir schreibt: „Deine neue Brille finde ich toll. Deine alte schwarze sah immer so fürchterlich dominant in deinem Gesicht aus!“ Nope, das ist kein Kompliment. Und ja, es ist völlig irrelevant, wie jemand, den ich nicht mal kenne, meine schwarze Brille findet. Und Überraschung – ich liebe die zufällig. Immer noch. ;)

… wie wirken Sätze, die mit „du musst“ anfangen, auf mich selbst?

Wenn man genauer darüber nachdenkt, merkt man’s selbst. Fand man schon als Kind blöd. Mag man als erwachsener Mensch meist genau so wenig.

Eine eher harmlose Geschichte {von vielen} aus meinen Nähkästchen geplaudert… als ich mit meiner Familie im Wien-Urlaub war, wurde ich in den Stories dafür kritisiert, dass wir japanisch, italienisch, israelisch essen waren. In Wien MUSS man doch Schnitzel essen, meinte eine Wienerin und verstrickte mich in eine wirklich absurde Diskussion, die meine Zeit frass und unnötig war, wie ein Kropf. Under gerade vorletzte Woche, als ich in den Instagram Stories, erwähnte, dass ich Gartenarbeit nicht leiden kann und mehrere Personen anfingen, mir zu erzählen, warum „man“ das doch aber lieben muss! Ich frage mich dann immer was Menschen wohl antreibt, die so hartnäckig auf Nichtigkeiten herum diskutieren. Ich weiß es nicht, aber es führt mich zum nächsten Punkt…

… muss ich wirklich versuchen, meinem virtuellen Gegenüber meinen Geschmack, meine Meinung, meine Perspektive, meine individuelle Erfahrung mit irgendetwas, aufzuzwingen? 

Manchmal sind Diskussionen aus verschiedenen Blickwinkeln ja inspirierend und fruchtbar. Das ist super!  Aber manchmal gibt es auch einen feinen Grad, wo man einfach wissen sollte, wann es Zeit ist, es gut sein zu lassen. Mit hartnäckigem Missionieren erreicht man Menschen eher nicht, sondern nur genau das Gegenteil.

…. könnte ich das jetzt nicht vielleicht mal eben schnell selber googeln?

Ja, Blogger*innen und Instagramer*innen geben sehr gern Tipps, teilen Ideen und geben auch mal Ratschläge und beantworten meist viele Fragen. Gerade, wenn sie mitten im Thema sind. Nicht selten ist das genau ihre Kernkompetenz und sie tun gern, was sie tun. Wer mir auf Insta oder hier folgt, der weiß, dass ich Fragen immer bereitwillig beantworte. Fast zu jeder Tages- und Nachtzeit. Auch am Wochenende. Selbst im Urlaub. Und das werde ich auch weiterhin tun.

Das heißt aber nicht, dass jemand wie ich den Job von Google machen möchten. Also wenn die Suchmaschine mal eben fix in 0.21 Sekunden eine bestimmte Frage beantworten könnte, ist es vielleicht auch nett und rücksichtsvoll, genau die eben nicht per Direktnachricht an jemanden zu verschicken, dessen Zeit vielleicht kostbarer ist als die eines Suchmaschinen-Servers. ;)

… möchte ich mich wirklich am verbreiten von nicht geprüften Halbwahrheiten beteiligen?

Wir leben im Zeitalter der Desinformation. Das liegt auch daran, dass wir ganz fix mal Artikel teilen, obwohl wir vielleicht nur die Überschrift gelesen haben. Aus Empörung. Aus Aktionismus. Oder, dass wir irgendeine Information von Ingeborg Musterfrau auf der Whatsapp-Gruppe weiterleiten. Ich würde mir wünschen, dass Menschen sich wieder mehr mit Fakten und Hintergründen beschäftigen, bevor sie fremde Inhalte, die sie nicht selbst erstellt und recherchiert haben, auf Social Media teilen.

… ist es okay, Ansprüche an eine Person zu stellen, der ich irgendwo folge? Oder das Recht auf Beschwerden habe? 

Hinter vielen kreativen Profilen stecken Menschen, die einfach gerne Ideen und Inspirationen teilen. Und selbst wenn es professionelle Accounts sind, wie meiner, tun sie das zum größten Teil ohne irgendeine Vergütung. Bezahlte Inhalte sind hier auf meinem Blog oder auch meinem Instagram sind selbst nach 15 Jahren noch in der Minderheit. Für die meisten Ideen, Inspirationen, Tipps, Informationen etc. für meine Leser*innen bezahlt mich kein Mensch. Schon gar nicht der*die Leseri*innen… auch und erst recht dann nicht, wenn ich zwischendurch mal Geld mit einem gesponserten Post verdiene. Daher frage ich mich also schon manchmal, woher so oft die Anspruchshaltung an „kreative Teiler*innen“ wie mich kommt. Oder auch die Haltung, dass man sich jetzt doch mal über dit und dat beschweren kann.

Beschwerden, dass irgendwas nicht funktioniert, bekomme ich ständig. Der Kuchen geht nicht auf. Die verarbeitete Farbe sieht bei Jemandem ganz anders aus, als auf meinen Fotos. Das Rezept schmeckt Maria nicht! Skandal. Meist kommen die Kommentare dann in dem Gewand, dass irgendetwas an meiner Anleitung oder meinem Rezept nicht stimmen kann. Das eigene Vermögen wird eher selten in Frage gestellt. Auf meine Nachfragen hin stellt sich dann übrigens fast immer heraus, dass sehr wohl irgend etwas anders gemacht wurde. Eine Zutat weggelassen, weil man ja nicht so viel Fett, Zucker etc. wünsche. Zwar die gleiche Marke, aber eine ganz andere Art der Farbe gekauft. Anleitung nicht wirklich gelesen und Schritte nicht beachtet. ;)

Deswegen einfach meine Frage in den Raum…. Würde man sich auch die Mühe machen, bei einer Magazin-Redaktion anzurufen oder ihr in einem Leserbrief zu schreiben, um sich zu beschweren, dass das DIY bei einem aber nicht recht hinhauen wollte? Schickt man dem Fernsehsender eine eMail, weil einem der Film nicht gefallen hat?

… muss ich auf eine positiven, freudigen Post wirklich einen „Ja, aber…“ Kommentar hinterlassen? 

Man kann schon manchmal das Gefühl bekommen, dass wir Deutschen ein Volk von Nörglern, Pessimisten und Ja, aber!-Sagern sind. Sich einfach mal neidlos mitfreuen, mitjubeln oder gar loben sind ganz sicher nicht unsere Kernkompetenzen. Leider. Denn macht uns das irgendwie sympathisch, wenn wir auf eine positive Nachricht oder eine persönlich Freude eines Menschen einen negativen Schatten werfen müssen? Nö. Also vielleicht einfach mal verkneifen.

… möchte ich wirklich einer mir fremden Person tatsächlich ihre Gefühle absprechen?

Das ist eine Sache, die ich wirklich verstärkt seit Corona in meinen eigenen Kommentaren und auch bei anderen beobachte. Wann immer Befindlichkeiten oder Gefühle, Traurigkeit oder Ärger geäußert werden, ist spontan jemand da, der einem sagt, warum man das jetzt bitte nicht darf. Dass man eigentlich kein Recht auf diese Empfindungen hat… gerne mit dem whataboutistischen Argument, dass es anderen ja viel schlechter geht.

Ich könnte jetzt absätzeweiseweise darüber schreiben, warum das ein ärgerliches Verhalten ist. Warum es nicht okay ist, die Gefühle von anderen Menschen abzuwerten. Schon gar nicht von Leuten, deren Leben man eigentlich gar nicht kennt und in deren Schuhen man noch nie gesteckt hat. Und was für eine mentale Belastung solche unnötigen Diskussionen für manche Menschen bedeuten. Nur ganz kurz… man sollte sich solche Kommentare einfach verkneifen. Egal, was man beim Lesen denkt. Sie sind weder nett, noch mitfühlend, noch aufmunternd, noch irgendwie hilfreich… also eigentlich für nix gut.

… habe ich das Recht, von jemanden, den ich eigentlich gar nicht kenne, „persönlich“ enttäuscht zu sein oder ist das eher lächerlich?

Wenn wir Leuten für eine längere Zeit auf Instagram folgen, denken wir oft, wie würden sie kennen. Das stimmt vielleicht auch zum Teil, aber ist es wirklich wahr? Jede*r von uns zeigt nur ein Bruchstück seines*ihres Lebens. Die vermeintliche „Nähe“ verleitet manchmal andere Menschen dazu, von uns ein bestimmtes Verhalten zu erwarten und auch irrationalerweise einzufordern, als hätten sie irgendeinen Anspruch darauf. Wird das dann nicht erfüllt, fühlen sich sie persönlich zutiefst enttäuscht. Auch Leute, die einen persönlich nicht einmal kennen.

„Du hast die und die Meinung? Das hätte ich ja von dir nicht gedacht, jetzt bin ich enttäuscht!“… „Das du das machst, passt überhaupt nicht zu dir! Ich bin entsetzt.“…. „Früher warst du, hast du, bist du aber…!“ … Aha. Ich halte das tatsächlich für lächerlich. Und dass ich es in meinen 15 Jahren als Bloggerin wirklich oft in Kommentaren von Menschen kommt, denen ich im echten Leben nie begegnet bin, macht es auch nicht richtiger.

…. habe ich vielleicht einfach nur schlechte Laune und benutzte meinen Kommentar als Frustventil? 

Vermutlich sogar bei Jemandem, der mit dem eigentlich Ärger, der in einem schlummert absolut nichts zu tun hat? Kurze, simple Antwort… einfach mal nichts sagen bzw. schreiben und lieber ’ne Runde beim Spazierengehen auslüften.

… muss ich beim „Hinausgehen“nochmal herum krakeelen und laut die Tür zuschlagen?

Und selbst wenn es so ist, dass man aus irgendwelchen Gründen enttäuscht, sauer, anderer Meinung ist und sich entscheidet, dass man die Online „Verbindung“ mit einer anderen Person {die man eigentlich nicht mal wirklich kennt} kappen möchte… ist es notwendig, das Gehen lauthals und womöglich noch mit bösen Worten anzukündigen? Oder nehme ich mich damit nur wichtiger, als ich eigentlich bin? Reicht es nicht aus, einfach nur auf UNFOLLOW zu klicken?

… und muss ich mir jetzt den Schuh wirklich anziehen?

Manchmal fühlen wir uns ertappt. Ich würde mich übrigens nicht wundern, wenn sich der*die Eine oder Andere beim Lesen dieser Zeilen an mancher Stelle selbst wieder erkennt. Ich ja auch… Wer ist schon unfehlbar? Und manchmal kommt dann der direkte Impuls verärgert defensiv zu reagieren, vielleicht sogar offensiv…. denn Angriff ist ja die beste Verteidigung. Aber ist sie das wirklich? Man könnte das Gelesene auch erstmal sacken lassen und reflektieren. Hat das wirklich was mit mir zu tun oder übertrage ich das jetzt nur ganz irrational auf mich? Manchmal ist die ganze Aufregung und der Selbstverteidigungsreflex nämlich tatsächlich umsonst. Im echten Zweifelsfall hilft auch immer der Gedanke an Wasser auf einem Entenrücken. Einfach mal abperlen lassen und weiter paddeln.

 

In diesem Sinne…. In a world where you can be ANYTHING, be f*ucking nice! :) Seid nett zu einander gebt auch mal, nehmt nicht nur nur und vergesst nicht, dass hinter allen persönlichen Social Media Profilen und Blogs eben auch ein Mensch mit Gefühlen steckt.

Bestimmt habt ihr alle auch schon eure eigenen Erfahrungen auf euren Social Media Kanälen gemacht, selbst wenn ihr dort nur als Privatperspn unterwegs seid…  Was würdet ihr euch für bessere Online Kommunikation wünschen? 

... macht es hübsch! Gruss

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20 Comments

  • Reply
    Jutta
    17. April 2021 at 9:44

    Liebe Nic,
    Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen und bewundere deine Ausdauer und Energie, trotzdem immer noch weiter zu machen. Ich gehöre zu den Leserinnen, die auch eher selten blogartikel kommentieren, aus dem einfachen Grund, dass ich da oft nichts zu sagen habe. Ich freue mich einen Einblick in das Leben und die Gedanken interessanter Menschen zu bekommen. Wie es auf Instgramm zugeht, kann ich gar nicht beurteilen, aber mir reicht der Umgangston, der zum Beispiel bei Diskussionen auf Facebook herrscht. Da zwinge ich mich schon, nicht mehr die Kommentare zu bestimmten Themen oder Diskussionen in manchen Foren zu lesen… das zieht mich auch nur runter. Schlimm finde ich auch diese Mentalität, wenn du was über Kleinanzeigen verkaufen oder verschenken möchtest: noch da? Kann ich holen? Letzter Preis? Kein Hallo, kein Satz, kein Gruß…. Ich finde auch, ein bisschen mehr Freundlichkeit und Höflichkeit täte der Virtuellen, aber auch der realen Welt echt gut.
    Ich habe mich damals sehr gefreut, als du mir Zum Thema Badfußboden geantwortet hast 😊 Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund! Liebe Grüße aus Hessen,
    Jutta

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      17. April 2021 at 9:51

      Liebe Jutta,
      danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast. Es geht tatsächlich mehr um die Kommunikation auf Instagram als hier, denn die hat sich sehr verlagert. Auch Kommentare zu meinen Blogposts werden eher dort geschrieben. Einfach weil es schneller und unkomplizierter geht.Und das verstehe ich total.

      Man ist ja heute auch meist mit dem Handy online. Es geht auch weniger darum, dann man nix sagt, sondern mehr was und wie man es sagt, wenn man denn was sagt. Es ist wirklich manchmal mit der Kommunikation auf eBay Kleinanzeigen zu vergleichen… da hast du recht.

      Ich lese die Kommentare unter gewissen Beiträge von Nachrichten- und Satire-Seiten auch lieber gar nicht mehr. Wenn ich es tue, bekomme ich nämlich jedes Mal Angst, zwischen was für Menschen ich lebe. :/

      Freut mich sehr, dass ich dir mit dem Badezimmerboden helfen konnte. :)

      Liebe Grüße
      Nic

  • Reply
    Ina
    17. April 2021 at 10:23

    Liebe Nic,
    auch bezugnehmend auf den Kommentar und deine Antwort über mir, ich finde es so schade, dass die Zeit der Blogs und wo dort noch oft und lang geantwortet wurde gefühlt vorbei ist.
    Es hat sich aus deinen genannten Gründen auf Instagram oder (wenn man es zum Teilen nutzt) Facebook verlagert.
    Da nehme ich mich selbst nicht aus, geht halt schneller.
    Wobei ich Facebook wirklich nur noch für ein paar wenige Gruppen nutze (die Hobbys betreffend) und ansonsten am liebsten den Account löschen würde, um mir die negative Energie nicht zu geben.
    Mir geht es bei Kommentaren auf Instagram oft eher umgekehrt (wenn mich etwas aufregt oder ich halt eine andere Meinung habe): ich würde eher im realen Leben „meinen Senf“ dazu geben, da bin ich sehr spontan …. *gggh*
    Und schreibe dann eben keinen Kommentar, weil ich gar keine Lust darauf habe, mich mit Jemandem herumzustreiten, den ich ja gar nicht kenne.
    Und das gesprochene und das geschriebene Wort kann sich so sehr unterscheiden.
    Wir haben mal einen Brief von Eltern bekommen (ich arbeite in der KITA und derzeit gibt es keinen Kontakt zwischen uns, außer bei der kurzen Übergabe, wir sind in Notbetreuung), den habe ich mit meinem Mood das Thema betreffend gelesen, eine unbeteiligte Kollegin total neutral.
    Man kann Geschriebenes auf so unterschiedliche Weise lesen, schon allein deshalb halte ich mit Kritik zurück!
    Danke für deinen ausführlichen Post, ich habe ihn komplett und nickend gelesen!
    Manchmal denke ich, es liegt ein bisschen auch an unserem Alter, unserer Generation Blogger, die da noch ganz anders reingewachsen ist, aber wer weiß das schon.
    Die Dinge sind ja immer im Wandel und die Zeit auch gerade nicht einfach.
    Und es gibt halt Leute, die nicht gelernt haben, mit ihrem Unmut umzugehen, denen möchte ich zurufen: „Bitte weitergehen, bleiben sie nicht stehen! Hier gibt es nichts zu sehen!“
    Im digitalen, wie im realen Leben.
    In diesem Sinne wünsche ich dir weiter genug Elan, diesen Widrigkeiten zum Trotz weiterzumachen, ich lese so gern unverbogenen Kontent von dir und einigen anderen hier, das lässt nich den Glauben an die Menschheit nicht verlieren!

    Liebe Grüße
    Ina

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:25

      Ja Ina, die Zeit ist eigentlich schon lange vorbei. Viel Kommunikation – auch rund um meine Blogposts – findet seit Jahren mehr auf Instagram statt. Und ich verstehe das auch voll. Es geht schneller und einfacher. Die ganzen Sicherheitsmaßnahmen, die man im Blog leider treffen muss, damit man nicht mit Bot-Spam-Kommentaren geflutet wird, machen das Kommentieren hier ja auch nicht einfacher. Da ist schneller mal was auf Insta gesagt.

      Und es stimmt, dass es immer darauf ankommt, wie man etwas liest. jeder interpretiert irgendwie seinen eigenen Senf in die Zeilen. Das macht ja das geschriebene Wort auch so schwierig. Aber manches ist eben auch noch unbedacht, übergriffig und manchmal auch unverschämt.

      However…. ich lebe damit, weil mir einfach auch Spaß macht, was ich tue. Deswegen auch ein extra Danke für dein nettes Lob am Ende. Das freut mich sehr. :)

  • Reply
    Anke
    17. April 2021 at 12:48

    Hallo Nic, Du sprichst da nur wahre Worte und mir sehr aus dem Herzen! Mir selbst sind solche Unhöflichkeiten und Übergriffe nur sehr selten begegnet, aber ich beobachte sie leider derzeit mit Erschrecken gehäuft. Na klar hab ich dann den Impuls, meinen Senf dazu zu geben. Aber allein aus Selbstschutz verkneifebich ihn mir dann. Und aus all den Gründen, die Du in Deinem Post so wunderbar auseinander genommen und analysiert hast. Früher hatte ich das Gefühl, solche Kommentare kommen eher von Leuten, die unzufrieden sind und die anderen nicht einfach stehen lassen können, wie sie sind. Heute scheint die Gruppe um die größer zu werden, die sich für bessere, politisch, sozial etc. korrektere Menschen halten (sei es im Namen der Demokratie oder des Antirassismus oder whatever) und leider die Kritisierten nicht mehr als Menschen mit Gefühlen sehen und mit eigenen, persönlichen Gründen, das zu tun, was sie tun und wie sie es tun. Das macht mich sehr traurig und ich empfinde eine Fremdscham. Ich hoffe, dass dennoch viele Deiner Follower (und viele SoMe-User), es ebenso sehen wie Du.
    Beste Grüße Anke

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:27

      Liebe Anke, danke für deinen Kommentar.
      Doch, es sehen viele meiner Leser*innen bzw. Follower*innen so wie ich. Wenn die anderen in der Überzahl wären, hätte ich schon lange keine Lust mehr, ehrlich gesagt. Aber es fällt eben auf, dass es in letzter Zeit zugenommen hat. Das ist natürlich auch der Krisensituation und der allgemeinen Unzufriedenheit geschuldet, leider.

  • Reply
    Ute
    17. April 2021 at 13:22

    Hallo Nicole, ich kann das zu 100% unterschreiben. Ich finde, der Umgangsformen ist allgemein mehr „Ellenbogen-raus“ geworden.
    Leider habe ich bisher auch eher weniger ausführlich Lob oder Zuspruch geäußert. Auf Instagram ist kurz linken ja sooo unkompliziert. Daran arbeite ich. Ich kenne Deinen Blog schon ewig und hab mir schon tolle Reisetips gemerkt. Vergangenes Jahr hat mich die „Wohndose“ echt gepackt. Kurz, ich lese Dich gern! LG Ute

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:28

      Liebe Ute, dann Dankeschön, dass du es jetzt einfach mal tust. Das freut mich wirklich sehr. :)))) Danke für deine Treue all die Jahre.

  • Reply
    Petra
    17. April 2021 at 16:43

    Liebe Nic,
    Einfach nur mal ein herzliches Dankeschön für all Deine Arbeit. Du bist etwas ganz Besonderes, vor allem bewundere ich die Zeit, mit der Du Dich hier einbringst, Deine Kreativität, Deinen Humor, Deine Ideen, Deine tolle Rezepte, Deinen kritischen Geist und auch Deine Geduld. Ich bin noch nicht sehr lange auf Instagram und ich bedaure das, denn sonst hätte ich schon viel früher von Dir gelesen.
    Petra

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:29

      Danke für deine lieben Kommentar, Petra. :) <3
      Wie schön, dass du mich entdeckt hast. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Inspiration hier.

  • Reply
    Ev
    17. April 2021 at 18:07

    Liebe Nic,
    puh, Danke erst einmal für diesen wunderbaren, langen Post – passiert wirklich nicht mehr oft, dass man so etwas lesen darf. Ich habe mich mehrfach hindurch gelesen und werde ihn nicht ad acta legen.
    Du sprichst mir aus der Seele.
    Das Ausmaß an Aggression und Hass, wie z. B. bei #pinkygloves zu lesen, erschreckt und irritiert mich zutiefst. Mein Blockieren- oder Stummschalten-Finger zuckt immer häufiger. Warum sollte ich auch lesen, was ich nicht mag?
    Ich muss jemanden nicht mögen, um trotzdem Respekt in der Kommunikation zu zeigen. „Hallo“, „Danke“, „Bitte“, „Gesundheit“, „Tschüß“, ein Lächeln, ein (ehrliches) Kompliment und ein Kommentar unterm einem Blogpost der gefällt, kosten nichts und besonders letztere, die tun doch uns allen gut.
    Auch früher war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, 2004, als ich noch ganz frisch am Bloggen war, habe ich das einmal direkt digital und im analogen Leben miterlebt, wie eine Bloggerin von einer anderen mit Hass, Häme, Verleumdung, Mobbing verfolgt wurde. Das war sehr erschreckend und ein Grund, warum ich digital und analog über Jahre hinweg gar nicht mehr kreuzen lassen wollte. Der Unterschied zu heute ist nur, dass die digitale Welt einen viel größeren Anteil unseres Lebens bestimmt als damals.
    Ich will das gar nicht weiter ausführen. Ich habe auch gar keine Erwartungshaltung mehr, außer der an mich, mich hoffentlich nicht selber so zu verhalten.
    Das Bloggen hat mir 17 Jahre gut getan, aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich es wirklich weiter will. Mir geht vieles zu schnell, zu oberflächlich und ja, siehe oben, zu ungut.
    Danke für Deine vielen Denkanstöße und dafür, dass Du so deutlich Position beziehst.
    Herzliche Dir, Ev

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:35

      Hallo Ev,
      wie gesagt, bei dieser speziellen Sache war ich so dermaßen verärgert, dass selbst ich mich im ersten Moment habe zu einem völlig unsachlichen Kommentar hinreißen lassen. Aber das waren eben auch nicht okay und ich habe es immerhin eingesehen.

      Dass dir so etwas sogar im echten Leben passiert ist, erschreckt mich. Wobei ich sagen muss, ich habe in den vielen Jahren des Bloggens immer mal damit gerechnet. Virtuelle Auseinandersetzungen aufgrund von Neid und Missgungst hatte ich besonders in den Anfangsjahren zur genüge. Das war ein ganz schöner Zickenterror teilweise. Heute sind die Konfrontationen anders…. letztendlich auch anonymer.

      Mir macht das Ganze immer noch Spaß. Aber ich kann auch verstehen, wenn man darauf keinen Bock mehr hat. ich habe da auch so meine Tage…

  • Reply
    VeRa Krampitz
    18. April 2021 at 11:10

    Zustimmung auf der ganzen Linie! Darf ich diesen Post auf fb verlinken? Auf deiner Seite dort finde ich den Beitrag nicht. Ich lese deine Beiträge über „Bloglovin‘ Daily Digest“
    Lg aus dem Sauerland sendet Vera

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:37

      Liebe Vera, darfst du natürlich gern. Danke dafür! Direkt unterm Post ist ja extra ein Button zum teilen. :)

      ich selbst poste nicht mehr viel auf FB, deswegen hast du ihn da nicht gefunden. Genau aus Gründen, die ich hier auch thematisiert habe. Der Ungangston auf Facebook ist teilweise ganz schlimm, finde ich. Deswegen verzichte ich mittlerweile auf die Kommunikation dort.

  • Reply
    Nicole Engelhardt
    18. April 2021 at 12:55

    Liebe Nicole, es ist richtig und wichtig die von Dir beschriebenen Umgangsformen anzusprechen.
    Auch wenn es hier und da noch die aufrichtig gemeinte und wertschätzende Kommunikation gibt, so nimmt die andere Form doch leider zu.
    Es ist absolut notwendig STOP zu sagen, Grenzen aufzuzeigen.
    Ich wünsche mir, dass dein Artikel zum Nachdenken anregt und mehr Menschen ihre Äußerungen auf den Social Media Plattformen hinterfragen, bevor Sie sie abschicken.

    Du und alle Menschen die Ihr Leben auf ihre jeweilige Weise mit der Außenwelt teilen, Inspirationen geben und zum Nachdenken anregen, haben Respekt und Wertschätzung verdient !!!
    Ich und ein paar meiner Freundinnen lieben deinen Account, wir kennen dich nicht persönlich, aber dennoch behandelst du uns Leser wie gute Freude, teilst, gibst Inspiration und regst zum nachdenken an. Und das alles mit viel Persönlichkeit und nicht angepasstem Mainstream! Und Menschen wie Du machen die Welt auf Instagram/ Social Media so besonders. Auf alle anderen können wir verzichten ! 🤍

    Herzlichst Nicole

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:41

      Liebe Nicole…. DANKE!!!!!

      ich habe gestern zwischendurch deinen Kommentar in meinen eMail-Benachrichtigungen gelesen und hatte direkt einen Kloß im Hals und mir kamen die Tränen. Deine lieben Worte haben mich richtig getroffen. So zart besaitet bin ich schon. Haha.

      Also nochmal… einfach Danke! <3

  • Reply
    San
    19. April 2021 at 3:59

    Liebe Nic,
    du hast das wirklich sehr gut zusammen gefasst, wie es oft heutzutage auf Sozialen Medien abgeht… ich selbst blogge auch schon seit 16 Jahren und bin seit 10 Jahren bei Instagram und man merkt, wie sich die Atmosphäre und der Ton geändert hat…. meine Accounts sind deutlich kleiner als deiner, daher ist es mir persönlich noch nicht so oft passiert, aber ich erlebe es regelmässig bei und anderen, die immer wieder „ermahnen“ und um einen freundlichen Umgangston bitten.

    Interessanterweise bin ich hier in den USA in einer „Lauf-Community“ unterwegs und ich habe selten so eine nette, positive Gruppe von Leuten online erlebt, die sich gegenseitig unterstützen und auch sehr viel positives Feedback hinterlassen. Eine unerwarteter Lichtblick im oft negativen Social Media -versum.
    Wie heisst es hier bei uns os schön „if you don’t have anything nice to say, don’t say anything at all“.

    Liebe Grüße aus CA.

    • Reply
      Nic {luzia pimpinella}
      19. April 2021 at 10:45

      Liebe San, den Spruch haben wir hier ja auch. Wenn man nichts nettes zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten. Und ich finde ihn immer sehr passend – im echten Leben und auch im virtuellen Miteinander. ;D

  • Reply
    Simone Molzahn
    19. April 2021 at 11:51

    Liebe Nic,
    auch von mir vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag. Du hast es punktgenau auf den Kopf getroffen. Es ist eigentlich so traurig, dass solche Dinge gesagt werden müssen und ich frage mich schon seit längerem, wie sich das noch so weiterentwickelt und wie unsere Kinder von dieser Art der Kommunikation beeinflusst werden. Umso wichtiger, dass Du es ansprichst!
    Um direkt deinen Punkt aufzugreifen und mit etwas Nettem aus der Reserve zu kommen, sage ich heute einfach noch Danke für deine Arbeit. Deinem Blog bzw. Instagramprofil folge ich schon so lange, aber es hat sich für mich gerade im letzten Jahr zu einem absoluten Highlight entwickelt. Sei es durch tolle Inspirationen oder Rezepte oder durchs Mitfiebern beim Wohndosen-Make Over. Aber auch und vielleicht gerade durch deine kritischen und emotionalen Posts, die mir zeigen, dass sich da jemand Gedanken macht. Das ist sicher nicht immer einfach. Es macht Dich dafür umso authentischer. Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Simone

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    Nicole Jahn
    19. April 2021 at 15:35

    Liebe Nic,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich frage mich immer wieder wie es z.B. zu einer Anspruchshaltung gegenüber Bloggern und Instagrammern kommt, die das mehr oder weniger als Hobby betreiben. Von Firmenaccounts erwarte ich eine Rückmeldung, aber da steht (hoffentlich und wahrscheinlich) auch ein ganzes Social Media Team hinter dem Account.

    An die eigene Nase muss ich mir in Bezug auf Rückmeldung allerdings auch fassen. Ich lese sehr gerne und auch regelmäßig Deine Beiträge, stimme Dir ganz oft zu und hinterlasse nur ganz selten einen Kommentar. Das ist nicht richtig. Vielen herzlichen Dank, dass Du so viel Herzblut und Mühe in Deinen Blog und Instagram steckst und mich oft ablenkst, zum Nachdenken bringst oder unterhälst.

    Die Kommunikation ist im allgemeinen verkürzter geworden – die Aufmerksamkeitsspanne allerdings auch, wie ich finde. Ich merke das auch in meinem täglichen Berufsleben. Wenige der emails die ich bekomme starten mit einem „Hallo“ und enden mit einem Gruß. Klar, wenn man sich schon den ganzen Tag wegen eines Themas schreibt, kann man das dann auch irgendwann mal weglassen, aber so insgesamt finde ich, gehört das auch zu (internern) Mails noch dazu. Wahrscheinlich bin ich altmodisch in dieser Hinsicht.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und schicke herzliche Grüße
    Nicole

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