INTERVIEW

Blogger-Interview – meine Frage-Stippvisite bei Anke & Thorsten von Moose around the World

Blogger-Interview | Meine Frage-Stippvisite bei Anke & Thorsten vom Moose around the World Travel Blog | luziapimpinella.com

Es ist mal wieder Frage-Stippvisiten Zeit und ich möchte euch heute einen weiteren wunderbaren Reiseblog vorstellen, den ich zugegebenermaßen erst vor Kurzen so richtig für mich entdeckt habe. Fragt mich bitte nicht warum, ich verstehe es selbst nicht. Anke kommentierte damals auf meinem Instagram, als ich nach einer Möglichkeit für Roadtrip Maps jenseits von Google fragte und zeigte mir eine ihrer selbst illustrierten Landkarten. Da war es sowieso schon um mich geschehen.

Auf Moose around the World versorgen Anke & Thorsten die reiselustige Leserschaft Inspiration und Fernweh für das nächste Reiseabenteuer. Egal ob vor der eigenen Haustür oder am andere Ende der Welt. Mittlerweile tun sie das sogar in Gesellschaft des Nachwuchses und „Minimoose“ ist mit dabei. Ihr Motto: Das Leben ist zu kurz für Irgendwann. (Da gebe ich ihnen vollkommen recht!)

Ich hoffe, ihr habt Lust, Anke & Thorsten sowie ihren Reiseblog kennenzulernen, denn hier kommt das Interview, dass ich neulich mit ihnen geführt habe…

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Nic: Liebe Anke, lieber Thorsten, euch als reiselustiges Paar zu beschreiben, wäre ja die Untertreibung des Jahrhunderts. Ihr kommt Ganz schön viel herum. Wie geht ihr bei der Planung einer größeren Reise vor? Was inspiriert euch dabei und wie findet ihr eure Route?

Anke & Thorsten: Die Lust auf die nächste Reise kommt bei uns meist schon am letzten Tag der aktuellen Reise. Wir fahren mit Wünschen, Ideen und Träumen nach Hause. Dann wird erst einmal recherchiert: Wie kommen wir dahin? Was kostet es? Was sind Highlights, die wir sehen wollen? Meist finden wir sehr viel Inspiration auf Reiseblogs, Instagram und Pinterest. Auch wenn sich dort immer mehr gleicher Content zeigt und wirklich individuelles durch den uns unverständlichen Algorithmus weichgespült wird.Ganz klar: Wir lieben Roadtrips und sind sooft es geht und am liebsten mit dem Auto unterwegs! Skandinavien, USA, Kanada … für diese Länder schlägt unser Herz.

Wenn wir in ein gänzlich neues Land reisen durchstöbern wir auch gerne Reisekataloge. Das Problem an Pauschalreisen ist ja mehr das ganze Gehetze drumherum als die eigentliche Route. Dann haben wir schon mal ein gutes Grundgerüst und wir gehen in die Feinplanung. Ein Abstecher hier, eine Wanderung dort und die Route festigt sich. Damit es für uns perfekt ist haben wir eine gute Mischung aus Stadt, deutlich mehr Natur, ein paar „Places to see before we die“ *{Affiliate-Link} und Geheimtipps, die wir uns oft vor Ort auch bei den Locals holen.

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Nic: Was war eurer letztes aufregendes Abenteuer auf einer Reise – mit viel Herzklopfen und vielleicht sogar ungeplant?

Anke & Thorsten: Unser 50-Tage-Skandinavien-Roadtrip war ein einziges Abenteuer voller Herzklopfen und Neugier. Am Anfang standen nur die ersten drei Wochen fest. Wir wollten auf die Lofoten, das war unser Ziel. Danach wussten wir oft gerade mal wo wir heute übernachten, morgen war noch alles offen. Wir haben ständig die Pläne umgeschmissen – unter anderem auch durch viele wirklich hilfreiche Tipps von unserer Instagram Community! Oder durch Zufälle: Eines Morgens haben wir beim Frühstück ein nettes deutsch-finnisches Pärchen getroffen, man kam ins Plaudern und nach 2 Brötchen wussten wir: Wir fahren morgen doch noch woanders hin. Oft saßen wir abends stundenlang im nicht enden wollenden Sonnenuntergang und haben um 1 Uhr morgens auf AirBnb nach einer Unterkunft für den nächsten Tag gesucht. Das war ein wunderbares Gefühl von Freiheit.

Auf einem Campingplatz in Norwegen haben wir einen älteren Herrn getroffen, der seit wahnsinnigen 65 Tagen mit dem Fahrrad unterwegs ist. Von Deutschland bis kurz vor den Lofoten, ausschließlich auf 2 Rädern. Noch verrückter: Hier, über 3.000 km von Zuhause weg, stellen wir fest: Wir wohnen nur 20 km in Deutschland voneinander entfernt und wir kennen uns sogar über 5 Ecken. Der Neffe des älteren Herrn ist ein Schulfreund von Thorsten. Das sind die Erinnerungen und Abenteuer, die nur eine Reise uns schenken kann!

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Nic: Anke, Du hast mir auf Instagram erzählt, dass du mittlerweile die Karten mit den Routen eurer Trips für euren Blog selbst illustrierst. Ich war total schockverliebt, als du mir deine wunderschönen Illustrationen gezeigt hast. Wie machst du die und wie lange brauchst du für eine Karte?

Anke: Als Designerin bin ich selten mit dem zufrieden was man so von der Stange kaufen kann. Da kribbeln die Finger, die Ideen sprudeln und ich möchte sie selbst umsetzen. Die erste Idee für eine Karte entsteht mit Papier und Stift und wird dann am Rechner illustriert und ausgearbeitet. Inzwischen habe ich einen großen Fundus an Objekten, die ich immer wieder einsetze. Blumen-, Tier- und Pflanzenwelt, Gebäude, Wahrzeichen oder Details wie ein Kompass.

Los geht es mit den Umrissen des Landes, dann kommen Flüsse, Seen und Städte. Und dann geht es in die Details, die ich so liebe. Je nach Detailgrad dauert die Umsetzung einer Karte mindestens 5-8 Stunden – trotz der Vorlagen. Mein größtes Projekt ist derzeit eine komplette Weltkarte für das Kinderzimmer unserer Tochter. Auch da gefällt mir einfach nichts was es fertig zu kaufen gibt. Es soll eine kunterbunte wandhohe Illustration werden, die aus dem kleinen Minimoose eine echte Weltenbummlerin werden lässt.

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Nic: Ich vermute mal, eure Travel Bucket List ist mindestens genau so lang wie meine. Deshalb möchte ich einfach mal umgekehrt nach den Ländern oder Orten fragen, die nicht darauf stehen. Welche Reiseziele reizen euch überhaupt nicht und weswegen?

Anke & Thorsten: Wir haben über diese Frage heute bei einem langen Spaziergang nachgedacht. Ganz ehrlich: Es gibt nichts was wir grundsätzlich ausschließen. Aber Reisen in Krisengebiete brauchen wir nicht. Davon gibt es auf der Welt leider einige: der nahe Osten, viele Teile Afrikas …

Aber auch vom Tourismus zerfressene Orte sind für uns unattraktiv geworden. Bali ist so ein Ort, den wir immer mehr mit unangenehmem Tourismus in Verbindung bringen. Und obwohl wir Island lieben (nicht umsonst haben wir dorthin unsere Hochzeitsreise unternommen) möchten wir dort aktuell nicht hin: Viele Sehenswürdigkeiten (wohlgemerkt: allesamt Naturhighlights) werden gesperrt. Touristen klettern auf Eisberge, überqueren Absperrungen für das beste Foto und ignorieren Wetterwarnungen. Reykjavik wird den Touristenmassen nicht mehr Herr und Wohngebäude in der Innenstadt müssen Hotelkomplexen weichen.

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Nic: Zu guter letzt… was sind eure nächsten großen Pläne?

Anke: Für dieses Jahr haben wir tatsächlich keine großen Reisepläne mehr. Es sind ja gefühlt nur noch ein paar Wochen bis wir wieder an Lebkuchen knabbern und Raclette brutzeln. Bis dahin steht Anke noch eine sehr, SEHR unangenehme und komplizierte Kiefer-OP bevor. Im Herbst wird es soweit sein und danach ist erst einmal wochenlang Suppe schlürfen und Erholung angesagt. Dann stecken wir mitten im Projekt Hausbau (denn sesshaft werden und Reiseblogger sein muss sich gar nicht ausschließen!).

Von daher werden wir uns endlich mal an unseren fast schon Allzeit-Plan machen: Mehr vor der direkten Haustür erkunden. Und damit meinen wir nicht ganz NRW, sondern bitteschön wirklich die direkte Heimat, also der Niederrhein. Wandern im Grenzgebiet von Deutschland und Holland, hübsche Kleinstädte besuchen an denen man im Alltag immer nur vorbeifährt und vielleicht mal ein Wochenende ein Boot mieten. Und wenn wir das jetzt so lesen denken wir uns: Doch ganz schön viel Pläne für nur noch so wenig 2018, oder?

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Nic: Ihr Lieben, vielen Dank an euch für die spannenden Antworten in diesem Stippvisiten-Interview. Ich freue mich sehr, dass ihr euch die Zeit genommen habt, dabei zu sein. Außerdem wünsche ich dir, liebe Anke, toi toi toi für deine Kiefer-OP (da hast du ganz besonders mein Mitgefühl) und euch als Familie natürlich immer feine Reisepläne in der Pipeline – ganz egal, ob in weiter Ferne oder ganz in der Nähe am Niederrhein.

 

luzia pimpinella Gruss Macht's hübsch!

P.S. Liebe LeseriInnen, falls ihr Anke & Thorsten auf ihren Reiseabenteuern folgen möchtet, findet ihr ihre Geschichten auf dem Moose around the World Reiseblog, Bilder von ihren Trips auf Instagram unter @moosearoundtheworld oder ihr findet sie auch auf Facebook hier und auf Twitter hierBlogpost Trenner

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3 Comments

  • Reply
    Anna
    27. August 2018 at 22:49

    Super schöne Bilder, die Skandinavien Rundreise steht auch für 2019 auf dem Plan. Dann wissen wir jetzt wo wir gute Inspirationen bekommen. Wunderschöne Bilder habt ihr und nette Fragen vonLuzia. Danke an Euch, Anna & Michael
    PS: Wir verstehen das Island das Ziel der Hochzeitsreise war ;)

  • Reply
    Fünf Fragen am Fünften | Von Sandburgen, Reisebonbons und der Suche nach Unterschieden
    5. September 2018 at 9:00

    […] auf Luzia Pimpinellas Fragen. Übrigens: Vor kurzem hat Nic uns auch auf ihrem Blog vorgestellt. Das sehr schöne Interview mit Thorsten und mir könnt ihr hier nachlesen. Ich bin gespannt und sage auf bald im Oktober – Wahnsinn, da sind sie wieder … die schnell […]

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