Browsing Tag

mein senf dazu

FAMILYLIFE MY 2 CENTS

Es weihnachtet! Alle reden vom Spenden… aber schon mal über Organspende nachgedacht?

Es weihnachtet! Alle reden vom Spenden... aber schon mal über Organspende nachgedacht? Warum ich Pro Organspende bin und schon lange einen Organspendeausweis habe | luziapimpinella.com

Weil in der Weihnachtszeit immer alle von Spenden reden, will ich das heute auch mal tun… aber nicht von Geld oder sonstiger Hilfe oder Zeit. Sondern von Organspende! Ich habe das vor vielen Jahren hier im Blog schon mal thematisiert, möchte es aber heute nochmal tun. Auch, weil ich gerade vorgestern durch die aktuelle Debatte um die Widerspruchlösung bei der Organspende im Bundestag wieder darauf aufmerksam wurde, wie gering offensichtlich die Bereitschaft von uns Menschen ist, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen, solange wir leben. Doch genau dann ist der richtige Zeitpunkt dafür! Wenn wir leben. Continue Reading

LIFESTYLE MY 2 CENTS

Meine Serien-Tipps & persönliche Lieblingsserien fürs „Binge Watching“

Meine persönlichen Serien-Tipps und Lieblingsserien bei Netflix, Amazon Prime, Ard & ZDF fürs „Binge Watching“ luziapimpinella.com

Neulich habe ich einen Spruch auf Instagram gelesen und dachte: OMG, das bin ich! „To reduce stress I do yoga. Just kidding! I watch 5 hours of Netflix in my yoga pants.“ {hier}. So wahr, und ich schäme mich nicht die Bohne dafür.

Ich habe mich hier im Blog ja schon mehrfach als Film- und TV-Junkie geoutet. Seit einer Weile kommt jetzt auch noch das Prädikat Serien-Junkie hinzu. Schuld sind natürlich Netflix, Amazon Prime und Konsorten. Übrigens neuerdings auch mal die Öffentlich Rechtlichen. Und nachdem in meinen Instagram Stories neulich mal die Frage aufkam, was ich denn eigentlich gern gucken würde, gibt’s heute mal ein paar Tipps mit meinen Lieblingsserien.

Kleiner Disclaimer… ich bin noch ein ziemlicher Frischling, Continue Reading

MY 2 CENTS

Warum ich RuPaul’s Drag Race liebe und Heidis GNTM für den letzten Mist halte

Warum ich RuPaul's Drag Race liebe und Heidis GNTM überflüssig finde | Meine Netflix & Streaming Lieblinge | luziapimpinella.comIch freue mich schon seit Wochen drauf. Ab dem 30. Oktober zeigt Netflix die Staffel 10 von RuPauls Drag Race. Ich liebe diese Show, Luzie übrigens auch. Meistens haben wir ganz automatisch die gleichen Favoriten im Rennen um die Dragqueen Krone. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

„If you can’t love yourself, how in the hell you gonna love somebody else?“ {RuPaul}

Amen! Es ist mein Lieblingszitat von Moderator*in RuPaul, selbst seit Jahrzehnten erfolgreiches Supermodel und Dragqueen, Das ist nicht nur an seine Mädels auf der Bühne gerichtet, sondern ebenso ein Reminder an seine Zuseher*innen und die ganze Welt. Allein wegen diesem einzigen Satz {und sonst noch Vielem mehr} kann eine Supermodel Show wie GNTM für mich im Vergleich schon einpacken – oder hat die je eine sinnvolle Botschaft gehabt? Ich kann mich nicht erinnern. Ganz im Gegenteil, ich Continue Reading

MY 2 CENTS TRAVEL

#my2cents | Reisen in Zeiten der Über-Inspiration – mein Pro & Kontra zu zuviel Travel In- und Output

Reisen in Zeiten der Über-Inspiration | Pro und Contra zu zuviel Travel Input bei der Reiseplanung | luzia pimpinella #my2cents

Zuviel des Guten kann ja manchmal ganz schön Bauchweh machen. Und manchmal denke ich, das gilt für gutes Essen genau so {da kann ich nämlich gerade ein Lied von singen} wie für zuviel Inspiration. Über-Inspiration. Vielleicht werde ich euch heute ein bisschen überraschen und auch verwundern mit meinem Geständnis und meinen Gedanken zu einem Mechanismus, von dem ich selbst ein Teil bin {und das auch sehr, sehr gern}. Aber es gibt eben nicht nur immer die Trallafitti-Seite von schönen Dingen, sondern auch die nachdenkliche.

Das mit der übermäßigen Inspiration ist ein bisschen so wie eine überfüllte Speisekarte mit 156 Gerichten. Da weiß man am Ende auch nicht mehr, was man eigentlich essen soll. Beziehungsweise man möchte gerne alles probieren, aber das geht ja schlecht. China Restaurant lässt grüßen. Am Ende denken wir oft, das falsche Mahl gewählt zu haben, das auf dem Nachbarteller sah viel leckerer aus! Oder aber es ist wie mit Pinterest-Ideen. Wir sammeln Tausende davon und was probieren wir am Ende davon wirklich aus? Ja genau. Und was gibt uns das für ein Gefühl? Ein eher gestresstes und den Eindruck, irgendwie nichts gebacken zu bekommen. So wie die anderen!

Die anderen, die man eigentlich so sehr mag, deren Inspirationen man liebt und deswegen auch sucht… die sind nämlich leider auch immer ein latenter Stressfaktor. Die machen tolle Sachen, schaffen mehr in 24 Stunden, sehen tolle Orte, kennen immer the last hot Shit und sind auch überhaupt viel cooler als wir selbst. Die alte Leier – the grass is always greener over there. Ja, und das geht einem selbst dann so, wenn man eigentlich ein Teil dieses Ganzen ist.

Das soll jetzt absolut nicht heißen, dass ich das alles nicht liebe! Ich hatte ja eingangs angedeutet, dass dieser Post vielleicht ein bisschen schizophren sein könnte. Ich möchte auf keinen Fall wieder in die Zeit zurück, in der wir Reisen ausschließlich im Reisebüro buchen konnten. Zeiten, in denen uns Leute Trips verkauften zu Destinationen von denen sie eigentlich wenig Ahnung hatten, weil sie selbst noch nie dort waren. Ich liiiiiebe persönliche Empfehlungen von vielreisenden Menschen, die genau wissen, wovon sie reden, weil sie eben eigene Erfahrungen gemacht haben. Ich wünsche mir auch nicht die Zeiten zurück, als in den meisten Print-Reiseführern nicht viel mehr als gängige Sehenswürdigkeiten und ein bisschen Landes-/Ortsgeschichte zu finden waren. Obwohl ich sagen muss, das die *Lonely Planet Reiseführer wirklich schon sehr früh mit Insider-Tipps glänzten. Ohne einen solchen hätten wir im Jahr 2000 auf unserer Hochzeitsreise niemals allein den Dschungel der Insel Rarotonga durchquert. Denn er enthielt eine Wegbeschreibung à la „und dann seht ihr rechts ein paar baumhohe Farnwedel, da müsst ihr rechts… und an dem kleinen Flusslauf kommt irgendwann ein Stein in Form einer Birne, da müsst ihr links.“. Aber ich schweife schon wieder ab…

Also nein, ich möchte nicht zurück zu weitgehend ahnungslosen Zeiten, in denen man Dinge / Orte  / Köstlichkeiten verpasste, einfach weil man nichts darüber wusste. Ich ich möchte nicht zurück in Zeiten wo eine zerfledderte Landkarte die die einzige Orientierungsmöglichkeit war, wenn man gerade keinen Einheimischen zur Hand hatte, den man fragen konnte. Ich liebe Google Maps und diese ganzen schönen technischen Gadgets, die das Reisen leichter machen. Ich liebe es, dass wir uns nicht mehr nach der Ankunft am Urlaubsort für horrende Telefongebühren bei den immer liebevoll über-besorgten Schwiegereltern melden müssen. Denn sie sehen jetzt ziemlich unmittelbar auf Instagram, dass wir gut angekommen sind und uns wie Bolle amüsieren. Oder wir tippen auf Whatsapp mal eben ein „Wir sind da!“. Ich finde es großartig, mal eben unterwegs online etwas nachschauen zu können, seien es Öffnungszeiten, Adressen, Bahnverbindungen oder was weiß ich nicht alles sonst noch. Es macht mir Spaß, von unterwegs unsere Urlaubs-Impressionen online zu teilen und noch mehr Spaß macht es mir, wenn jemand aus meiner Community das als Inspiration sieht und selbst dort hin reist. Top of the tops ist dann der gar nicht so seltene Moment, wenn von einer im echten Leben fremdem Person eine persönliche eMail eintrudelt, mit einem Dankeschön für einen tollen Tipp.

Nein, das alles {und noc viel mehr} ist schon ziemlich geil, mit dem ganzen Travel-Input und Output, mit den technischen Möglichkeiten und der Digitalisierung der Reiserei. Aber es gibt eben auch Momente, da hat man dadurch einfach nur zuviel von allem. Zu viele Möglichkeiten, zu viele Tipps, zuviel Inspiration, zuviel selbstgemachten Druck… und definitiv zu wenig „Lalala, keine Ahnung, was wir heute machen…. öh, mal sehen!“.

Wenn ihr selbst gerne reist und auch online viel unterwegs seid, wisst ihr vielleicht ganz genau, was ich meine. Wenn ihr selbst Blogger seid und auch mal über eure Reisen schreibt, dann wisst ihr es garantiert. Diese kleinen Stressmomente sind natürlich nicht die Regel {dem Himmel sei Dank!}, aber sie poppen ab und an ganz unvermittelt auf. Auch bei mir… und ich erzähle euch gern von denen, die mich ich gerade letzte Woche auf unserem New York Trip mit unseren Freunden so überfallen haben.

Wir waren jetzt in den letzten Jahren mal in NYC und haben tatsächlich fünfmal im selben Hotel gewohnt. Das Wolcott ist eines der ältesten Hotels New Yorks und eröffnete 1904 in Midtown. Mark Twain und auch Buddy Holly residierten dort einst. Wir mögen es wegen seines angestaubten Charmes alter Zeiten, wegen der wirklich großartigen Lage mitten in Manhattan und auch wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses für ein echt geräumiges Zimmer {also für New Yorker Zustände natürlich ;)}. Es ist eine tolle Location und wir wohnen gern dort, aber es ist alles andere als stylisch oder hipster!

Da passiert es dann der Bloggerin {also moi} oder der Social Media-affinen Person {dito} dann absurderweise schon mal, dass sie sich bei dem Gedanken ertappt: „Kann ich das eigentlich zeigen? Oder ist das zu wenig stylisch und total uncool?“ Würde es nicht mehr hergeben, für viel mehr Geld endlich mal im angesagten Wythe Hotel in Brooklyn-Williamsburg zu wohnen, damit es mehr für den Blog taugt?“. Lächerlich vielleicht. Aber das denkt man eben manchmal, wenn man voll ist mit Inspirationen von anderen Travel- und Lifestyle Bloggern, die vielleicht einfach wirklich einen anderen Lifestyle habe als man selbst {vor allem ein anderes Reisebudget, ein anderes Alter, keine Familie, ect. pp. – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen}. Und noch lächerlicher… man fühlt sich plötzlich von diesen Gedanken gestresst.

Selbst der tägliche Blick in den Instagram Feed meiner besten Freundin Sonni @emmipirelli, die ja samt Family mit uns unterwegs war, konnte so einen klitzekleines Stresschen auslösen. Bei aller Liebe… „Wieso hat die denn schon so viele tolle Fotos hochgeladen und wann bloß?“. Total albern ich weiß! Hmpf.

Und dann der déja-vù Moment in einem unserer Lieblingsrestaurants in New York – bei Malatesta. Als ich wieder einmal feststelle, dass ich bei der schummrigen Beleuchtung einfach keine schönen Fotos machen kann, obwohl ich es euch im Blog doch so gern mal präsentieren würde. Eigentlich würde es nach so vielen Jahren nämlichmal mal Zeit dafür, nachdem uns unsere New Yorker Freunde Hoffi und Sonali uns schon vor 9 Jahren zu diesem tollen Italiener schleppten. Mittlerweile ist es schon nicht mal mehr so ein Insider, denn als wir den ganz neuen *Marco Polo New York zum ersten Mal durchblätterten, tauchte das italienische Restaurant da plötzlich auch als Tipp auf. Tja, auch Insider-Tipps haben eben auch ein Verfallsdatum. ;) Wie dem auch sei, ich kann eich das Malatesta immer noch wärmstens ans Herz legen. Hipster oder nicht.

Noch ein Beispiel: unsere Brooklyn-Touren mit Ina Bohses wirklich großartigem *Brooklyn Neighborhood Guide immer in der hinteren Hosentasche meines Mannes. Auch dieses kleine geniale Teil mit tollen Tipps {ein paar davon und noch mehr Infos hat sie ja neulich auch hier im Blog-Interview verraten} verbreitete leichte Panik bei mir… denn eins war ja klar, um alle tollen Tipps darin abzuhaken, müssten wir ja mindestens ein halbes Jahr bleiben und nicht nur eine Woche. Wie sollten auch nur eunen Bruchteil davon sehen, probieren, erleben…? Decisions, decisions!

Und trotzdem!

Ich werde weiterhin Über-Inspirationen sammeln als hätte der Tag 48 Stunden oder ein sich ganz von allein multiplizierendes Reisebudget. Oder als hätte mein Leben mehr als durchschnittlich 82 Jahre zu erwarten. Ich werde auch weiter fremde Reisebilder anschmachten, im Geiste mitreisen und mich einfach freuen, dass die Mädels und Jungs eine gute Zeit haben – wohl wissend, dass die tollen Fotos nie die ganze Story erzählen. Ich werde mich weiterhin lieber an persönliche Tipps halten als an Informationen aus Katalogen. Ich werden weiterhin ganz spontan Reiseziele auswählen, nur weil ich coole Instagram-Fotos von einer Destination gesehen habe. Ich werde mich wie bekloppt freuen, wenn sich ein Insider-Tipp, den ich persönlich bekommen oder in diesem Internet entdeckt habe, als echtes Highlight entpuppt. Ich werde selbst wie verrückt instagrammen, wenn es mir irgendwo gefällt und nach der Reise meine Erfahrungen, persönlichen Tipps und Urlaubsgeschichten im Blog teilen. Denn ich bin ein Teil dieses digitalen Reise-Inspirations-Dings. Und ich bin es echt gern.

Aber ich werde auch immer wieder versuchen müssen, mich von dem ganzen Travel In- und Output nicht stressen zu lassen. Mich vor Ort auch einfach mal treiben zu lassen, als immer dem nächsten mehr oder weniger geheimen Geheimtipp auf der sowieso viel zu langen Liste hinterher zu jagen. Auch mal wieder mehr los zu lassen und nicht immer im Hinterkopf zu haben, den Trip jede Minute lang zu optimieren. Luft für ganz spontane Zufallsentdeckungen zu lassen. Nicht das Gefühl zu haben, immer cool und hipster sein zu müssen. Die Optimierung beim Reisen einfach nicht zu über-treiben, bei all der Über-Inspitation auf allen Kanälen.

Und ihr tut mir bitte einen ganz großen Gefallen. Lasst euch davon auch nicht stressen. Von mir schon gar nicht! Ihr wisst ja… the grass ist always greener over there. Und am Ende sind es sowieso nur Luxusproblemchen. ;)

luzia pimpinella Machts Huebsch Gruss

luziapimpinella_Blog_Trenner*partnerprogramm-link